Von Arc bis Breeze: Aktuelle Android Lesetablets im 7- und 8-Zoll-Format

In der letzten Weihnachts-Saison machten sich Lese-Tablets im 7- oder 8-Zoll-Format hierzulande noch rar – 2012 dagegen ist auf dem bunten Teller eine Menge los. Nicht nur, weil Amazon endlich das Kindle Fire ins Leseland gebracht hat. Die Konkurrenz schläft nicht: Kobo und Pocketbook werfen ebenfalls neue Android-Tablets in die Schlacht, mit dabei im bibliophilen Flachrechner-Segment sind zudem auch deutsche Anbieter wie Trekstor oder Cat Nova. Besonders erfreulich für potentielle Käufer: drei Geräte haben sogar schon deutlich die 100-Euro-Schwelle geknackt. Wer keine Enttäuschung erleben möchte, sollte aber genau darauf achten, was die Tablets wirklich können. Wichtig für entspannte Lektüre sind gute Prozessorleistung, hohe Pixeldichte sowie akzeptable Akkulaufzeit. Die Marktübersicht von E-Book-News zeigt, welche Gadgets sich lohnen…

SurfTab Breeze 7.0 (Trekstor)

Display: 7 Zoll kapazitives Touchscreen, 800×480 Pixel
Speicher: 4 Gigabyte
Gewicht: 337 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, SD-Kartenslot, Kopfhörerbuchse
Preis: 80 Euro

Als preislich unerreicht darf auf jeden Fall Trekstors neues Mini-Tablet namens Breeze 7.0 gelten. Denn ein Pricing um die 80 Euromacht das Gerät mit 7-Zoll-Display mit kapazitivem Multitouch à la iPad zum günstigen Einsteigermodell. Die Displayauflösung ist zwar mit 800×480 Pixel an der unteren Grenze. Sehen lassen können sich jedoch der eingebaute 1,2 Gigahertz-Chip, 512 Megabyte RAM sowie 4 GB Flash-Speicher. Weniger wäre aber wohl ein Problem: Denn wie die teureren Varianten der neuen Trekstor-Tablet-Palette (Ventos 8.0/Ventos 9.0) läuft auch das Breeze mit Android 4.0 („Icecream Sandwich“). Die maximale Akkulaufzeit soll zwischen vier Stunden (WLAN eingeschaltet) und neun Stunden liegen.

Liro Color II

Display: 7 Zoll kapazitives Touchscreen, 800×480 Pixel
Speicher: 4 Gigabyte
Gewicht: 337 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, SD-Kartenslot, Kopfhörerbuchse
Preis: ca. 90 Euro

Die MVB verstärkt ihr Engagement im E-Reader-Sektor: auf der Frankfurter Buchmesse präsentierte die Börsenvereins-Tochter die Nachfolgeversion des Liro Color. Der Liro Color II (bauähnlich zum Breeze 7) wird ebenfalls im unabhängigen Buchhandel verkauft und setzt neue Maßstäbe bei Preis und Performance: 89 Euro für ein echtes Android 4.0 Tablet mit immerhin 4 Gigabyte Speicher und 1,2 Gigahertz-Prozessor klingen durchaus verlockend. Via Play Store hat man nun sogar den direkten Zugang zu Googles App-Universum. Leider hat sich jedoch bei der Bildschirmauflösung nichts getan. Die verbauten 800×480 Pixel (vergleichbar dem Weltbild-Tablet von 2011) sind für komfortable Lektüre immer noch etwas wenig.

SurfPad (Pocketbook)

Display: 7 Zoll kapazitives Touchscreen, 800×480 Pixel
Speicher: 4 Gigabyte
Gewicht: 285 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, SD-Kartenslot, Kopfhörerbuchse
Preis: ca. 90 Euro (Rakuten)

Wenn die Kaufentscheidung im Bereich der Low-Cost-Lesetablets schwerfällt, so ist auch das SurfPad von Pocketbook schuld. Denn das Multifunktions-Gerät mit 7-Zoll großem kapazitivem Touch-Screen ist ebenfalls für knapp 90 Euro zu haben. Der Gigahertz-Prozessor, 512 Megabyte RAM und 4 Gigabyte Flash-Speicher mit Android 4.0 („Ice Cream Sandwich“) sollte für Anwendungen wie Web-Surfen, Videos oder Games ausreichen. Die vorinstallierte Office Suite Pro erlaubt zudem das Bearbeiten von Word-Dokumenten, während die Cool-Reader-App das SurfPad zugleich zum E-Reader macht. Mit nur 285 Gramm ist das SurfPad deutlich leichter als das Breeze bzw. der Liro Color II. Letzlich steht und fällt der Nutzwert natürlich auch mit der Akkuleistung – die soll laut Pocketbook für 7 Stunden Mischnutzung und für 6,5 Stunden Video reichen.

