Science-Thriller & Katzen-Krimi: Jury & Community küren Indie-Autor-Preisträgerinnen mit Schwerpunkt Spannung

indie-autor-preis-2018-winner-300x300Der Indie Autor Preis 2018 hatte einen Schwerpunkt: Krimi und Thriller – und knapp 170 AutorInnen hatten ihre dazu passenden Romane in den Ring geworfen. Erst gab’s eine Shortlist mit fünf Titeln, dann startete die Endrunde. Auf der Leipziger Buchmesse gab man Ende letzte Woche nun die Entscheidung für den Jury- wie auch und Community-Preis bekannt: Ausgezeichnet wurden die Self-Publishing-Autorinnen Solveig Engel und Marianne Kaindl.

„Solveig Engel weiß, wovon sie erzählt“

Solveig Engel gewinnt den mit unter anderem 3.000 Euro dotierten Jury-Preis mit ihrem Titel “Neondunkel”. In ihrem Thriller geht es um die Physikerin Dr. Melanie Glanz, die dem Tod ihrer Mentoren auf die Spur kommt und dabei in einen Strudel aus Leistungsdruck, Schuldgefühlen und Angst gerät. Engel hat selbst Physik studiert, am TRIUMF-Lab promoviert und nebenbei für Spektrum der Wissenschaft geschrieben.

„Man merkt dem Roman an, dass Solveig Engel weiß, wovon sie erzählt.“, so Jens J. Kramer, einer der Juroren des Indie Autor Preises. „Neondunkel ist kein Actionthriller, sondern ein präzise gezeichneter Psychothriller, der einer klaren Linie folgt und sich auf das Innere der Erzählerin konzentriert.“

Community-Voting für „Sechs Katzen & ein Todesfall“

Marianne Kaindl gewann mit “Sechs Katzen und ein Todesfall” das Community-Voting und erhält unter anderem ein Mediapaket für lovelybooks. Der Indie-Autor-Preis wird organisiert von der Self-Publishing-Plattform neobooks und der Leipziger Buchmesse — und fand in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Thematische Schwerpunkt gibt es seit letztem Jahr, den Anfang machte das Romance-Genre.

Nackte Hasen-Skandal: Buchmesse-Chef stellt sich hinter Cosplayer-Szene

lbm17-cosplayer-szeneWäre Leipzig noch eine Messe wert ohne handfesten Skandal? Diese Frage müssen wir uns in diesem Jahr zum Glück nicht stellen, denn die #LBM17 hat uns ex post noch eine wunderschöne Posse beschert – die „halbnackte Hasen“-Affäre. Im Fokus: die Kollision zwischen kulturkonservativen Buchstabenlesern und progressiven Comicfans. Darf die Buchmesse kein Ort für nackte Hasen sein?

Cosplayer-Szene mit messeweiter Präsenz

Dass die Buchmesse in Leipzig jedes Jahr neue Besucherrekorde feiert (diesmal: 280.000), hat ja u.a. damit zu tun, dass sie sich erfolgreich als Besucher- und Lesermesse vermarktet, u.a. mit populärkulturellem Schwerpunkt: auf der parallel stattfindenden Manga-Comic-Con unterm großen Glasdach geht’s um Mangas, Comics und Graphic Novels.

Das erkennt man schon von weitem an dem bunten Völkchen aus der Cosplayer-Szene – die als Comicfiguren verkleideten Leute tummeln sich nicht nur auf der Comic-Con selbst, sondern in allen Messehallen. Das wiederum hat den Unmut von WDR-Literaturedakteur Carsten Otte erregt. Es könne doch nicht sein, dass etwa eine türkische Autorin zur politischen Lage in ihrem Land interviewt werde und derweil „halbnackte Hasen und düstere Ritter mit Riesenschwertern“ durch das Bild latschen.

Ernsthafte Aura der Literatur gefährdet?

Doch fühlen sich Journalisten, Verleger und „ernsthaft“ literaturinteressierte Besucher wirklich von Cosplayern gestört? Wird dadurch die Kultur verhöhnt, die geistige Aura verwirbelt? Im MDR-Interview hat Buchmesse-Chef Oliver Zille solche Vorwürfe jetzt zurückgewiesen – die Messe sei eben repräsentativ für den Buchmarkt: „Manga und Comic gehören dazu und bunt kostümierte eben auch.“

Man dürfe zudem auch kostümierten Menschen „unterstellen, dass sie politisch interessiert seien“. Das sehe man im übrigen auch daran, dass sie in verschiedenen Veranstaltungsformaten auftauchen würden (siehe auch das offizielle Statement der Buchmesse-Organisatoren). Mit den Worten von SPON-Kolumnistin Margarete Stokowski gesagt: auch nackte Hasen können politisch sein.

