cBook statt nur eBook: lässt sich eine Geschichte halb im Bewegtbild, halb im Text besser erzählen?

cbook-kombiniert-film-und-buchErinnert sich noch jemand an das „Vook“, also die Mischung aus Video-Clips und E-Book-Text? Immer wieder mal gab es in den letzten Jahren Versuche, das elektronische Buch medial weiterzudenken, erleichtert natürlich durch das App-Zeitalter, denn auf Smartphone & Tablet ist das alles auch auf mobilen Lesegeräten technisch kein Problem. Meist war Multimedia allerdings nur schmückendes Beiwerk, am Markt durchsetzen konnten sich die Produkte letzlich nicht. Aber man soll die Hoffnung auf was neues ja nie aufgeben…

Erst Text plus Film ergeben die ganze Story

Im Google Play Store wie auch in Amazons Kindle Shop kann man jetzt wieder einen Versuch in dieser Richtung probelesen — „Monsoon Tide“ von Nick Fletcher und Elsa Evripidou. Die beiden Medienkünstler nennen ihr Projekt „cBook“, wobei „c“ für „cinematic“ steht. Der Claim der cineastischen Buchmacher geht so: „Imagine a product where you can access a character’s backstory, inner thoughts and motivations but you can also see and hear the people, locations and action with the immediacy of a film.“ Zwischen die Text-Kapitel sind zu diesem Zweck kurze Film-Clips eingebettet, die Teile der Handlung ergänzen bzw. parallel erzählen — erst Bewegtbild und Text zusammen ergeben also die komplette Story.

„Monsoon Tide“ als Prototyp

Erzählt wird in Monsoon Tide die Geschichte von Anni, einer englisch-indischen Entwicklungshelferin, die kurz nach dem Tsunami von 2004 in ihren Heimatort Kerala zurückkehrt, im Gepäck die Asche ihres verstorbenen Vaters. „Am Anfang unseres cBooks stand die komplette Filmfassung von Monsoon Tide“, so die Autoren. „Wir haben dann 15 Clips mit jeweils 3 bis 5 Minuten Spielzeit ausgewählt, die besonders viel Handlung oder besonders starke Bilder vermitteln und besondere Bedeutung für die Geschichte haben“.

Dass am Ende nicht nur ein Film, sondern auch ein „cBook“ herauskam, liegt daran, dass Fletcher mit dem Film alleine nicht zufrieden war und mehr über den Hintergrund der Charaktere erzählen wollte: „Ich hatte so eine Art Heureka-Moment als mir bewusst wurde, dass die E-Book-Technologie es möglich macht, Buch und Film zu kombinieren.“

Sound-Effekte in E-Books: Google lässt sich „Auslöse-Positionen“ patentieren

Die meisten E-Books sind nicht sehr multimedial – außer Bildern und ein paar Hyperlinks ist nicht viel los. So richtig „enhanced“ werden bisher vor allem Sach- und Kinderbücher, die man zu diesem Zweck oft komplett neu produziert. Im Bereich Belletristik dagegen herrschen konventionelle Letternwüsten vor. Googles neueste Patentanmeldung könnte in Zukunft zumindest für ein paar Begleitgeräusche sorgen: denn dabei geht es um sogenannte „Trigger Points“, also zuvor definierte Stellen im Text, bei deren Erreichen Soundeffekte ausgelöst werden.

In der Patentschrift heißt es zum Hintergrund dieser Erfindung: „Existierende E-Books und E-Reader nutzen nicht alle Möglichkeiten aus, um den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Viele E-Reader haben Sound-Funktionen, doch die E-Books selbst wenden sie nicht an, um die Nutzererfahrung zu verbessern.“ Die technischen Einzelheiten erinnern stark an vordefinierte „Systemklänge“ in Betriebssystemen wie Windows oder MacOS, die bei bestimmten Ereignissen abgespielt werden.

