Marmor, Stein und Eisen bricht; Liebe plant man nicht – Vivian Lessing, „Irren ist männlich“ [Leseprobe]

irren-ist-maennlichHeiraten, ein Haus bauen, eine Kanzlei einrichten, Kinder bekommen (Junge und Mädchen), nicht zu vergessen einen Golden Retriever anschaffen: der erfolgreiche Anwalt Dr. Simon Holtenhausen plant sein Leben akribisch durch. Doch nicht umsonst lautet der Titel von Vivian Lessings Roman ja „Irren ist männlich“. Denn plötzlich trifft Simon auf Janine, von Beruf Steinmetzin und privat ein überzeugter Single. Ihre ganze Liebe gilt der Welt der Mineralien: „Steine sind ganz besonders. Sie haben in ihrer Schwere und Unverrückbarkeit etwas Tröstendes, wenn du traurig bist“, weiß Janine. Nach einem Traumprinzen hat sie nie gesucht. Der Zufall will es aber anders: am zweiten Weihnachtsfeiertag steht Simon plötzlich am Rand der Landstraße vor ihr, fernab jeglicher Zivilisation, und wedelt mit seinem Handy. Janine bremst, und nimmt den Unbekannten in ihrem Auto mit, ohne zu ahnen, was das für Folgen haben wird. „‚Irren ist männlich'“ erzählt, wie zwei festgelegte Lebensentwürfe völlig auf den Kopf gestellt werden und dass es manchmal gar nicht schlecht ist, wenn man sich ärgert, dass es nie läuft wie geplant“, so Vivian Lessing. Unsere Leseprobe führt an den Moment, als Janine auf die Bremse tritt – und sich ihr Leben beschleunigt. Mehr verrät die Blick-ins-Buch-Option im Kindle Shop.

Vivian Lessing, Irren ist männlich

1. Kapitel
Es gibt Männer, denen glaubt man alles. Wenn ihr gerade diese traumhafte Kaffeemaschine gekauft habt, die den perfekten Milchschaum innerhalb von Sekunden zaubert, und dann am Abend einen solchen Mann im Fernsehen seht, überlegt ihr – wenn auch nur für einen Sekundenbruchteil – die neue Kaffeemaschine wieder umzutauschen, weil sie nicht gut genug sein könnte. Ihr behaltet eure Kaffeemaschine schließlich. Aber trotzdem: Der Gedanke an den Umtausch müsste als Warnung reichen, sich von solchen Männerexemplaren fernzuhalten. Als Versicherungsvertreter sind sie erfolgreicher als ihre Kollegen, weil der Unterwäschemodel-Body und der George-Clooney-Blick euch glauben lassen, ihr wärt etwas Besonderes und könntet mit solch einem Traumtyp nach Vertragsabschluss bestimmt einen Sekt auf die Unterschrift trinken oder zwei Gläser davon und anschließend – lassen wir das.
Bisher ist es mir in meinem Leben gelungen, all diesen Männern aus dem Weg zu gehen. Bis am zweiten Weihnachtsfeiertag am Rand der Landstraße, fernab jeglicher Zivilisation, ein solcher Mann am Straßenrand stand – sein Superbody verpackt in weißem Hemd, Jeans und schwarzem Jackett, mit blonder Föhnfrisur und Augen, die nichts anderes sein konnten als so vertrauenserweckend blau, dass meine Zweifel verflogen, als sich unsere Blicke begegneten.
Ich trat auf die Bremse.
Da stand nicht mal ein Auto in der Nähe? Egal.
Ich kannte ihn nicht? Egal.
Er könnte ein Gewaltverbrecher sein, ein Mörder, Vergewaltiger? Egal.
Es war mitten in der Pampa an einer Landstraße, die über die Dörfer quer durch die Eifel führte, vom Nirgendwo ins Nirgendwo. Anstatt den Daumen – wie man das so macht als Anhalter – in die Höhe zu halten, wedelte er mit seinem Handy. Klar, hier war kein Empfang. Nur der Matsch an seinen Schuhen störte das optisch perfekte Bild.
Ich hätte weiterfahren sollen, um ihm irgendwann später ein Taxi vorbeizuschicken. Aber bevor der Befehl von meinem Verstand mein Fuß erreichte, hatte ich längst begonnen zu bremsen. Obwohl ich in meinem alten Klappergolf mit all der Ladung hinter der umgeklappten Rückbank sowieso nicht schnell unterwegs war, rappelten die Steine beim Bremsvorgang, schoben sich von hinten gegen meinen Sitz, drückten in meinen Rücken. Als die rechte Wagenseite den Schotter neben der Straße aufspritzen ließ, kam das Auto ins Schlingern. Das Bremsmanöver hätte ins Auge gehen können, zumal der Boden noch leicht gefroren war, überall mit Raureif überzogen.
Bevor ich durchatmen konnte, hatte er bereits die Beifahrertür geöffnet.
„Ich dachte schon, hier kommt überhaupt niemand mehr vorbei. Danke, dass Sie angehalten haben.“
„Vielleicht bin ich ja überhaupt niemand?“
„Darf ich?“, fragte er und setzte sich, ohne eine Antwort abzuwarten. All die Steine im Kofferraum schienen ihn nicht zu stören, auch wenn mein Gefährt zu ihm passte wie zu mir eine Stretchlimousine mit Fahrer.
„Wo ist Ihr Wagen?“ Es war wirklich nirgends ein Auto zu sehen, nicht mal Reifenspuren am Rand.
„Das ist eine lange Geschichte.“
„Vielleicht haben wir ja Zeit genug, dass Sie sie mir erzählen.“

