Zahl später, zahl was du willst, für dein Gedrucktes

Pay Later, Pay what you want, und das auch noch für ein Print-Magazin: das Clutch-Sonderheft zum Thema Künstliche Intelligenz setzt auf die Weisheit der Massen, mit einer hoffnungsvollen Auflage von 5.000 Stück. Die Vermarktung findet über die Website http://clutch.frauwenk.de/ statt, woran man schon erkennt: dahinter steckt die PR-Agentur Frau Wenk. https://meedia.de/2019/08/05/copypreis-selbst-festlegen-pr-agentur-frau-wenk-kooperiert-fuer-ki-ausgabe-des-clutch-magazins-mit-laterpay/

Humble Bundle erzielte 2014 mehr als 4 Mio. Dollar mit E-Books & E-Comics

Von wegen, Gamer lesen nicht… Man muss ihnen offenber nur die richtigen Angebote machen, so wie die Bezahl-was-du-willst-Plattform Humble Bundle. Seit Anfang 2014 werden dort neben Spielen nicht nur E-Comics, sondern auch E-Books bündelweise unter die Leute gebracht, alle zwei Wochen startet ein neues Bündel (E-Book-News berichtete). Insgesamt 18 Bundles mit Buchstaben innerhalb oder außerhalb von Sprechblasen erzielten in diesem Jahr 4,75 Millionen Dollar, wobei E-Comics alleine 3 Millionen Dollar einbrachten. Denn immerhin zehn Bundles bestanden ausschließlich aus digitalen Bildergeschichten. Im Durchschnitt landete jedes Bundle bei 265.000 Dollar.

Zum Pay-What-You-Want-Prinzip kommen bei Humble Bundle noch spezielle Incentives dazu: gibt man mehr als der Durchschnitt, erhält man zusätzliche Bonus-Titel, außerdem geht ein bestimmter Prozentsatz der Einnahmen als Spende an gemeinnützige Organisationen, wieviel, kann man ebenfalls selbst bestimmen. 2014 wurden mit den E-Book- und E-Comic-Bündeln auf diese Weise mehr als 1 Mio. Dollar für den guten Zweck gesammelt, etwa für Ärzte ohne Grenzen oder den gegen staatliche Zensur gerichteten Comic Book Legal Defense Fund.

Ursprünglich war Humble Bundle mal gegründet worden, um Indie-Spieleentwicklern eine eigenständige Verkaufsplattform zu geben – doch das Bezahl-was-du-willst-Prinzip erwies sich als so erfolgreich, dass man es rasch auf andere digitale Content-Formen ausdehnte, zunächst Musik, Hörbücher und E-Comics, später dann auch konventionelle E-Books. Gestärkt wird durch die Humble E-Book-Bundles auch die Anti-DRM-Bewegung, denn die Bündel sind grundsätzlich frei von digitalem Rechtemanagement.

Immer mehr Verlage scheinen dank Humble Bundle nun auf den Geschmack zu kommen, gibt es doch kaum einen besseren Weg, die Altersgruppe zwischen 12 und 39 zu erreichen – allerdings sind die Comicverlage deutlich schneller. Nicht zuletzt konnte das Humble E-Book-Bundle auch das Vorurteil widerlegen, die Gaming-Community würde gar keine Bücher mehr lesen – tatsächlich würden die Bundle-Käufer im Nachhinein sich oft auch Printversionen kaufen, so die bei Humble Bundle für die E-Book-Sparte zuständige Kerry Allen gegenüber Publishers Weekly.

Abb.: Screenshot Humble Bundle

[Aktuelles Stichwort] E-Book-Pricing: auf der Suche nach dem perfekten Preis


[Dieser Artikel ist eine Preview aus: „das große e-book & e-reader abc“, das mehr als 200 aktuelle Stichwörter von Adobe-ID bis Zweifinger-Zoom enthält. Es ist digital und gedruckt im Oktober 2014 erschienen – und kann direkt bei ebooknews press bestellt werden…]

Unter E-Book-Pricing versteht man die Preisgestaltung von elektronischen Büchern, insbesondere auch im Hinblick auf das Preisverhältnis zu Hardcover und Taschenbuch. Da die Buchpreisbindung in Deutschland auch für E-Books gilt, dürfen E-Books zwar günstiger angeboten werden als gedruckte Bücher, müssen jedoch auf allen Plattformen zum selben Preis verkauft werden. Ebensowenig möglich ist dynamisches Pricing (>>„Pay-What-You-Want“). Erlaubt sind aber neben >>Gratis-Marketing vergünstigte >>Bundling- und >>Flatrate-Angebote.