Wie genau festgestellt werden soll, an welcher Textstelle sich der Leser gerade befindet, wird jedoch in der Patentschrift leider nicht erklärt. Neben einem Algorithmus, der sich an der durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit orientiert, dürfte gerade bei Lesegeräten mit eingebauter Kamera (also etwa Tablets oder Smartphones) theoretisch auch das Erfassen des Blickwinkels bzw. der Augenbewegungen möglich sein.

Völlig neu wäre das nicht: So hat etwa das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) schon 2011 eine „Text 2.0-Technologie“ vorgestellt, mit der sich E-Books in eine interakative Storytelling-Umgebung verwandeln lassen. Dabei konnten nicht nur punkt- bzw. wortgenau Soundeffekte abgespielt werden – die gesamte Steuerung des Lektürevorgangs, inklusive Textauswahl, Umblättern und Anklicken einzelner Worte, läuft über die per (Spezial-)Kamera getrackten Augenbewegungen. Nicht umsonst bezeichneten die Forscher ihre Lese-Plattform als „Eye Pad“.

(via Geekwire)

Abb.: flickr/Melvin Gaal

Trekstor eBook Player im Test: Multimedia-Abspielgerät mit E-Reader-Funktion

trekstor-ebook-player-7m-test-e-reader
E-Books lesen, Musik hören oder Fotos betrachten – all das kann man mit den eBook Playern 5 & 7 von Trekstor. Die Geräte sind mit 5- bzw. 7-Zoll großem Farb-LCD-Display ausgestattet, und im Handel bereits ab 99 Euro erhältlich. Legt man noch ein paar Euro drauf, erlaubt die Firmware in der ansonsten baugleichen 5m bzw. 7m-Version sogar das Abspielen von Videos. Doch lohnt sich die Investition in ein E-Book-“Abspielgerät“ wirklich? E-Book-News hat die 7-Zoll-Version des eBook Players getestet… [Update: Seit Mai 2011 bietet Weltbild den eBook Player 7für 79 Euro an).

eBook-Player zielt auf den Massenmarkt

Bei Trekstor denkt man eher an einen Datensafe und nicht an E-Books. Mit E-Readern hatte das hessische Unternehmen bisher tatsächlich wenig am Hut – dafür umso mehr mit USB-Sticks, externen Festplatten &MP3-Playern. Anfang 2009 plante Trekstor allerdings schon einmal den Marktstart eines E-Ink-Readers mit WiFi- und Touch-Screen-Funktion. Nach dem iPad-Schock änderte Trekstor dann aber die Strategie – und zielt nun mit der preisgünstigen eBook-Player-Serie auf den Massenmarkt. Das merkt man bereits am Verkaufsregal – denn die neuen Lesegeräte mit LCD-Farb-Display werden in einer transparenten, platzsparenden Blisterpackung ausgeliefert. Darin findet man neben dem eBook Player selbst einen Quickstart Guide, ein Paar Sennheiser Ohrhörer und ein USB-Ladekabel.

Was das Gerät kann, hängt von der Firmware ab

Wir haben die 7-Zoll-Version des eBook Players getestet, die ein schwarzes, leicht gummiertes Gehäuse besitzt. Aufgespielt war in diesem Fall jedoch die Firmware des bis auf ein silbernes Chassis baugleichen Modells 7m, so dass auch die Movie-Funktionen funktionierten. Als Multimedia-Gerät haben die E-Book-Player nicht nur Umblätter-Tasten neben dem LCD-Display, sondern rechts neben dem Steuerkreuz auch eine kleine Start-Stopp-Taste. Die Zoom-Taste links neben dem Steuerkreuz steuert sowohl die Ansicht von Texten, Fotos und Filmen. Ansonsten gibt es noch eine Menü- und eine Zurück-Taste. Die Schnittstellen sind sämtlich an der Unterkante zu finden: 3,5 Zoll Kopfhörerbuchse, Mikro-USB-Port, SD-Karten-Einschub sowie Einschaltknopf. Auf der Rückseite gibt es zudem einen schmalen Schlitz, hinter dem sich externe Lautsprecher verbergen. Mit einer Dicke von 1,4 cm fühlt sich der eBook Player an wie ein dünnes Taschenbuch.

Farbige Buch-Cover und schnelle Seitenwechsel

Zum Starten hält man den Einschaltknopf etwa 2 Sekunden gedrückt. Dann erscheint zunächst ein Splash-Screen mit Trekstor-Logo, und nach wenigen Augenblicken ist man der E-Book-Übersicht. Das zuletzt gelesene Buch erscheint dort ganz oben mit Miniatur-Cover und einen kurzen Textausschnitt der zuletzt gelesenen Seite. Darunter findet man eine alphabetische Auflistung aller vorhandenen Titel, wobei das Format in einer extra Spalte angezeigt wird. Über die Menütaste lässt sich die Anordnung abändern – etwa nach Autor oder Kategorie. Bereits die auf dem Gerät installierten Leseproben zeigen einen Vorteil des Farb-Displays – es gibt farbige Buch-Cover. Auch schnelle Seitenwechsel gehören zu den Vorzügen gegenüber E-Ink.

trekstor-ebook-player-7m-test

epubs und PDFs lassen sich komfortabel lesen

Die normalen Textfunktionen des eBook-Players sind eher begrenzt: neben 5 verschiedenen Schriftgrößen – direkt über die Zoom-Taste zu erreichen -- lassen sich Lesezeichen anlegen, einzelne Seiten direkt ansteuern und das automatische Weiterblättern aktivieren. Zusätzlich bietet das Menü unter „Display-Einstellungen“ die Möglichkeit an, Schriftfarbe, Hintergrundfarbe und Helligkeit zu wählen. Nicht nur epubs öffnet der eBook Player problemos, auch PDF-Dokumente werden dank Reflow-Funktion anständig umgebrochen. Dank G-Sensor wechselt man bereits durch leichtes Drehen des Gerätes vom Hoch- in das Querformat. Ist der automatische Wechsel deaktiviert, kann man aber auch über das Menu hin- und herwechseln. Dank Umblättertasten am Rand des Displays kann man mit dem eBook Player einhändig lesen, das Gewicht von immerhin 373 Gramm bei der 7-Zoll-Version lässt dabei jedoch die Hand rasch ermüden.

Trekstor Media sorgt für digitale Lektüre

Um die Lektüre auf den Reader zu bringen, muss man eine USB-Verbindung zum Desktop- oder Laptop-Computer herstellen – mit WiFi kann der eBook-Player schließlich nicht glänzen. Sobald der Reader via Adobe Digital erkannt und mit der Adobe-ID des Besitzers registriert wurde, lassen sich auch kopiergeschützte epubs und PDFs auf das Gerät übertragen und lesen. Neue Titel findet man u.a. online unter Trekstor Media, so heißt Trekstors eigener E-Store. Für Käufer des eBook Players stehen dort bereits drei Gratis-E-Books zum Download bereit. Insgesamt sind dort mehr als 30.000 E-Books sind dort verfügbar – dafür sorgt im Hintergrund die Buchhandelsplattform Libreka.

test-trekstor-ebook-player-7m

Musik im Hintergrund, Filme im 16:9-Format

Ein wichtiges Argument für den Kauf des Trekstor eBook Players sind natürlich auch die Multimedia-Funktionen. Zunächst einmal sind alle Modelle auch komfortable MP3-Abspielgeräte – dies lässt sich sehr gut mit dem Lesen von E-Books kombinieren, die Musik wird dann im Hintergrund abgespielt. Die Lautstärkereglung mit dreißig Stufen erlaubt es, den Ton ganz leise zu machen, wer seinen Ohren mehr zumuten möchte, wird hier genauso gut bedient. Als Foto-Viewer machen die eBook Player auch eine gute Figur, die Zoom-Funktion hat hier ebenfalls ihren Sinn. Vor allem das große Display der 7-Zoll-Version eignet sich recht gut, um unterwegs Filme im 16:9-Format zu schauen. Das beste Sounderlebnis hat man dabei über den Kopfhöreranschluss. Was aber offenbar vergessen wurde, ist die Möglichkeit, innerhalb des Films (bzw. Musikstücks) vor- oder zurückzuspringen.

