Premiere auf dem iPhone: Textunes bringt Stephenie Meyers Twilight-Trilogie als E-Book-App heraus

Twilight Serie textunes E-Book iPhone iPod Touch Bestseller Stephenie Meyer.gifWer Stephenie Meyers Vampirromane als E-Book lesen will, braucht nicht mehr länger zu warten: bei Textunes ist die „Twilight“-Trilogie jetzt als elektronische Version erschienen – exklusiv für iPod Touch & iPhone. Via iTunes kann man jeden Band als einzelne App herunterladen – mehr Komfort verspricht dagegen die Shopping-Funktion der grafisch sehr schön gestalteten textunes-App.

Zitate lassen sich via Twitter oder E-Mail an Freunde verschicken


Bei manchen Bestsellern muss man wohl noch bis in alle Ewigkeit warten – doch wer Stephenie Meyers Bestseller-Roman „Biss ins Morgengrauen“ und die Fortsetzungen als E-Book lesen möchte, dem kann schon jetzt geholfen werden. Für 9,90 Euro pro Band – also zum Preis der Taschenbuch-Ausgabe – kann man sich nun die ganze Trilogie auf das iPhone oder iPod Touch laden. Um den Kauf abzuschließen, benötigt man allerdings ein iTunes-User-Account. Die E-Books lassen sich einzeln als App kaufen, aber auch über die grafisch sehr schön gestaltete textunes-App („In-App-Kauf“). Die textunes-App bietet verschiedene Vorteile: mit ihr lassen sich etwa alle geshoppten Titel in einem virtuellen Bücherregal verwalten. Wer nur hineinschnuppern will, kann sich über die App aber auch erstmal eine kostenlose Leseprobe herunterladen. Sogar Web 2.0-Funktionen sind integriert: Zitate aus den E-Books lassen sich nämlich markieren und via Twitter oder E-Mail an Freunde versenden.

Textunes hat auch interaktive E-Books im Angebot


Das Verlagsprogramm wird laufend erweitert – „unser Ziel ist es, langfristig alle eBooks, die produziert werden, auch als eBook anzubieten“, verspricht textunes. Wer einen Titel vermisst, kann via Webseite Bücherwünsche äußern. Mittlerweile sind insgesamt etwa als 270 Titel im Angebot. Neben Belletristik, Sachbüchern und Comics (z.B. Mawils „Meister Lampe“) gibt es auch Buch/Hörbuch-Kombinationen sowie interaktive E-Books – ein Kochbuch von Sarah Wieners etwa enthält Features wie Slideshows oder individualisierbare Einkaufslisten. Interaktive Elemente bieten aber auch die „Mobile Guides“ genannten Reiseführer – sie enthalten u.a. frei zoombare Stadtpläne. Einen Nachteil haben die Titel von textunes natürlich: wie alle anderen iPhone-Apps auch lassen sie sich nicht auf dem Desktop-Rechner öffnen.

„Warum den Kindle kaufen, wenn es Multimedia-Geräte wie das iPhone gibt?“


Hinter textunes steht der Berliner Verlag ONKEL&ONKEL. Der Kreuzberger Verleger Volker Oppermann brachte die textunes-App Ende 2008 in Kooperation mit den Apple-Entwicklern von theCodeAG auf den Markt. „Unsere Geschäftsidee basiert auf einer simplen Grundüberlegung: Warum technische Dinosaurier wie den Amazon Kindle oder den Sony Reader kaufen, wenn es bereits weit verbreitete und multimedia-fähige Lifestyle-Geräte samt einem optimal angebundenen Online-Shop gibt?“, so Oppermann. Neben Apples Edel-Handy soll das Verlagsprogramm in Zukunft auch auf die Nutzer von Android-basierten Geräten ausgerichtet werden – bis jetzt sind allerdings erst eine Handvoll E-Books angepasst worden.