„Schmutz & Schund“ ist passé

Fast fühlt man sich beim „nackten Hasen“-Skandal an die unsäglich-urdeutschen Debatte rund um „Schmutz- und Schundliteratur“ erinnert, die speziell Comics betraf, und die Entwicklung einer nationalen Comic-Kultur (anders als etwa in Frankreich/Belgien oder USA/UK) lange Zeit ausgebremst hat. Die überwiegend ablehnenden Reaktionen auf Ottes Kritik zeigen jedoch zugleich: diese Zeiten sind endgültig vorbei.

Abb.: (c) Manga-Comic-Con

Für Buchblogger, Booktuber, Bookstagramer: Leipzig lädt zur „buchmesse:blogger session 17“

buchmesse-bloggerkonferenzSie können nicht schweigen, wenn der Roman (oder der Klappentext) zu Ende ist: immer mehr Buchblogger, Booktuber und Bookstagrammer erreichen mit ihren digital verbreiteten Lektüreerfahrungen an ein wachsendes Publikum — und machen dem klassischen Feuilleton kräftig Konkurrenz. Manchmal wird aus dem Hobby sogar ein lukratives Geschäftsmodell, und der Buchblogger selbst zum Star, über den das Feuilleton schreibt.

FAZ-Literaturchef blickt auf Bloggerszene

Grund genug für die Leipziger Buchmesse, auch diese neue Zielgruppe zu bedienen — zum zweiten Mal findet zu diesem Zweck 2017 in den Messehallen mit den „buchmesse:blogger sessions“ eine veritable Bloggerkonferenz statt. Zum Auftakt sogar mit einer Keynote von FAZ-Feuilletonchef Andreas Platthaus, der laut Veranstaltungs-Ankündigung „einen Blick von außen auf die vielfältige deutsche Bloggerszene“ werfen soll.

Warum über Bücher bloggen?

Ansonsten kommen aber vor allem Experten zu Wort, darunter auch die bloggenden Bibliophilen selbst – unter der Überschrift „Warum über Bücher bloggen“ berichten BloggerInnen wie Bozena Anna Badura (dasdebuet.com), Mareike Krause (Mareikes Bücher) oder Jochen Kienbaum (lustauflesen.de) über ihre Erfahrungen „klassischen Buchblogs“. Rechtsanwalt und Blogger Tilman Winterling gibt eine Einführung in Themen wie Presserecht, Datenschutz, Kooperationen und Werbung.

Sichtbarkeit, Reichweite, Geld

Im Gespräch „Mehr als bloggen!“ geht’s dann um das Thema Sichtbarkeit, Reichweite und den Nutzen neuer Formate, u.a. mit dem Podcaster Señor Rolando (Büchergefahr) und die Bookstagramerin Katja Murschel (@minasmorgulbooks). Ein Workshop von Lovelybooks gibt Tipps zur Reichweiten-Analyse und SEO-Optimierung.

Am Ende wird dann noch mal konkret über Geld geredet: Unter der Überschrift „Werbeagentur, Kulturjournalismus oder Hobby – Geld verdienen mit Blogs?“ blicken Experten wie der Straßenpoet Fabian Neidhard (mokita.de) oder Wolfgang Tischer (literaturcafe.de) auf die verschiedenen Monetarisierungsmodelle, die für Buchblogger in Frage kommen.

Tickets ab jetzt buchbar

Tickets für die buchmesse: blogger sessions 2017 sind ab sofort im Online-Ticketshop der Leipziger Buchmesse erhältlich. Bereits akkreditierte Blogger können noch bis zum 26. Februar ein Ticket für 42,00 Euro (danach 49 Euro) buchen.

Indie-Autor-Preis 2017: 100.000 Zeichen Herzschmerz für Leipzig gesucht

indie-autor-preis-2017Ein neues Jahr, ein neuer Indie-Autor-Preis — und mit neuem Schwerpunkt: gesucht werden diesmal E-Books von AutorInnen, die rund um das Genre Romance bzw. Unterhaltung kreisen. Wer an dem von neobooks und der Leipziger Buchmesse veranstalteten Literatur-Wettbewerb teilnehmen möchte, hat noch bis 31.01. Zeit, mindestens 100.000 Zeichen Herzschmerz im epub-Format einzureichen. Dafür winken dann 3.000 Euro Preisgeld, ein Verlagsvertrag bei feelings – emotional ebooks, sowie viel Publicity u.a. bei Lesungen im Rahmen der Langen Leipziger Lesenacht.