Trekstor eBook Player bietet mobiles Multimedia für wenig Geld

Mit den eBook Playern bringt Trekstor als erster Anbieter in Deutschland ein Lesegerät für weniger als 100 Euro in die Regale, das echten Nutzwert verspricht. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, bekommt für 149 Euro sogar ein mobiles Abspielgerät für Filme. Möglich macht all das die Wahl von LCD-Technologie – denn die ist eben weitaus günstiger als farbiges E-Ink oder die auch Bewegtbilder erlaubende Alternative Mirasol. Das geht aber auf Lasten der Lesefreundlichkeit, und verkürzt zudem die Akkulaufzeit erheblich. Wer unterwegs von einem Gerät aus auf E-Books, Musik, Fotos und Filme zugreifen möchte, bekommt mit dem Trekstor eBook Player Multimedia für wenig Geld. Wer vor allem viel und lange lesen möchte, sollte aber lieber ein E-Ink-Gerät wählen.

Weltbild-Reader Trekstor 7


Display

7 Zoll TFT-Display, 800x480 Pixel, Farbdarstellung

Gewicht

373 Gramm (7 & 7m)

Schnittstellen

Mikro-USB, SD-Karteneinschub, Kopfhörerbuchse

Interner Speicher

2 GB, erweiterbar auf 32 GB (extern)

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF (DRM), text

Multimedia-Formate

MP3, WMA etc. (Audio), JPG, GIF etc. (Bilder)

Text-Funktionen

5 Schriftgrößen sowie Zoom-Funktion

Weitere Features

Equalizer, Shuffle & Repeat-Funktion

Preis

79 Euro (7-Version, Weltbild)
140 Euro (7m-Version/Weltbild)

TrekStor eBook Player: Multimedia plus Lesefunktion – Lückenfüller zwischen Reader & Tablet?

trekstor-ebook-player-ereaderDas Leseland wird immer bunter: mit den ebook-Playern von Trekstore kommt nun eine Serie von 5- und 7-Zoll-Geräten auf den Markt, die Funktionen von E-Readern und Multimedia-Tablets kombinieren. Standardmäßig haben alle Modelle ein TFT-Display und können neben Texten auch Bilder darstellen und Musik abspielen. Mit der 5M & 7M-Version (M wie „Movie“) kann man außerdem auch Videos anschauen. Für den elektronischen Lesestoff sorgt ein von Libreka belieferter E-Store. Auf WiFi muss man allerdings verzichten -- der Content kommt nur via USB oder SD-Karte auf die „Abspielgeräte“. Die 7-Zoll-Basisversion ist im Media Markt bereits für 99 Euro zu haben, die „Movie“-Versionen sollen ab Ende November für 149 Euro in den Handel kommen.

Vom Lesegerät zum „E-Book-Abspielgerät“

E-Ink galt bisher als das Non-Plus-Ultra für elektronische Lesegeräte – doch das Tablet-Fieber hat die Branche offenbar voll im Griff. Gerade erst hatte Amazon-Konkurrent Barnes&Noble eine Farb-Version des Nooks herausgebracht, die auf LCD setzt. Nun stößt auch der deutsche Hersteller Trekstor in die Lücke vor, die noch so lange klaffen wird, bis farbige E-Ink-Displays zu einem marktfähigen Preis zu haben sind. Mit E-Readern hatte das hessische Unternehmen bisher wenig am Hut – man kennt den Namen eher im Zusammenhang mit USB-Sticks, externen Festplatten &MP3-Playern. Anfang 2009 plante Trekstor allerdings schon einmal den Marktstart eines E-Ink-Readers mit WiFi- und Touch-Screen-Funktion. Nach dem iPad-Schock und eigenen finanziellen Problemen änderte das in Hessen angesiedelte Unternehmen dann aber die Strategie. Als „Abspielgerät“ für E-Books, Musik & Videos richten sich die ebook Player nun offenbar an ein möglichst breit gestreutes Publikum. Das leuchtstarke LCD-Display im 16:9 Format und mit 800 x 480 Pixel Auflösung trägt deutlich sichtbar dem Multimedia-Aspekt Rechnung, zum Lieferumfang gehören außerdem Sennheiser-Ohrhörer. „Player“ ist wohl auf jeden Fall ein passender Name für die Geräte -- denn sie sehen zwar aus wie Tablets, dienen jedoch ausschließlich der Medienwiedergabe.