Kookee (Cat Nova)

Display: 7 Zoll kapazitives Touch-Screen, 1024×768 Pixel
Speicher: 8 Gigabyte
Gewicht: 300 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, Mini-HDMI, SD-Kartenslot, Kopfhörerbuchse
Preis: 119 Euro (Amazon.de)

Wirklich spannend wird es kurz oberhalb der 100-Euro-Schallmauer. Mit dem Kookee legt Cat Nova für 119 Euroeinen echten Leckerbissen auf den bunten Teller: denn mit einer Auflösung von 1024×768 Pixeln bietet der Sieben-Zoller von der Pixeldichte her iPad-Qualität. Besonders auffällig am Kookee ist das rückseitige Griffprofil an den Querseiten – so lässt sich das Tablet komfortabel in beiden Händen halten. Im Hochformat dagegen kommt eher klassisches E-Reader-Feeling auf. Lese-Apps mit Zweispalten-Option kann man aber auch gut im Querformat nutzen, die Seitenhöhe ist dann durch das multimediafreundliche 16:9-Format etwas geringer als gewohnt. Weiterer Vorteil des Kookee ist die große Spannbreite bei der Einstellung der Bildschirmhelligkeit – sie lässt sich sehr weit herunterregulieren, was nicht nur Augenstress vermeidet, sondern auch den Akku entlastet. Die Akkulaufzeit liegt zwischen vier und acht Stunden.

Liro Tab

Display: 8 Zoll kapazitives Touch-Screen, 1024×768 Pixel
Speicher: 16 Gigabyte
Gewicht: 438 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, Mini-HDMI, SD-Kartenslot, Kopfhörerbuchse
Preis: ca. 150 Euro

Neben dem Einsteigermodell Liro Color II bietet MVB über den unabhängigen Buchhandel auch ein 8-Zoll Modell mit einer Display-Auflösung von 1024 x 768 Pixeln an. Das „Liro Tab“ wird zum Preis von 150 Euro angeboten. Dank blickwinkelflexibler IPS-Technologie und hoher Pixeldichte dürfte es deutlich besser für die E-Book-Lektüre geeignet sein als der Sieben Zoller Liro Ink II. Dank 1,6 Gigahertz CPU, schnellem Graphikchip und 16 Megabyte Flash-Speicher steht aber auch der Nutzung als Multimedia- und Surftablet nichts im Wege. Nicht zu verachten sind auch die Front- und Rückseitenkamera. Das Gewicht von immerhin 438 Gramm dürfte den Komfort allerding etwas einschränken.

Kindle Fire Basisversion

Display: 7 Zoll kapazitives Touch-Screen, 1024×600 Pixel
Speicher: 8 Gigabyte
Gewicht: 400 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, Kopfhörerbuchse
Preis: 159 Euro (Amazon.de)

Die Basisversion des Kindle Fire startet hierzulande in einer überarbeiteten Version mit schnellerem Prozessor und mehr Arbeitsspeicher. Für 159 Euroerhält man ein solides 7-Zoll-Tablet mit hoher Auflösung (1024×600 Pixel), kapazitivem Multitouch und einer angepassten Android-4.0-Oberfläche, das weitaus mehr ist als nur ein Lesegerät. Denn neben E-Books aus dem Kindle-Store versorgt Amazon den Kunden auch mit Musikfiles, Streaming-Videos, Spielen und sonstigen Apps. Die Performance auf dem LCD-Touchscreen ist beeindruckend. Allerdings ist das über Amazons App-Shop verfügbare Angebot an Programmen deutlich kleiner als im Google Play Store. Anwendungen wie Dropbox oder Bluefire (zur epub-Lektüre) lassen sich aber über Umwege direkt aus dem Web downloaden. Eine kritische Größe bleibt natürlich die Akkulaufzeit – mit bis zu neun Stunden bei vollem Betrieb muss man beim Kindle Fire keine Kompromisse eingehen.