Große Verlage bieten E-Books hierzulande in der Regel zwanzig Prozent günstiger als die günstigste verfügbare Druckvariante. Das führt bei Neuerscheinungen, die zunächst nur als Hardcover erhältlich sind, nicht selten zu E-Book Preisen um 20 Euro. Mit solchen Strategien wird u.a. versucht, das traditionelle, auf den besonders hohen Margen für Hardcover basierende Geschäftsmodell zu bewahren. Grundsätzlich lassen sich durch niedrige E-Book-Preise und hohe Absatzzahlen ähnliche oder sogar größere Gewinne erzielen als mit hoch angesetztem Pricing. Darauf basiert die Low-Price-Strategie vieler Digital Only-Verlage.

In den USA und Großbritannien werden nicht nur Print-Bücher stark rabattiert, sondern auch E-Books deutlich niedriger bepreist, was u.a. dazu führt, das Originalversionen englischsprachiger Romane und Sachbücher auch für deutsche Kunden (etwa via Amazon.de, Kobo etc.) deutlich günstiger erhältlich sind als die entsprechenden Übersetzungen.

Bei einer neuen Warenform wie dem E-Book gibt es keine Erfahrungswerte, insofern sind aktuelle Pricing-Strategien als Experimente zu verstehen, mit denen man herausfinden will, welche Preise von den Kunden akzeptiert werden. Der große Erfolg von günstigen Self-Publishing-Titeln insbesondere bei Amazon.de weist darauf hin, dass auch in Deutschland der ideale Preis deutlich niedriger liegt als das Pricing klassischer Verlage. Die Top 100 im Kindle Store wird bereits zu zwei Dritteln dominiert von Titeln, die zwischen 2,00 Euro und 5,00 Euro kosten.

Durch die Staffelung der Tantiemen versuchen große Plattformen teilweise Einfluss auf das Pricing zu nehmen, in dem für E-Books unterhalb bzw. oberhalb einer bestimmten Schwelle deutlich weniger Geld an die Rechteinhaber ausgeschüttet wird (bei Amazon z.B. 35 Prozent statt 70 Prozent).


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Humble Book Bundle startet: monatliche E-Book-Bündel mit Pay-What-You-Want

Von wegen „bescheiden“ – Humble Bundle war bisher schon das Mekka der multimedialen Vermengungen: neben gebündelter Spiele-Software gab es dann und wann auch E-Books, Hörbücher und, wie etwa beim „Humble Image Bundle“, E-Comics, jeweils für begrenzte Zeit und nach dem Bezahl-was-du-willst-Prinzip. Insgesamt brachten 46 Humble Bundle-Aktionen seit 2010 bereits 79 Millionen Dollar Umsatz – der Durchschnittspreis pro verkauftem Bündel lag bei 6 Dollar. Im Mittelpunkt standen allerdings regelmäßige Games-Bündel – gegründet wurde das Unternehmen schließlich zunächst, um Computerspiele von unabhängigen Entwicklern zu vermarkten. Doch das hat sich gerade geändert – siehe die neue Rubrik Humble Book Bundle.

Buch-Bündel erzielen bessere Durchschnittspreise

Die äußerst erfolgreiche Kooperation mit Indie-Verlagen wie zuletzt Image Comics hat die Humble-Bundle-Macher nämlich zu einer strategischen Kursänderung bewogen: ab jetzt gibt’s jeden Monat nicht nur zwei Games-Bündel-Aktionen, sondern parallel auch zwei 14 Tage laufende Bündel-Aktionen mit E-Books, Hörspielen oder Comics. Die Website wurde dafür in einen Games- und E-Literatur-Bereich gesplittet. Das dürfte sich für Humble Bundle auch deswegen lohnen, weil man bisher schon mit elektronischem Lesestoff deutlich bessere Durchschnittspreise erzielen konnte als bei Games: die bisherigen drei E-Book-Bundle erzielten im Schnitt zwischen 10 und 14 Dollar, Videospiele dagegen erreichten üblicherweise gerade mal die Hälfte. Den Anfang macht seit heute das „Humble Doctor Who Comic Bundle“ – mit insgesamt mehr als 60 Ausgaben plus Videospiel.

