Reader im Holster: Proporta-Tasche für Kobo Glo im Test

Konventionelle E-Reader-Hüllen hatten wir an dieser Stelle bereits einige im Test. Die „Case Studies“ waren sich in einem Punkt sehr ähnlich: Der Reader wurde auf der Innenseite der aufklappbaren Hülle mit 4 flexiblen Bändern in den Ecken fixiert, und konnte direkt zur Lektüre genutzt werden. Doch das Lesen mit Hülle ist natürlich Geschmackssache. Für die Puristen unter euch zeigen wir deswegen heute mal etwas Neues: Nämlich eine Proporta-Tasche für den Kobo Touch/Glo, die wie eine Art Holster nur für den Transport des Lesegeräts zuständig ist.

Im Innern wartet klassisches Schotten-Karo

Die Tasche des britischen Accessoire-Spezialisten Proporta kommt in edlem Rotbraun daher. Das Außenmaterial ist Kunstleder und fühlt sich sehr angenehm an. Richtig kuschelig wird es innen: Dort wurde nämlich ein sehr weicher Stoff mit klassischem Schottenkaro verarbeitet – zusätzliche Kratzer erhält der Reader hier bestimmt nicht. Außerdem wurde noch eine Schlaufe auf der Außenseite eingebaut, um das Lesegerät möglichst einfach wieder aus der Tasche entfernen zu können. Diese Schlaufe lässt sich auch bei eingeschobenem Reader schließen, der Kobo Touch/Kobo Glo kann sich also nicht so einfach selbständig machen. Wenn der Reader bereits aus der Tasche entfernt wurde, sorgt ein Magnet an der Unterseite dafür, dass die Schlaufe an der Tasche „kleben“ bleibt.

Passend für Kobo Touch und Kobo Glo

Das schlichte Design der Tasche wirkt zeitlos und ansprechend zugleich. Die Nähte sind wunderbar gearbeitet, die Materialien wirken hochwertig. Vor zuviel Langeweile bei der Optik schützen die besondere Strukturierung des rötlich-braunen Kunstleders, aber auch das Schotten-Muster des Innenstoffes. Sehr stilvoll und detailverliebt für einen Ort der Tasche, den man normalerweise eher selten begutachtet. Proport hat die Tasche ursprünglich für den Kobo Touch sowie den Kindle Touch entworfen. Trotzdem passt auch der etwas größere Kobo Glo gut dort hinein. Ganz gleich, welchen Reader man benutzt, schützt die Tasche vor den Tücken eines Rucksacks ebenso wie vor kleineren Stürzen. Doch der größte Vorteil des „Holster-Prinzips“ besteht sicherlich darin, dass der Reader beim Lesen unbeeinflusst bleibt. Man hält also den „nackten“ Reader in der Hand. Es mag zwar auch zum großen Teil Geschmackssache sein, doch uns gefällt die gummierte Rückseite des Kobo Glo sehr gut, weshalb es sich auch wunderbar ohne eine umschließende Hülle lesen lässt.

Fazit

Die kunstlederne Proporta-Tasche gibt es für viele verschiedene Reader-Modelle. Momentan ist sie sogar ein wenig im Preis gesenkt. Das Kobo-Case darf als rundum gelungen gelten, macht einen edlen und robusten Eindruck und wird wohl auch noch länger meinen Kobo Glo beherbergen. Wer also nach einer qualitativ hochwertigen Tasche für seinen Reader sucht, wird bei Proporta fündig. Das ist uns 4,5 von 5 Punkten wert.

Autor(Text/Bilder)&Copyright: Marc Günther

Prêt-à-porter für’s Kindle: Proporta Ted Baker Hülle im Test

Modefetischisten dürfte der Name „Ted Baker“ bekannt vorkommen. Das britische Label ist auf der Insel momentan sehr beliebt, und entwirft vor allem „Lifestyle-Mode“, also stilechte Kleidung für den Alltag. In Zusammenarbeit mit Proporta hat Ted Baker das textile Produktportfolio jetzt um mehrere Hüllen und Cases für Gadgets aller Art erweitert. Natürlich findet sich in der aktuellen Kollektion auch etwas für Amazons Kindle-Modelle. Wir haben die Kindle Touch Hülle getestet und verraten, was sie taugt und ob sie ihren Preis von knapp 55 Euro auch wert ist.