Trekstor setzt auf ein interessantes Pricing-Modell

Die E-Reader-Funktionen bewegen sich im Rahmen der „klassischen“ Konkurrenz – unterstützt werden epub und PDF inklusive Adobe-DRM, es gibt Features wie Lesezeichenfunktion, fünf wählbare Schriftgrößen und via G-Sensor die automatische Umschaltung zwischen Hoch- und Querformat. WiFi-fähig sind die Geräte jedoch nicht, der Content kommt also via USB-Kabel auf den ebook-Player. In Kooperation mit Libreka bietet trekstor einen eigenen E-Store an, der mit knapp 33.000 aktuellen E-Book-Titeln bestückt ist. Um den Einstieg zu erleichtern, warten dort auf die Käufer des ebook Players bereits drei Gratis-E-Books -- die Seriennummer des Gerätes gilt dabei als Download-Code. Wie bei LCD-Geräten üblich, darf man natürlich keine besonders lange Akku-Laufzeit erwarten. Die 5m & 7m-Version muss spätestens nach acht Stunden Multimedia-Betrieb wieder an die Steckdose, die Basisversionen ebook Player 5 & 7 halten je nach Betriebsart bis zu 40 Stunden durch. Mit nur 187 Gramm Gewicht gehören die 5-Zoll-Modelle eindeutig zu den Leichtgewichten im E-Reader-Sektor. Die 7-Zoll-Modelle bringen mit 373 Gramm ungefähr das Doppelte auf die Waage. Interessant ist das Pricing: die 5- und die 7-Zoll-Modelle unterscheiden sich nicht, ohne Videofunktion bekommt man sie laut Pressemitteilung für 129 Euro, mit Videofunktion für 149 Euro. Im aktuellen Multimedia-Prospekt der Media Markt-Kette wird die 7-Zoll-Basisversion allerdings schon für 99 Euro angeboten. Damit hat nach dem Aluratek Libre von Weltbild bereits der zweite LCD-Reader die 100-Euro-Schwelle durchbrochen.

Trekstor ebook Player Specs


Display

5 bzw. 7 Zoll TFT-Display, 800x480 Pixel, Farbdarstellung

Gewicht

187 Gramm (5 & 5m) / 373 Gramm (7 & 7m)

Schnittstellen

USB, SD-Karteneinschub, Kopfhörerbuchse

Interner Speicher

2 GB, erweiterbar auf 32 GB (extern)

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF (DRM), text

Multimedia-Formate

MP3, WMA etc. (Audio) / AVI, WMV etc. (Video) / JPG, GIF etc. (Bilder)

Text-Funktionen

5 Schriftgrößen sowie Zoom-Funktion

Weitere Features

Equalizer, Shuffle & Repeat-Funktion

Preis

129 Euro (ebook Player 5 & 7)
149 Euro (ebook Player 5m & 7m)

Video-Playback plus E-Book-Playback: SOVOS präsentiert 5-Zoll-Reader mit TFT-Display

Sovos-E-Reader+-SVEBK5B-E-book-Reader TFT-Display.gifStatt E-Ink setzt Sovos beim 5-Zoll-Reader SVEBK5B auf TFT-Technik – inklusive Farbdarstellung. Bekannt geworden ist der britische Hersteller vor allem mit Flachbild-TV und DVD-Playern. Tatsächlich kann das Lesegerät auch Videos abspielen. Großer Nachteil: der Bildschirm ist nicht blendfrei, und der Akku hält auch im Lese-Modus nur sieben Stunden.