Letztes Jahr stand Fantasy im Fokus

Schon zum zweiten Mal steht damit eins der populären Genres im Vordergrund, die zum Erfolg der Self-Publishing-Literatur maßgeblich beigetragen haben — im letzten Jahr war dieses Indie-Autor-Preis-Konzept erstmals im Zeichen der Fantasy getestet worden, in Kooperation mit dem Fantasy-Literaturpreis SERAPH. Zur Gewinnerin des Jahres erkor man 2016 Hannah Kuhlmann mit „Nachtschatten“.

neobooks-Community wählt Publikumsliebling

Wer dieses Jahr gewinnen möchte, muss sein Buch zuvor auf der zu Droemer-Knaur gehörenden Self-Publishing-Plattform neobooks veröffentlichen (siehe Teilnahmebedingungen). Auch diesmal wird die neobooks-Community aus der von der offiziellen Indie-Preis-Jury bestimmten Shortlist einen „Publikumsliebling“ wählen (letztes Jahr war das Marie Graßhoff mit „Kernstaub“).

Verlags-Profis bestimmen Preisträger

Erstmals bestimmt in diesem Jahr eine „Expertenjury aus renommierten Verlagsvertretern“ aus den Häusern Droemer-Knaur, Ullstein und Holtzbrinck den Preisträger/die Preisträgerin. Mit Isabella Muhr sitzt aber immerhin auch noch eine Verlags- und Indie-Autorin („Blumenzauber“-Serie) im Auswahlgremium. Die Preisverleihung findet am 25. März auf der Leipziger Buchmesse statt.

[Indie-Lounge extra] „24 Autoren – 24 Stunden“ startet – Interview mit Michael Meisheit

24stunden-24autoren-leipziger-buchmesseHeute wurde auf der Leipziger Buchmesse das Ergebnis eines literarischen Experiments vorgestellt: „24 Stunden – 24 Autoren“. Der Titel dieses Buchs ist Programm: Vierundzwanzig der erfolgreichsten unabhängigen Autorinnen und Autoren haben sich zusammengefunden und in Eigenregie ihre Figuren, ihr Können und ihre Ideen zu einem Feuerwerk an spannenden, witzigen oder gefühlvollen Geschichten verbunden. Maßgeblichen Anteil an der Realisierung hatte Michael Meisheit, bekannt als Drehbuchautor der Lindenstraße und als erfolgreicher Buchautor unter dem Pseudonym Vanessa Mansini.

Klaus Seibel: Michael, wie ist die ausgefallene Idee zu einem gemeinsamen Buch entstanden?

Michael Meisheit: Sie lag in der Luft. Durch die letztjährigen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt haben sich eine ganze Reihe von Autoren persönlich kennengelernt und auch angefreundet. Über Facebook stehen wir im regelmäßigen Austausch und dass man „mal etwas zusammen machen müsste“, geisterte immer wieder durch die Runden. Im Sommer letzten Jahres hatte ich bereits die Idee von den 24 Stunden eingebracht, die direkt gut ankam. Nach der Buchmesse in Frankfurt haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht.

Bücher, in die mehrere Autoren eine kurze Geschichte einbringen, also Anthologien, gibt es häufig. „24 Stunden – 24 Autoren“ ist anders, ein echtes literarisches Experiment. Was ist der besondere Kick?

Zweierlei ist sehr ungewöhnlich und in meinen Augen so noch nicht da gewesen: Erstens hat jeder Autor seine bekannten Hauptfiguren aus anderen Werken mitgebracht, also existierende fiktionale Charaktere, die den Lesern vertraut sind und teilweise schon über viele Romane hinweg eine komplexe Persönlichkeit entwickelt haben. Dadurch lag es nahe, als Setting ein Hotel zu wählen, in dem all diese Figuren aus den unterschiedlichsten Gründen auftauchen konnten. Und der zweite Clou war: Jeder sollte in „seinem“ Genre schreiben, in dem Stil, den er und auch seine Leser gewohnt sind. So mixen wir in unserem Roman also Krimi mit Liebesroman, Fantasy mit Thriller, Science Fiction mit Humor. Wir wechseln auch munter bei der Erzählperspektive oder sogar in der Zeitform. Dadurch wird jedes Kapitel – auch wenn es sich in ein großes Ganzes einfügt – tatsächlich ein wiedererkennbares Werk des entsprechenden Autors.

Die Auswahl der Autoren war kein Zufall. Welche Kriterien gab es?

Abgesehen davon, dass wir eine gewisse Vielfalt an Genres und Autorenpersönlichkeiten haben wollten, gab es vor allem ein Kriterium: Es sollten erfahrene Selfpublisher sein, die mit ihren bisherigen Büchern bereits viele Leser gefunden hatten. Es ist kein Autor dabei, der nicht schon mit einem Buch in den Top 100 der Kindle-Charts gewesen ist. Viele sind sehr erfolgreiche Bestsellerautoren. Wir haben einmal zusammengerechnet, was jeder so bisher in seiner Karriere verkauft hat, und sind auf über sechs Millionen Bücher gekommen.