(…)

„Es ist schon gut.“
Ich schloss die Augen, als er mir über meinen Arm strich, und erwiderte seine Berührung. „Komm doch rein. Sonst stehen wir beide hier noch die ganze Nacht rum. Simon, was ich dir sagen wollte …“
Wie er mich ansah, nur beleuchtet von der Lampe aus dem Gästebad, die ich aus Versehen hatte brennen lassen, war es, als würden wir uns in unserem kleinen Lichtkegel in einer Hülle befinden, außerhalb der es nichts anderes mehr gab. Die Welt um uns herum löste sich in der Dunkelheit und der Stille auf. Ich fühlte seine Fingerkuppen auf der Stirn so intensiv, dass es bis in die Zehenspitzen prickelte. Alle trüben Gedanken rückten in weite Ferne. War es nicht egal, ob ich jetzt den reparierten Wagen ausprobierte oder morgen? Ich spürte die Wärme wie Wellen, die sich von seiner Hand über meine Haut in mir ausbreiten.
Als er sich zu mir beugte, um mich zu küssen, wich ich zurück.
Konnte ich es, ihn küssen, ihm nah sein? Konnte ich überhaupt je wieder einem Mann nah sein? Noch vor fünf Sekunden hatte ich gedacht, dass es möglich wäre, nun war ich mir nicht mehr so sicher.
„Komm erst mal rein“, sagte ich, nahm ihm den Schlüsselbund aus der Hand und ging vor in Richtung Haustür.
„Habe ich etwas falsch gemacht?“, fragte er.
„Das ist es nicht. Möglicherweise bin ich ein bisschen …“, ich überlegte, wie ich es erklären konnte, ohne ihm genau zu sagen, was in mir vorging, „… außer Übung. Das letzte Mal, dass ich mit jemandem zusammen war, so richtig, das ist neun Jahre her, da war ich gerade mal achtzehn.“
„Seitdem gab es keinen mehr?“
Ich hörte die Ungläubigkeit in seiner Stimme. Der Schlüssel klemmte wie immer beim Aufschließen. Nie hat es mich wirklich gestört. Nun wäre ich am liebsten direkt in den Keller gerannt, um das Feinmechaniköl rauszusuchen. Und dabei hoffentlich wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
„Setz dich doch ins Wohnzimmer, ich mache uns beiden etwas zu trinken. Wasser, Saft, Tee, Kaffee – obwohl, dafür ist es zu spät – oder ein Bier, Wein, ist alles da. Hast du Hunger?“
„Ein Bier wäre nett. Für Essen ist es vielleicht noch ein bisschen früh.“
Ich drückte auf die Lichtschalter vom Flurlicht und vom Wohnzimmer. Dabei sah ich ihm nach, wie er sich auf dem Sofa niederließ, dann ging ich in die Küche, um die Getränke zu holen. Als ich den Schrank öffnete, zitterten meine Hände, als wäre nicht Simon mein Gast, sondern ein Einbrecher, der in meine Räume eingedrungen war.
Ich musste mir einen Ruck geben, um meine Beine in Richtung Wohnzimmer in Bewegung zu setzen. Wobei ich ihn mochte! Mehr als das! Er war der erste Mann seit Jahren, bei dem ich mir vorstellte, dass es mit uns wirklich klappen könnte. Ich stellte zwei Gläser und zwei Bierflaschen auf den Tisch in der Hoffnung, dass der Alkohol mich entspannen würde – wenn auch nicht genug da war, um uns ansatzweise betrunken zu machen.