SurfTab Ventos 8.0

Display: 8 Zoll kapazitives Touch-Screen, 1024×768 Pixel
Speicher: 8 bzw. 16 Gigabyte
Gewicht: 438 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, Mini-HDMI, SD-Kartenslot, Kopfhörerbuchse
Preis: für 180 Euro bzw. 210 Euro

Trekstor liefert sein neues 8-Zoll-Tablet nicht nur an MVB (siehe Liro Color II), sondern vermarktet das Gerät unter dem Namen Surftab Ventos 8.0 auch selbst. Dabei kann man zwischen zwei Versionen wählen: mit 8 Gigabyte Speicher gibt’s das Ventos 8.0 für 180 Euro, die 16 Gigabyte-Version kostet 210 Euro. Dank blickwinkelflexibler IPS-Technologie und hoher Pixeldichte dürfte das SurfTab deutlich besser für die E-Book-Lektüre geeignet sein als viele andere Low-Cost-Tablets. Dank 1,6 Gigahertz CPU, schnellem Graphikchip und 16 Megabyte Flash-Speicher steht aber auch der Nutzung als Multimedia- und Surftablet nichts im Wege. Nicht zu verachten sind auch die Front- und Rückseitenkamera. Das Gewicht von immerhin 438 Gramm dürfte den Komfort allerding etwas einschränken.

Kindle Fire HD

Display: 7 Zoll kapazitives Touch-Screen, 1280 x 800 Pixel
Speicher: 16 bzw. 32 Gigabyte
Gewicht: 395 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, Mini-HDMI, Kopfhörerbuchse
Preis: 199 Euro (Amazon.de)

Spätestens bei 200 Euro beginnt im Tablet-Sektor der High-End-Bereich. Für besonderen Lesekomfort sorgt bei der HD-Version des Kindle Fireein 1280 x 800 Display, das dank Polarisationsfilter und Anti-Glare-Technologie satte Farben und scharfe Kontraste aus jedem Blickwinkel bietet. Allerdings ist das über Amazons App-Shop verfügbare Angebot an Programmen deutlich kleiner als im Google Play Store. Anwendungen wie Dropbox oder Bluefire (zur epub-Lektüre) lassen sich aber über Umwege direkt aus dem Web downloaden. Mit bis zu 11 Stunden Akkulaufzeit ist man auch bei Multimedia-Konsum auf der sicheren Seite, der Einbau von zwei WLAN-Antennen sorgt für den direkten Draht ins Internet.

Kobo Arc

Display: 7 Zoll kapazitives Touch-Screen, 1280 x 800 Pixel
Speicher: 16, 32, 64 Gigabyte
Gewicht: 364 Gramm
Schnittstellen: USB, WiFi, Kopfhörerbuchse
Preis: ab 200 Euro

Das klassische Kobo Vox-Tablet (in Deutschland nicht erhältlich) wird abgelöst durch ein 7-Zoll-Gadget mit HD-Auflösung (1200×800 Pixel), dessen Basisversion (16 Gigabyte Speicher) mit 200 Euro gleichauf mit Amazons Kindle Fire HD liegt. Auch von den sonstigen Leistungsdaten her sind sich beide Lese-Tablets ziemlich ähnlich, vom Prozessor bis zur Akkulaufzeit – die größten Unterschiede dürfte man auf der Benutzeroberfläche erleben. Abgesehen von den Kobo-typischen Elementen wie etwa der Social-Reading-Anwendung Reading Life bietet das Arc-Tablet den direkten Zugang zum Google Play Store – das ermöglicht es u.a., konkurrierende E-Reading-Apps direkt zu installieren (z.B. die Kindle-App).

Autor & Copyright: Ansgar Warner
Abb. Intro: flickr/mmortah
Abb. Tablets: Hersteller

Wünsch‘ dir was: Aktuelle Marktübersicht E-Reader & Lese-Tablets

Wer elektronische Lesegeräte verschenken will, hat in der Weihnachtssaison 2011 die Qual der Wahl: soll es ein Multifunktions-Tablet sein, ein drahtloser E-Ink-Reader oder das simple LCD-Schnäppchen? E-Book-News hat zehn interessante Kandidaten unter die Lupe genommen. Erfreulich ist der deutliche Preisrutsch im Vergleich zur letzten Weihnachtssaison: die meisten E-Ink-Reader mit Touch-Screen und WiFi gibt’s bereits unter 150 Euro, mit dem Kindle 4 hat ein High-End-Reader sogar schon die 100 Euro-Marke geknackt. Was noch fehlt, sind leistungsfähige Lese-Tablets – die Android-Geräte von Amazon, Kobo oder Barnes&Noble sind in Deutschland noch nicht lieferbar. Bleiben also vorerst nur deutsche Low-Cost-Alternativen wie das Liro Color oder das Weltbild-Tablet.