E-Reader-Republik toppt iPod-Nation: Medienkonsum von E-Book-Lesern laut US-Studie deutlich höher

e-reader-republik-e-book-leser-haben-hoeheren-medienkonsumWer einen E-Reader besitzt, liest deutlich mehr – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des amerikanischen Unternehmens L.E.K. Consulting. Doch nicht nur das: Die E-Book-Fraktion gehört sogar zu den aktivsten Nutzer von neuen Medien überhaupt. Eine „Kannibalisierung“ findet offenbar nicht statt – der Konsum von Print-Büchern leidet unter der elektronischen Lesewut nicht. Das dürfte die Verlage freuen…

Die „E-Reader-Republik“ als Goldmine für die Verlagsbranche

Die E-Reader-Republik macht Fortschritte – also jene Gruppe der Konsumenten, die bereits ein Lesegerät besitzt. In den USA sind das bereits zehn Prozent. Die Early Adopters gehören eindeutig zu den aktivsten Nutzern der neuen Medien überhaupt – in der L.E.K.-Studie gaben 44 Prozent aus dieser Gruppe an, sie hätten ihren Mediengebrauch im Jahr 2009 gesteigert. Die „iPod-Nation“ wie auch die „Facebook- Fanatiker“ hinkten da deutlich hinterher, bei ihnen hatten lediglich 16 bzw. 19 Prozent in punkto Medienkonsum noch zugelegt. Fünfzig Prozent der E-Reader-Nutzer gaben übrigens an, sie hätten mehr Lektüre gekauft als zuvor – sowohl E-Books wie auch gedruckte Bücher. Belege für die von Verlagen oft gestützte „Kannibalisierungs-These“, also der reinen Verlagerung des Konsums von Print in Richtung E-Book gab es offenbar nicht. Befragt wurden für die Studie 2000 US-Bürger über 18 Jahre.

Auch bei der Nutzungsdauer liegen E-Leser vorn

„Die Tatsache, dass Amazon am Weihnachtstag mehr Kindle-E-Books als gedruckte Bücher verkauft hat, spricht Bände“, so Dan Schechter von L.E.K. Consulting. „Wir glauben, dass die ‚E-Reader-Republik‘ eine potentielle Goldmine darstellt, sowohl für Content-Anbieter wie auch für die Werbewirtschaft.“ Auch bei der Nutzungsdauer lagen die E-Reader-Besitzer übrigens klar vorne: Während der „iPod-Nation“ auf etwa neun Stunden pro Woche kam, lagen die „E-Reader-Republik“ bei mehr als 18 Stunden. Insgesamt hat offenbar nicht nur die Intensität der Mediennutzung zugenommen – Stichwort „Multitasking“ – sondern auch die Bereitschaft, für Multimedia-Content zu zahlen, etwa im Bereich Online-Video. „Im Moment entstehen nicht nur ganz neue Medien, sondern es bilden sich auch neue Nutzergruppen heraus. Medienkonzerne wie auch Werbetreibende, die sich auf diese Veränderungen einstellen, könnten am Ende zu den Gewinnern gehören“, so Schechter.

Showdown unterm Christbaum: Kindle-Books überflügeln Print, iPod Touch toppt iPhone

Showdown unterm Christbaum - Amazon verkauft mehr E-Books als Print iPod Touch toppt iPhone.gifAmazons E-Reader ist ein echtes Christ-Kindle: in den USA verkauften sich vor Weihnachten so viele Geräte, dass am 25.12. erstmals mehr E-Books als Bücher aus Papier geshoppt wurden. Beliebtes Präsent war aber auch der iPod Touch. Bei den App Downloads überholte er über die Feiertage sogar das iPhone.

