Prêt-à-porter für’s Kindle: Proporta Ted Baker Hülle im Test

Modefetischisten dürfte der Name „Ted Baker“ bekannt vorkommen. Das britische Label ist auf der Insel momentan sehr beliebt, und entwirft vor allem „Lifestyle-Mode“, also stilechte Kleidung für den Alltag. In Zusammenarbeit mit Proporta hat Ted Baker das textile Produktportfolio jetzt um mehrere Hüllen und Cases für Gadgets aller Art erweitert. Natürlich findet sich in der aktuellen Kollektion auch etwas für Amazons Kindle-Modelle. Wir haben die Kindle Touch Hülle getestet und verraten, was sie taugt und ob sie ihren Preis von knapp 55 Euro auch wert ist.

“No Ordinary Designer“

Ted Baker wirbt mit dem Slogan „No Ordinary Designer“ – die Briten verstehen sich als extravagante Modemacher. Die Kindle-Hülle kommt allerdings zunächst recht unscheinbar daher. Außen ist sie in einem schlichten Schwarz gehalten. Wie man das von Proporta allerdings bereits gewohnt ist, bilden die Nähte einen schönen Kontrast. Die Hülle ist in den Basisfarben Braun und Schwarz erhältlich. Bei der schwarzen Variante sind die Nähte in einem ansehnlichen Blau gehalten. Des weiteren prangt in der unteren rechten Ecke der Ted-Baker-Schriftzug. All das verhilft der Hülle zu einem von außen sehr edlen, aber nicht allzu spektakulären Aussehen. Im Innenteil hat sich der Designer dann allerdings ausgetobt: Auf einem bräunlichen Grund sind blau-weiße Tauben und ebenfalls blaue Querstriche erkennbar. Auf der dem Kindle gegenüberliegenden Seite findet sich ein kleines Fach für Fahrkarten oder ähnliches, dieses ist erneut in Schwarz. Alles in allem gefällt die Hülle durch ihr unorthodoxes und frisches Design. Die Farben bilden einen herrlichen Kontrast.

Proporta verwendet für die Fertigung wie gewohnt hochwertiges Kunstleder. Dieses besitzt keinen störenden Geruch und fühlt sich angenehm an. In der Hülle kommt ein weicher Stoffüberzug zum Einsatz, der den Kindle nicht verkratzen kann und sich beim Lesen ebenfalls angenehm anfühlt. Insgesamt ist die Verarbeitung also auch bei dieser Hülle topp, alle Nähte sind perfekt gearbeitet und die Materialauswahl ist durch die Bank gelungen.

„Always Judge A Book By Its Cover“

„Always judge a book by its cover“: Dieser Satz findet sich auf der Rückseite der Verpackung, und spiegelt auch ein wenig wider, was die Hülle eigentlich nur sein will: Ein Augenschmaus. Das gelingt ihr durchaus. Weitere Funktionen sucht man allerdings vergebens. Der Kindle-Reader wird wie gewohnt mit vier Bändern an den Seiten befestigt und sitzt danach ordentlich in der Hülle. Der Halter für Fahrkarten oder sonstige kleine Zettel ist nett. Ein Schließmechanismus fehlt aber auch dieser Hülle. Das ist gewiss nicht dramatisch, schließlich wird die Hülle kaum von Geisterhand aufspringen. Aber es wird sicherlich die eine oder andere kritische Stimme geben, die für 55 Euro etwas mehr als „nur“ eine sehr schöne Hülle will. Doch so ist das nun mal im Leben: Wer schön sein will, muss leiden. In diesem Fall leidet das Portemonnaie.

Fazit: Schick, aber kein Schnäppchen

Mit der Ted Baker Hülle hat Proporta das Zubehör-Sortiment um ein veritables Objekt der Begierde erweitert. Die Hülle punktet vor allem durch schickes Design und gute Verarbeitung. Mit 55 Euro ist die Hülle aber tatsächlich kein Schnäppchen. Und wer für das Geld mehr Nutzwert erwartet, der muss sich weiter umsehen. Alle anderen können sich an der Ted Baker Hülle für den Kindle bw. den Kindle Touch erfreuen – und vielleicht auch neidische Blicke ernten. Daher vergeben wir 4 von 5 Punkten.