Zehn E-Reader & Tablets ab 59 Euro

Das Angebot wird besser, die Auswahl noch etwas schwieriger als 2010. Denn bei E-Ink-Readern etabliert sich mit Touch-Screen, WiFi-Funktion und integriertem E-Store ein neuer Standard – und zwar bereits unterhalb von 150 Euro. Gerade gestartet sind der Kobo Touch und Sonys PRS-T1, noch im Rennen ist die WLAN/UMTS-Version des von Libri vermarkteten Acer LumiRead. Genauso wie der Ende November startende Oyo II von Thalia bietet das Gerät den direkten Draht zu mehr als hunderttausend aktuellen deutschen E-Books. Pocketbook hat sogar eine ganze Serie von drahtlos funkenden 6- und 9-Zoll-Geräten im Angebot. Ohne Touch-Screen, dafür aber mit einer bisher bei E-Ink-Displays ungekannten HD-Auflösung von 768×1024 Pixeln ist der iRiver Story HD, den KNV über den Buchhandel vermarktet. Germanys next Top-Modell in Sachen E-Ink bleibt aber wohl das Kindle 4, dessen Basisversion vom Preis-Leistungsverhältnis allen anderen in Deutschland erhältlichen E-Ink-Readern mehr als nur eine Nasenlänge voraus ist. Doch auch an der Niedrigstpreis-Front gab es Bewegung: neben einem Low-Cost-Tablet mit Android 2.3 prescht Weltbild erneut mit einem LCD-Schnäppchen aus dem Hause Trekstor voran. Die 100-Euro-Marke geknackt hat aber auch der über den Buchhandel vertriebene sieben Zoller Liro Color, ebenfalls ein Trekstor-Gerät.

Pocketbook Pro 603 (UMTS Version)


Das Pocketbook Pro 603 hat dank integriertem E-Store den direkten Draht zum E-Book-Angebot von Libri.de – sowohl via WLAN wie über 3G/UMTS. Gleiches gilt für die Neun-Zoll-Variante (903 Pro). Bedient wird das Pocketbook via Touch-Screen, wahlweise mit den Fingern oder mit einem Eingabestift. Wichtigste Features sind eine personalisierbare Startoberfläche mit Widgets, Text-to-Speech sowie die Wörterbuchfunktion. Neben einer Kopfhörerbuchse verfügt das Gerät auch über externe Lautsprecher. Vom Look&Feel her schlägt die Pocketbook-Pro-Reihe die Brücke zwischen E-Readern und Tablets. Einziges Manko ist der Preis: als eines der letzten Modelle liegt selbst die 6-Zoll-Variante noch knapp oberhalb von 200 Euro.

Weltbild-Tablet (Cat Nova)

  • Display: 8 Zoll Farbdisplay, 800 x 600 Pixel , Multitouch kapazitiv
  • E-Book Formate: epub, PDF, Kindle (via Kindle-App)
  • Gewicht: 500 Gramm
  • Features: 2 Kameras (vorn 1,3, hinten 2,0 MP), G-Sensor, GPS-Modul
  • Preis: 159 Euro (Weltbild)
  • Vollständigen Testbericht lesen

Das Weltbild-Tablet wird ganz bewusst nicht als Lesegerät beworben – auf dem kapazitiven Touch-Screen ist alles möglich, neben E-Books, Musik oder Video auch Games. Der 8-Zoller darf nämlich ein vollwertiges Android-Tablet gelten, das via WiFi drahtlosen Zugriff auf mehr als 100.000 Apps im Android Marketplace hat. Doch die Design-Kompromisse des Low-Price-Gerätes sind auch nicht zu übersehen. So ist etwa das Gewicht etwas hoch, die Akkulaufzeit mit sechs bis acht Stunden etwas niedrig, die WLAN-Verbindung nicht besonders leistungsfähig. Dafür läuft aber Android 2.3 recht stabil und flüssig, so dass man statt E-Books zu lesen auch mal im Web surfen, E-Mails checken oder Angry Birds spielen kann.