Vierundzwanzig erfolgreiche Selfpublisher, die bewusst unabhängig und oft auch Individualisten sind; sie kennen sich teilweise nur über Internet; sie schreiben normalerweise Bücher, die genauso verschieden sind wie die Autoren; und dann haben sie bloß zwei Monate Zeit. Aus diesen Zutaten ein gemeinsames Buch zu machen, klingt utopisch. Du hast die Sache in die Hand genommen. Was waren deine größten Herausforderungen?

Man wird es kaum glauben, aber die eher technischen Fragen waren weit schwieriger zu lösen als die inhaltliche Arbeit. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass wir jedem Autor größtmögliche Freiheit in seinem Kapitel gegeben haben. Jeder hatte eine Vorgabe in Bezug auf den roten Faden, aber was er daraus gemacht hat, wurde akzeptiert, wie es war. Es gab ein externes Lektorat und natürlich auch hier und da Vorschläge, etwas anders zu machen, aber niemand wurde gedrängt, dies auch umzusetzen – so lange die große Geschichte nicht fehlerhaft wurde. Und gerade, was die Abstimmung zwischen den Kapiteln anging, waren alle sehr eifrig und hatten erkennbar Spaß daran, noch einmal Figuren der anderen bei sich auftauchen zu lassen oder ähnliches. Schwieriger war es dann schon, sich auf ein Cover zu einigen, oder in welcher Gesellschaftsform wir das Projekt angehen. Gott sei Dank gibt es in Facebookgruppen aber die Möglichkeit, Abstimmungen abzuhalten – im Zweifel hat dann stets die Mehrheit entschieden.

Was waren die wichtigsten Kriterien für den Erfolg des Projekts?

Ob es ein Erfolg (beim Leser) wird, werden wir ja erst noch sehen. Fürs Gelingen war auf jeden Fall entscheidend, dass wir 24 sehr professionelle Persönlichkeiten zusammengebracht haben, die Deadlines einhalten können, es gewohnt sind, schnell zu reagieren, selbst Aufgaben zu übernehmen und einfach sehr offen sind für Neues. Das ist ja eigentlich die Definition eines erfolgreichen Selfpublishers. Und als jemand, der aus der Arbeit bei Fernsehserien gewohnt ist, mit einem Team von Kreativen zu arbeiten, muss ich sagen, dass es erstaunlich reibungslos geklappt hat, vermeintliche Einzelkämpfer zu einer effektiven Autorengruppen zusammenzuschmieden.

Ein Verlag würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil man das Buch in kein Genre einordnen kann und der Mix abenteuerlich ist. Worauf muss sich der Leser einstellen?

Der Leser kann sich freuen. Wir wussten ja selbst nicht, wie das fertige Buch werden würde, aber haben nun alle einen spannenden Effekt beim Lesen festgestellt, den auch erste Testleser betätigt haben: Der häufige Wechsel der Perspektive und auch der Genres hat einen besonderen Unterhaltungswert, eben weil man denselben Tag immer wieder aus der Sicht anderer Figuren erleben kann, die alle auch noch ihren eigenen Hintergrund mitbringen. Es ist ein sehr kurzweiliges Buch, das für Krimileser auf jeden Fall funktioniert, aber mit Leichtigkeit und Humor auch in andere Welten entführt. Ich selbst habe dabei echt einige Entdeckungen bei Kollegen gemacht und mir gleich ihre anderen Bücher zugelegt …

Parallel zu dem Buch haben die Autoren ein hundertseitiges Messemagazin erstellt und einen großen Stand mit vielfältigem Programm organisiert. Solch eine Leistung war man bisher nur von Verlagen gewohnt. Müssen Verlage jetzt zittern, weil man sich ganz offensichtlich auch ohne sie professionell aufstellen kann?

Zittern vielleicht nicht, aber es findet derzeit ein Paradigmenwechsel statt. Der Autor kann sehr viel mehr selbst machen. Er hat durch „kurze Wege“ und fehlende Bürokratie sogar deutliche Vorteile gegenüber eher schwerfälligen Verlagen. Und erstmals auch die Möglichkeit, jenseits von Vorschüssen und Spiegelbestsellerliste vom Schreiben zu leben – die Autoren des Gemeinschaftsprojektes und des Standes sind allesamt Beispiele dafür. Trotzdem eint auch uns: Wir wollen vor allem schreiben und nicht so sehr mit Messeveranstaltern über die richtigen Parkausweise diskutieren oder einen Crashkurs in Messebau absolvieren. Verlage, die klug genug sind, Autoren auf Augenhöhe mit guten Angeboten (und viel Freiraum) zu begegnen, könnten eigentlich von der derzeitigen Situation eher profitieren. Aber es kommt natürlich immer darauf an, wie offen man für neue Wege ist …

Das gemeinsame Buch wird von Amazon beworben, es gibt sogar eine besondere Veranstaltung. Warum gerade mit Amazon?

