Neue Readbox-Zahlen: E-Book-Bundling, In-Book-Marketing & Leseproben treiben Verlagsumsätze

readbox-zahlen-2016Automatisierte Marketing- und Vertriebsmethoden sind das Spezialgebiet von Readbox Publishing – und die aktuellen Zahlen des Dortmunder Verlagsdienstleisters für 2016 zeigen, wie effektiv Verlage auf diesem Weg tatsächlich ihre E-Book-Umsätze erhöhen können. Die via Browser bedienbare Verlagssoftware „meine.readbox“ hält diverse Marketing-Instrumente bereit – darunter das Erstellen und versenden von Leseproben über diverse Kanäle, sowohl als E-Book-Datei wie auch als Webansicht. Ein mächtiges Instrument, wie die Zahlen aus 2016 zeigen: „Fast 85 Prozent der Empfänger einer Leseprobe haben auch tatsächlich begonnen, die Leseprobe zu lesen. 14 Prozent der Leser, die eine Leseprobe geöffnet haben, klickten auch auf den eingebetteten Kauflink“, berichtet Readbox. Ein besonders wirksamer Kanal dabei ist offenbar Facebook: hier lag die Durchklickrate – d.h. Klick auf den Kauflink in der Leseprobe — sogar bei 24 Prozent.

In-Book-Marketing für Books & Non-Books

Sehr wirkungsvoll ist auch das „In-Book-Marketing“ – mit diesem Tool lassen sich dynamische Leseempfehlungen in Neuerscheinungen wie auch Bestandstitel integrieren – und sind innerhalb von 24 Stunden in allen lieferbaren Titeln sichtbar. „Überlassen Sie nicht den Händlern, welche Titel Ihrer Zielgruppe empfohlen werden“, bewirbt Readbox diese Möglichkeit. Wohl zurecht. Die Konversionrate bei solchen elektronischen „Verlagsanzeigen“ liegt immerhin bei fast acht Prozent – verkauft werden auf diese Weise übrigens zu 25 Prozent auch Non-Book-Artikel von der Playstation bis zum Ofenrohr.

Aus alt mach neu: Bundling boostet Backlist

Spannend für Marketing-Experten ist erst recht die Option, E-Book-Bundles zu erzeugen, um Backlist-Titel in geballter Form neu unter die Leute zu bringen. „Der Umsatz der gebündelt vermarkteten Produkte hat sich im Durchschnitt um das 21-Fache erhöht“, berichtet Readbox. Einzelne Verlage hätten mit einer relativ geringen Zahl von Bundles mittlere fünfstellige Verkaufszahlen erzielt. Der „Bundle Creator“ von Readbox übernimmt nicht nur das Zusammenfügen der Texte, sondern sorgt auch für die Anpassung der Metadaten.

Durchschnittspreis bei sechs Euro

Insgesamt wurden von Readbox im letzten Jahr 1,79 Mio. Titel ausgeliefert (Titelbestand ingesamt: ca. 12 Mio.), die größten Umsätze erzielten die Publisher via Amazon (55 Prozent) und die Tolino-Plattform (23 Prozent), der Durchschnittspreis pro E-Book betrug bemerkenswerterweise knapp 6 Euro. Zu den Kunden von Readbox gehören u.a. große Verlage wie BasteiLübbe, Carlsen und Harper Collins.

Siehe auch die Readbox-Infografik bei infogr.am

Von High Fantasy bis Horror: Nautilus-Shortlist benennt zwölf Indie-Finalisten

Langer Titel, kurze Liste: Der „Self-Publisher-E-Book-Leseproben“-Wettbewerb von Nautilus geht in die zweite Runde – zwölf deutschsprachige Indie-AutorInnen haben es in die Shortlist geschafft, darunter Susanne Gerdom („Der Blaue Tod“), Markus Tillmanns („Teufel“) und Simone Keil („Patient Zweiundvierzig“). Die eingereichten Leseproben wurden anonymisiert und allein auf der Basis der Qualität der Texte von einer Experten-Jury aus Fantasy-Autoren, Büchermachern, Journalisten und Bloggern bewertet. Im nächsten Schritt werden nun drei Sieger ausgewählt, deren Leseproben dann in den kommenden Ausgaben des Magazins für Abenteuer und Phantastik veröffentlicht werden.

Das Who is Who der deutschen Indie-Phantastik

Das Spektrum der Shortlist (komplette Liste siehe unten) reicht von Fantasy, High Fantasy, Weird Fantasy und Steampunk bis zu Mystery und Horror: „Die Romane belegen damit die Vielfalt und Eigenständigkeit der deutschsprachigen Independent-Phantastik“, so Nautilus-Chefredakteur Jürgen Pirner, der den Wettbewerb organisiert hat. „Unabhängig von den Programmen der etablierten Buchverlage und des Mainstreams zeigen hier zwölf Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihren Mut, neue und frische Geschichten zu erzählen“, so Pirner. Neun der zwölf Shortlist-Titel sind bereits veröffentlicht und via Kindle Shop lieferbar.

Nautilus-Magazin liebt’s crossmedial

Das vom Abenteuer Medien Verlag herausgegebene Magazin „Nautilus“ möchte nicht nur inhaltlich das gesamte Phantastik-Genre abdecken, auch medial wird von Kino/DVD über Roman und Hörbuch bis zu Online-Rollenspielen der gesamte Markt berücksichtigt. Die monatlich erscheinende Zeitschrift gibt es klassisch auf Papier, daneben kann man via Nautilus-App für Apple und Android die Inhalte auf Tablet und Smartphone konsumieren. Das jeweils aktuelle Heft lässt sich zudem auch online durchblättern.

Hier die komplette Nautilus-Shortlist: