Große Buchmarkt-Rochade: Hugendubel übernimmt eBook.de

eBook-de-jetzt-hugendubelGroße Rochade auf dem deutschen Buchmarkt: zum 1. Juli übernimmt Hugendubel die Mehrheit an Libris Buchhandelsportal eBook.de, das zu den Pionieren im deutschen E-Book-Handel gehört. In Zukunft hat eBook.de also Familienanschluss: Seit der Aufspaltung des Weltbild-Konzerns ist Hugendubel wieder als eigenständiges Familienunternehmen unterwegs, und gilt als größte inhabergeführte Buchhandlung in Deutschland. Der Digitalanteil am Umsatz lag bei Hugendubel schon bisher bei über 30 Prozent – mit der Technologie und Man-Power von eBook.de dürfte sich das wohl noch deutlich steigern lassen.

eBook.de-Team bleibt in Hamburg

Hugendubel behält vorerst das vollständige eBook.de-Team, das am bisherigen norddeutschen Standort die Arbeit fortsetzt. „Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung gehören die Hamburger zu den ersten und führenden eBook-Unternehmen in Deutschland und können uns somit perfekt ergänzen“, sagt Dr. Maximilian Hugendubel, geschäftsführender Gesellschafter von Hugendubel. Mehr „Multichannel“ heißt für Hugendubel natürlich auch: mehr Rückbau im stationären Bereich – viele der größeren Filialen mussten in letzter Zeit bereits geschlossen werden.

Libri wieder neutraler b2b-Partner

Für Libri ist der Abschied von eBook.de die Chance, sich wieder als stärker als neutraler Dienstleister für den unabhängigen Buchhandel aufzustellen. Denn dass der „Zwischenhändler“ im Internet auch auf eigene Rechnung Bücher und E-Books an den Endkunden verkauft und somit zugleich Konkurrent auftrat, war für die Buchhändler ein ständiges Ärgernis. Daran konnte auch der Relaunch der ursprünglich als „libri.de“ angetretenen Plattform nichts ändern. Doch jetzt ist die Scharte ausgewetzt: „Der bisherige eBook.de-Eigentümer Libri wird sich ausschließlich auf die Rolle des Technologie- und Logistikpartners konzentrieren“, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung von Hugendubel.

Tolino schwimmt sich frei: Pakt mit Libri wasserdicht, neuer Reader dito

Die Tolino-Allianz bekommt Zuwachs: ab sofort ist auch das Online-Portal eBook.de mit an Bord, vormals unter dem Namen Libri.de bekannt. Für den unabhängigen Buchhandel eine gute Nachricht – denn dahinter steckt bekanntlich der gleichnamige Barsortimenter Libri. Die neuen Tolino-Tabs wie auch die wasserdichte Variante des Tolino-Vision-Readers werden somit über die von Libri bestückten White-Label-Shops kleinerer Buchhandlungen wie auch vor Ort selbst in den Handel gelangen.

„In den nächsten Jahren wird der eBook-Markt weiterhin stetig wachsen und in Deutschland, insbesondere im Bereich Belletristik, einen Anteil von über 15 Prozent am Konsumentenbuchmarkt ausmachen“, prognostiziert Per Dalheimer, Geschäftsführer der eBook.de NET GmbH. Diesen Wachstumsmarkt wolle man auch weiter maßgeblich mitgestalten. Der Marktanteil von eBook.de liegt bisher im niedrigen einstelligen Bereich – das Tolino-Label dürfte nun für neue Aufmerksamkeit sorgen.

Gerade rechtzeitig. Die Tolino-Allianz hatte zuletzt mit herben Rückschlägen zu kämpfen: der E-Store der Telekom (PagePlace) wurde nach knapp 12 Monaten wieder abgeschaltet, Bertelsmann gab das nahende Ende des Buchclubs bekannt. Nicht zuletzt hatte es im Vorfeld der FBM13 schon mal den Versuch gegeben, über einen Deal mit der Börsenvereins-Tochter MVB der Tolino-Modellpalette den Weg ins stationäre Geschäft zu bahnen. Der Versuch war jedoch krachend gescheitert, u.a. am Geld, denn das Tolino-Projekt verschlingt erhebliche Entwicklungskosten.

Damals hieß es, für das Entréebillet hätten die Indies eine sechsstellige Summe aufbringen müssen. Stattdessen lautete die Devise dann erstmal: Nolino statt Tolino. Regionale Ketten wie Osiander oder die Mayersche setzten faute de mieux auf Geräte von Drittherstellern, insbesondere von Pocketbook. Libri dagegen hatte schon seit 2009 mit Sony kooperiert – doch die Japaner möchten aus dem Reader-Geschäft aussteigen. Somit musste ohnehin Ersatz her. Unter den Barsortimentern in Deutschland ist Libri nach KNV die Nummer Zwei — und hatte offenbar anders als die MVB genügend Mittel flüssig, um die Einlasskontrolle zum Tolinoversum zu passieren.

iRiver Story HD: KNV bringt „Google Reader“ nach Deutschland – aber ohne Google

Der „Google Reader“ kommt nach Deutschland – doch Google steckt nicht dahinter. Kaufen kann man den iRiver Story HD ab 9. November in der Buchhandlung an der Ecke, und zwar zum Preis von 139 Euro. Dafür sorgt Deutschland wichtigster Buchgroßhändler Koch, Neff & Volckmar (KNV). Ähnlich wie Libri ermöglicht KNV dem Buchhandel damit, vom E-Book-Handel zu profitieren – für alle Titel, die via WiFi über den integrierten E-Store des Readers gekauft werden, erhalten die Buchhändler eine Provision. Das virtuelle Bücherregal kann sich sehen lassen: mehr als 155.000 E-Books sind erhältlich. Geliefert wird der iRiver Story mit deutscher Tastatur & Menüführung sowie deutschsprachigem Handbuch.

HD steht für „hochauflösend“

Für die E-Lese-Freunde bricht damit der Herbst der Entscheidungen an. Denn noch nie gab es eine so große Auswahl an qualitativ hochwertigen Lesegeräten. Ganz oben auf der Einkaufs-Liste vieler Kunden dürfte demnächst der iriver Story HD stehen. Nicht umsonst hat der „Google Reader“ das Kürzel „HD“ im Namen – mit einer Auflösung von 768 x 1024 Pixeln stellt das E-Ink-Display des neuen 6-Zollers alle anderen Geräte in den Schatten. Mit knapp 200 Gramm ist das Gerät zudem spürbar leichter als viele Konkurrenzprodukte. Auch bei der Performance werden neue Maßstäbe gesetzt: mit einer Akkuladung sollen 6 Wochen Betriebsdauer bzw. 14.000 Seitenwechsel drin sein. Klingt nach einem High Potential: In den USA wählte der Suchmaschinen-Riese nicht umsonst den iRiver Story HD als erste Hardware-Plattform für den cloudbasierten Google eBookStore aus.

Online-Bestellung des iRiver Story ebenfalls möglich

Dass KNV den iRiver Story HD nun in die deutschen Buchhandlungen bringt, ist ebenfalls ein kluger Schachzug. Ähnlich wie Libri es mit dem Acer LumiRead plus integriertem E-Store namens eBookS vorgemacht hat, lässt nun auch Deutschlands größter Barsortimenter den Buchhandel noch stärker am E-Book-Handel partizipieren. Im Internet kann man das elektronische Angebot – hinter dem wiederum Libreka steckt – bereits jetzt auf der Website e-buchkatalog.de studieren. Dort wird man den iRiver Story HD demnächst auch online bestellen können. Wer wissen möchte, in welchen Buchhandlungen man ihn vor Ort kaufen kann, sollte dagegen lesen-leicht-gemacht.de ansteuern. Dort soll es in Kürze eine interaktive Karte der KNV-Partnerbuchhandlungen geben. Eins muss man natürlich bedenken – die Provisionen für E-Books sind leider deutlich niedriger als die für Print-Ausgaben. Am besten unterstützt man den Buchhändler an der Ecke also immer noch, wenn man ein Buch aus Papier kauft.

Komfortabel lesen, umständlich shoppen: Libri-App eBookS für iPhone & iPad startet


Libris E-Book-Universum umfasst nun auch Apples Touch-Screens. Seit heute ist die E-Reader-App eBookS nämlich auch im App-Store für iPhone, iPad und iPod Touch zu haben. Optisch wird Libris eBookS-App vielen bekannt vorkommen, denn im Hintergrund werkelt der bewährte Bluefire-Reader – Lesekomfort & optimale Konfigurierbarkeit ist damit garantiert. Anders als bei der Android-Version von eBookS muss man jedoch nicht nur auf das In-App-Shopping verzichten, sondern überhaupt auf jeglichen direkten Link zu Libris E-Store.

Apples strenge Regeln machen’s kompliziert

Als Erklärung heißt es dazu auf der Libri.de-Webseite: „Die Apple-Richtlinien erlauben keine direkten Verlinkungen. Öffnen Sie deswegen unseren Online-Shop in dem Web-Browser Ihres iPhones, iPads oder iPod Touch“. Der Hintergrund: Beim In-App-Shopping via iTunes kassiert Apple 30 Prozent Provision, beim Einkauf im Browser fällt diese Gebühr natürlich weg. Apple hat allerdings alle App-Anbieter gezwungen, externe Shop-Links zu entfernen. Das zwingt zu neuen Workarounds: Um Lesen & Shoppen auf dem iPad wieder zu vereinen, hat Amazon mit dem Cloudreader etwa eine spezielle HTML 5-App gestartet, die komplett im Browser läuft. Auch andere Anbieter wie etwa Kobo bereiten schon entsprechende Alternativen vor.

Wie kommt die Lektüre in die App?

Bei Libri dagegen ist momentan alles noch etwas komplizierter. Wer E-Books für die Libri-App shoppen will, muss dies entweder via WiFi-Verbindung auf dem Acer LumiRead tun oder direkt auf der Libri-Webseite. Im nächsten Schritt öffnet man dann im iPad-Browser das Libri-Kundenkonto, wo man unter Downloads/Meine E-Books die betreffenden epubs oder PDFs herunterladen kann. Der Browser bietet dann an, die Dateien via eBookS zu öffnen. Um bereits vorhandene E-Books vom lokalen Desktop-PC bzw. Mac auf das iPad/eBookS zu übertragen, gibt es sogar drei verschiedene Möglichkeiten: via USB & iTunes, per E-Mail-Attachment oder mit Dropbox (siehe unsere ausführliche Beschreibung). DRM-geschützte Titel sind via eBookS nur lesbar, wenn man vorher im Info-Bereich der App Adobe-ID und Passwort eingegeben hat.

„Mich gibt’s auch als E-Book!“: Leipziger Buchmesse richtet sich im digitalen Wohnzimmer ein

leipziger-buchmesse-digital-ebookEs geht voran – die Leipziger Buchmesse 2011 freut sich über steigende Ausstellerzahlen, größere Fläche und ein noch umfangreicheres Literaturprogramm. Deutlich gewachsen ist auch die Bedeutung digitaler Angebote. So glänzt die Messe mit einer eigenen Facebook-Seite, das Internetradio hörbuch.fm sendet Vor-Ort-Lesungen sowie Live-Hörspiele, und die Redakteure von erlesen.TV bannen zahlreiche Events auf Video. Ein eigener Digi-Guide gibt einen Überblick zu Ausstellern und Veranstaltungen zum Thema E-Book & E-Publishing. Informationen zum Begleitprogramm „Leipzig liest“ gibt’s diesmal auch direkt via Handy & Smartphone.

Leipzig erlebt die „Stunde Null des E-Books“

Von der „Stunde Null“ des E-Books sprach der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Anfang der Woche bei der Vorstellung einer neuen Marktstudie. Wie weit der Wandel geht, zeigt etwa Libri.de – auf der Buchmesse präsentiert das Buchhandelsportal nicht nur neue WiFi-& 3G-Lesegeräte von Pocketbook, sondern mit dem Pandigital Novel auch ein Android-Tablet. Deutlich schneller als das Wachstum von Marktanteilen verläuft jedoch der Bewußtseinswandel. Auf der Leipziger Buchmesse künden Veranstaltungen wie „Der stationäre Buchhandel in Zeiten der Digitalisierung“, „Neue Optionen für den deutschen Comic Markt“ oder „Rethinking the book – Konzepte für digitale Bücher auf dem iPad“ von einer Branche im Umbruch. Viele Events drehen sich um Social Media Marketing – Verlage und Buchhandel sind immer stärker daran interessiert, den Kontakt mit ihren Lesern auch via Facebook, Twitter & Co. zu halten.

Bücher schreiben via Facebook & Twitter

Im „Digitalen Wohnzimmer“ in Halle B 407 zeigt sich, dass die Literatur längst im Netz angekommen ist – interessierte Besucher können dort Onlineredakteuren von Literaturportalen wie literaturcafe.de oder leserwelt.de bei ihrer Arbeit live über die Schulter schauen. Doch nicht nur das Berichten über Literatur wandert ins Internet, auch die Literaturproduktion selbst. Die Book-Community BookRix etwa stellt in Leipzig das Konzept einer SocialBook-App vor, die das kollaborative Schreiben via Facebook & Twitter ermöglicht. Von neuen Produktions- und Vertriebstrends zeugen aber auch Unternehmen wie Books on Demand, triboox oder textunes. E-Books selbst kann man natürlich schlecht ausstellen. Viele gedruckte Bücher erklären den Besuchern diesmal allerdings: „Mich gibt es auch als E-Book“. Denn Verlage können ihre Print-Produkte mit einem eigens entworfenen Messe-Aufkleber kennzeichnen. Vermissen wird man die Plakette allerdings auf zwei von drei Preisträgern des in Leipzig verliehenen Literaturpreises – denn lediglich Henning Ritters in der Rubrik Sachbuch/Essayistik prämierte Sammlung von Kurzessays („Notizhefte“) ist als epub-Version lieferbar.

Pocketbook Reader mit integriertem E-Store, Apps für iOS & Android: Libri startet durch

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Pünktlich zur Leipziger Buchmesse geht Libri in die Offensive: mit der Pocketbook-Pro Reihe wächst die Zahl der WiFi- und 3G-Reader mit integriertem Reader-Store. Die Sechs-Zoller (Pocketbook Pro 602/603) wie auch die Neun-Zoller (Pocketbook 902/903) haben ab jetzt den direkten Draht zum E-Book-Angebot im Libri-Shop. Die WiFi-Versionen kommen in Kürze für 199 bzw. 329 Euro in den Handel, die Wifi plus 3G-Versionen sind bereits für 269 bzw. 401 Euro lieferbar. Zugleich starten demnächst auch die Libri-Apps für iPhone/iPad und Android Tablets.