“No Ordinary Designer“

Ted Baker wirbt mit dem Slogan „No Ordinary Designer“ – die Briten verstehen sich als extravagante Modemacher. Die Kindle-Hülle kommt allerdings zunächst recht unscheinbar daher. Außen ist sie in einem schlichten Schwarz gehalten. Wie man das von Proporta allerdings bereits gewohnt ist, bilden die Nähte einen schönen Kontrast. Die Hülle ist in den Basisfarben Braun und Schwarz erhältlich. Bei der schwarzen Variante sind die Nähte in einem ansehnlichen Blau gehalten. Des weiteren prangt in der unteren rechten Ecke der Ted-Baker-Schriftzug. All das verhilft der Hülle zu einem von außen sehr edlen, aber nicht allzu spektakulären Aussehen. Im Innenteil hat sich der Designer dann allerdings ausgetobt: Auf einem bräunlichen Grund sind blau-weiße Tauben und ebenfalls blaue Querstriche erkennbar. Auf der dem Kindle gegenüberliegenden Seite findet sich ein kleines Fach für Fahrkarten oder ähnliches, dieses ist erneut in Schwarz. Alles in allem gefällt die Hülle durch ihr unorthodoxes und frisches Design. Die Farben bilden einen herrlichen Kontrast.

Proporta verwendet für die Fertigung wie gewohnt hochwertiges Kunstleder. Dieses besitzt keinen störenden Geruch und fühlt sich angenehm an. In der Hülle kommt ein weicher Stoffüberzug zum Einsatz, der den Kindle nicht verkratzen kann und sich beim Lesen ebenfalls angenehm anfühlt. Insgesamt ist die Verarbeitung also auch bei dieser Hülle topp, alle Nähte sind perfekt gearbeitet und die Materialauswahl ist durch die Bank gelungen.

„Always Judge A Book By Its Cover“

„Always judge a book by its cover“: Dieser Satz findet sich auf der Rückseite der Verpackung, und spiegelt auch ein wenig wider, was die Hülle eigentlich nur sein will: Ein Augenschmaus. Das gelingt ihr durchaus. Weitere Funktionen sucht man allerdings vergebens. Der Kindle-Reader wird wie gewohnt mit vier Bändern an den Seiten befestigt und sitzt danach ordentlich in der Hülle. Der Halter für Fahrkarten oder sonstige kleine Zettel ist nett. Ein Schließmechanismus fehlt aber auch dieser Hülle. Das ist gewiss nicht dramatisch, schließlich wird die Hülle kaum von Geisterhand aufspringen. Aber es wird sicherlich die eine oder andere kritische Stimme geben, die für 55 Euro etwas mehr als „nur“ eine sehr schöne Hülle will. Doch so ist das nun mal im Leben: Wer schön sein will, muss leiden. In diesem Fall leidet das Portemonnaie.

Fazit: Schick, aber kein Schnäppchen

Mit der Ted Baker Hülle hat Proporta das Zubehör-Sortiment um ein veritables Objekt der Begierde erweitert. Die Hülle punktet vor allem durch schickes Design und gute Verarbeitung. Mit 55 Euro ist die Hülle aber tatsächlich kein Schnäppchen. Und wer für das Geld mehr Nutzwert erwartet, der muss sich weiter umsehen. Alle anderen können sich an der Ted Baker Hülle für den Kindle bw. den Kindle Touch erfreuen – und vielleicht auch neidische Blicke ernten. Daher vergeben wir 4 von 5 Punkten.

Autor & Copyright: Marc Günther