Alle am Projekt teilnehmenden Autoren haben hauptsächlich durch Amazon Erfolge feiern können. Es ist also sozusagen der natürliche Lebensraum für dieses Buch. Amazon hat auch heute noch die größte Reichweite bei den für uns so wichtigen eBook-Lesern und vor allem das beste Angebot an Selfpublisher. Die Plattform bietet in Sachen Sichtbarkeit Möglichkeiten, die es sonst nirgendwo gibt. Und Amazon Deutschland pflegt mit uns Autoren eine Zusammenarbeit auf besagter Augenhöhe – es kommen Angebote, die einem wirklich weiterhelfen.

„24 Stunden – 24 Autoren“ ist exklusiv über Amazon zu bekommen, genauso wie viele andere Bücher der beteiligten Autoren. Schade für die Leser, denen Bestseller quasi vorenthalten werden, weil sie einen anderen Reader haben. Ist hier Änderung in Sicht? Was steht einer Änderung im Weg?

Änderung daran ist vor allem dann möglich, wenn andere Anbieter vergleichbar gute Angebote an Selfpublisher machen würden. Aber viele Shops haben nicht einmal Ansprechpartner für unabhängige Autoren geschweige denn, dass man über sie Werbemaßnahmen für die eigenen Bücher bekommen kann. Derzeit ist etwas Bewegung in die Sache gekommen, besonders Apple entwickelt sich interessant und das wird von uns Autoren auch wohlwollend beobachtet oder gar getestet. Denn auch für uns wäre es natürlich toll, wenn es Alternativen zu Amazon gäbe – Konkurrenz belebt das Geschäft.

Eine Gruppe der besten unabhängigen Autoren hat mit ihrem gemeinsamen Buch und dem Stand ein beeindruckendes Zeichen gesetzt. Wie wird es jetzt weitergehen? Was wünschst du dir für die Zukunft?

Erst einmal wünsche ich mir, dass möglichst viele Leserinnen und Leser uns an unserem Stand auf der Leipziger Buchmesse („Lieblingsautoren“, Halle 5, B206) besuchen und mit uns ins Gespräch kommen. Man wird dort auch „24 Stunden – 24 Autoren“ als Taschenbuch erstehen können und mal sehen, wer es schafft, es von allen Autoren signiert zu bekommen. Für die Zukunft hoffe ich, dass es weiterhin eine so schöne und für alle fruchtbare Vernetzung der unabhängigen Autoren gibt – dann sind noch viele, viele spannende Projekte vorstellbar, mit der wir die Buchwelt ein wenig auf den Kopf stellen können …

Michael, einen herzlichen Dank für deine Antworten. Und mögen deine Wünsche in Erfüllung gehen.

Farina de Waard auf Platz #1: neobooks gibt Gewinner des Indie-Autor-Preises 2015 bekannt

indie-autor-preis-2015Zum dritten Mal wurde anlässlich der Leipziger Buchmesse der Indie-Autor-Preis vergeben – die Preisträger in diesem Jahr sind: Farina de Waard (Zähmung), Philip Meinhold (O Jugend, O Westberlin) sowie Mikki H. (Pilluralli). Aus der Shortlist kürten über 10.000 Leser zudem die Siegerin des „Community-Preises“: Mona Kasten und ihren Roman „Schattentraum: Hinter der Finsternis“.

Besonders beeindruckt war die Jury von Farina de Waards Fantasy-Roman „Zähmung – Das Vermächtnis der Wölfe“: „Inhalt, Gestaltung und nachhaltiges Marketing – bei „Zähmung“ von Farina de Waard lesen und erleben wir ein stimmiges und spannendes Gesamtkonzept.“

Punkten konnte aber auch Philip Meinhold mit seinem Erinnerungsbuch „O Jugend, O West-Berlin“: „Gemäß einer Sentenz von Alexander Kluge, nach der nicht nur Menschen sondern auch Gegenstände und Landschaften Lebensläufe haben, spiegeln sich in seinen Texten vier Jahrzehnte persönliche Geschichte und Westberliner Lebensgefühl“, so die Jury.

Mikki H.s Text „Pillurallie“ überzeugte als ein „eindrucks- und stimmungsvoller Roman, mit dem der Autor eine klar definierten Zielgruppe mit kreativen Marketingmaßnahmen anspricht.“

Veranstaltet wird der Indie-Autor-Preis von neobooks und der Leipziger Buchmesse. Die Titelvorschläge können von den Autoren selbst, aber auch von Lesern eingereicht werden. Ein Literaturpreis im herkömmlichen Sinne ist der Indie-Autor-Preis nicht, denn Self-Publisher müssen sich schließlich um weitaus mehr kümmern als nur um den Text selbst: zu den Kriterien zählen neben der inhaltliche Qualität der eingereichten Werke deswegen auch das erfolgreiche Gesamtpaket aus Produkt, Marketing- und Vertriebsmaßnahmen.

