Max Payne 3: RockstarGames startet kostenloses E-Comic-Prequel

Max Payne gilt als einer der kultiviertesten First-Person-Shooter weltweit. Am 18. Mai erscheint mit Max Payne 3 nun die langerwartete Fortsetzung des am klassischen Film Noir und Hardboiled-Thrillers geschulten Games, zunächst für Playstation 3 und XBox 360. Hinter der aktuellen Storyline um Max Payne, dem auf die schiefe Bahn geratenen Ex-DEA-Agenten aus New York, steckt niemand anderes als Dan Houser, bekannt durch die Grand Theft Auto-Serie oder Red Dead Redemption. Wer sich schon mal auf die neue Runde einstimmen möchte, kann das dank eines Prequels bereits jetzt tun: denn Spiel-Hersteller Rockstar Games hat in Kooperation mit Marvel eine aufwändig gestaltete E-Comic-Miniserie gestartet, deren erster Teil „After the Fall“ bereits online ist.

Einmal mehr geht es um Max Paynes Vergangenheit – wer sich bereits durch Teil 1 und 2 gekämpft hat, wird solche Rückblenden ja schon gewohnt sein. Man kann das englischsprachige Prequel auf der Website von Rockstar Games sowohl online im Browser lesen oder als PDF herunterladen. Das Artwork aus der Feder von Fernando Blanco ist ganz nah dran an der Game-Ästhetik, die Story stammt von Dan Houser und Sam Lake. Zusätzlich erscheint das Max Payne-Prequel in limitierter Auflage auch als Papiervariante. Um eines der begehrten Exemplare zu ergattern, muss man sich zuvor für den „Rockstar Games Social Club“ registieren. Bis Anfang Juli werden unter den Club-Mitgliedern jede Woche zehn Heft-Versionen verlost.

Die erste Szene von „After the Fall“ spiel in einer üblen Spelunke in Hoboken. Nach nur wenigen Panels geht’s rund: „Before I knew what I was doing, I was pulling a gun on the coked-up Kid of New Jersey’s most powerful mob boss, and yet again, my life was tumbling into chaos“. Die Lektüre dürfte auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf Max Payne 3 sein. Immerhin haben die Spielemacher versprochen: „Wir zeigen einen Max wie es ihn zuvor noch niemand gesehen hat, ein paar Jahre gealtert, vom Leben gezeichnet und so zynisch wie nie.“ Max Payne wird New York nun allerdings verlassen, die neue Folge spielt im brasilianischen Sao Paulo, wo sich der Held des Games als Leibwächter für einen lokalen Familienclan verdingt – zumindest bis die Ehefrau des Familienoberhaupts entführt wird.

Prequel aus der Traumfabrik: E-Comic zu Christopher Nolans Sci-Fi-Blockbuster „Inception“

inception-gratis-e-comicPünktlich zum Kinostart von Christopher Nolans Sci-Fi-Streifen „Inception“ bringt Warner Bros. ein kostenloses E-Comic-Prequel heraus. Die 19seitige Bildergeschichte erzählt die unmittelbare Vorgeschichte der Filmhandlung. Es geht um Industriespionage mit besonderen Mitteln: Die „Extractors“ Cobb, Arthur und Nash suchen im Unterbewußtsein einer Zielperson nach geheimen Computer-Passwörtern. Das Prequel mit dem Titel „The Cobol Job“ gibt’s online bei Yahoo Movies, als PDF-Download und via Comixology & iVerse in einer iPad-Version.

Die Wirklichkeit der „Extractors“ ist ein ständiger Wachtraum

Hollywood ist eine Traumfabrik – trotzdem wirkt die Realität auf der Leinwand meistens täuschend echt. Spätestens seit Matrix nimmt das Special Effects-Kino aber auch gerne mal die mediale Illusion selbst auf’s Korn. Nichts ist, wie es scheint: das gilt für Christopher Nolans Sci-Fi-Streifen „Inception“ ganz besonders. Die Wirklichkeit der „Extractors“ ist ein ständiger Wachtraum, erschaffen von speziellen Traumarchitekten. Das Aufwachen muss nicht unbedingt in die normale Welt zurückführen, vielleicht ist es auch nur eien weitere Ebene in mehrfach verschachtelten Träumen. Auch der Tod des Helden katapultiert ihn somit nur einen Level zurück. Nach der Videospiel-Ästhetik hat sich Hollywood damit nun auch die Erzählstruktur der Games-Branche zu eigen gemacht. Die Story selbst ist ohnehin dem Shoot, Jump & Run-Genre verpflichtet. Denn wenn die Zielpersonen, deren Bewusstsein angezapft wird, selbst wieder die Regie übernehmen wollen, kommt es zwangsläufig zum Show-Down. Ob ein Videospiel verfilmt wird oder ein Blockbuster für die Playstation adaptiert wird, ist für die mediale Verwertungskette mittlerweile ziemlich egal, die verfügbare Rechenleistung macht beides rentabel.

Alleine schon Leonardo diCaprio als E-Comic-Figur ist einen Blick wert

Mit dem E-Comic als zusätzlichem Medium wird die Vermarktung allerdings noch perfekter – das haben bereits gezeichnete Prequels wie Terminator: Salvation oder Star Trek: Countdown vorgeführt. Die Reichweite ist quasi unbegrenzt, vor allem seit dem auch noch Mobilgeräte wie iPhone oder iPad zur Verfügung stehen. Im Falle von Inception geht Warner Bros. allerdings auf Nummer Sicher. Den kostenlosen Inception-Appetizer „The Cobol Job“ gibt’s parallel zur Comic-App auch als Flash-Animation für den Browser. Wer möchte, kann ihn sich dort sogar als PDF-Version herunterladen. Die von den Zeichnern Long Vo, Joe Ng und Crystal Reid realisierte Vintage-Optik kann sich auf dem Desktop auf jeden Fall sehen lassen. Alleine um Leonardo di Caprio als Comicfigur kennenzulernen, ist der Gratis-Prolog einen Blick wert. Anders als im Film geht es im Prequel übrigens noch nicht um das Einsetzen einer Idee (also einer „Inception“), sondern nur um den Versuch einer „Extraction“. Mal abgesehen davon, dass UNS der E-Comic natürlich schon einen ganz bestimmten Gedanken nahelegt: Geh ins Kino! Die Extraction im E-Comic scheitert am Ende aus ganz banalen Gründen. Kanedo, die Zielperson, kennt das von den Auftraggebern der Extractors gesuchte Passwort gar nicht. So heißt es für die High-Tech-Industriespione schließlich: „Let’s go to Tokyo“. Dort wartet Mr. Saito, dem man tatsächlich dann gleich zu Beginn des Films begegnen wird.