Libris Ökosystem wächst auf sechs E-Ink-Geräte an

Schon bei der Premiere des Acer LumiRead im letzten Jahr hatte Libri angekündigt, das E-Store-Modul „ebookS“ auch für andere Plattformen verfügbar zu machen. Gesagt, getan: Nach der Wifi- und 3G-Version des LumiRead kann man nun auch mit den neuen E-Readern von PocketBook direkt im Libri-Shop einkaufen. Damit erweitert sich Libris „Ökosystem“ um zwei besonders komfortable Lesegeräte. Besonders ambitioniert sind die 3G-Versionen der Pocketbook Pro-Reihe – sie werden mit Touch-Screen ausgeliefert. Abgesehen davon sind zentrale Features wie Widget-System und personalisierbare Startoberfläche, Text-to-Speech-Funktion und externe Lautsprecher aber auch bei den Basisversionen verfügbar. Die erstmals auf der Internationalen Funkausstellung 2010 vorgestellten Geräte schlagen vom Look&Feel her die Brücke zwischen E-Readern und Tablets (siehe auch unseren Hands-On-Bericht). Bei der 900-Reihe geht alleine schon das 9-Zoll Display mit einer Auflösung von 1200x825 Pixeln deutlich in Richtung iPad & Co.

eBooks-App macht der Kindle-App Konkurrenz

Ein waschechtes Android-Tablet hat Pocketbook mit dem IQ 701 allerdings auch schon im Angebot. Mit 159 Euro ist das IQ 701 sogar noch ein paar Euros günstiger als das PocketBook Pro 602. Sobald die Libri-Apps an den Start gehen, dürfte auch das IQ 701 seinen Platz in Libris Ökosystem finden. Die Reichweite von Libris „mobilem Leseservice“ ebookS wäre dann sogar größer als bei Amazon. Denn abgesehen von den Kindle-Apps bleibt die Lektüre in Sachen E-Ink schließlich auf das Kindle selbst beschränkt, alleine schon durch den Verzicht auf den Branchenstandard epub. Zusammen mit den beiden LumiRead-Ausführungen (Wifi/Wifi+3G) bietet Libri dagegen nun bereits sechs verschiedene Lesegeräte an. Eine gute Wettbewerbsposition, falls in nächster Zeit der deutsche Kindle-Store starten sollte. Doch auch gegenüber Thalias Oyo-Projekt kann Libri mit der neuen Offensive punkten, erst recht natürlich, nachdem die 3G-Version des Oyo-Readers wegen technischer Mängel gestoppt wurde.

Acer LumiRead im Test: Kontrastreiche WiFi-Alternative zum Oyo-Reader

acer-lumiread-test-e-reader-wifi-wlan-barcode-scannerMit dem Acer LumiRead hat Libri einen Trumpf im Ärmel – der WiFi-fähige E-Reader hat beinahe Kindle-Qualität. Dank Qwertz-Tastatur, kontraststarkem Display und integriertem E-Store steht dem mobilen E-Book-Shopping nichts mehr im Weg. Kopfhörerbuchse, externe Lautsprecher & Lautstärkeregler machen das LumiRead auch zum guten Hörbücher-Player. Pünktlich zur Weihnachtssaison 2011 gibt’s den LumiRead in der WLAN/UMTS-Version bei Libri.de zum Preis von 139 Euro.

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Acers LumiRead geht optisch den Weg von Amazons Kindle

Der deutsche Kindle-Store kommt erst 2011. Die deutschen Buchhändler haben die Angebots-Lücke genutzt. Nach Thalias Oyo-Premiere bietet nun auch Libri mit dem Acer LumiRead drahtloses E-Book-Shopping. Damit sind in kurzem Abstand zwei E-Ink-Reader auf den Markt gekommen, die sich deutlich unterscheiden. Während Thalias kompaktes Lesegerät auf Touch-Screen-Funktionalität setzt, geht Libri mit dem LumiRead eher den Weg von Amazon. Prägendes Merkmal sind neben der Qwertz-Tastatur unter dem Display ein Trackpad und Umblättertasten am rechten bzw. linken Gehäuserand. Mit 250 Gramm ist die WLAN-Version des LumiRead vom Gewicht her fast genauso schwer wie das Kindle 3, von den Maßen her ähnelt er allerdings stärker dem Vorgängermodell Kindle 2. Bekannt vom Kindle ist auch die Slider-Taste zum Einschalten, die sich bei Libris Reader allerdings an der oberen Kante des Gehäuses befindet. Zum besonderen Komfort des LumiRead gehört es zudem, dass es auf der Geräterückseite nicht nur kleine, externe Lautsprecher gibt, sondern auch einen Lautstärkeregler. Während der Einschub für Mikro-SD-Karten niemanden überraschen dürfte, gibt es schließlich auf der Rückseite noch ein Detail, das äußerst ungewöhnlich ist: einen Barcode-Scanner, erkennbar am kleinen Kamera-Auge und einem Strichcode-Symbol daneben.