Indie-Verlage, aber auch „Big Five“ als Partner

Für Indie-Verlage dürften die regelmäßigen E-Book-Bündel einen weiteren Schub bedeuten. Doch auch für Kooperationspartner aus den Reihen der „Big Five“ (Penguin Random House, Harper Collins, etc.) klingt die Sache offenbar sehr interessant – es soll bereits Verhandlungen geben. Wo kann man schließlich sonst mal eben so zehntausende Bücher innerhalb von 14 Tagen absetzen? Außerdem erreicht man via Humble Bundle zielgenau ein selbstbewusstes, hochmotiviertes und technikaffines Publikum, das nicht nur mit Online-Zahlungsmethoden bis hin zu BitCoins bestens vertraut ist, sondern neben digitaler Off-Kultur jenseits des Mainstreams gesellschaftliches Engagement zu schätzen weiß. Genau darauf geht Humble Bundle ein, denn man entscheidet nicht nur, wieviel man für ein Bündel zahlt, sondern auch, wohin die Gelder fließen: per virtuellem Schieberegler kann man den Verteilungsschlüssel zwischen Künstlern bzw. Verlagen, der Plattform selbst und gemeinnützigen Organisationen verändern.

(via Engadget & PW Weekly)

Humble-Image-Bundle startet: E-Comics plus „Pay-what-you-want“ plus BitCoins

„Pay-what-you-want“ erobert immer neue Bereiche – die in den USA populäre Plattform „Humble Bundle“ hat nun nach Games, Musik oder E-Books erstmals ein E-Comic-Bündel aus sieben Indie-Titeln von „East of West“ über „Saga“ bis „Chew“ geschnürt (jeweils die Auftaktbände der Serien), für das die übliche Crowdfunding-Logik gilt: theoretisch ist man schon ab 0,01 Cent dabei, es gibt jedoch eine Menge Anreize, um deutlich mehr zu spenden. Zunächst einmal unterstützt man mit dem Humble-Image-Bundle natürlich beteiligte Comic-Zeichner wie Nick Dragotta, Michael Lark oder Rob Guillory, den von Comic-Autoren gegründeten Indie-Verlag „Image Comics“ und nicht zuletzt den „Comic Book Legal Defense Fund“. Eine für die Comickultur überm großen Teich wichtige Institution: In den zensurwütigen USA werden nämlich gerade Comics für Erwachsene gerne mal auf den Index gesetzt.

Als Goodie winkt „The Walking Dead“

Dass die ersten 17.000 Humble-Image-Bundle-Käufer jedoch schon mehr 170.000 Dollar ausgegeben haben, hat aber auch mit der Belohnung zu tun, die denjenigen winkt, die mehr geben als der jeweilige Durchschnitt (derzeit 9,63 Dollar): Spendierhosenträger bekommen nämlich zwei weitere Titel – Teil 1 sowie Teil 20 von „The Walking Dead“, also die Comic-Version der gleichnamigen Zombie-Apokalypsen-TV-Serie. Wie üblich kann man mit Hilfe von virtuellen Schiebereglern auch selbst bestimmen, wie die eigene Spende verwendet wird: Die „Default“-Einstellung leitet 65 Prozent an den Comic-Verlag & seine Künstler, 20 Prozent an den „Comic Book Legal Defense Fund“ und den Rest als „Trinkgeld“ an die Plattform. Wer möchte, kann z.B. auch ganz einfach 100 Prozent an die Comic-People vergeben.

