„GlowLight“ verhütet „Sleepus interruptus“: Nook Simple Touch jetzt mit integrierter LED-Leselampe

„Toll im Bett und toll am Strand“ („Amazing in bed and at the beach“): wer hätte gedacht, das man so einen E-Reader bewerben kann!? Beim neuen Nook Simple Touch trifft dieser Claim aber voll ins Schwarze. Denn als erster Anbieter bringt Barnes&Noble dank „GlowLight“ das E-Ink-Display zum Leuchten, und hilft damit laut Pressemitteilung gegen „Sleepus interruptus“. Das wurde wohl auch mal Zeit. Einer B&N-Studie zufolge fühlen sich nämlich viele Partner um den Schlaf gebracht, wenn neben ihnen im Bett bei voller Beleuchtung gelesen wird. „GlowLight“ ist dagegen viel subtiler: An der Oberkante des Displays sind acht kleine LED-Lampen integriert, die abwärts auf das Touch-Screen des Readers leuchten. Das matte Flimmern soll zum Lesen im Dunkeln vollkommen ausreichen, und lässt sich nicht nur ein- und ausschalten, sondern auch je nach Bedarf dimmen. Für die Glühwürmchen-Option müssen Nook-Leser allerdings ein paar Dollar drauflegen – die neue Version des Simple Touch kostet 139 Dollar (zuvor: 99 Dollar).

Akku hält trotz GlowLight einen Monat lang durch

Das „GlowLight“-Feature wetzt eine wichtige Scharte im Vergleich zu den hintergrundbeleuchteten Touch-Screens von Tablets und Smartphones aus – denn bisher brauchte man zur E-Ink-Lektüre bekanntlich eine externe Lichtquelle, genau wie bei echtem Papier. Die Zubehörindustrie hatte dieses Problem natürlich längst erkannt und zahlreiche Leselampen auf den Markt gebracht, die sich am Gehäuse andocken ließen. Die verkürzten allerdings die Laufzeit des Reader-Akkus, oder brauchten eine zusätzliche Stromversorgung. Der Nook Simple Touch dagegen soll auch mit eingeschaltetem GlowLight einen Monat lang durchhalten (bei einer täglichen Lesedauer von 30 Minuten), ohne Leselicht sogar zwei Monate. Damit dürfte das Gerät nun tatsächlich nicht nur am Strand bei gleißendem Sonnenlicht, sondern auch unter der Bettdecke die Nase vor haben.

Amazon plant ebenfalls ein glamouröses Kindle-Touch

Von der sonstigen Ausstattung her unterscheidet sich der Nook Simple Touch mit GlowLight kaum von der Vorgängerversion, abgesehen von einer Gewichtsreduktion um knapp zehn Prozent, das Gerät wiegt jetzt knapp unter 200 Gramm. Bildschirmauflösung (600×800 Pixel), Graustufen (16) und auch Speicher (2 Gigabyte) bleiben unverändert. Preislich liegt der GlowLight-Reader mit 139 Dollar wohl nicht ganz zufällig gleichauf mit Amazons Kindle Touch. Insofern könnte das neue Feature im direkten Wettbewerb einige Vorteile verschaffen, zumindest vorläufig. Denn Amazon bereitet Gerüchten zufolge für den Sommer 2012 den Launch eines neuen Kindle-Readers mit vergleichbar glamourösem E-Ink-Display vor.

Abb.: Barnes&Noble