„We feel like Kindle is bigger than we are“


Gerade erst hatte Amazon-Chef Jeff Bezos im Interview mit Newsweek beeindruckende Zahlen verkündet: „Bei allen Titeln, die es auch als E-Book gibt, entsprechen die verkauften Kindle-Versionen 48 Prozent der Print-Verkäufe. Im Mai lag diese Zahl noch bei 35 Prozent.“ Schon seit dem Herbst war der Kindle-Reader in den USA das meistverkaufte Produkt – im Weihachtsgeschäft konnte das Unternehmen aber noch einmal kräftig zulegen. Genaue Verkaufszahlen nennt Amazon zwar auch weiterhin nicht – doch die Weihnachtsbotschaft aus Amazons Pressestelle spricht für sich: als Santa Claus dann zahlreichen Amerikanern am 25.12. einen Kindle unter den Christbaum legte, übertrafen die E-Book-Verkäufe erstmals die Umsätze mit „physischen“ Büchern. Besonders im Trend lag neben Dan Browns „Lost Symbol“ übrigens Kathryn Stockets hierzulande noch ziemlich unbekannter Civil Rights- & Racial Divide-Roman „The Help“. Ganz vorne bei den gedruckten Büchern war dagegen jemand, der auch deutschen Lesern bekannt sein dürfte: die erfolglose Vizepräsidentinnen-Kandidatin Sarah Palin mit ihrem Blick zurück im Zorn („Going Rogue“).

Apple rocked it this holiday season

Showdown unterm Christbaum - Amazon verkauft mehr E-Books als Print iPod Touch toppt bei App Downloads  iPhone.gifEin ähnliches Phänomen zeigte sich bei Apple – denn der App-Store vermeldete in den letzten Tagen ebenfalls beeindruckende Download-Rekorde. „Apple rocked it this holiday season“, kommentierte MobileCrunch, und nicht ganz zu unrecht: man konnte nämlich von November auf Dezember satte 50 Prozent Zuwachs verzeichnen. Den Vogel abgeschossen hat am ersten Weihnachtstag interessanterweise nicht das iPhone, sondern der iPod Touch – die Touch-Screen-Gadgets mit WLAN-Funktion waren in den USA offenbar ähnlich wie der Kindle ein ganz besonders populäres Geschenk. Mit dem Finger auf dem Display statt auf dem bunten Teller bescherten die überwiegend jugendlichen iPod-Neulinge am „Christmas Day“ Apples App Store auf diesem Sektor einen 1000-prozentigen Download-Anstieg.

Reality killed the E-Reader-Star: In Deutschland ticken die digitalen Uhren anders


Die Download-Erfolge zeigen vor allem eins: die kritische Masse an mobilen Lesegeräten ist in den USA mittlerweile erreicht worden. Nach Schätzungen des US-Marktforschungsunternehmen In-Stat besitzen bis dato sechs Prozent der amerikanischen Verbraucher ein Gadget, dass sich für die Unterwegs-Lektüre digitaler Inhalte eignet. Im nächsten Jahr soll diese Zahl auf bis zu 17 Prozent steigen – kein Wunder, denn neben Smartphones und Tablet-PCs kommt mehr als ein Dutzend neuer E-Reader auf den Markt. Das deutsche Leseländle wird diesem Trend noch auf absehbare Zeit hinterher dümpeln – der Verlagsberatungsfirma Kirchner + Robrech zufolge sollen aber immerhin in den nächsten fünf Jahren etwa drei Millionen E-Reader über den Ladentisch gehen. In den USA wurden alleine in diesem Jahr bereits zwei Millionen Geräte verkauft. Dementsprechend lesen sich auch die aktuellen Wasserstandsmeldungen von Amazon Deutschland. Zwar erlebte man die bisher verkaufsstärkste Weihnachtssaison überhaupt – alleine am 18. Dezember wurden 600.000 Produkte online gehoppt – doch unter den Topsellern waren weder Kindle noch Kindle-Books. Besonders beliebt waren in punkto Unterhaltungselektronik Farbfernseher, Digitalkameras und Spielekonsolen. Und beim „Content“ standen ganz vorne die DVD-Version von Harry Potter und dem Halbblutprinzen, die New Super Mario Bros. für die Wii sowie Dan Brown – aber nicht als E-Book, sondern als Hardcover.

Immer mehr Lesestoff im App Store: E-Books und E-Comics überholen Games

Flurry in Apples AppStore iPhone iPod Touch werden mehr E-Books als Games verkauft.gif
E-Books sind zur meistverkauften Produkt-Kategorie in Apples App Store geworden – im Oktober war dem Branchen-Analysten Flurry zufolge jede fünfte neue Anwendung ein elektronisches Buch. Damit haben E-Books sogar den beliebten Spiele-Programmen für Apples Edel-Handy den Rang abgelaufen. Die Zahlen sind beeindruckend: Bereits ein Prozent der US-Bevölkerung liest mittlerweile E-Books auf iPhone oder iPhone Touch. Deutschland hinkt dieser Entwicklung noch hinterher.