Sony Reader PRS-T1


Zum Weihnachtsgeschäft hat Sony der Reader Touch-Edition den direkten Draht ins Internet verpasst – der neue Sony PRS-T1 ist jetzt WiFi-fähig. Schade nur, dass der Sony Reader Store in Deutschland noch nicht gestartet ist, das komfortable E-Book-Shoppen im integrierten E-Store muss somit leider vorerst entfallen. Ansonsten erwartet den Nutzer bewährte Sony-Qualität, vom kontraststarken Pearl-E-Ink-Display bis zum flinken Touch-Screen. Dank Audiofunktion und Kopfhörerbuchse ist der PRS-T1 auch ein perfekter Hörbuch-Player. Erfreulich klingt zudem der Preis, mit 149 Euro ist das Gerät deutlich günstiger geworden. Gespart hat Sony allerdings beim Gehäuse – statt wertigem Aluminium hat man nun Hochglanz-Plastik in der Hand. Lieferbar ist das PRS-T1 in den Farben Schwarz, Weiß und Rot.

iRiver Story HD (WLAN-Version)

  • Display: 6 Zoll E-Ink-Display (768×1024 Pixel), 16 Graustufen
  • Unterstützte E-Book Formate: epub, PDF (DRM), etc.
  • Gewicht: 207 Gramm
  • Features: Qwertz-Tastatur
  • Preis: 149 Euro (buecher.de)
  • Weiterlesen im E-Book-News-Artikel

Ganz oben auf der Einkaufs-Liste vieler Kunden dürfte in den nächsten Wochen der iRiver Story HD stehen. Nicht umsonst hat dieser Reader das Kürzel „HD“ im Namen – mit einer Auflösung von 768 x 1024 Pixeln stellt das E-Ink-Display des neuen 6-Zollers alle anderen Geräte in den Schatten. Mit knapp 200 Gramm ist dieser E-Reader zudem spürbar leichter als viele Konkurrenzprodukte. Auch bei der Performance werden neue Maßstäbe gesetzt: mit einer Akkuladung sollen 6 Wochen Betriebsdauer bzw. 14.000 Seitenwechsel drin sein. Klingt nach einem High Potential: In den USA wählte der Suchmaschinen-Riese nicht umsonst den iRiver Story HD als erste Hardware-Plattform für den cloudbasierten Google eBookStore aus. Hierzulande sorgt Libreka für den Content. Kaufen kann man den iRiver Story HD ab Mitte November in der Buchhandlung an der Ecke, und zwar zum Preis von 139 Euro. Dafür sorgt Deutschland wichtigster Buchgroßhändler Koch, Neff & Volckmar (KNV).

Kobo Touch (WLAN-Version)


Touch-Screen plus WiFi wird zum neuen Standard für E-Reader. Kobos kompaktes neues 6-Zoll-Gerät bringt aber noch eine Reihe weiterer interessanter Features mit: neben der Syncing-Fähigkeit zwischen Kobo-App und Kobo-Reader gehört dazu die „Reading Life“-App, mit der sich die persönliche Leseleitung visuell auswerten lässt. Optisch kommt der Kobo Touch wie ein Tablet daher – bis auf den Home-Button sind alle Bedienelemente auf das Display gewandert. Wie bei Kobo üblich ist nicht nur das Gehäuse sorgfältig designt, sondern auch die grafische Menüführung wirklich was für’s Auge. Für 129 Euro ist Kobos neues Lesegerät seit Mitte November in Deutschland lieferbar — zur Zeit ausschließlich über den Elektronik-Discounter Redcoon.

Acer LumiRead (UMTS-Version)


Der Acer LumiRead mit UMTS-Funktion ist die De-Luxe-Variante des von Libri seit Ende 2010 angebotenen E-Readers. Der integrierte E-Store funktioniert somit auch außerhalb von WLAN-Hotspots, genauso natürlich der integrierte Web-Browser. Vom Äußeren her erinnert der LumiRead an das Kindle 3 – vor allem wegen der vollwertigen Qwertz-Tastatur unter dem Display. Das 250 Gramm schwere Gerät liegt dank Griffprofil auf der Rückseite gut in der Hand, Umblättern ist für Rechts- wie Linkshänder dank Tasten an beiden Seiten äußerst bequem. Ähnlich wie das Kindle hat der LumiRead externe Lautsprecher und zusätzlich auf der Rückseite einen Lautstärkeregler. Der Kontrast des E-Ink-Displays liegt irgendwo zwischen dem Oyo und dem Kindle 3. Als besonderes Feature bringt der LumiRead einen Barcode-Scanner mit – so lassen sich die ISBN-Strichcodes von Büchern einlesen und ggf. die E-Book-Versionen online bestellen. Für 119 Euro bekommt man ein solides Gerät mit gutem Kontrast und hat zudem überall den direkten Draht zum deutschsprachigen Content.