Bereits 37 Millionen Dollar für Charity gespendet

Insgesamt haben 46 Humble Bundle-Aktionen seit 2010 bereits 79 Millionen Dollar Umsatz gebracht, davon waren 37 Millionen Dollar Spenden an gemeinnützige Organisationen wie „Comic Book Legal Defense Fund“ oder die „Electronic Frontier Foundation“. Bei 13 Millionen verkauften Bündeln lag der Durchschnittspreis bei etwa 6 Dollar. Auch bei der Zahlungsweise wird Indie-Kultur bei den Humble Bundlern großgeschrieben – neben Kreditkarte oder PayPal sind auf der Pay-what-you-want-Plattform mittlerweile sogar BitCoins willkommen. Gerade bei einer technik-affinen Zielgruppe wie der Humble-Bundle-Gemeinde (gegründet wurde das Unternehmen, um Computerspiele von unabhängigen Entwicklern zu vermarkten) macht das natürlich besonders viel Sinn. Aber auch für Normalzahler lohnt sich das aktuelle Bündel natürlich – denn so günstig bekommt man nirgendwo sonst den Einstieg in mehr als ein halbes Dutzend Indie-Comic-Serien von angesagten AutorInnen. Die Aktion läuft noch bis zum 13. Mai.

Abb.: Screenshot

Bezahl, was du willst: das „Humble Audiobook Bundle“ startet – bald auch in Deutschland?

Bei Humble Bundle wurden schon viele Pakete geschnürt, nicht nur Indie-Games, sondern auch DRM-freie Indie-E-Books, immer nach dem Pay-What-You-Want-Prinzip, kombiniert mit einer cleveren Crowdfunding-Logik: wer mehr gibt als der Durchschnitt, erhält zusätzliche Bonus-Titel. Nun wird das äußerst erfolgreiche Konzept zum ersten Mal auch mit DRM-freien Hörbüchern ausprobiert – das „Humble Audiobook Bundle“ ist da. Noch 11 Tage lang kann man für eine Handvoll Dollars (wenn man besonders geizig ist, auch für eine Handvoll Cents) fünf MP3-Hörbücher herunterladen – darunter Einspielungen von Salman Rushdies „Satanischen Versen“, William S. Bourroughs Fünfziger-Jahre-Drogenroman „Junky“ oder des Mystery-Thrillers „Found“ von Margaret Peterson Haddix.

Pay-What-You-Want trifft Crowdfunding

Wer die Spendierhosen anhat, und mehr als den derzeitigen Durchschnitt von 5,95 Dollar zahlt, erhält dazu drei weitere Audiobooks, besonderer Leckerbissen: Piers Anthonys Sci-Fi-Fantasy-Story „On a Pale Horse“. Bereits in wenigen Tagen wurde das „Humble Audio Bundle“ mehr 23.000 mal verkauft, und wie üblich geben einzelne Unterstützer erstaunlich hohe Summen in den Hut: die Top 10 reichen von 55 Dollar bis zu 100 Dollar. Was nicht nur an der Ersparnis liegt, die das Bundle verspricht – zum normalen Ladenpreis ist es nämlich mehr als 600 Dollar wert. Man kann nämlich auch einen Teil der Summe für den guten Zweck spenden – diesmal an die Non-Profits „Electronic Frontier Foundation“ und „Worldreader“. Besonders vorbildlich: die Käufer können über virtuelle Schieberegler selbst entscheiden, wieviel Prozent ihres Beitrags an die Autoren bzw. Hörbuchproduzenten geht, wieviel an die Non-Profits, und auch welchen Provision sie den Humble-Bundle-Veranstaltern zubilligen.

Hörbuch-Bundle auch in Deutschland möglich

Bei den beiden bisherigen Humble E-Book-Aktionen kamen insgesamt mehr als 1,8 Millionen Dollar zusammen, und mehr als 140.000 Bündel wurden über den digitalen Tresen gereicht. Wahrlich ein Best-Practice-Beispiel für die Kraft des Crowdpublishings – denn das Projekt wurde völlig an der klassischen Buchbranche vorbei realisiert. In Deutschland ist die Gutenberg-Galaxis vor ähnlichen E-Book-Bundles durch die aktive Abmahnlobby des Börsenvereins relativ sicher – bei Audiobooks dagegen, die nicht der Preisbindung unterliegen, wäre eine solche Aktion jederzeit möglich. Da die deutsche Indie-Szene sich ohnehin gerade stärker organisiert (siehe etwa Plattformen wie Qindie), könnte es sogar schon bald den ersten Versuch geben…