Halb E-Reader, halb Tablet: Der SVEBK5B ist voll multimedia-tauglich

Großbritannien ist das Land des Understatement, auch in technischer Hinsicht. Sir Clive Sinclair, Erfinder des legendären Heimcomputers ZX 81, soll angeblich mal behauptet haben, der 1 Kilobyte-Zwerg mit Folientastatur könnte theoretisch sogar ein Kernkraftwerk steuern. Gottseidank hat das nie jemand ausprobiert, weder im Westen, noch im Osten, wo zahlreiche ZX 81-Klone produziert wurden. Vielleicht liegt es aber auch am Jahrestag von Tschernobyl, dass ich bei der Bezeichnung Sovos SVEBK5B gleich an einen Atomreaktor sowjetischer Bauart denken musste. Bei Online-Händlern wie etwa Play.com kann man unter diesem Namen jedenfalls zum Preis von 129 Euro einen E-Reader vorbestellen, der ein bisschen anders ist als die anderen. Mit dem 5-Zoll-TFT-Display und dem integrierten Lautsprecher ist der SVEBK5B nämlich voll multimedia-tauglich.

Fünf Stunden Video-Playback, sieben Stunden E-Book-Playback

Als Hersteller von mobilen Geräten ist Sovos bisher überhaupt nicht in Erscheinung getreten. Das erst 2007 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich hat sich vor allem auf LCD-Fernseher und DVD-Videorekorder spezialisiert. Insofern muss man wohl auch den SVEBK5B eigentlich als Multimedia-Handheld ansehen, der auch E-Reader-Funktionalität besitzt. Unterstützt werden zahlreiche E-Book-Formate wie PDF, FB2, PDB und EPUB. Mit einem internen Speicher von 1 Gigabyte, einem Einschub für Speicherkarten und einem USB-Port bietet das Gerät durchaus übliche Features. Wäre da nur nicht das stromfressende Display. Der mitgelieferte Akku ist bei so einer Konfiguration weder für elektronisches Lesen noch für bunte Bewegtbilder geeignet – als Wert für das „Video Playback“ gibt Sovos ein Maximum von fünf Stunden an, für das „E-Book Playback“ (!) schlappe 7 Stunden. Nur wer das Gerät als MP3-Player nutzt, kommt etwas mehr als 24 Stunden ohne Steckdose aus.

Für den deutschen Markt scheint sich Sovos nicht sonderlich zu interessieren

Wenn man so will, ist der SVEBK5B letztlich die britische Low-Price-Antwort auf das iPad – zum Lesen von Büchern eignet sich Sovos‘ Gadget dabei ebenso wenig wie Apples Tablet. Vor allem bei direktem Sonnenlicht dürfte der Blick auf das Display zur Qual werden. Doch da der Trend spätestens seit dem „iPad-Moment“ zu mobilen Multimedia-Tablets geht, hat der Sovos-Launch natürlich eine gewisse Konsequenz. Denn bis preisgünstige Farbdisplays mit E-Ink oder ähnlichen blendfreien und stromsparenden Techniken auf den Markt kommen, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Interessant ist übrigens ein Blick auf die von Sovos anvisierten Märkte – die Menüführung des E-Readers unterstützt neben Englisch und Französisch nur Dänisch, Schwedisch und Norwegisch. Dem kulturkonservativen deutschen Leseländle möchte man solch eine multimediale Flimmerkiste offenbar erst gar nicht zumuten.

Sovos SVEBK5B Specs:

  • Display: 5-Zoll TFT mit integriertem Lautsprecher
  • Speicher: 1GB Internal memory, Einschub für externe SD-Karte
  • Schnittstelle: USB 2.0
  • Audio: 3.5mm Stereo earphone jack
  • Menüsprachen: English, French, Danish, Swedish, Norwegian
  • E-Book-Formate: ANSI/UNICODE TXT/PDF/HTML/FB2/PDB/EPUB
  • Audio-Formate: MP3, WMA, APE, FLAC, AAC
  • Lieferumfang: inklusive Netzkabel, Ohrhörer, USB 2.0 Cable