Autor & Copyright: Marc Günther

Kindle ledergebunden & mit Goldprägung: Proporta Folio Case ‚Bookstyle‘ im Test

Bücherwürmer denken beim Wort „Folio“ an Shakespeare-Erstausgaben oder das gleichnamige historische Buchformat, Rückenhöhe: 45 Zentimeter. Das Proporta Folio Case für Amazons Kindle Touch ist deutlich handlicher – doch dank edlem Kunstleder-Design kann es sich durchaus mit klassischer Buchbinde-Kunst messen. Vor allem wegen eines besonderen Hinguckers: Anders als das von uns kürzlich getestete Flip Case hat der britische Zubehör-Spezialist die Außenkante der Folio-Variante nämlich einem klassischen ledernen Buchrücken mit Goldschnitt nachempfunden („modernere“ Designs mit gleichem Innenleben sind aber ebenfalls lieferbar). Ob die knapp 30 Euro teure Hülle halten kann, was sie rein äußerlich verspricht, verrät Ihnen unser Test. (Tipp: Bestellen kann man das Leather Style Folio Case ‚Book‘ via proporta.de nicht nur für das Kindle Touch, sondern auch für das Kindle 4 Basismodell.)

Feuerwerk, Schmetterlinge oder ein Buch

Das Folio Case gibt es in drei verschiedenen Designs: Mit Schmetterlingen, einem Feuerwerk-Muster oder klassisch im Buchstil. Aber egal, für welche der drei Ausführungen man sich entscheidet: Die Materialien und die Verarbeitung sind vergleichbar. So verwendet Proporta auch bei der Book-Style-Hülle eine „hochwertige Alternative zu Leder“. Allerdings ist es dann doch nicht die selbe Ausführung wie beim Flip Case (siehe unseren Testbericht), beim Folio Case ist das Außenmaterial nämlich ein wenig glatter. Auch die Textur ist etwas feiner als bei der zuvor getesteten Hülle. Bei der Qualität muss man deshalb aber keine Abstriche hinnehmen, die Folio-Hülle fühlt sich ebenfalls sehr edel an und sieht zugleich schick aus. Innen wartet die Hülle mit ihrem einzigen echten „Extra“ auf, nämlich einem kleinen Fach für Zettel oder z.B. Fahrkarten. Wer also beispielsweise im Zug lesen möchte, kann sich seine Fahrkarte einfach in dieses kleine Fach stecken und muss sie dann nicht irgendwo anders hervorholen. Diese Lasche ist aus dem selben Material gearbeitet, das auch auf der Außenseite verwendet wurde. Ansonsten besteht das Innere wieder aus einem weichen Stoff, der den Kindle-Reader sanft behandelt. Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau, alle Nähte sind perfekt gearbeitet und die Hülle schmeichelt geradezu der Hand. Und dem Auge. Und dem Kindle.

Hält den Kindle-Reader, aber hält nicht dicht

Der Kindle selbst wird wieder über vier in den Ecken positionierte Gummibänder an Ort und Stelle gehalten. Die Bänder sind bombenfest mit der Hülle verbunden und sollten entsprechend lange ihren Dienst tun. Allerdings lässt die Folio Hülle auch etwas vermissen: Nämlich einen Schließmechanismus. Die Oberseite der Hülle, die man beim Lesen ganz einfach hinter die Seite klappt, auf das Lesegerät befestigt ist, lässt sich nämlich im geschlossenen Zustand nirgendwo befestigen. Das ermöglicht zwar zum einen ein einfaches Öffnen und Schließen der Hülle, ängstliche Naturen werden aber um ihren Kindle bangen. Vermutlich zu unrecht, den in einem Rucksack oder einer Handtasche wird sich die Hülle nicht einfach aufgehen, dafür ist in gewöhnlichen Taschen schlicht zu wenig Platz.

