Primus der Kompaktklasse: Sony Reader Pocket Edition (PRS-350) im Test

sony-prs-350-test Er hat die Bedienfreundlichkeit des Oyo-Reader, und die Kontrast-Qualität des Kindle: Sonys neuer 5-Zoller PRS-350 ist der zur Zeit komfortabelste „Taschen-Reader“ auf dem deutschen Markt. Kein anderes Gerät bringt soviel Funktionen mit – von handschriftlichen Notizen & Anmerkungen via Touch-Screen-Display bis zu 12 vorinstallierten Wörterbüchern. Dank Eingabestift („Stylus“) ist die Bedienung der virtuellen Tastatur besonders angenehm. Trotz Metallgehäuse wiegt die Pocket Edition zudem nur 155 Gramm. Preislich liegt der in den Farben silber, dunkelblau & pink lieferbare PRS-350 mit 179 Euro im Mittelfeld.

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Touch-Screen verpflichtet: Auch Sony packt das Tablet-Fieber

Das Tablet-Fieber hat auch die E-Reader-Branche angesteckt – immer mehr Lesegeräte werden mit Touch-Screen ausgeliefert. Das geht leider oft auf Kosten des Kontrastes, denn in den meisten Fällen wird über das E-Ink-Display eine kapazitive Sensorschicht gelegt, die den Hintergrund dunkler erscheinen lässt. Sonys neue Reader erkennen die Bewegung von Fingern oder Eingabestift dagegen mit Infrarot-Sensoren, die an den Display-Rändern angebracht sind. So kommt man gleichzeitig in den Genuss des kontraststarken Pearl-E-Inks, wie es auch bei Amazons Kindle Verwendung findet, und hat zugleich den Komfort eines Touch-Screens. Mit 16 Graustufen und einer Auflösung von 800 mal 600 Pixeln ist Sonys Pocket Reader Edition auch ansonsten voll auf der Höhe der Zeit. Umgeblättert wird per Fingerwisch, die Seitenwechsel sind rasant. Von „XS“ bis „XXL“ stehen ingesamt sechs Schriftgrößen zur Auswahl.

Die Pocket Reader Edition wurde deutlich verschlankt

Von außen erinnert das PRS-350 tatsächlich an ein Tablet – denn im Vergleich zur Vorgänger-Version wurde das Gerät auf 10,4 mal 8,5 Zentimeter deutlich verschlankt (von 15,7 mal 10,7 cm). Auch das Gewicht ist von 220 auf 155 Gramm geschrumpft. Die Nummerntasten neben dem Display sind ebenso verschwunden wie der Bedienring mit Richtungstasten. Geblieben sind lediglich fünf schmale Buttons am unteren Displayrand – zum Umblättern, zur direkten Ansteuerung des Hauptmenüs, zum Zoomen und zur Auswahl von verfügbaren Optionen. Einzige Schnittstelle des 5-Zollers ist der Mikro-USB-Port an der Unterkante, die Slider-Taste zum Einschalten ist wie beim Vorgängermodell an der Oberkante. Erst auf den zweiten Blick erkennt man ein neu hinzugekommenes Element – an der rechten oberen Gehäuseecke lässt sich der etwa zehn Zentimeter lange Eingabestift herausziehen. Im komplett ausgeschalteten Zustand ist das E-Ink-Display leer – wurde der Reader nur in den Schlafmodus versetzt, wird ähnlich wie bei Kindle oder LumiRead ein Bild angezeigt.

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Icons & Buch-Cover: Das Menü ist grafisch aufgepeppt

Beim ersten Start gilt es zwei Auswahlmenüs zu bewältigen – dort lässt sich Deutsch als Menüsprache wählen sowie eine deutsche Tastaturbelegung. Danach landet man im Hauptmenü, das im Vergleich zum PRS-300 grafisch aufgepeppt worden ist. Sowohl das zuletzt gelesene E-Book wie auch die ersten drei Titel der E-Bibliothek werden mit miniaturisierten Cover-Bildern angezeigt. Weitere Icons verweisen auf „Periodika“ (also elektronische Zeitungen und Zeitschriften), „Sammlungen“ (etwa die Liste der ungelesenen E-Books, der gekauften E-Books, oder eine selbst zusammengestellte Liste) sowie Notizen (womit auch Anstreichungen im Text gemeint sind.) Über das Icon „Anwendungen“ gelangt man zu einem Untermenü, in dem sich die Bilddateien und via Stylus angefertigten handschriftlichen Notizen ansehen lassen. Zudem kann man dort das gerade aktivierte Wörterbuch durchsuchen und mit der virtuellen Tastatur Text-Memos erstellen. Konfigurieren lässt sich der PRS-350 über das Icon „Einstellungen“ am unteren rechten Display-Rand.