Oyo II (WLAN-Version)


Oyo II heißt Thalias neuester E-Reader und kommt mit E-Ink-Display, Touch-Screen und WLAN. Mit dem intuitiv bedienbaren 6-Zoll-Gerät setzt Deutschlands zweitgrößte Buchhandelskette auf Multichannel: Bücher überall und jederzeit – nämlich über den integrierten E-Store. Dank dem systemoffenen epub-Format können Oyo-Besitzer jedoch auch anderswo shoppen. Gehäuse-Design und grafisch schön gestaltete Benutzeroberfläche machen Lust auf’s elektronische Lesen, egal ob epub oder PDF. Die meisten Funktionen – inklusive Umblättern – steuert man mit dem Finger auf dem Display. Fiel bisher der Kontrast des E-Ink-Displays gegenüber Sony, Kindle & Co. etwas ab, so soll der Lesekomfort beim Oyo II dank des SiPix-Displays der 2. Generation um einiges besser sein. Offizieller Verkausstart ist der 29. November 2011.

Amazon Kindle 4 (WLAN-Version)


Das Kindle 4 ist nicht nur preislich reduziert, auch Maße und Gewicht sind im Vergleich zu vorherigen Versionen deutlich verschlankt worden. Besonders auffällig: es gibt kein externes Keyboard mehr. Während in den USA bereits eine Touch-Screen-Variante auf dem Markt ist, gibt es hierzulande nur das Basis-Modell mit normalen Tasten. Das Display des Kindle 4 bietet den bewährten Konstrast von Pearl-E-Ink. Die E-Book-Ansicht lässt sich weitestgehend den eigenen Wünschen anpassen – neben Schriftgröße und Fontart kann man auch die Spaltenbreite und den Zeilenabstand wählen. Das Kindle 4 glänzt als erstes Lesegerät aus dem Hause Amazon mit deutschsprachiger Menüführung. Deutsschprachiger Content ist seit dem Start des deutschen Kindle-Stores im Sommer 2011 ebenfalls verfügbar. Nur eins kann das Kindle immer noch nicht: epub-Dateien öffnen – Amazon setzt auf einen eigenen E-Book-Standard. Dafür bekommt man zum Preis von 99 Euro den qualititativ wohl besten WiFi-Reader weit und breit.

Liro Color


Die Buchbranche gerät ins Tablet-Fieber: mit dem Liro Color präsentiert die Börsenvereins-Tochter MVB in Kooperation mit Trekstor einen WiFi-Reader mit Farb-LCD und Touch-Screen. Das zum Preis von 99 Euro exklusiv über Buchhandlungen vertriebene Gerät sieht aus wie eine Low-Cost-Version des Nook Color – und tatsächlich verbirgt sich hinter dem von Trekstor produzierten 7-Zoller ein Android-Betriebssystem. Der integrierte E-Store speist sich aus dem Angebot des MVB-Portals Libreka. Kaufen kann man den Liro Color in der Buchhandlung vor Ort oder auf dem Webportal einzelner Buchhandlungen (z.B. Osiander.de). Ähnlich wie bei Libri bekommen die Buchhändler für jedes via Reader geshoppte E-Book eine Provision – man kann also elektronisch lesen und trotzdem etwas für den „local dealer“ tun.

Trekstor eBook Reader 3.0


Trekstors eBook Player 3.0 ist etwas leichter und schmaler als die Vorgängerversionen (eBook Player 7/7m), ansonsten aber baugleich. Besonders durch den Preis von nur 59 Euro machte der sieben Zoller mit farbigem LCD-Display im Herbst 2011 auf sich aufmerksam. Für den elektronischen Lesestoff sorgt ein von Libreka belieferter E-Store. Auf WiFi muss man jedoch verzichten – der Content kommt nur via USB oder SD-Karte auf das Gerät. Filme abspielen wie beim eBook Player 7m kann man auf der Basisversion des eBook Player 3.0 nicht. Multimedia geht ohnehin zu Lasten der Ausdauer – doch auch im reinen Lesebetrieb hält der Akku des eBook Player 3.0 maximal sechs bis acht Stunden durch. Beim Lesekomfort gilt ähnlich wie bei allen hintergrundbeleuchteten LCD-Displays: die Augen können schneller ermüden, bei direktem Sonnenlicht sieht man nicht mehr viel. Wer hauptsächlich mobil lesen will, sollte sich den Kauf der neuen Version eBook Player 3.0 trotz des niedrigen Preises gut überlegen.