Fazit: Schlicht und elegant

Mit der Leather Style Folio Case liefert Proporta erneut eine hervorragend verarbeitete und außerordentlich hübsche Hülle ab. Die kleine Lasche für Fahrkarten oder ähnliches ist nett, aber kein wirkliches „Killer-Feature“. Ein solches sucht man hier auch vergebens. Die außen elegante Folio Case will von Innen eine schlichte und minimalistische Hülle sein, und dieser Anspruch wird auch eingelöst. Die fehlende Möglichkeit zum sicheren Verschließen erschien mir zu banal, als dass sie mich wirklich stören würde. Alles in allem erhält man für 30 Euro eine hervorragend gemachte Hülle für das Kindle Touch. Das Folio Case erhält deshalb im Gegenzug von uns 4 von 5 Punkten.

Autor & Copyright (Text & Abb.): Marc Günther

Kindle Touch im Test: Verdammt nah dran am echten Tablet

Im Krieg gegen die Knöpfe zieht Amazon mit der Konkurrenz gleich – das neue Kindle Touch lässt sich (fast) ausschließlich per Fingertipp auf dem Display bedienen. Übrig geblieben sind nur noch ein Home-Button und der Einschaltknopf. Die WLAN-Version des Touch-Screen-Readers mit kontraststarken Pearl-E-Ink gibt’s ab sofort für 129 Euro, für die 3G-Version muss man noch mal sechzig Euro drauflegen. Neben der Bedienung per Fingerwisch glänzt das neue Kindle Touch mit einer Akku-Laufzeit von zwei Monaten, Speicherplatz für 3000 E-Books und über 75.000 lieferbaren deutschen Titel. Im deutschsprachigen Kindle-Store lassen sich ausführliche Leseproben herunterladen. Externe Lautsprecher, Kopfhörerbuchse und integrierter MP3-Player machen das Kindle Touch auch zum Hörbuch-Player. Englischsprachige E-Books kann man sich dank „Text-to-Speech“-Funktion sogar vorlesen lassen. Wer auf maximalen Komfort zum günstigen Preis setzt, liegt mit dem neuen Kindle Touch goldrichtig. Unser Testurteil: Sehr gut („Five thumbs up“). Alles weitere verrät der Testbericht von E-Book-News…

Weniger Tasten, mehr Gewicht

Auf den ersten Blick unterscheidet sich das neue Kindle Touch kaum vom Basismodell der vierten Kindle-Generation, das bereits seit 2011 in Deutschland erhältlich ist (siehe unseren Testbericht). Weggefallen sind allerdings die Umblättertasten am linken und rechten Gehäuserand, ebenso die Funktionstasten neben dem Home-Button. Nimmt man das Gerät in die Hand, fällt sofort ein weiterer Unterschied auf: das Kindle Touch bringt spürbar mehr Gewicht auf die Waage (genauer gesagt je nach Version dreißig bis vierzig Gramm), die Dicke des Gerätes hat ebenfalls merklich zugenommen. Das Display liegt zudem etwas tiefer eingebettet im Gehäuse, damit auch die Infrarot-Sensoren für das Touch-Screen Platz finden. Dreht man das Kindle Touch auf die Rückseite, bemerkt man ein weiteres Feature – nämlich zwei externe Lautsprecher. An der Unterkante findet man zudem den Mikro-USB-Port, den Einschaltknopf sowie die Kopfhörerbuchse.