Die Preisverleihung des Indie-Autor-Preises 2015 findet statt am Samstag, 14. März 2015 um12:00 Uhr (Forum autoren@leipzig, Halle 5)

[Indie-Lounge Extra] Triff deinen Autor – auf der Leipziger Buchmesse

lieblingsautoren-auf-der-leipziger-buchmesseIn den letzten Jahren hat die Indie-Lounge viele TOP-Autoren vorgestellt. Jetzt gibt es eine besondere Gelegenheit: Triff deinen Autor – persönlich! Auf der Leipziger Buchmesse (12. – 15. März 2015) ist es möglich. Dort haben sich unter dem Logo „Lieblingsautoren“ über zwanzig Bestseller-Autoren zusammengetan und machen einen eigenen Stand. Darunter sind viele, die Sie aus der Indie-Lounge kennen: Béla Bolten, Marcus Hünnebeck, Marah Woolf, Elke Bergsma, BC Schiller, Catherine Shepherd, Poppy J. Anderson, Matthias Matting, Hanni Münzer, Michael Meisheit (alias Vanessa Mansini), Nika Lubitsch, und ich werde auch dabei sein. Darüber hinaus sind noch weitere phantastische Autoren mit von der Partie. Wer sie schon mal per Foto sehen möchte, findet sie auf www.lieblingsautoren.org.

Und hier ist der Terminkalender:

Zeit: 12. – 15. März — Ort: Halle 5, Stand B206

Donnerstag
10 – 11 Uhr Kick-off-Veranstaltung der Lieblingsautoren
11 – 12 Uhr Buchpräsentation „24 Stunden – 24 Autoren“
16 – 17 Uhr Matthias Matting, Selfpublisher-Beratung
 
Freitag
10 – 11 Uhr Johannes Zum Winkel, Präsentation XTME
11 – 12 Uhr Matthias Matting, Selfpublisher-Beratung
12 – 13 Uhr Poppy J. Anderson und Hannah Kaiser
13 – 14 Uhr Marcus Hünnebeck und Nika Lubitsch
14 – 15 Uhr Elke Bergsma und Béla Bolten
15 – 16 Uhr Catherine Shepherd und B.C.Schiller
 
Samstag
10 – 11 Uhr Johannes Zum Winkel Präsentation XTME
11 – 12 Uhr Karola Löwenstein, Hannah Siebern, Daphne Unruh und Marah Woolf
13 – 14 Uhr Johannes Zum Winkel Präsentation XTME
14 – 15 Uhr Katelyn Faith, Melanie Hinz und Karola Löwenstein
15 – 16 Uhr Hannah Kaiser, Petra Röder und Kirsten Wendt
16 – 17 Uhr Poppy J. Anderson, Vanessa Mansini und Babsy Tom
 
Sonntag
10 – 11 Uhr Poppy J. Anderson
11 – 12 Uhr Elke Bergsma, Béla Bolten, David Gray, Marcus Hünnebeck, Nika Lubitsch, Matthias Matting, Catherine Shepherd
12 – 13 Uhr Katelyn Faith und Petra Röder
13 – 14 Uhr Vanessa Mansini und Klaus Seibel
16 – 18 Uhr Buchverkauf mit großer Tombola

Aber auch, wenn Ihr Lieblingsautor gerade nicht am Stand ist, lohnt sich ein Besuch. Irgendein Autor ist bestimmt da – und es ist garantiert ein Bestseller-Autor. Wo kann man schon so unkompliziert Autoren begegnen, die hunderttausende Bücher verkaufen? Und ein attraktives Gewinnspiel gibt es selbstverständlich auch. Besuchen Sie uns!

„Pyrus“ gibt dem Kindle Zunder: Trekstor erweitert Reader-Palette mit E-Ink-Gerät

Trekstor setzt in Zukunft auch auf E-Ink – mit dem Pyrus präsentiert das deutsche Unternehmen auf der Leipziger Buchmesse ein neues 6-Zoll-Gerät. Nicht nur das schwarze Kunststoff-Design des Readers lehnt sich an Trekstors E-Book-Player-Serie an – ähnlich wie die Low-Cost-LCD-Geräte hat auch der Pyrus lediglich einen USB-Port, drahtloses Shoppen im E-Store fällt also flach. Dank einer internen Speicherkapazität von 4 GB sollen bis zu 4.000 Bücher auf den Reader passen, über den externen SD-Kartenslot kommen nochmal externe 32 Gigabyte hinzu. Die Display-Auflösung von 600×800 Pixeln entspricht den meisten anderen 6-Zoll-Readern auf dem Markt, das Gewicht von knapp über 200 Gramm liegt ebenfalls im Durchschnitt. Bedient wird der Pyrus über Richtungs- und Auswahlbuttons direkt unter dem Display, am linken und rechten Gehäuserand befinden sich zudem Umblätter-Tasten. Lesen lassen sich mit dem Pyrus neben E-Books im epub- und PDF-Format auch HTML, RTF und TXT-Dateien. Die Menüführung ist international, wählbar ist u.a. auch Deutsch.

