Firmware-Update für Kindle 4 hilft gegen Ghosting-Effekte auf dem Display

Geisterstunde auf dem E-Ink-Display: viele Käufer des kompakten Kindle 4 ärgern sich über mangelnden Kontrast und merkwürdige Schlieren zwischen den Zeilen. Der sogenannte „Ghosting“-Effekt entsteht, wenn beim Seitenwechsel das Display nicht komplett überschrieben wird. Beim neuen Kindle 4 (siehe auch unseren Testbericht) findet der sogenannte „Screen Refresh“ mit dem charakteristischen schwarzen Flackern nämlich im Lieferzustand nur bei jedem siebten Umblättern statt. Einen ähnlichen Ansatz wählte auch Kobo für den neuen Kobo Touch. Im Wettlauf um die Gunst der Kunden zählt schließlich jeder Vorteil – und der Verzicht auf den vollständigen Screen-Refresh verlängert die Akkulaufzeit und beschleunigt das Umblättern. Beim Kobo Touch kann man die Screen-Refresh-Rate im Konfigurations-Menü regulieren. Beim neuen Kindle 4 ist eine solche Einstellung im Lieferzustand leider gar nicht möglich. Um die Lesequalität dem klassischen Kindle anzugleichen, muss man zunächst die aktuelle Firmware-Version installieren – das „Kindle Update 4.0.1“.

So kommt die Update-Datei auf das Kindle

Die Installation ist in wenigen Schritten vollzogen. Als erstes lädt man bei Amazon.de die Kindle Software-Version 4.0.1 auf den PC herunter. Dann stellt man eine USB-Verbindung mit dem Reader her. Per Drag and Drop zieht man als nächstes die Update-Datei in das oberste Kindle-Verzeichnis (normalerweise sollte es im Dateimanager automatisch angezeigt werden). Sobald die Datei übertragen ist, muss man das Kindle im Dateimanager aushängen bzw. auswerfen. Erst wenn das Kindle nicht mehr angezeigt wird, darf man die USB-Verbindung trennen. Auf dem Homescreen des Kindle ruft man schließlich mit der Menütaste das Menü auf. Wenn alles richtig gelaufen ist, sollte dort die Option „Kindle aktualisieren“ erscheinen. Wird sie aktiviert, startet der Kindle neu, es erscheint das Splash-Screen und ein Fortschrittsbalken.

Screen-Refresh im Einstellungs-Menü aktivieren

Nach dem Neustart sollte man dann im Home Screen nochmal überprüfen, welche Software-Version angegeben wird – wenn alles geklappt hat, müsste beim Drücken der Menü-Taste jetzt am unteren Bildschirmrand „Kindle 4.0.1“ als Version angebeben werden. Unter Menü/Einstellungen findet man nun den neu hinzugekommenen Abschnitt „Seite aktualisieren“. Hinter dieser etwas rätselhaften Bezeichnung versteckt sich nichts anderes als die Steuerung des Screen-Refreshs . Wählt man die Option „Aktivieren“, findet der Screen Refresh wieder bei jedem Umblättern statt, ganz so wie beim klassischen Kindle. Weitere Optionen gibt es leider nicht – auf dem neuen Kobo Touch kann man dagegen die Zahl der Seitenwechsel bis zur nächsten „Seitenauffrischung“ genau einstellen, und somit den besten Kompromiss zwischen komfortabler Leseansicht und langer Akkulaufzeit finden. Aber vielleicht kommt dieses Feature ja mit einem der nächsten Kindle-Updates.