„Das iPhone wird in Zukunft ein wichtiger Player auf dem E-Book-Markt sein“

Im App Store ist viel los – im ersten Halbjahr 2009 hat sich das Angebot an Apps mehr als verdoppelt, von 25.000 auf nun mehr als 65.000. Schon seit einiger Zeit lagen E-Books und E-Comics fast gleichauf mit Spielen für iPhone und iPod Touch – nun haben die Leser die Gamer glatt abgehängt: zwanzig Prozent der Apps sind elektronische Lektüre in Wort und/oder Bild. Video-Spiele dümpeln dagegen nur noch bei 15 Prozent. Immer mehr Verlage bieten ihren Content auch den Apple-Kunden an – die Zahl der Apps insgesamt soll bis Ende des Jahres auf über 100.000 steigen. Schlechte Nachrichten für die Konkurrenz bei Amazon – denn bei Flurry stellt man fest: „Der steile Anstieg im E-Book-Bereich auf dem iPhone weist darauf hin, dass Apple dabei ist, Amazon im gleichen Maße Marktanteile abzunehmen wie das schon bei Nintendo DS der Fall war. Auch wenn das Display kleiner ist – wir schätzen dass das iPhone ein wichtiger Mitspieler auf dem Buchmarkt sein wird. Gerade das geplante neue Apple Tablet dürfte den Konkurrenzkampf weiter anheizen“.

Der E-Book-Boom bei Apple findet auch in Deutschland statt – im kleineren Maßstab allerdings

Grundsätzlich dürfte der Boom bei E-Book-Apps auch für Deutschland gelten – wenn auch im kleineren Maßstab, denn nicht einmal zehn Prozent der weltweit mehr als 20 Millionen verkauften Mobiltelefone von Apple funken in Deutschland – Schätzungen reichen von 640.000 bis zu etwa 1,9 Millionen Geräte. Der Hamburger IT-Dienstleister heubach media etwa gab im Oktober neue Zahlen zu seinen iPhone-Aktivitäten bekannt. Demnach wurden im Jahr 2009 bereits 200.000 eBooks über den iTunes App-Store heruntergeladen – mitgezählt wurden allerdings auch Gratis-Downloads. Unter den Top 100 im deutschen App Store haben Games allerdings immer noch die Nase vorn – bis auf ein Wörterbuch gibt es dort zur Zeit keine E-Books.

Das E-Book wird zum Vook: Cross-Media-Produkte kombinieren Buch & Video

vook kombiniert ebook und video.jpgWas kommt heraus, wenn man E-Book und Video kombiniert? „Vook“. Meint zumindest der Silicon-Valley-Unternehmer Bradley Inman. Vor einigen Monaten präsentierte Inman sein neuestes Projekt erstmals der Öffentlichkeit: E-Books, die kleine Videoclips enthalten. Nun sind bei vook.com die ersten kommerziellen Angebote online verfügbar: zwei Ratgeber, eine Novelle und ein Thriller. Konsumiert werden Vooks am Desktop oder per iPhone bzw. iPod Touch.