Kontraststarkes E-InkDisplay sorgt für angenehme Lektüre

Die E-Book-Lektüre mit dem LumiRead ist äußerst angenehm – durch ein Griffprofil auf der Rückseite liegt der Reader gut in der Hand, das kontraststarke Display mit 16 Graustufen und rasche Seitenwechsel sorgen für E-Lesekomfort. Im Gegensatz zum Oyo-Reader ist der Hintergrund deutlich heller, die Buchstaben sind auf dem E-Ink-Display deutlich besser lesbar. An den Kontrast des Pearl-E-Inks wie im Kindle 3 kommt der LumiRead allerdings nicht ganz heran. Über die mit dem Kürzel „Aa“ gekennzeichnete Funktionstaste kann bei epub-Dokumenten direkt zwischen fünf Schriftgrößen auswählen. Die Schriftart lässt sich in der aktuellen Firmware-Version leider nicht verändern. PDF-Dokumente lassen sich zoomen, dank automatischem Seitenumbruch bleiben sie trotzdem gut lesbar. Via Menütaste am rechten Rand des Keyboards kann man zudem weitere Textfunktionen auswählen: Lesezeichen setzen, Anmerkungen machen sowie den Text nach Stichworten durchsuchen. Bei englischen Texten kann man zudem markierte Worte im vorinstallierten Wörterbuch nachschlagen.

Virtual Bookshelf mit Blumenvase & Buddelschiff

Ausgeliefert wird der Acer LumiRead mit Quickstart-Guide, USB-Ladekabel und Steckdosenadapter. Dazu kommt noch eine CD mit der für Laptop oder Desktop gedachten „Acer Ebook Manager“-Software. Was gleich beim ersten Einstöpseln des Ladekabels auffällt: der Reader hat keinen Standard-Mikro-USB-Port. Nach dem ersten Hochfahren kommt die Reader-Taufe – in einem Menu muss dem Gerät ein Name gegeben werden. Anschließend landet man auf dem Desktop, passenderweise ein virtuelles Bücherregal. Im Werkszustand sind die Regale noch mit kleinen Platzhaltern gefüllt, von der Blumenvase bis zum Buddelschiff. Die wichtigsten Menüpunkte sind als Buchcover gestaltet: die persönliche E-Book-Bibliothek, die E-Book-Wunschliste, ein englisch-deutschesWörterbuch, die Bedienungsanleitung und eine Liste mit 16 aktuellen Leseproben. Ebenso leicht wie E-Books lassen sich vom Desktop des LumiRead aus auch MP3-Dateien öffnen -- sie werden auf dem virtuellen Bücherregal je nach Titel zwischen den Buchcovern eingereiht. Besonders für eine gemischte Bibliothek aus elektronischen Büchern und Hörbüchern dürfte das eine gute Idee sein.

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Notwendige Schritte auf dem Weg zum E-Store

Um den eingebauten E-Store nutzen zu können, sind ein paar Konfigurationsschritte notwendig, bei denen die Qwertz-Tastatur eine gute Hilfe ist. Zunächst muss das WLAN eingerichtet werden. Sobald der LumiRead online ist, können sich Libri-Kunden mit ihren Login-Daten in der elektronischen Buchhandlung anmelden. Die Startseite des E-Stores ist nicht ganz so liebevoll gestaltet wie beim Oyo-Reader, Buchcover sind dort überhaupt nicht zu sehen. Die Textansicht ist außerdem etwas klein geraten. Drei Bereiche mit je drei Links bekommt man präsentiert: E-Book-Bestseller, E-Book-Neuheiten, sowie E-Book-Kategorien. Wer gezielt nach Titeln recherchieren möchte, findet zudem ein ganz oben auf der Startseite eine Suchleiste. Um E-Books kaufen zu können, braucht man eine Kreditkarte. Die Zahlung per Lastschrift war zum Zeitpunkt unseres Tests noch nicht verfügbar. Kauft man kopiergeschützte E-Books, wird zudem vor der allerersten Lektüre
nach der Adobe-ID gefragt. Via Desktop oder Laptop bei anderern Anbietern geshoppte E-Books lassen sich über das USB-Kabel ebenfalls auf den LumiRead übertragen. Die mitgelieferte „Acer eBook Manager Software“ ist dafür nicht zwingend notwendig, mit dem Desktop-Manager von Adobe Digital Editions geht es genauso gut.

Vom World Wide Web zum Ad-Hoc-Netzwerk

Auch das World Wide Web steht dem LumiRead-Nutzer offen – natürlich mit allen Einschränkungen, die bei einem E-Ink-Reader zu machen sind. Über die mit einem kleinen Globus versehene Funktionstaste am linken Keyboardrand kommt man direkt in das Startmenü des integrierten Browsers. Hier kann man einen Suchbegriff eingeben und auf das „Google“ oder „Wikipedia“-Schaltfeld klicken, oder eine Webadresse eintippen und „Go to URL“ wählen. Teile von Webseiten lassen sich in einer vereinfachten Ansicht anzeigen oder zur späteren Lektüre herunterladen. Neben dem Browser gibt’s übrigens auch einen RSS-Reader. Abonnierte Feeds werden in einer Kurzübersicht gezeigt, die vollständigen Beiträge kann man nur im Browser lesen. Mehrere LumiRead-Nutzer zusammen können via WLAN-Schnittstelle vor Ort auch ein sogenanntes AdHoc-Netzwerk aufbauen – dann lassen sich über eine Freigabe-Option E-Books (ohne DRM) und sonstige Dokumente austauschen.