„Für beste Lesbarkeit & lange Akkulaufzeit“

Mit dem Pyrus erweitert sich Trekstors Palette erstmals um ein Gerät mit reflexivem Display. Bisher hat sich das Unternehmen vor allen mit „Preisbrechern“ wie dem Weltbild-Reader einen Namen gemacht – einem Farb-LCD-Gerät, das bereits 59 Euro verkauft wird. Auch das in vielen Buchhandlungen angebotene Low-Cost-Lesetablet Liro Color stammt aus dem Hause Trekstor. Gerade im Weihnachtsgeschäft erwiesen sich die Geräte trotz eher geringer Performance und kurzer Akkulaufzeit als Kassenschlager. In den kommenden Monaten könnte Weltbild nun also – genauso wie so manche Elektronikfachmarkt-Kette – mit dem E-Ink-Reader der Konkurrenz Paroli bieten. Schon der Name weist auf den Hauptgegner hin – Pyrus kommt von griechisch „Feuer“ – und ist wohl als Anspielung auf Amazons Kindle gedacht (to kindle=Feuer anfachen). Das Pricing dürfte angesichts der technischen Ausstattung irgendwo zwischen Liro Color (99 Euro) und dem günstigstem E-Book-Player (59 Euro) angesetzt werden – und könnte in der Branche einen neuen Preisrutsch auslösen.

E-Book-Hitparade 2.0: Mediacontrol relauncht regelmäßige Bestsellerliste

Der E-Book-Markt in Deutschland nimmt langsam Fahrt auf – ein Marktanteil um 1 Prozent ermöglicht nun offenbar auch eine ausreichende Datenbasis für regelmäßige Bestseller-Listen. Auf der Leipziger Buchmesse stellte Mediacontrol/GfK jetzt das neue Ranking vor: „Nach längerem Testvorlauf können wir jetzt verlässlich eine Rangfolge der meistverkauften E-Books erstellen“, so Mediacontrol-Geschäftsführererin Ulrike Altig. An der Spitze stehen Charlotte Links „Beobachter“, „Verderben“ von Patricia Cornwell sowie Jonas Jonassons „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg“ Zu sehen bekommt man die elektronische Top 20 zukünftig an prominenter Stelle – neben die Hardcover- und Taschenbuch-Bestsellerliste von Spiegel Online tritt nun nämlich eine E-Book-Liste. Ermittelt wird die jeweilige Abfolge auf Grundlage von Verkaufszahlen wichtiger Online-Portale.

Von der Hitparade zur Bestseller-Liste

Ein erster Anlauf der GfK war bereits im Herbst 2010 erfolgt, dann jedoch wegen zu geringer Umsatzzahlen gleich wieder abgebrochen worden. „Die erste deutsche E-Book-Hitparade ist da!“, titelte ein Berliner Boulevardblatt damals. Da ist auch immer noch was dran. Die GfK-Tochter Mediacontrol hat nämlich in den Siebziger Jahren mal mit Musik-Charts angefangen. Später kamen Computer-Spiel-Charts, Klingelton-Charts und schließlich sogar Filesharing-Charts dazu. Wie wichtig mittlerweile das Internet für Bestseller-Listen ist, zeigt die gute alte Hitparade selbst. Dort zählen seit 2007 nicht nur verkaufte Tonträger, sondern auch digitale Downloads. Für E-Books fehlte ein einheitliches Ranking bisher allerdings – Portale wie Amazon, Thalia oder iBooks haben jeweils ihre eigenen Charts produziert.