(Weiterlesen im Kindle-Shop)

Copyright Cover & Leseprobe: Vivian Lessing
Publikation mit frdl. Genehmigung der Autorin.

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Vivian Lessing,
Irren ist männlich – Liebesroman
E-Book (Kindle Shop) 0,99 Euro

Valentins-Aktion im Kindle-Shop: Elf Herzschmerz-Romane à 99 Cent

Wer sich zum Valentinstag selbst etwas schenken möchte, wird jetzt bei Amazon fündig: im Kindle-Store gibt’s bis zum 17. Februar ein knappes Dutzend Herzschmerz-Romane zum Preis von 99 Cent. Alle E-Books stammen von Amazons hauseigenem Label „Amazon Crossing“, das sich auf die Übersetzung und internationale Vermarktung erfolgreicher Self-Publishing-Bücher spezialisiert hat. Wirklich sparen kann man bei den Titeln wie „Rettung der Highlanderin“, „Alison Wonderland“ oder „Freiwillig Fräulein“ aber nicht – denn zuvor wurden sie zum Preis von 1,02 Euro angeboten. Die Ersparnis beträgt also schlappe 0,03 Cent, bzw. 3 Prozent.

Doch nicht nur die minimale Senkung erscheint merkwürdig, auch das ursprüngliche Preisschild. Wie kann man so knapp am vernünftigen Schwellenpreis vorbei schrammen? Möglicherweise hat Amazon mit der Valentins-Aktion ganz einfach einen Kalkulationsfehler behoben – denn 1,02 Euro ergeben sich, wenn man auf einen Nettopreis von 99 Cent noch drei Prozent Umsatzsteuer hinzurechnet, die im Kindle-Store anfallen. Amazons Firmensitz befindet sich schließlich in Luxemburg, und die Umsatzsteuer für E-Books beträgt dort seit 2012 nur noch drei Prozent. In Amazons KDP-Interface muss man aber (anders etwa als bei Kobo Writing Life) den Nettopreis angeben, der jeweils geltende Umsatzsteuersatz wird automatisch hinzugerechnet.

Vergisst man das, ergeben sich krumme Summen wie eben die 1,02 Euro. Vielleicht sind auch Amazon-Mitarbeiter vor einem solchen Irrtum nicht gefeit? Die Valentins-Promotion wäre in diesem Fall natürlich eine prima Gelegenheit gewesen, das Mystery-Pricing optisch zu korrigieren, von der willkommenen Werbung für Amazon Crossing mal ganz abgesehen (viele der Valentins-Romane wurden bereits in die Top 10 des Kindle Shops katapultiert). Nach dem Ende der Aktion dürfte dann zwar wieder ein etwas höherer Preis gelten, diesmal aber wohl mit einer 9 in der letzten Ziffer.

Kindle App spricht deutsch – und hat den Duden eingebaut

Mit dem Start des deutschen Kindle-Stores gibt’s endlich auch deutschprachige E-Books für Amazons Reader. Die Menüsprache auf dem Kindle-Reader selbst bleibt aber bis auf weiteres Englisch. Einen Schritt weiter ist da die aktualisierte Version der Kindle-App von Amazon.de -- sie wurde bereits vollständig eingedeutscht, von der Menüführung bis zu den Hilsdateien. Das macht die Nutzung der Lese-App noch etwas komfortabler. Neu ist auch die deutschprachige Wörterbuchfunktion – die Kindle App hat tatsächlich den echten Duden eingebaut.