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Barcode-Scanner: Für ein Nice-to-have fast schon zu absurd

Ein besonderer Hingucker ist der LumiRead wohl vor allem wegen einer kleinen Kamera in der Gehäuserückwand. Die hat nur einen Zweck: als Barcode verschlüsselte ISBN-Nummern von Büchern einscannen. Mit etwas Übung gelingt das tatsächlich in wenigen Augenblicken. Die ISBN-Nummer wird dann via Internet-Verbindung – sofern lieferbar -- einem E-Book zugeordnet. Solche Trouvaillen werden in der „Wunschliste“ abgelegt und können dann bei Bedarf geshoppt werden. Das Eintippen des Titels via Keyboard im E-Store dürfte allerdings genauso schnell gehen. Der Barcode-Scanner ist eigentlich schon fast zu absurd, um noch als Nice-to-have-Feature gelten zu können. Vielleicht muss man ihn als symbolische Ätsch-Geste gegenüber den Gralshütern der Gutenberg-Galaxis sehen – der Barcode degradiert ja in gewisser Weise das gedruckte Buch vom Kulturgut zu einem Element reiner Warenlogistik.

Content & Komfort – zum vergleichsweise hohen Preis

Ingesamt hat Libri mit dem Acer LumiRead wohl auf das richtige Pferd gesetzt. Unzulänglichkeiten wie fehlende Fontwahl oder der etwas lieblos gestaltete E-Store lassen sich ja beizeiten noch beheben bzw. verbessern. Ein Rätsel bleibt zunächst auch das Abspielen von MP3s. In der Bedienungsanleitung findet sich dazu kein Wort -- zum Glück ist es in der Praxis denkbar einfach, und zudem dank externer, zehnstufiger Lautstärkeregelung mindestens so komfortabel wie beim Kindle. Auch beim Lesekomfort auf dem E-Ink-Display ist der LumiRead dem Kindle näher gekommen als Thalias Oyo – vor allem beim Kontrast. Das einzig wirklich störende am LumiRead ist zur Zeit noch der vergleichsweise hohe Preis. Vierzig Euro teurer als Thalias Reader, dreißig Euro teurer als das Kindle 3, das scheint etwas hoch gegriffen zu sein. Anders als bei der Abwägung zwischen Oyo und Kindle weiß man bei der Wahl des LumiReads aber zumindest eins – man bekommt deutschsprachigen Content und guten Kontrast.

PS: Wer die Arbeit von E-Book-News besonders unterstützen möchte, kann den Acer LumiRead direkt über unseren Libri-Partnershop bestellen -- und uns dann mit jedem E-Book-Kauf via E-Store eine kleine Provision bescheren.

Acer LumiRead Specs


Display

6 Zoll E-Ink, 600x800 Pixel, 16 Graustufen

Betriebssystem

Linux 2.6.28

Schnittstellen

USB, WLAN, UMTS (optional)

Prozessor

Freescale i.MX357

Interner Speicher

2 GB, erweiterbar durch Mikro-SD-Karte

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF, Mobi, HTML, Doc, etc.

Audio-Features

MP3-Player, 3,5 mm Kopfhörerbuchse

Extras

Barcode-Scanner

Preis

139 Euro WLAN plus UMTS (Libri.de)

Preissenkung beim LumiRead: Basisversion des E-Book-News-Readers kann bereits ab 179 Euro vorbestellt werden

lumiread-acer-libri-preissenkung-tschibo-mobil-umtsNoch bevor der Acer LumiRead im Oktober in den Buchhandel kommt, wurde der Verkaufspreis für das Basismodell mit WLAN-Zugang von bisher 199 Euro auf 179 Euro gesenkt. Die Version mit UMTS-Zugang zum Internet kostet nur noch 229 statt 249 Euro. Grund das neue Pricing des von Libri.de vermarkteten E-Readers soll die hohe Zahl von Vorbestellungen sein. Weitere Neuigkeiten gibt es zur UMTS-Version: funken wird der LumiRead nämlich mit einer Tchibo Mobil-Karte.

LumiRead rückt preislich näher an Thalias Oyo-Reader heran

Gute Nachricht für alle Libri-Kunden: Kurz vor dem Marktstart des LumiRead wird das Pricing des 6-Zoll-Gerätes leicht nach unten angepasst. „Für den deutschen E-Book-Markt ist es eine wichtige Entwicklung, dass die Hardware nicht nur leistungsfähiger, sondern auch günstiger und vielfältiger wird. Deswegen schließen wir uns der empfohlenen Preissenkung von Acer gern an“, so Per Dalheimer, Geschäftsführer Libri.de Internet GmbH. Ein weiterer Grund dürfte die zeitgleiche Einführung des Oyo-Readers von Thalia sein, dessen Basisversion bereits ab 139 Euro in den Handel gelangt. Der WiFi-fähige LumiRead kommt inklusive „ebookS“, einem E-Store, der den drahtlosen Zugriff auf das komplette E-Book-Sortiment von Libri.de ermöglicht. In den Handel gelangt der LumiRead online wie offline auch über zahlreiche Partnerbuchhandlungen, darunter der E-Book-News-Shop.

Frische E-Books und mehr: Tchibo Mobil sorgt für drahtloses Shoppen

Über das Vermarktungsmodell der UMTS-Version des LumiRead gibt es jetzt auch konkretere Informationen: Netzpartner wird Tchibo Mobil sein. Ähnlich wie bei Amazon soll das drahtlose Shopping für die Nutzer offenbar kostenneutral bleiben. Außerdem stellen Libri.de und Tchibo mobil stellen zum Start jedem Kunden ein kostenloses Datenvolumen von 50 MB zur Verfügung. Dieses reicht aus, um bis zu 20 E-Books herunterzuladen. Und wer nicht nur stöbert, sondern auch kauft, muss sich auch nach dem Aufbrauchen der 50 MB keine Gedanken über anfallende Mobilfunkgebühren machen, denn für jedes so gekaufte E-Book wird ein verbrauchsabhängiges Volumen gutgeschrieben. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, über den im Reader integrierten Webbrowser das Internet nach Informationen zu durchsuchen oder z. B. RSS-Feeds zu nutzen. Bei Bedarf kann hierfür über Tchibo mobil Zusatzvolumen gebucht werden – ohne Mindestumsatz, Grundgebühr oder feste Vertragslaufzeit.

Gestatten, LumiRead: E-Book-News bietet ab Oktober einen eigenen E-Reader an

acer-lumiread-e-reader-ifa-2010-libri-e-bookAb Oktober bietet E-Book-News in Zusammenarbeit mit Libri einen eigenen E-Reader an: den LumiRead von Acer, der jetzt erstmals auf der IFA vorgestellt wurde. Das WiFi-fähige Lesegerät kommt inklusive „ebookS“, einem E-Store, der den drahtlosen Zugriff auf das komplette E-Book-Sortiment von Libri.de ermöglicht. Die WLAN-Version des von Acer produzierten Readers kann ab sofort für 179 Euro via E-Book-News vorbestellt werden. Eine Version mit WLAN und UMTS ist in Vorbereitung.

Look-alike: Qwertz-Keyboard wie beim Kindle

Zu den interessantesten E-Reader-Premieren auf der IFA gehört eindeutig der LumiRead von Acer. Nicht nur, weil das Äußere des Lesegerätes mit seiner QWERTZ-Keyboard, Umblätter-Tasten und Trackpoint stark an den klassischen Kindle-Reader erinnert. Für Aufmerksamkeit in der Buchbranche sorgt vor allem das Vermarktungskonzept des WiFi-fähigen Readers. Denn Acers deutscher Vertriebspartner Libri hat das Gerät mit ebookS ausgestattet, einem mobilen E-Store mit dem direkten Draht zum elektronischen Libri.de-Sortiment. Verkauft wird der LumiRead nicht nur bei Libri.de selbst. Über das Libri-Partnernetzwerk kann der Reader zugleich auch im Namen und unter der Marke der teilnehmenden Buchhändler ausgeliefert werden. Wer den LumiRead also etwa in der Online-Buchhandlung von E-Book-News kauft, kann elektronische Titel dann via ebookS drahtlos in unserem Partner-Shop erwerben. Mittlerweile gibt es dort bereits mehr als 155.000 E-Books im epub wie auch PDF-Format.

Extravagantes Feature: Ein Barcode-Scanner

Libri hat ebookS nicht umsonst als einen „mobilen Leseservice“ angekündigt. Denn alle bei Libri.de oder den Partnerbuchhandlungen geshoppten E-Books werden in einer zentralen Online-Bibliothek gespeichert und lassen sich von unterschiedlichen Endgeräten aus mobil öffnen. Es kann sich übrigens lohnen, den LumiRead auch beim Gang in die Buchhandlung vor Ort oder zur Bibliothek dabei zu haben. Denn das neue Lesegerät hat auf der Rückseite ein ganz besonderes Feature – einen Barcode-Scanner. Damit lassen sich die ISBN-Strichcodes auf Buchcovern einscannen, und man kann sich online nach Preis und Verfügbarkeit der E-Book-Version informieren. Nützlich für weitergehende Literaturrecherchen ist auch der vorinstallierte Webbrowser. Suchanfragen gibt man schließlich mit der QWERTZ-Tastatur bequem ein. Das Minikeyboard nützt aber auch bei der Stichwortsuche in E-Books oder dem Nachschlagen von einzelnen Wörtern im mitgelieferten Dictionary. (In Kürze folgt ein ausführlicher Testbericht.)