Autor&Copyright: Ansgar Warner

Abb. oben: Flickr/dogboneart

Wünsch‘ dir was: Aktuelle E-Reader-Marktübersicht von Hi-End bis Low-Price

aktuelle-marktuebersicht-e-reader-weihnachten-2010 Wer zu Weihnachten ein elektronisches Lesegerät verschenken möchte, hat die Qual der Wahl: soll es ein Multifunktions-Tablet sein, ein drahtloser E-Ink-Reader oder das simple LCD-Schnäppchen? E-Book-News hat zehn interessante Kandidaten für den Wunschzettel unter die Lupe genommen. Die finanzielle Spannbreite reicht von 500 Euro für die Basisversion des iPads bis zu 99-Euro-Angeboten à la Weltbild Aluratek. Am interessantesten ist aber das Mittelfeld: Kindle, Sony-Reader & LumiRead bieten kontraststarkes E-Ink plus WiFi für deutlich unter 200 Euro.

Ein halbes Dutzend neuer Reader wartet auf die Leser

Der Herbst der Entscheidungen ist da – auch im E-Leseland. Denn in wenigen Monaten sind mehr als ein halbes Dutzend neuer E-Ink-Reader auf den Markt gekommen, die nicht nur verbesserten Kontrast bieten, sondern auch drahtloses E-Book-Shopping. Der von Libri vermarktete Acer LumiRead etwa bietet ebenso wie Thalias Oyo den direkten Draht zu zehntausenden aktuellen deutschen E-Books. Amazons Kindle-Store dürfte im nächsten Jahr ebenfalls mit deutschsprachigem Content aufwarten können. Außerdem buhlen natürlich auch das im Mai gestartete iPad oder der brandneue iPod Touch um die Gunst der Leser – auf Apples Touchscreens sorgen iBooks wie auch zahlreiche andere Apps für endlose Lektüre. Auch an der Niedrigpreis-Front gab es Bewegung: neben Weltbilds Aluratek Libre prescht Trekstor mit Farb-Readern voran, die sogar Videos abspielen können.

Apple, Sony, Acer: Hi-End-Geräte (229 – 500 Euro)

ipad-ibooks-testbericht iPad (Basisversion)


Glaubt man den Konsumforschern, könnte das iPad bald zum meistgenutzten E-Reader avancieren – allerdings eher so nebenbei. Denn eigentlich ist Apples Tablet ein Multifunktionsgerät, das auch E-Reader-Qualitäten besitzt. Diese Eigenschaft teilt es mit verschiedenen Android-Tablets (etwa dem Galaxy von Samsung) und Smartphones. Beim Content ist das iPad der Konkurrenz allerdings eine Nasenlänge voraus. Mit iBooks hat Apple dem großen Bruder des iPhones eine komfortable E-Bibliothek spendiert, die schon ein recht großes Angebot umfasst. Doch auch Kindle- oder txtr-App sind nicht zu verachten. Weitere Apps bringen auch E-Comics, Zeitschriften & E-Newspaper auf’s Display. Doch wirklich mobil ist das fast 700 Gramm schwere Gerät nicht, und statt E-Ink gibt’s hintergrundbeleuchtetes LED. Die Akkulaufzeiten sind vergleichsweise gering, die Augen ermüden schneller, und im prallen Sonnenlicht sieht man auf dem Display gar nichts. Die Basisversion des iPads mit 16 Gigabyte Speicher und WLAN-Karte gibt’s für 499 Euro.

ipod-touch iPod Touch (Basisversion)

  • Display: 3,5 Zoll LCD (Farbe, Touch-Screen)
  • Unterstützte E-Book Formate: PDF, epub (DRM), etc.
  • Gewicht: 101 Gramm
  • Features: iBooks, Video-Kamera; Lautsprecher; Mikrofon; WiFi/USB
  • Preis: 229 Euro

Trotz iPad-Hype erfreut sich der kleine iPod Touch einer großen Schar von Anhängern. Was nicht nur am niedrigen Preis liegt, sondern auch am reichhaltigen Content in Apples App Store. Der iPod Touch ist ein iPhone ohne Telefonier-Funktion. Neben der angepassten Version von iBooks laufen genauso Kindle-App, txtr-App oder E-Book-Apps von textunes auf dem 3,5-Zoll-Touch-Screen. Auch viele Tageszeitungen kommen als App auf den iPod Touch, etwa FAZ, SZ und taz. Ein besonderes Erlebnis auf dem iPod Touch sind E-Comics – wer einmal seine Lieblingsserie in leuchtenden Farben per Fingerwisch durchgeblättert hat, wird dieses Gadget nicht mehr aus der Hand legen. Vor allem, wenn es sich um das allerneueste Modell handelt – das „Retina Display“ schafft eine Auflösung von 960 x 640 Pixeln. Für 229 Euro könnte man sich den iPod Touch ausschließlich zwecks elektronischer Lektüre kaufen. Allerdings gibt’s noch genügend andere Gründe – schließlich kommt via Syncing-Funktion die persönliche iTunes-Bibliothek auf das Gerät, inklusive Fotos&Videos. Apropos: der neue iPod Touch hat zwei eingebaute Kameras, die via Facetime sogar Video-Telefonie ermöglichen.