Bezahl‘ doch, was du willst: „Humble Ebook Bundle“ toppt 1 Mio. Dollar

Von wegen „bescheidenes E-Book Bündel“: in nur 14 Tagen verkaufte eine Gruppe von Independent-Autoren über die Plattform humblebundle.com mehr als 84.000 E-Book-Bündel, und nahm bis dato satte 1,2 Mio. Dollar ein. Mit von der Partie sind Sci-Fi-Schreiber wie Cory Doctorow („Pirate Cinema“) oder John Scalzi („Old man’s War“), aber auch Comic-Zeichner wie Zack Weiner. Das Geheimnis des Erfolgs liegt nicht nur im Bündeln allein – noch viel mehr Aufmerksamkeit schafft das crowdfunding-ähnliche Bezahl-Prinzip „Pay-what-you-want“. Denn schon ab 1 Cent bekommt man das Standard-Bündel mit sechs Titeln. Spendet man jedoch mehr als den Durchschnittswert (aktuell liegt der bei knapp 14 Dollar), wächst das Bündel auf insgesamt 13 E-Books und E-Comics. Auch das ist immer noch ein tolles Schnäppchen – denn im normalen Verkauf müsste man etwa 157 Dollar für die geballte E-Lektüre berappen. Wie es sich bei Independent-Autoren gehört, sind die E-Books DRM-frei und in zahlreichen Formaten erhältlich.

Autoren-Tantieme kann man selbst festlegen

Abgesehen vom Preis kann der Käufer zudem festlegen, wie die Kaufsumme aufgeteilt wird. Neben der Tantieme für die Autoren und einem Trinkgeld für die Plattform kann man Geld an drei Organisationen spenden: an die Digital-Rights-Aktivisten der Electronic Frontier Foundation, an Child’s Play Charity sowie an den Verband der Science Fiction- und Fantasy-Schriftsteller. Die Default-Einstellung schlägt einen Verteilungsschlüssel von 16,25 Dollar (Autoren), 5 Dollar (Charity) sowie 3,25 (Humble Bundle Plattform) vor. Über virtuelle Schieberegler kann man den Proporz frei nach Gusto gestalten, zwei Buttons ermöglichen es auch, die komplette Summe entweder zu wohltätigen Zwecken oder an die Autoren zu geben. Wie die Spenden-Top-Ten zeigt, haben viele Humble-Bundle-Fans sogar dreistellige Summen in die digitale Sammelbüchse geworfen. Im Durchschnitt geben Linux-Nutzer übrigens am meisten, Windows-Nutzer sind am geizigsten, die Mac-Gemeinde liegt dazwischen.

Download über P2P-Plattformen möglich

An den Start gegangen ist die Plattform mit dem Bezahl-was-du-willst-Prinzip schon 2010 unter dem Namen „Humble Indie Bundle“, und sollte unabhängigen Spieleentwicklern die Vermarktung ihrer Produkte zu ermöglichen. Bereits das erste Bundle (inzwischen gab’s mehr als ein Dutzend) erzielte mehr als 100.000 Downloads und spielte knapp 1 Mio. Dollar ein, der Rekord lag bisher bei knapp 5 Mio. Dollar. Nach Games begann die Plattform im Sommer 2012 erfolgreich mit gebündelter Indie-Musik zu experimentieren. Mit dem „Humble E-Book Bundle“ ist nun auch die Machbarkeit alternativer Marketing-Strategien in der Buchbranche bewiesen. Würden die Humble Bundle-Downloads als normale Buch-Käufe zählen, wären die teilnehmenden Autoren wohl bereits auf der Bestseller-Liste der New York Times gelandet. Was Vertreter der Gutenberg-Galaxis am meisten überraschen dürfte: der Download erfolgt nicht nur über Direkt-Links, sondern auch über P2P/BitTorrent, wird also an die Crowd ausgelagert. Die meisten Humble Bundles tauchen somit irgendwann auf Torrent-Plattformen wie etwa PirateBay auf.

Abb.: Screenshot