LumiRead Specs


Display

6 Zoll E-Ink, 600x800 Pixel, 16 Graustufen

Betriebssystem

Linux 2.6.28

Schnittstellen

USB, WLAN, UMTS (optional)

Prozessor

Freescale i.MX357

Interner Speicher

2 GB, erweiterbar durch Mikro-SD-Karte

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF, Mobi, HTML, Doc, etc.

Audio-Features

MP3-Player, 3,5 mm Kopfhörerbuchse

Extras

Barcode-Scanner

Preis

179 Euro WLAN,

229 Euro WLAN plus UMTS

„Wer einen Reader besitzt, kauft alle 5 Wochen ein neues E-Book“ – Libri gewährt Einblicke ins E-Business

Libri E-Books E-Reader Bestseller.gifEin Jahr nach der Markteinführung des Sony PRS 505 zieht Libri eine erste Bilanz: Kunden, die einen E-Reader gekauft haben, lesen deutlich mehr E-Books. Im Schnitt alle fünf Wochen kaufen die Besitzer elektronischer Lesegeräte einen neuen Titel – und geben dafür im Schnitt 14,50 Euro aus. Sonys 6-Zoll-Reader zieht vor allem Männer an – sie machen siebzig Prozent der Käufer aus. Leserinnen bevorzugen dagegen die PINK-Version der Reader Pocket Edition.

Von Amazon lernen heißt siegen lernen: Erfolgsmeldungen ohne Verkaufszahlen


Von Amazon lernen heißt siegen lernen: in den USA gehören die regelmäßigen Mitteilungen des Online-Buchhändlers in Sachen E-Book-Geschäft schon fast zu einem lokalen Brauchtum. Rekordmonat folgt dort auf Rekordmonat, sowohl was den Verkauf von E-Books wie auch den Verkauf von Kindle-Readern betrifft. Nur eins erfährt man nicht: konkrete Verkaufs- und Umsatzzahlen. Ähnlich hält es Libri – das deutsche Unternehmen gehört nicht nur zu den wichtigsten Anbietern von E-Books in Deutschland, sondern mischt auch kräftig beim Verkauf von Sonys E-Readern mit. Doch immerhin rückte man nun pünktlich zur Leipziger Buchmesse ein paar Daten zum Kaufverhalten der elektronischen Leseratten heraus. Besonders interessant: Besitzer von E-Readern kaufen etwa zehn E-Books pro Jahr, und geben dafür insgesamt im Durchschnitt 145 Euro aus. Leserinnen bevorzugen dabei Romane, Krimis und Fantasy. Bei den Lesern sind es Krimis, Romane und Klassiker. Je nach Geschlecht sind aber auch die Affinitäten in Sachen Reader sehr unterschiedlich: der große Reader PRS 505 wird zu 70 Prozent von Männern gekauft, die handlichere Reader Pocket Edition dagegen zu 60 Prozent von Frauen – bei der PINK Edition sind es sogar satte 80 Prozent. Welchen Anteil E-Books am Gesamtumsatz von Libri haben, kann man auch weiterhin nur raten. Im Online-Verkauf scheinen sich jedoch die Absatzzahlen von Bestsellern im E-Book und Print-Bereich hier und da schon anzugleichen. Im Bereich der Backlist werden in manchen Fällen laut Libri sogar schon mehr elektronische als gedruckte Exemplare verkauft.

In Deutschland gibt es wahrscheinlich weniger als 100.000 E-Reader


Grundsätzlich scheint die Entwicklung in Deutschland damit ähnlich wie in den USA zu verlaufen – so berichtete Amazon etwa, dass bei Titeln, die gedruckt und als E-Book angeboten werden, die Umsätze mit der elektronischen Version bereits zwei Drittel der Print-Umsätze erreicht haben. Allerdings konnte Amazon auch schon mehr als eine Million E-Reader verkaufen. In Deutschland gilt eher das Motto: auch Zwerge fangen klein an. Weltbild etwa prahlte vor kurzem damit, im Jahr 2009 etwa 10.000 E-Reader abgesetzt zu haben. Selbst wenn Libris Reader-Verkäufe das zwei- oder dreifache ausmachen würden, läge die Zahl der hierzulande genutzten E-Reader wohl noch weit unterhalb der 100.000er-Grenze. Damit dürften bis auf weiteres nicht E-Reader, sondern PCs, Netbooks und Smartphones die wichtigsten elektronischen Leseplattformen des Leseländles bleiben. Zum Vergleich: Laut iphonemeter wurden bisher in Deutschland bisher schon mehr als 800.000 iPhones verkauft. Rechnet man noch eine sechsstellige Zahl an iPod Touch-Geräten hinzu, ist also alleine das hiesige Potential an mobilen Geräten mit iPhone-OS so groß wie das Kindle-Potential in den USA. Insofern ist es fast konsequent, dass es von txtr – Deutschlands größter E-Reader-Hoffnung – bisher zwar eine iPhone-App gibt, aber noch kein lieferbares Lesegerät.