Per Doppeltipp zum virtuellen Eselsohr

Die Basisfunktionen können dank Touch-Screen direkt mit dem Finger ausgeübt werden, insbesondere die Auswahl des E-Books und das Umblättern. Ob das Vorwärtsblättern mit einem Fingerwisch von links nach rechts oder umgekehrt stattfindet, kann man im Konfigurationstmenü auswählen. Mit einem Doppeltipp auf die rechte obere Ecke einer Seite legt man ein Lesezeichen an, das als virtuelles Eselsohr angezeigt wird. Über die Option Notizen erstellen/bearbeiten können auf der aktuellen Seite Textpassagen markiert werden – das geht am besten mit dem Stylus. Anstatt einfacher Markierung durch grauen Hintergrund kann auch direkt auf das Schriftbild gekritzelt werden – man kann also etwa einzelne Worte unterstreichen, unterkringeln oder durchstreichen. Besonders komfortabel ist die Wörterbuchfunktion. Mit Doppeltipp per Stylus auf ein einzelnes Wort lässt sich die jeweilige Bedeutung direkt im unteren Bereich der Seite anzeigen. Um einen detaillierten Wörterbucheintrag zu lesen, wechselt man ganz einfach in die Vollansicht des Wörterbuches. Zur Auswahl stehen u.a. das New Oxford American Dictionary sowie das Collins English-German Dictionary.

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Vier E-Books sind bereits vorinstalliert

E-Books im epub wie auch PDF lassen sich mit dem PRS-350 problemlos öffnen. Durch die Reflow-Funktion werden auch PDFs so umgebrochen, dass man sie bequem auf dem Display lesen kann. Bei den meisten PDFs lässt sich bei dieser Form der Ansicht auch die Schriftgröße ändern. Was der PRS-350 leider nicht anbietet, ist eine Auswahl verschiedener Schriftfonts. Vier E-Books sind auf der Reader Pocket Edition bereits vorinstalliert, darunter Markus Albers Ratgeber „Meconomy“ sowie drei Krimis (Martin Muchas „Papierkrieg“ sowie zwei Folgen aus der „Kühlfach“-Serie von Jutta Profijt). Um via USB-Kabel eigene E-Books auf den Reader übertragen zu können, muss auf dem Desktop-Computer Sonys “eBook Library” installiert werden. Die Software kann vom Reader aus direkt auf den PC oder Mac gebracht werden. Sobald die eBook Library eingerichtet ist, startet sie beim Anschluss der Pocket Edition am USB-Port automatisch. Um DRM-geschützte epubs auf dem Lesegerät öffnen zu können, muss man sowohl der Computer wie auch der Reader selbst mit einer gültigen Adobe-ID autorisieren.

Sonys PRS-350: für mobiles Lesen unbedingt empfehlenswert

Mit dem eingebauten Flash-Speicher von 2 Gigabyte passen etwa 1200 E-Books auf das Gerät – dann ist aber endgültig Schluss, denn der PRS-350 hat keinen Einschub für externe Speicherkarten. Auch auf das Abspielen von MP3-Dateien muss man verzichten. Wer solche Extras nicht missen möchte, sollte den großen Bruder PRS-650 wählen – der allerdings erst ab 229 Euro zu haben ist. Ansonsten bringt die Sony Reader Pocket Edition aber alles mit, was ein Reader braucht – er ist ebenso kompakt wie robust, liegt leicht in der Hand und lässt sich dank Touch-Screen intuitiv bedienen, ohne das man viele Knöpfe drücken muss. Durch den Verzicht auf eine W-Lan-Schnittstelle hält der Akku bei normalem Betrieb bis zu 2 Wochen. Für alle, die unterwegs so komfortabel wie möglich lesen wollen, ist Sonys PRS-350 unbedingt zu empfehlen – es ist mit Abstand das beste 5-Zoll-Gerät auf dem deutschen Markt.