Mediacontrol legt neue Zahlen zum E-Book-Handel vor

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse hat Mediacontrol auch neue Zahlen zum E-Book-Business in Deutschland vorgelegt. Demnach haben die Bundesbürger im Jahr 2011 38 Millionen Euro für elektronischen Lesestoff ausgegeben (exklusive Schulbücher und Fachliteratur), insgesamt wurden 4,7 Millionen Bücher kostenpflichtig heruntergeladen. Beliebtestes Genre ist Belletristik – wie man der aktuellen Bestseller-Liste (s.u.) ansehen kann, werden dabei besonders häufig Thriller und Fantasy-Romane heruntergeladen. Glaubt man den Zahlen der GfK, bleibt elektronisches Lesen allerdings ein Nischenvergnügen. Nur 1,2 Prozent der Privatpersonen über 10 Jahre sollen im Erhebungszeitram E-Books gekauft haben, der Anteil von E-Books am gesamten Download-Markt (inkl. Musik, Games & Software) liegt immerhin schon bei fast zehn Prozent. Einer repräsentativen Studie der Uni Hamburg zufolge liest allerdings bereits knapp ein Viertel der Deutschen elektronisch, wenn man bezahlte und kostenlose Downloads zusammenrechnet. Die Zahl der E-Reader liegt mittlerweile bei 1,6 Millionen, rechnet man lesefähige Tablets hinzu, kommt man auf 3,2 Millionen Lesegeräte.

Bestseller-Liste Belletristik

1. Der Beobachter (Charlotte Link)
2. Verderben (Patricia Cornwell)
3. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (Jonas Jonasson)
4. Der Junge, der Träume schenkte (Luca Di Fulvio)
5. Erlösung ( Jussi Adler-Olsen)
6. Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner (Kerstin Gier)
7. Eine unbeliebte Frau (Nele Neuhaus)
8. Eragon. Das Erbe der Macht (Christopher Paolini)
9. Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter (Christopher Paolini)
10. Erbarmen ( Jussi Adler-Olsen)

Abb.: EVRT Studio/flickr

E-Books zum Anfassen: eBookCards als clevere Lösung für stationären Handel

Anders als E-Reader werden E-Books werden bisher ausschließlich online verkauft – zum Leidwesen des stationionären Buchhandels, die damit noch mehr Kunden an Online-Portale verlieren. Das Problem liegt auf der Hand: man kann E-Books nicht in der Plastiktüte (oder im Jutebeutel) nach Hause tragen. Mit eBookCards könnte das nun anders werden. „eBookCards sind die ersten eBooks zum Anfassen und Verschenken“, so Thanh Nguyen, der Geschäftsführer des Web-2.0-Verlages EPIDU. „Verlage, Buchhandlungen und Leser werden gleichermaßen von diesem Produkt profitieren.“ Hinter dem Namen eBookCards verbergen sich Klappkarten aus Papier, die mit Buchcover, Info-Texten und einem Download-Code ausgestattet sind. Der lässt sich entweder am PC abtippen oder als QR-Code mit dem Smartphone einscannen.

Ab April gibt’s eBookCards in der Buchhandlung

Für die Bereitstellung der elektronischen Lektüre sorgt Ceebo, die E-Book-Plattform von Mediacontrol. Die Auslieferung der eBookCards in die Buchhandlungen übernimmt der Barsortimenter Umbreit. Die ersten eBookCards werden in den nächsten Tagen auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Ab April kann soll man die Gutscheinkarten dann bereits in ausgewählten Buchhandlungen kaufen können. Zu den teilnehmenden Verlagen gehören etwa Klett-Cotta, Bastei Lübbe, Carl Hanser oder Herder. Technisch unterscheiden die via Code heruntgeladenen E-Books nicht von elektronischer Lektüre, die direkt im E-Store gekauft wird. Auch die eBookCard-Schmöker sind in den meisten Fällen DRM-geschützt, einige der teilnehmenden Verlage bieten jedoch auch E-Books an, die lediglich mit digitalem Wasserzeichen versehen sind.

E-Books anonym kaufen dank Barzahlung

Für die Leser ergibt sich durch eBookCards alleine schon aus Sicht des Datenschutzes eine interessante Alternative – schließlich kann man ein E-Book im Laden bar bezahlen und bleibt gegenüber Buchhandlung bzw. Verlag wie beim Kauf eines Printbuches vollkommen anonym. Abgesehen davon, dass natürlich bei DRM-geschützten E-Books die Nutzerdaten bei Adobe Digital Editions landen. Sinnvoll erscheint zudem die Kombination aus Papier und Download-Code, gerade auch für Kunden, die ein E-Book verschenken möchten. Bisherige Experimente etwa von Libri setzten dagegen auf spezielle Download-Stationen, an denen man in der Buchhandlung E-Books auf einen mitgebrachten USB-Stick übertragen konnte. Das Buch selbst blieb dabei zwangsläufig virtuell, es gab also außer dem Kassenbon nichts zum Anfassen. Noch besser als greifbare eBookCards wäre freilich eine viel naherliegendere Lösung – nämlich Printbücher mit Download-Codes oder Rabatt-Gutscheinen für einen vergünstigten E-Book-Download.

Tipp: auf der Leipziger Buchmesse gibt’s Infos zu eBookCards an den Ständen der Kooperationspartner: EPIDU (Halle 5 B501), ceebo bzw. media control (Halle 5 E517), Umbreit (Halle 3 D205).