sony-reader-prs-650 Sony Reader PRS-650

  • Display: 6 Zoll E-Ink-Display (Touch-Screen)
  • Unterstützte E-Book Formate: PDF, epub (DRM), etc.
  • Gewicht: 220 Gramm
  • Features: Kopfhörerbuchse, Integriertes Wörterbuch
  • Preis: 229 Euro
  • Hands-on-Bericht & Video (IFA 2010)

Noch vor einem halben Jahr war der Abstand zwischen iPad und der E-Ink-Konkurrenz gar nicht so groß. WiFi-Reader mit Touch-Screen kosteten um die 300 Euro, einen komfortablen E-Store mit deutschem Content gab’s allerdings dafür nicht. Nicht nur die Preise sind seit dem kräftig ins Rutschen gekommen, auch technisch hat sich einiges getan – vor allem bei Sony. Der neue 6-Zoll-Reader PRS 650 ist das beste E-Ink-Gerät, dass zur Zeit erhältlich ist. Sony hat eine Touch-Screen-Technologie entwickelt, die nicht auf Kosten des Kontrastes geht. Zusammen mit der neuesten Pearl-E-Ink-Technik bekommt man somit den Bedienkomfort eines Tablets und ein besonders kontraststarkes E-Ink-Display. Textfunktionen wie Umblättern, Anstreichen, Lesezeichen setzen etc. sind direkt mit dem Finger anwählbar. Als zusätzliche Features bietet das PRS 650 Audiowiedergabe und ein integriertes Wörterbuch. Für 229 Euro bekommt man also sehr viel – nur eins nicht: WiFi-Funktionalität. Macht aber eigentlich auch nichts, denn Sonys Reader Store bietet ohnehin keinen deutschen E-Books an. Lieferbar ist das Gerät in den Farben silber, schwarz & rot.

acer-lumiread-e-reader Acer LumiRead (UMTS-Version)


Der Acer LumiRead mit UMTS-Funktion ist die De-Luxe-Variante des von Libri angebotenen E-Readers. Der integrierte E-Store funktioniert somit auch außerhalb von WLAN-Hotspots, genauso natürlich der integrierte Web-Browser. Vom Äußeren her erinnert der LumiRead an das Kindle 2 – vor allem wegen der vollwertigen Qwertz-Tastatur unter dem Display. Das 250 Gramm schwere Gerät liegt dank Griffprofil auf der Rückseite gut in der Hand, Umblättern ist für Rechts- wie Linkshänder dank Tasten an beiden Seiten äußerst bequem. Ähnlich wie das Kindle hat der LumiRead externe Lautsprecher und zusätzlich auf der Rückseite einen Lautstärkeregler. Der Kontrast des E-Ink-Displays liegt irgendwo zwischen dem Oyo und dem Kindle 3. Als besonderes Feature bringt der LumiRead einen Barcode-Scanner mit – so lassen sich die ISBN-Strichcodes von Büchern einlesen und ggf. die E-Book-Versionen online bestellen. Für 229 Euro bekommt man ein solides Gerät mit gutem Kontrast und hat zudem überall den direkten Draht zum deutschsprachigen Content.

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Das Leseland der Zukunft: Eine Marktübersicht zu E-Readern in Deutschland

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Oaxis, Hixreader, Viewsonic – auf den ersten Blick ist der E-Reader-Markt ein Sammelsurium exotischer Geräte. Das Beratungsunternehmen Kirchner & Robrecht zählte im ersten Halbjahr 2010 insgesamt rund 67 E-Reader und 32 Tablets – und das bei einer Preisspanne von 190 bis 650 Euro. Die meisten der Namen muss man nicht kennen, denn viele E-Reader sind in Deutschland gar nicht lieferbar. Lohnenswert ist dagegen ein Blick auf bewährte Klassiker von Sony, Bookeen oder Pocketbook. Nicht von schlechten Eltern sind aber auch Neueinsteiger wie Amazons neuestes Lesegerät Kindle 3 oder Apples iPad. Die Marktübersicht zu E-Readern in Deutschland ist ein Beitrag zum Special „Das Buch der Zukunft„, das vom Upload-Magazin anlässlich der Buch Digitale 2010 organisiert wird. » Weiterlesen beim Upload-Magazin