Reader Pocket Edition / Reader Touch Edition im Vergleich


Modell

Reader
Pocket Edition (5 Zoll)

Reader
Touch Edition (6 Zoll)

Display

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

Gewicht

155g

220g

Schnittstellen

USB

USB

Speicher

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

E-Book-Formate

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

Zubehör

Micro-USB Kabel

Micro-USB Kabel

Preis

179
Euro (E-Book-News)

229
Euro (E-Book-News)

Audio-Features

keine

MP3-Player,
3,5 mm Kopfhörerbuchse

Sony startet im Dezember eigene E-Reader-App für Android und iPhone

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Sony hat E-Reader, Sony hat einen E-Store, fehlte eigentlich nur noch eine App. Die gibt’s jetzt auch: ab Dezember kann man E-Books nicht nur online im Sony Reader Store kaufen, sondern direkt auf dem Display von iPhone oder Android-Geräten lesen. Für Sony-Kunden ist die App eine erhebliche Erleichterung – denn auch auf die aktuelle E-Reader-Generation kommt der Content bisher via USB-Kabel. Eine für das iPad optimierte Version der App wird es allerdings vorerst nicht geben.

Die App zum Reader sorgt für Kundenbindung

Amazon hat eine, Barnes&Noble hat eine, und Kobo auch. Apps sind in – sie machen Tablets und Smartphones zum komfortablen E-Reader. Wer das E-Ink-Lesegerät gerade nicht dabei hat, kann so trotzdem unterwegs auf seine E-Bibliothek zugreifen. Oder neuen Lesestoff shoppen – durch den direkten Draht zum E-Store sorgen Apps schließlich für eine nahtlose Kundenbindung. Sony hinkt dem Trend zur WiFi-unterstützten Lektüre allerding hinterher. Die auf der IFA vorgestellte neue E-Reader-Generation verfügt zwar über kontrastreiches Pearl-E-Ink und das wohl beste Touch-Screen auf dem Markt, nur eine WLAN- oder UMTS-Funktion hat man den Lesegeräten nicht spendiert. Mit der Sony Reader App kann das Unternehmen zumindest eine Scharte auswetzen – iPhone- und Smartphone-Besitzer können jetzt gleich loslesen, das Synchronisieren via USB-Kabel entfällt. Zumindest so lange, bis man die Lektüre auf dem E-Ink-Display fortführen möchte.

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Mit Details zur App hält Sony bisher hinterm Berg

Besonders viele Einzelheiten über die App hat Sony bisher allerdings nicht verraten – die Screenshots &v Kommentare im Reader Store lassen jedoch zumindest einige Features vermuten: neben der Kauf- und Synchronisierungsfunktion wird die App offenbar verschiedene Fontgrößen bieten, das Setzen von Lesezeichen, „Highlighting“ sowie Anmerkungen ermöglichen. Ob die Shopping-Funktion auch für hiesige Kunden funktionieren wird, ist allerdings noch nicht klar. Einen deutschen Reader-Store gibt’s bisher schließlich noch nicht – Sonys Synchronisierungs-Software „Reader Library“ verweist auf deutschen Desktops unter dem Punkt eBook Store auf die Webseiten von Libri, Thalia und der Mayerschen Buchhandlung. Die dort oder anderswo gekauften E-Books lassen sich dann via „Reader Library“ vom PC- oder Mac-Desktop problemlos auf die Sony-Reader übertragen – Sony unterstützt schließlich den offenen epub-Standard.