Easy-Reach-Technik: Lektüre per Fingertipp

Wer vom klassischen Tasten-Kindle auf das Kindle Touch umsteigt, muss sich zunächst etwas umgewöhnen. Auf dem Homescreen gibt es eine neue Kopfleiste mit Back-Button, Direkt-Link zum Kindle-Store, Such-Maske sowie Menübutton. Über den Menü-Button lassen sich alle wichtigen Einstellungen erreichen, etwa die Amazon Account-Daten, Zugangsdaten für das drahtlose Netzwerk sowie Privacy-Optionen. Will man auf dem Homescreen durch die persönliche Bibliothek navigieren, blättert man per Fingerwisch weiter, entweder von links nach rechts oder von oben nach unten. Öffnet man ein E-Book, ändert sich die Bedienung: der Bildschirm ist in verschiedene „aktive“ Bereiche aufgeteilt (Amazon nennt das die „Easy-Reach“-Technik). Tippt man auf den Seitenkopf, werden verschiedene Menüschaltflächen eingeblendet. Die rechten drei Viertel des unteren Seitenbereichs sind für das Vorwärtsblättern reserviert, ein schmaler Streifen am linken Seitenrand für das Zurückblättern. Per Fingerwisch von oben nach unten springt man zum nächsten Kapitel vor, ein Fingerwisch von unten nach oben blättert zurück zum vorherigen Kapitel.

Vom Zweifinger-Zoom bis zu X-Ray

Wie gewohnt lässt sich auch auf dem Kindle Touch die Leseansicht komfortabel auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden. Neben acht Zoomstufen stehen drei Schriftarten sowie drei verschiedene Zeilenabstände bzw. Zeilenbreiten zur Verfügung. Der Schriftgrößen-Zoom lässt sich am einfachsten mit einer Zweifinger-Geste direkt auf der jeweiligen Seite einstellen, wie man es vom Smartphone oder Tablet her gewohnt ist. Da es keinen analogen Button mehr für die Leseansicht gibt, muss man für die übrigen Textfunktionen zunächst mit einem Fingertipp das Menü einblenden, um dann links unten die Schaltfläche „Aa“ zu aktivieren. Direkt daneben findet man die Schaltfläche „Gehe zu“, mit der sich einzelne Kapitel direkt ansteuern lassen. Bei manchen Titeln wird zudem die Funktion „X-Ray“ angeboten. Das X-Ray-Menü bietet eine grafische Darstellung der Häufigkeit bestimmter Namen und Begriffe, und führt per Fingertipp zu einer kompletten Liste der jeweiligen Fundstellen im Text. Wer sich an „Ghosting-Effekten“ auf dem Display stört, kann übrigens unter Einstellungen/Seite aktualisieren den Screen-Refresh bei jedem Umblättern aktualisieren.

Social-Reading-Funktionen

Besonders bequem funktionieren auf dem Kindle Touch die erweiterten Textfunktionen wie etwa das Markieren von Passagen. Hat man mit dem Finger einen Abschnitt markiert, wird eine Menüauswahl eingeblendet – wahlweise kann man den Text über soziale Netzwerke weiterempfehlen, mit der virtuellen Tastatur eine Notiz hinzufügen oder den Text übersetzen lassen. Inwieweit der Kindle Reader Twitter, Facebook und Co. einbindet, kann man im Konfigurationsmenü unter „Leseoptionen“ einstellen. Zu den Social-Reading-Features gehört neben den „beliebten Markierungen“, also der Anzeige besonders häufig von Kindle-Nutzern markierter Textstellen auch das Hervorheben von Textstellen bzw. das Anzeigen von Notizen derjenigen Kindle-Anwender, denen man auf kindle.amazon.com folgt. Wer möchte, kann zudem sämtliche Anmerkungen, die zuletzt gelesene Seite wie auch thematische E-Book-Sammlungen auf dem Amazon-Server sichern.

