Kindle Indie Books: Amazon eröffnet E-Store für unabhängige Autoren

Amazons Direkt-Publishing-Programm bekommt ein exklusives neues Frontend: unter der Rubrik „Kindle Indie Books“ versammelt der Online-Buchhändler nun interessante Neuerscheinungen unabhängiger Autoren. Mit dabei sind prominente Self-Publisher wie Amanda Hocking und John Locke (seit kurzem Mitglied im vornehmen Klub der Kindle-Auflagen-Millionäre), aber auch viele unbekannte Namen. Sieben Genres sind vertreten, darunter „Mystery & Thrillers“, „Science-Fiction“ sowie „Romance“.

Zum Start gibt’s bereits 175 Kindle Indies

Auf der Startseite werden zudem ausgewählte Autoren besonders angefeaturet. Ein weiterer Link führt dann auf die von Amazon zwecks Selbst-Promotion eingeführten Autorenseiten. Neben prominenteren Namen stellt Amazon auf der Startseite der Kindle Indies auch eine Newcomerin wie Nancy C. Johnson vor, die zwar nur einen Bestseller-Rank von 300.000 plus aufweisen kann, dafür aber schon knapp 100 positive Rezensionen bekommen hat. Die Auswahl der Kindle-Indies ist insgesamt schon relativ groß: Jedes der sieben Genres umfasst 25 Titel, insgesamt gibt es also zur Zeit 175 Independent-E-Books. Was sofort auffällt: die Preise sind durch die Umgehung klassischer Verlage deutlich niedriger, die Covergestaltung wirkt allerdings auch deutlich einfacher.

Automatisiertes Auswahlverfahren

Bewerben kann man sich für das Kindle Indie-Programm bisher nicht, die Auswahl wird laut den FAQs im Kindle Direkt Publishing-Programm auf Grund einer Kombination von Bewertungsalgorithmen und verlegerischen Entscheidungen getroffen. Eins ist auf jeden Fall klar: „The likelihood of appearing within the Kindle Indie Bookstore is higher for highly rated, popular and top selling books“. Auch wenn man solch einen Status erst mal erreichen muss – für viele unabhängige Autoren dürfte die Independent-Rubrik eine zusätzliche Motivation sein, ihre E-Books via Amazon zu veröffentlichen. Wer auf deutsch veröffentlicht, darf sich allerdings noch etwas gedulden, denn bisher gibt es den Indie-Store nur auf der US-Seite. Doch mittelfristig wird Amazon sicherlich auch im Leseland noch stärker vom reinen Online-Buchhändler zum Verlag mutieren.
(via The Digital Reader)