Komfortable Textfunktionen via Touch-Screen

Zu den wichtigsten Features gehören neben Suchfunktion und Inhaltsverzeichnis die auch vom Kindle Reader gewohnte Möglichkeit, die Leseansicht den individuellen Wünschen anzupassen. Neben verschiedenen Schriftgrößen lässt sich die Helligkeit regulieren, die Farbe von Vorder- und Hintergrund anpassen und zwischen Ein- und Zweispaltensatz umschalten. Textpassagen kann man dank Touch-Screen ganz einfach mit dem Finger markieren -- sie erscheinen dann wie mit Textmarker gelb hinterlegt -- oder aber mit einer Notiz versehen, die über die virtuelle Tastatur eingegeben wird. Die Notiz ist dann durch eine kleine Markierung zwischen den Zeilen aufrufbar. Voreingestellt ist ein automatisches Backup -- Notizen und Markierungen werden auf dem Amazon-Server gesichert. Genauso wie das „Highlighting“-Feature kann man diese Funktion aber deaktivieren. Ebenso ausschalten lässt sich das animierte Umblättern der Seiten.

Duden liefert deutsche Worterklärungen

Wie versprochen hat Amazon die Wörterbuchfunktion auf deutsche Bedürfnisse angepasst -- die Kindle-App hat nun sozusagen den Duden eingebaut. Zumindest als Option: vor der ersten Benutzung muss man die Datei herunterladen. Der Download wird angeboten, sobald man ein einzelnes Wort markiert. Mit dem Start des deutschen Kindle-Stores lassen sich nun auch ausführliche Leseproben der deutschen E-Book-Titel herunterladen. Drückt man auf den Kindle-Shop-Knopf, öffnet sich allerdings Safari. Das Stöbern und Browsen im Katalog läuft nämlich wie auch bisher außerhalb der App -- denn beim In-App-Shopping müsste Amazon 30 Prozent Provision an Apple zahlen. Wählt man vor dem Download von Leseproben oder vollständiger Bücher als Ziel die Kindle-App aus, landen die Dateien in wenigen Sekunden auf dem iPad und werden im Home-Screen der App angezeigt.

Kindle-Post liest man außerhalb der App

Anders als auf dem Kindle-Reader ist bei der Kindle-App auch der Kindle-Blog („Kindle Post“ genannt) mit seinen Tipps, Ankündigungen und Buchbesprechungen nicht mit integriert. Um die Beiträge zu lesen, muss man zunächst innerhalb der App den Kindle-Shop öffnen. Im externen Safari-Browser tippt man dann auf der Startseite des Kindle-Shops ganz einfach das entsprechende Banner oben rechts an. Natürlich läuft die deutschsprachige Kindle-App wie gewohnt nicht nur auf Apples Mobilgeräten und Desktops, sondern auch in der Windows- und Android-Welt. Via Whispersync lassen sich die letzte gelesene Seite, Lesezeichen, Notizen und Markierungen zwischen allen jeweils genutzen Geräten synchronisieren.

Deutscher Kindle-Store startet: Was sich für Leser & Autoren ändert

deutscher-kindle-store-startet„Deutschland liest jetzt auf dem Kindle“: Ein dickes Osterei hat Jeff Bezos dem Leseland ins Nest gelegt – auf einen Schlag sind 25.000 deutschsprachige Kindle-Books auf Amazon.de erhältlich. Ganz zu schweigen von mehr als 650.000 englischsprachigen Titeln. Insgesamt bietet Amazon damit hierzulande das größte E-Book-Angebot für Gutenbergs Erben. Im deutschen Kindle-Shop kann man nun natürlich auch den Kindle-Reader selbst kaufen. Freuen dürfen sich aber auch Autoren: über das Kindle-Direct-Publishing-Programm winken ihnen 70 Prozent Tantiemen.