Touch-Screen bei Sony jetzt Standard: IFA-Premiere für neue E-Reader-Modelle

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Sony setzt neue Standards beim elektronischen Lesen – sowohl Reader Pocket Edition wie auch Reader Touch Edition gibt’s ab jetzt standardmäßig mit Touch-Screen und kontrastreichem Pearl-E-Ink. Die auf der IFA vorgestellten Modelle PRS 350 und PRS 650 punkten mit Bedienkomfort: umgeblättert wird ab jetzt per „Fingerwisch“. Verkaufsstart ist Oktober -- die fünf Zoll-Version wird 179 Euro kosten, die 6-Zoll-Version gelangt für 229 Euro in den Handel. [Update: Die neuen Sony-Reader sind jetzt via E-Book-News lieferbar]

Touch-Screen ist bei Sony jetzt Standard

Große Bildschirme überall. Sonys Messepräsenz auf der Internationalen Funkausstellung wurde deutlich von 3D-Screens und Multimedia-Konsolen beherrscht. Weiche Teppichböden und gedämpftes Licht sorgten für Lounge-Atmosphäre. Nur eine Ecke hatte man besonders hell ausgeleuchtet – dort waren die neuen E-Reader-Modelle ausgestellt. Zwei neue Features konnte man schon von weitem erkennen: der Kontrast ist deutlich verbessert worden, die Geschwindigkeit des Seitenwechsels („Page Refresh“) aber auch. Im Demo-Modus flimmerte auf den Displays ein Screensaver mit für E-Ink ungewohntem Tempo. Die nächste Überraschung erlebte man gleich beim ersten Anfassen. „Die Touch-Screen-Technologie erlaubt es mit dem Finger über das Display zu wischen und so das Gefühl zu haben, man würde eine Buchseite umschlagen“, beschreibt Silke Bernhardt von Sony Deutschland das neue Leseerlebnis. Dank Pearl-E-Ink geht das auch nicht mehr auf Kosten des Kontrastes wie bei früheren Versionen. Wie bisher hat die Reader-Pocket-Edition ein 5-Zoll-Display, die Reader-Touch-Edition kommt mit 6-Zoll-Display. Anders als die bisherigen Namen vermuten lassen, ist Touch-Screen jetzt allerdings bei beiden Modellen Standard. Bedient werden Sonys neue Reader entweder per Stylus oder eben direkt mit den Fingern.

Lesen pur: Sony verzichtet auf WLAN oder UMTS

Mit dem Stylus lassen sich nicht Textpassagen bequem markieren, sondern auch einzelne Worte im Dictionary nachschlagen. Ein interessantes Feature von PRS-350 wie auch PRS-650 sind nämlich sechs vorinstallierte Wörterbücher, die jeweils vom Englischen in die Sprachen Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch sowie Holländisch übersetzen und umgekehrt. Eins bieten Reader Touch Edition und Reader Pocket Edition allerdings nicht – den direkten Draht zum Content. Auf WLAN oder UMTS hat Sony auch bei der Neuauflage seiner „Klassiker“ bewusst verzichtet: „Wir fokussieren uns auf das Thema Digitales Lesen, unsere Konsumenten wollen vor allem unterwegs E-Books lesen, und nicht etwa sich den täglichen Zeitungscontent auf den Reader laden“, so Silke Bernhardt gegenüber E-Book-News. Auch beim Preis geht Sony keine Kompromisse ein – die Pocket-Editon geht für 179 Euro über den Ladentisch, für die Reader Touch Edition muss man 229 Euro ausgeben. „Wir sind generell nicht der Meinung, dass wir uns hier einem Preiskrieg ausliefern müssen, wir möchten unseren Kunden die bestmögliche Qualität bieten, und die hat ihren Preis“, so Silke Bernhardt. Einen veritablen Mehrwehrt der neuen Reader sollte man natürlich auch nicht verschweigen -- drei kommerzielle E-Book-Titel sind bereits vorinstalliert. Neben Krimis von Jutta Profijt („Kühlfach 4“) und Martin Mucha („Papierkrieg“) bekommt man Markus Albers‘ Sachbuch-Bestseller „Meconomy“ frei Haus auf’s E-Ink-Display.


Reader Pocket Edition / Reader Touch Edition Specs


Modell

Reader
Pocket Edition (5 Zoll)

Reader
Touch Edition (6 Zoll)

Display

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

Gewicht

155g

220g

Schnittstellen

USB

USB

Speicher

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

E-Book-Formate

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

Zubehör

Micro-USB Kabel

Micro-USB Kabel

Preis

179
Euro (E-Book-News)

229
Euro (E-Book-News)

Audio-Features

keine

MP3-Player,
3,5 mm Kopfhörerbuchse