Kindle Touch als Hörbuch-Player

Während die Basis-Version des Kindle 4 völlig ohne Sound-Funktionen daherkommt, steht beim Kindle Touch die volle Bandbreite zur Verfügung. Zunächst mal ist das neue Kindle ein Hörbuchplayer, sowohl über die externen Lautsprecher wie auch über Kopfhörer. Bei Audible heruntergeladene Hörbücher lassen sich Audiobooks in einer speziellen Menüansicht sogar kapitelweise abspielen. Die Lautstärke muss man mangels externer Buttons allerdings immer auf dem Touchscreen regeln. Lädt man Musikfiles im MP3-Format via USB-Verbindung zum Desktop-PC in den Kindle-Ordner „Music“, kann man die Tracks auch beim Lesen von E-Books im Hintergrund abspielen. Mit von der Partie ist natürlich auch die „Text-to-Speech“-Funktion, die aber wie bisher nur bei ausgewählten englischsprachigen Kindle-Books funktioniert.

Deutlicher Mehrwert gegenüber der Basisversion

Insgesamt bekommt man für 129 Euro – und damit für 30 Euro mehr als bei der Kindle-Basisversion – einen deutlichen Mehrwert, und das nicht nur, was die Audio-Features betrifft. Dank Touch-Screen ist auch die Nutzung des experimentellen Webbrowsers deutlich benutzerfreundlicher geworden. Die Akkulaufzeit hat sich mit nun zwei Monaten sogar verdoppelt. Beim E-Ink-Kontrast und der Reaktionsgeschwindigkeit des berührungsempfindlichen Displays liegt das Kindle Touch zudem gleichauf mit dem Kobo Touch und Sonys PR-T1. Ob sich der Umstieg für Nutzer des Kindle 3 („Kindle Keyboard“) bzw. dem „normalen“ Kindle 4 auf das Kindle Touch lohnt, ist allerdings fraglich. Wer vor allem mobil lesen möchte, ist mit der Basisversion für 99 Euro wohl genauso gut bedient. Eins ist jedoch klar: Solange das Kindle Fire in Deutschland noch nicht erhältlich ist, wird man mehr Tablet-Gefühl als mit dem Kindle Touch auf keinem anderen Amazon-Gerät bekommen. Unser Testurteil: jeweils ein „Sehr gut“ für Display/Kontrast, Usability sowie Content, und somit auch insgesamt ein „Sehr gut“ („Five thumbs up“).

Kindle Touch (WLAN/3G) Specs


Display

6 Zoll Pearl-E-Ink Touch-Screen, 600x800 Pixel, 16 Graustufen

Gewicht:

213/220 Gramm (WiFi/3G-Version)

Schnittstellen

USB, WLAN bzw. WLAN plus 3G

Interner Speicher

4 Gigabyte, benutzbar: 3 Gigabyte

E-Book-Formate

Kindle-Book, PDF, etc. (kein epub!)

Audio-Features

3,5 mm Kopfhörerbuchse, Externe Lautsprecher,Text-to-Speech

Preis

129 Eurobzw. 189 Euro

Kindle Touch jetzt lieferbar – Amazon zieht Verkaufsstart vor

Seit dem Wochenende ist Amazons neuer Kindle Touch auch in Deutschland lieferbar– das Unternehmen zog den ursprünglich für 27. April geplanten Start um eine Woche vor. Die WLAN-Version des Touch-Screen-Readers gibt’s für 129 Euro, für die 3G-Version muss man noch mal sechzig Euro drauflegen. Neben der Bedienung per Fingerwisch glänzt das neue Kindle Touch mit einer Akku-Laufzeit von zwei Monaten, Speicherplatz für 3000 E-Books und über 75.000 lieferbaren deutschen Titel, darunter 85 von 100 aktuellen Spiegel-Bestsellern. Die neuen Modelle werden in der Reihenfolge versandt, in der sie von Kunden bei Amazon.de bestellt wurden – Vorbestellungen waren bereits seit Ende März möglich. Knapp ein Jahr nach dem Start des deutschen Kindle-Store ist damit die gesamte Kindle-Palette im Leseland angekommen, zumindest was E-Ink-Geräte betrifft. Ein Launch-Termin für Amazons Android-Tablet Kindle Fire steht noch nicht fest.