Ein Vook entsteht: Autoren und Filmemacher arbeiten im Team

Die neue Lese-Erfahrung gibt es nicht nur für den Desktop, sondern via iTunes auch für iPod und iPhone. Im App Store sind dafür 4 Dollar 99 zu berappen. Die vier bisher lieferbaren Vooks enthalten jeweils ein Dutzend Filmchen. Das ambitionierte Ziel von Bradley Inman lautet: „Die Bilder müssen sich so nahtlos in den Erzählfluss einfügen, dass die Leser den Medienwechsel gar nicht bemerken.“ Tatsächlich gab sich Inman von Anfang an eher kulturkonservativ: Mit der Kombination Text-Film solle es dem guten alten Buch gelingen, besser mit den Online-Medien zu konkurrieren. Das Endergebnis ist interessanterweise in Zusammenarbeit mit dem renommierten Verlagshaus Simon&Schuster entstanden. Dort scheint man multimedialen Experimenten aufgeschlossen gegenüberzustehen. Vier bei Simon&Schuster beheimatete Autoren (Jude Deveraux, Richard Doetsch, Pete Cerqua und Narine Nikogosian) haben im Rahmen der Vook-Produktion eng mit einem Team von erfahrenen Online-Experten und Filmemachern zusammengearbeitet.

Bei Sachbüchern leuchten Video-Clips zur Veranschaulichung ein – doch was ist bei einem Roman?

Gerade bei Sachbüchern ist die Methode wirklich sinnvoll: im Fall von Pete Cerquas „The 90 Second Fitness Solution“ kann man sich zum Beispiel per Videoclip viele Übungen direkt vor Augen führen. Ähnliches gilt für Narine Nikogosians Kosmetik-Ratgeber „Return to beauty“, eine Art Rezeptbuch für die Herstellung von Naturkosmetik. Durch die Videos wird das Vook in diesem Fall zu einer Mischung aus Kochstudio und Hobbythek. Schwieriger ist die Sache natürlich beim Thema Literatur. Ein guter Roman erzeugt schließlich ganz von alleine „Kino im Kopf“, könnte man einwenden. Zum anderen gibt es ja auch viele gute Literaturverfilmungen. Und außerdem zahllose schöne Hörbücher und Literatur-Comics. Warum also alles in den medialen Wok namens Vook werfen? Richard Doetschs Thriller „Embassy“ zeigt jedoch, dass sich Text und Film sehr gut ergänzen können. Nicht nur, weil die rasant erzählte Geschichte einer Entführung dank der bewegten Bilder mit Reality-Elementen angereichert wird – z.B. Fakes von Nachrichtensendungen und Entführer-Videos à la RAF. Auch wilde Verfolgungsjagden durch den Stadtdschungel von New York im Stil von „Lola rennt“ kommen unseren gegenwärtigen Sehgewohnheiten entgegen. Letzlich ist es auch kein Wunder, dass Embassy als Vook funktioniert, ist die Story doch von Anfang für diese hybride Mischung entworfen worden.

Vooks im Weltall: Zum ersten Mal verlassen E-Books wirklich die Gutenberg-Galaxis

Auf einem herkömmlichen E-Book-Reader kann man ein Vook natürlich nicht konsumieren – mangels Farb- und Videotauglichkeit. Ideal für die mobile Vi-Lektüre eignen sich dagegen iPhone und iPod Touch – und natürlich auch vergleichbare Geräte. Während E-Ink-Displays aus technischen Gründen traditionelle Leseumgebungen simulieren, beruht der Erfolg von Apples Gadgets ja geradezu auf Multimedia für die Hosentasche. Vielleicht ist das Vook insofern das erste E-Book, das die Gutenberg-Galaxis wirklich hinter sich lässt. Elektronische Bücher, das wird am Beispiel des Vooks jedenfalls deutlich, könnten in Zukunft weitaus mehr sein als nur Letternwüsten in digitaler Form. Für die Literatur dürfte das eine gute Nachricht sein. Sie lebt schließlich von formalen Experimenten. Nun gibt es ein völlig neues Experimentierfeld – und man darf gespannt sein, wann deutsche AutorInnen den ersten Schritt hinein wagen.

Stanza Superstar: E-Reader-Software für iPhone und iPod touch erreicht 2 Mio. Downloads

Am erfolgreichsten sind E-Books offenbar nicht auf klassischen E-Readern, sondern auf iPhone und iPod Touch. Die auf Apples Gadgets laufende E-Reader-Software Stanza von Lexcycle wurde im letzten Jahr weltweit mehr als zwei Millionen mal heruntergeladen. Insbesondere die Möglichkeit, E-Books online direkt über Stanza herunterzuladen, hat bisher zum Download von 12 Millionen elektronischen Büchern geführt. (mehr …)

iPhone schlägt Tageszeitung: Mobiles Surfen verändert mediale Gewohnheiten

Mobile Internet-Anwendungen verdrängen immer stärker traditionelle Medien: 58% der iPhone-Benutzer in den USA lesen Nachrichten öfter im Web als in der gedruckten Tageszeitung. Das ergab eine Umfrage von AdMob und comScore. Bei mehr als 40% der Befragten geht zudem das mobile Surfen nicht nur deutlich zu Lasten der Zeit am Desktop, sondern verringert auch den Rundfunk- und Fernsehkonsum. Gerade Zeitungen dürfte dieser Trend in Zukunft zwingen, verstärkt auf News-Portale für mobile Geräte zu setzen. (mehr …)

Lesen und lesen lassen: Textunes bietet E-Book plus Hörbuch für unter 10 Euro

Die Kombination E-Book plus iPhone/ipod wird für Verlage und Buchhändler immer verlockender. In den USA startete zuletzt Branchenriese Barnes&Noble eine umfangreiche iTunes-App, mit der man online E-Books direkt vom Display des Apple-Gadgets einkaufen kann. Doch auch deutsche Anbieter wie etwa Textunes entdecken mittlerweile iPhone und iPod Touch als lukrativen Absatzmarkt. (mehr …)

E-Reader: 5 Essentials für die Killer-Applikation im E-Book-Handel

Eins ist sicher: der Amazon Kindle kommt erstmal nicht nach Deutschland. Ansonsten bleibt der E-Book-Markt hierzulande eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Welche Display-Technik wird sich durchsetzen? Welche E-Book-Formate? Wer wird den „iPod“ der E-Book-Branche erfinden, die Killer-Applikation, die den endgültigen Durchbruch verschafft? E-Book-News.de hat 5 Essentials herausgefiltert, die unserer Meinung nach die Pole Position im E-Reader-Geschäft garantieren könnten. Das Ergebnis ist überraschend: die E-Ink-Technologie z.B. ist gar nicht entscheidend…

Japan und die USA machen es vor: E-Books und E-Newspaper drahtlos und in Farbe

Die zentralen Zukunftsmärkte im E-Book-Geschäft sind Japan und die USA. In punkto Technik sind dort zwei Faktoren entscheidend für den Erfolg von E-Readern:

  • 1. Essential: W-LAN-Fähigkeit
  • 2. Essential: Farbiges Display

Nicht nur Nippons Jugend, fast alle Japaner sind handyverrückt: sie konsumieren auch Mangas, E-Books und Zeitungen auf dem Display der Mobiltelefone. Mobil, drahtlos, und auf Farb-Displays>. Etwas anders sieht es in den USA aus: hier gibt es eine kleine, aber kaufstarke E-Book-Community, die über den WLAN-fähigen Amazon Kindle Bücher liest, aber auch Zeitungen und Magazine drahtlos per Abonnement bezieht. Bis auf weiteres jedoch in Schwarz-Weiß. Was u.a. für Sponsoren die Möglichkeiten zur Anzeigengestaltung begrenzt. Doch es geht schon farbig: das beweist Apple. Viele iPhone- und iPod Touch-Besitzer laden nicht nur E-Books drahtlos auf ihre Geräte, sondern auch bunte E-Comics.

Was der Branche noch fehlt, ist E-Ink-Technik zum Anfassen…

Wer schon mal auf iPhone oder iPod gelesen hat, kennt einen weiteren Vorteil dieser Geräte. Mit einem Fingertipp auf das Displays kann man umblättern oder die Seite vergrößern. Auch diese intuitive Bedienungs-Möglichkeit dürfte entscheidend sein für den E-Book-Reader der Zukunft:

  • 3. Essential: Touch Screen Display

E-Ink-Displays mit Touch-Screen gibt’s bisher noch nicht, wurden jedoch hier und da schon mal angekündigt. Das Rennen könnten in der Zwischenzeit in Europa — ähnlich wie schon in Japan — Geräte machen, die nicht primär als E-Reader konzipiert worden sind. Für „Unterwegs“-Anwendungen sind viele Handhelds und Smartphones ideal, denn sie bringen die E-Book-Lesefunktion gleich als Zusatznutzen mit. Doch auch in der üblichen 6-Zoll-Disziplin gibt es möglicherweise schon bald Konkurrenz für E-Ink: Apple plant mit dem iPad das „nächste große Ding“, einen iPod mit größeren Display. Ein Problem ist allerdings der Preis: Branchen-Insider rechnen anfangs mit etwa 700 Dollar, also fast doppelt soviel wie ein Amazon Kindle.

Schon Tucholsky wusste bescheid: „Macht die Bücher billiger!“

Early Adopters legen gerne etwas drauf, um neue Technologien auszuprobieren. Doch ein massentaugliches Produkt muss auch von den Massen bezahlt werden können. Damit sind wir bei den nächsten beiden Essentials: die Preise von Geräten und E-Books. Ideal wären:

  • 4. Essential: Niedrigere Gerätepreise (unter 200 Euro)
  • 5. Essential: Niedrigere E-Book-Preise (unter 10 Euro)

„Old Europe“ trägt den Titel hier mal zu Recht: das E-Book-Geschäft läuft schleppend. Schuld sind die happigen Preise für Geräte mit einer bald schon veralteten E-Ink-Technologie in Schwarz-Weiß. Gadgets von Sony, Bookeen und Philips (iRex) liegen noch jenseits der 200 Euro, Geräte mit WLAN-Funktion sogar zwischen 400 und 700 Euro. die Preise für E-Books werden in Deutschland — Stichwort: Buchpreisbindung — künstlich hochgehalten. Das dürfte auch Amazon die Lust auf den deutschen Markt verdorben haben. Dabei wären auch anders kalkulierte Modelle denkbar, etwa Preisnachlässe durch die Koppelung von Gerätekauf und Buch-/Zeitungsabonnement. (Die bisherige Preisgestaltung kann mit offenen Standards wie dem Leseformat epub nicht wieder wettgemacht werden, deswegen wurde epub hier nicht in die Liste der Essentials aufgenommen.)

Ist mit Apples iPod nicht schon die Killer-App für E-Books auf dem Markt?

Fazit: Bevor E-Ink-Displays mit Farbdarstellung nicht nur serienreif sind, sondern auch zu bezahlbaren Preisen in W-LAN-fähigen Geräten erhältlich sind, dürften andere Geräte das Rennen machen. Der E-Book-News-Favorit für den deutschen Markt ist der iPod Touch. Apples Gadget erfüllt vier Essentials problemlos: Farb-Display, Touch-Screen, WLAN-Fähigkeit, sowie niedriger Gerätepreis (unter 200 Euro). In punkto E-Comics, die z.T. für Centbeträge im App-Store downloadbar sind, bekommt man sogar äußerst günstigen Lesestoff. Den epub-Standard gibt’s dank Reader-Software wie Stanza noch obendrauf.

iPod-Moment für E-Books? Cool-E-Reader geht an den Start

Er ist bunt, er sieht aus wie ein etwas zu groß geratener iPod, und er ist unschlagbar günstig: der Cool-E-Reader von Interead kann jetzt auch in Deutschland online gekauft werden. Vorausgesetzt, man hat eine Kreditkarte. Das Gerät bietet für 225 Euro (plus 15 Euro Versandkosten) ein 6 Zoll E-Ink Display mit 8 Graustufen, 1 Gigabyte Speicher und einem Akku der für 8000 mal umblättern reichen soll. Standardformate wie epub– sowie PDF werden unterstützt. Das Display des nur 178 Gramm schweren Gadgets ist schwarz-weiß, das Chassis kommt dafür in acht Apple-mäßigen Farben daher. Interead-Gründer Neil Jones sprach bei der Markteinführung vom „iPod-Moment“ der E-Reader-Branche, denn das Gerät sei das erste, dass sich nicht nur an Techies, sondern an das ganz normale Publikum richten würde. Doch wie cool ist der Cool-ER wirklich? (mehr …)