Vinde den Fählär: Languagetool.org checkt Rechtschreibung, Grammatik & Stil

beispiel-language-toolOnline-Texte sind meist schnell geschrieben, genauso schnell schleichen aber leider kleine Fehler ein. Wer auf der Suche nach einem kleinen Helferlein ist, das gleichzeitig Rechtschreibung, Grammatik und Stil überprüft, sollte sich mal die kostenlose App „LanguageTool“ anschauen. Es gibt zwar auch mächtige und teure High End-Anwendungen für Verlage, für den korrektiven Hausgebrauch von Autoren, Web-Textern oder Journalisten reicht die auf Java basierende Open-Source-App aber vollkommen aus.

An Language Tool schraubt schon seit zehn Jahren eine internationale Community von Sprach-Enthusiasten und Softwaren-Entwicklern herum, inklusive einer Version für Deutsch. Zum Testen kann man auf languagetool.org einfach einen Text per Copy & Paste ins Eingabefenster werfen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, hat diverse Alternativen zur Auswahl: Als Plugin kann man Language Tool nicht nur im Chrome- und Firefox-Browser nutzen, sondern auch innerhalb der populären Textverarbeitung LibreOffice Writer – das lohnt sich vor allem auch wegen des sehr guten Grammatik-Checks.

Die aktuelle Version von LanguageTool prüft deutsche Texte auf die Einhaltung von mehr als 2.000 definierten Regeln, darunter etwa:
– Fehlendes Komma zwischen Haupt- und Nebensatz,
– Komma bei ‚als‘ mit Komparativ,
– Sätze ohne Verb,
– Wortverwechslungen (Mine/Miene, Saite/Seite etc.),
– Kongruenz von Nominalphrasen, z.B. ‚mein kleiner(kleines) Haus‘
– Wortwiederholung (z.B. ‚als als‘)
usw.

Beanstandete Passagen werden dabei mit drei unterschiedlichen Farben markiert: Rot für Rechtschreibung, Gelb für Grammatik, Blau für stilistische Änderungsvorschläge (z.B. wenn „wie“ anstelle von „als“ verwendet wurde). Auf Wunsch kann man auch die österreichische oder schweizerische Orthographie anwenden. Neue Regeln lassen sich im übrigen recht einfach im XML-Format formulieren.