Kindle Touch ist auch Hörbuch-Player

Die neuen Reader werden mit deutscher Menüführung geliefert. Rein optisch unterscheidet sich das Kindle Touch vor allem an einer Stelle vom Basismodell – die Bedienknöpfe unter dem Display konnten wegfallen. Mit 213 bzw. 220 Gramm sind die Kindle-Touch-Modelle allerdings etwas schwerer als der hierzulande bereits für 99 Euro an den Start gegangene Kindle 4. Anders als die Basisversion ist das Kindle Touch zudem auch ein Musik- und Audiobook-Player, neben Stereolautsprechern auf der Geräterückseite gibt es eine Kopfhörerbuchse. Der aufgeladene Akku soll laut Amazon bei einer täglichen Lesedauer von einer halben Stunde und ausgeschaltem WLAN bis zu zwei Monate durchhalten. Bei eingeschalteter WLAN-Funktion muss der Kindle Touch spätestens nach drei Wochen wieder an die Steckdose.

Reaktionsfreudiges Touch-Screen

Wie bei vielen anderen Touch-Screen-Readern auch kann man nicht nur per Fingerwisch, sondern auch durch das Antippen des Displays umblättern. Im Fall des Kindle Touch ist allerdings der größte Teil des Displays für das Vorwärtsblättern reserviert, nur ein schmaler Streifen am linken Rand ist für das Zurückblättern zuständig. Die bei Amazon jetzt „Easy Reach“ gennante Technik soll vor allem das Lesen mit einer Hand erleichtern. Das Touch Screen macht auch das einfache Nachschlagen von unbekannten Wörtern im Lexikon möglich („Instant Lookup“), einfaches Antippen genügt. Das Zusammenspiel von präzise reagierendem Touch-Screen und schnellem Prozessor soll nicht nur das Umblättern, sondern überhaupt die Interaktion besonders flüssig machen. Tatsächlich gab es schon erste Hacks, die auf dem Kindle Touch-Displays Videos abgespielt haben.

Kindle Touch (WLAN/3G) Specs


Display

6 Zoll Pearl-E-Ink Touch-Screen, 600×800 Pixel, 16 Graustufen

Gewicht:

213/220 Gramm (WiFi/3G-Version)

Schnittstellen

USB, WLAN bzw. WLAN plus 3G

Interner Speicher

4 Gigabyte, benutzbar: 3 Gigabyte

E-Book-Formate

Kindle-Book, PDF, etc. (kein epub!)

Audio-Features

3,5 mm Kopfhörerbuchse, Externe Lautsprecher,Text-to-Speech

Preis

129 Eurobzw. 189 Euro

Abb.: Amazon

Fingerzeig von Amazon: Kindle Touch startet in Deutschland

Amazon-Kunden können bald auch in Deutschland mit dem Finger auf dem E-Ink-Display lesen – denn am 27. April ist offizieller Launch-Termin für den Kindle Touch. Neben deutschen Lesern dürfen sich auch Kindle-Fans in Österreich und Luxemburg freuen. Bereits ab heute kann man die WLAN- und 3G-Version des Touch-Screen-Readers zum Preis von 129 Euro bzw. 189 Eurovorbestellen. Wie bereits beim Start des neuen Kindle-Basismodells ohne Touch-Screen (siehe Testbericht) erfolgte die Ankündigung auf Amazon.de mit großem Tamtam – auf der Startseite prangt ein persönlicher Brief von Jeff Bezos an die deutschen Kunden. Der Amazon-Chef bewirbt darin die wichtigsten Performance-Daten des neuen Lesegerätes: abgesehen von der Bedienung per Fingerwisch sind das etwa eine Akku-Laufzeit von zwei Monaten, Speicherplatz für 3000 E-Books und über 75.000 lieferbare deutsche Titel, darunter 85 von 100 aktuellen Spiegel-Bestsellern.