Buchpreisbindung verhindert Billig-Bestseller

Dass der Kindle-Shop 2011 nach Deutschland kommen würde, schien längst klar. Doch der Starttermin blieb bis zu letzt ein streng gehütetes Geheimnis. Entscheidend war wohl letztlich der Content: Man habe mit dem Start des deutschen Angebots gewartet, bis man Kunden „ein umfassendes Angebot an deutschsprachigen E-Books“ bieten konnte, so Amazon.de-Geschäftsführer Ralf Kleber gegenüber Spiegel Online. Immerhin sollen 71 Titel aus den Top 100 der SPIEGEL-Bestsellerliste nun auch via Amazon erhältlich sein. Bei deutschen E-Books unterscheidet sich das Angebotsspektrum allerdings nicht von anderen Anbietern: so hat etwa auch Libreka knapp 25.000 Titel im Programm. Dank Buchpreisbindung sind die Preise aktueller Bestseller ohnehin identisch – egal, ob man bei Libri, Thalia oder Amazon einkauft. Darauf weist Amazon auch deutlich hin: „Der Verkaufspreis wurde vom Verlag festgesetzt“ steht jeweils neben dem virtuellen Preisschild.

Kindle-Basismodell mit 139 Euro so günstig wie nie

Günstiger wird das Kindle-Basismodell: die WiFi-Version gibt es jetzt für 139 Euroinklusive Versandkosten. Die Bestellung bei Amazon.com schlug dagegen bisher mit knapp 150 Euro zu Buche. Allein das dürfte den deutschen Markt in Bewegung bringen. Preislich liegt das Kindle 3 nun nämlich gleichauf mit Thalias Oyo-Reader – dank kontraststarkem Pearl-E-Ink ist es der deutschen Konkurrenz vom Lesekomfort her allerdings weit voraus. Etwas teurer wird dagegen mit 189 Euro die UMTS/3G-Version. Von der Menüführung her heißt es beim „deutschen Kindle“ vorerst noch „english only“. Die neuesten Versionen der Kindle-Apps auf iPad & Co. dagegen sprechen jetzt ab sofort deutsch.

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“Please transfer your Kindle account to Amazon.de“

Vor dem ersten Kauf im Kindle-Shop auf Amazon.de müssen deutsche Kunden sich zunächst einmal entscheiden, ob sie ihr Account von Amazon.com in Richtung Germany übertragen wollen. Wer den Transfer ablehnt, kann allerdings auf Amazon.de dann auch keine deutschen Kindle-Books kaufen. Stimmt man zu, werden alle im US-Shop getätigten Einkäufeautomatisch auf das neue Kindle-Account transferiert, inklusive Anmerkungen und Anstreichungen. Im deutschen Kindle-Store sind alle Preise in Euros ausgewiesen, und was deutsche Kunden besonders freuen dürfte: bezahlt werden kann etwa der neue Kindle-Reader auch per Lastschrift.

Zeitungen für 14 Tage kostenlos Probe lesen

Interessant ist neben E-Books im Kindle-Shop auch das Angebot an Zeitungen- und Zeitschriften. Für 29,99 Euro kann man FAZ, Handelsblatt oder NZZ für einen Monat abonnieren, einzelne Ausgaben kosten 99 Cent. Internationale Blätter wie Le Monde, Daily Telegraph oder El Pais gibt’s schon ab 14,99 pro Monat. Wer das Angebot einfach nur testen will, kann ein kostenloses Probeabos für 14 Tage auswählen. Insgesamt ist das Spektrum an deutschsprachiger E-Ink-Presse aber noch vergleichweise klein, die einzige elektronische Zeitschrift ist die Wirtschaftswoche.

Kindle Direct Publishing für deutsche Autoren

Bei englischer Lektüre punktet Amazon alleine schon mit der bloßen Masse: 650.000 E-Books sind eine beeindruckende Zahl. Dabei sicherte sich Amazon die tatkräftige Unterstützung von Autoren, die das firmeneigene Direkt-Publishing-Programm nutzen. Diese Möglichkeit gibt es nun auch in Deutschland. Zeitgleich mit der Eröffnung des Kindle-Shops auf Amazon.de ist unter kdp.amazon.de die deutsche Kindle Direct Publishing-Plattform an den Start gegangen. Dort eingestellte E-Books aus deutscher Feder werden weltweit angeboten – besonders attraktiv dürfte diese Veröffentlichungsmöglichkeit wohl wegen der Tantiemenregelung sein: 70 Prozent der Einnahmen gehen an den Autor. Sie werden in dieser Hinsicht genauso behandelt wie große deutsche Verlage – denn auch die müssen im Kindle-Store 30 Prozent des Umsatzes an Amazon abtreten.