Kindle Touch ist auch Hörbuch-Player

Die neuen Reader werden mit deutscher Menüführung geliefert. Rein optisch unterscheidet sich das Kindle Touch vor allem an einer Stelle vom Basismodell – die Bedienknöpfe unter dem Display konnten wegfallen. Mit 213 bzw. 220 Gramm sind die Kindle-Touch-Modelle allerdings etwas schwerer als der hierzulande bereits für 99 Euro an den Start gegangene Kindle 4. Anders als die Basisversion ist das Kindle Touch zudem auch ein Musik- und Audiobook-Player, neben Stereolautsprechern auf der Geräterückseite gibt es eine Kopfhörerbuchse. Der aufgeladene Akku soll laut Amazon bei einer täglichen Lesedauer von einer halben Stunde und ausgeschaltem WLAN bis zu zwei Monate durchhalten. Bei eingeschalteter WLAN-Funktion muss der Kindle Touch spätestens nach drei Wochen wieder an die Steckdose.

Reaktionsfreudiges Touch-Screen

Wie bei vielen anderen Touch-Screen-Readern auch kann man nicht nur per Fingerwisch, sondern auch durch das Antippen des Displays umblättern. Im Fall des Kindle Touch ist allerdings der größte Teil des Displays für das Vorwärtsblättern reserviert, nur ein schmaler Streifen am linken Rand ist für das Zurückblättern zuständig. Die bei Amazon jetzt „Easy Reach“ gennante Technik soll vor allem das Lesen mit einer Hand erleichtern. Das Touch Screen macht auch das einfache Nachschlagen von unbekannten Wörtern im Lexikon möglich („Instant Lookup“), einfaches Antippen genügt. Das Zusammenspiel von präzise reagierendem Touch-Screen und schnellem Prozessor soll nicht nur das Umblättern, sondern überhaupt die Interaktion besonders flüssig machen. Tatsächlich gab es schon erste Hacks, die auf dem Kindle Touch-Displays Videos abgespielt haben.

Kindle Touch (WLAN/3G) Specs


Display

6 Zoll Pearl-E-Ink Touch-Screen, 600×800 Pixel, 16 Graustufen

Gewicht:

213/220 Gramm (WiFi/3G-Version)

Schnittstellen

USB, WLAN bzw. WLAN plus 3G

Interner Speicher

4 Gigabyte, benutzbar: 3 Gigabyte

E-Book-Formate

Kindle-Book, PDF, etc. (kein epub!)

Audio-Features

3,5 mm Kopfhörerbuchse, Externe Lautsprecher,Text-to-Speech

Preis

129 Eurobzw. 189 Euro

Kindle Touch: Puzzazz-App ermöglicht Handschriften-Erkennung

Dank Touch-Screen ist Amazons Kindle Touch so komfortabel wie ein Tablet. Die speziell für das Lesegerät entwickelten Sudoku-E-Book-Apps von Puzzazz setzen nun noch eins oben drauf: sie ermöglichen dank Handschriften-Erkennung die direkte Interaktion. Mit dem Finger kann man in die jeweiligen Felder eine virtuelle Ziffer malen, die Software im Hintergrund wertet die Bewegungen aus und setzt die betreffende Zahl ein. In der „Touch Write“ genannten Technik sieht das auf Rätsel & Puzzle spezialisierte Startup Puzzazz auch insgesamt die Zukunft des E-Books. Momentan beschränkt sich die Technologie allerdings noch auf wenige Titel im US-Kindle Store wie etwa „Sudoku Unbound“ (im deutschen Kindle Store ist Puzzazz leider noch nicht vertreten). Angeboten werden zudem Buchstabenrätsel wie „Wordoku unbound“. Neben dem Bedienungskomfort bekommt Puzzazz auch viel Lob für die Qualität der Rätsel selbst – sie werden nämlich nicht automatisch genereriert, sondern per Hand gebaut. Puzzle-Kreationen von Puzzazz-Gründer Roy Leban haben es nicht umsonst bis in die New York Times geschafft.

Grundsätzlich macht „TouchWrite“ natürlich auch für andere Anwendungsarten Sinn. Bisher musste man Apps zur Handschriften-Erkennung schließlich mühsam trainieren, um damit akzeptable Ergebnisse zu erreichen. Puzzazz zufolge ist das nun nicht mehr nötig, die Software soll ein breites Spektrum an Handschriften verarbeiten können und erspart somit dem Anwender jegliche Vorbereitung. Das dürfte natürlich auch andere Firmen interessieren, allen voran Amazon selbst. Denn der Nutzwert von Kindle Touch wie auch dem Fire-Tablet lässt sich durch interaktive Apps noch weiter verbessern. Nachdem Apple gerade mit iBooks 2 neue Maßstäbe für multimediale E-Books gesetzt hat, ist Amazon auf diesem Sektor ohnehin unter Zugzwang. Falls also Jeff Bezos demnächst wieder auf Einkaufstour geht, könnte wohl Puzzazz auf der Einkaufsliste stehen. Überhaupt dürfte nun auch das schon öfter totgesagte E-Ink noch einmal neuen Rückenwind bekommen – denn kurze Reaktionszeiten des Displays und damit verbunden erweiterte Touch-Funktionalität sind für viele Nutzer längst unverzichtbar geworden.

Abb.: (c) Puzzazz 2012

Kindle Touch jetzt weltweit lieferbar – mit ein paar kleinen Ausnahmen

Heimlich, still und leise hat Amazon die WiFi-Version des neuen Kindle Touch global verfügbar gemacht. Neben Multi-Touch-Bedienung glänzt der 6-Zoller mit Features wie Text-to-Speech, Hörbuch- und MP3-Player. Auf der entsprechenden Artikelseite von Amazon.com gibt es ab sofort ein Auswahlmenu, um sich die jeweiligen Lieferbedingungen anzeigen zu lassen. Kunden in Europa sollten sich aber nicht zu früh freuen: Ausgenommen sind vorerst nämlich alle Länder, in denen bereits ein nationaler Kindle-Store existiert. Neben England, Frankreich oder Italien gehört dazu somit auch Deutschland.

„Cannot be shipped to Germany from Amazon.com“

Anwählen lassen sich mehr als hundert Nationen von Afghanistan bis Zimbabwe. Wählt man „Germany“ aus, bekommt man den Hinweis: „Kindle Touch cannot be shipped to German from Amazon.com. To purchase Kindle, please shop the Kindle product page on Amazon.de“ Dort sind jedoch bis auf weiteres nur das Basismodell Kindle 4 sowie die älteren Keyboard-Kindles lieferbar. Frohlocken dürfen dagegen etwa Schweizer, Belgier oder Niederländer: sie können den Kindle Touch bereits bestellen – zum Preis von 139 US-Dollar. Allerdings läuft in diesem Fall auch der Gewährleistungs-Service über die US-Zentrale.

Starten Kindle Touch & Kindle Fire gleichzeitig?

Eine offizielle Ankündigung von Amazon gab es für den weltweiten Start des Kindle Touch bisher nicht. Auch das klassische Kindle war für deutsche Kunden lange Zeit nur über die US-Webseite Amazon.com lieferbar, erst im Frühjahr 2011 ging ein deutschsprachiger Kindle-Store an den Start. Das schrittweise Vorgehen bei der Markteinführung gibt auch beim Kindle Touch wieder breiten Raum für Strategie-Spekulationen. Viele Marktbeobachter vermuten, dass Amazon in Ländern wie Großbritannien, Frankreich oder Deutschland die restliche Kindle-Modellpalette inklusive des Fire-Tablets auf einen Rutsch einführen wird. Die Nachfrage dürfte auf jeden Fall groß sein – schließlich gehörte bereits das neue Basismodell Kindle 4 in den dortigen Kindle-Stores über Weihnachten zu den meistverkauften Produkten.

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