„Wir sind Tablet“: Das WePad als deutsche Antwort auf Apples iPad?

wepad-neofonie-berlin-ipad-konkurrenz-e-reader-e-bookDas sind ganz neue Töne: „Wir sind Tablet“ behauptet das Berliner Unternehmen Neofonie – und kontert das iPad mit einem WePad made in Germany. Die Medienstrategie erinnert dabei fast an Apple: am zweiten Tag der Leipziger Buchmesse entdeckt plötzlich Spiegel Online das aus Standardkomponenten zusammengesetzte Tablet auf Facebook, und schon beginnt ein echter Scoop. Auf der Website des Herstellers war zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts zu lesen, und der Pressesprecher blieb unerreichbar. Statt Wepad nur Vaporware? Offenbar nicht: das 11 Zoll-Gerät mit Android-Oberfläche (!) kommt tatsächlich auf den Markt, für Content sorgt neben dem eigenen App-Store der Android-Marketplace.

Neofonie verspricht Verlagen den Kontakt zum Endkunden ohne Google, Amazon & Apple

Als ein Startup kann man Neofonie nicht beschreiben – immerhin ist das in Berlin ansässige Unternehmen schon seit 1998 am Markt. Bisher beschäftigte sich Neofonie allerdings eher mit Content-Lösungen – das „WeMagazine ePublishing Ecosystem“ etwa wurde vor kurzem auf der CEBIT präsentiert. Mit WeMagazine sollen Verlage ihre Inhalte in digital aufbereiteter Form auf Tablets, Desktops, Smartphones oder ins Web bringen. Der „hohe Wiedererkennungwert“ von Zeitungs- oder Zeitschriftenartikeln im neuen Medium bietet laut Neofonie die Garantie dafür, dass die Nutzer in Zukunft auch bereit sind, für die elektronische Versionen zu bezahlen. Interaktive Anzeigeflächen wie „WeFind-SmartAds“ inklusive guter Tracking-, also Auswertungsmöglichkeiten sollen das E-Publishing-Produkt zudem auch für die Werbewirtschaft attraktiv machen. Der allergrößte Vorteil aber: der Content landet direkt beim Endkunden, „der Kontakt mit etablierten Internet-Playern wie Google, Amazon und Apple wird minimiert“. Damit „WeMagazine“ sich gegenüber „iBooks“ & Co. behaupten kann, müsste Neofonie den Verlagen natürlich bessere Konditionen bieten.

Das WePad soll zu einem „äußerst konkurrenzfähgien Preis“ angeboten werden

Vor allem aber braucht man eine Hardware-Plattform. Die hat der deutsche Mittelständler mit 170 Mitarbeitern nun pünktlich zur Buchmesse aus dem Hut gezaubert: das WePad. Die technischen Details des Tablets sind in der Tat beeindruckend: der Prozessor mit 1,6 Gigahertz ist schneller, das Display ist mit 11,7 Zoll größer als beim iPad, und es gibt sogar eine Webcam, und das Gerät bietet echtes Multitasking. Das WePad zeigt somit, was möglich ist, wenn man zugleich auf Standardkomponenten und offene Nutzeroberflächen wie das von Google entwickelte Android setzt. In punkto E-Books unterstützt das WePad neben dem proprietären Format WeBook auch den Branchenstandards epub. Ergänzt wird das angebotene Programm-Paket von der Suchmaschine „WeFind“, die im „WeMagazine“-Paket integriert ist. Zusätzliche Apps lassen sich ähnlich wie auf iPhone & iPad jederzeit hinzufügen. Größter Nachteil gegenüber dem iPad ist wohl die Akkulebenszeit: mit sechs Stunden liegt sie fast 50 Prozent unter der des iPads. Das liegt aber vor allem am Einsatz von Adobes Flash-Technik, die besonders viele Ressourcen frisst. Ein Grund, warum Apple darauf verzichtet – allerdings zum Preis einer eingeschränkten Kompabilität. Apropos Preis: angeboten werden soll das WePad zu einem „äußerst konkurrenzfähigen Preis“ im Vergleich zu Apples iPad.

Vom Browser-War zum App-War? Wie Apple auf dem iPad den Wettbewerb einschränkt

vom browser war zum app war wie apple auf dem ipad den wettbewerb verhindert.gifKindle-App, txtr-App, Kobo-App: Auf Apples iPad werden in Sachen E-Books zahlreiche Mitbewerber präsent sein. Trotzdem dürfte iBooks eine zentrale Stellung behalten – ähnlich wie iTunes. Denn das bequeme In-App-Shopping erlaubt Apple für digitale Güter nur in eingeschränktem Rahmen – und kassiert dabei kräftig ab. So bleibt nur der vergleichsweise Umweg über den Safari-Browser. Wird Apple bald zum Fall für die Wettbewerbshüter – ähnlich wie Microsoft?

Kleine Desktop-Revolution: Windows-Nutzer haben jetzt die Wahl


Auf dem Desktop der Windows-Welt passiert ab heute so etwas wie eine kleine Revolution – zumindest in Europa. Über ein automatisches Update werden die Nutzer aufgefordert, eine Wahl zu treffen: welcher Browser darf es sein? Als Alternative zum Internet Explorer bietet die „Choice Screen“ u.a. Google Chrome, Firefox oder Opera an. Dahinter steckt ein „Gentlemen’s Agreement“ zwischen Microsoft und der EU-Kommission, das die Wettbewerbsbedingungen auf den Computerbildschirmen verbessern soll. Was hat das mit Elektronischem Lesen zu tun, könnte man fragen. Die Antwort lautet: sehr viel. Denn schließlich hat Microsofts vorinstallierter Browser in Europa einen Marktanteil von fast 50 Prozent. Das heißt: ob wir Online-Nachrichten lesen, bei Wikipedia recherchieren oder einen Twitter-Feed verfolgen – in einem von zwei Fällen tun wir das zu 100 Prozent mit Microsoft-Technik.

App-Store lässt grüßen: Auch in der Apple-Welt wird der Wettbewerb verhindert


In der Apple-Welt sieht es auf den ersten Blick etwas anders aus – allein schon deshalb, weil nur etwa jeder zehnte Computer weltweit überhaupt ein Mac ist. Doch der Platzhirsch ist in diesem Fall nicht der Safari-Browser, sondern iTunes. Seit seiner Einführung vor neun Jahren hat die Multi-Media-Plattform sich in Verbindung mit dem iTunes Store nicht allein zum wichtigsten Marktplatz für Musik-Downloads entwickelt. Durch den mit iTunes verbundenen App Store für iPhone und iPod Touch wird Apples E-Commerce-Lösung immer wichtiger für mobilen Content aller Art, von Zeitungen und Zeitschriften bis hin zu E-Books & E-Comics. Die Wettbewerbsbedingungen sind dabei weitaus härter als auf dem Microsoft-Desktop – was sich auf dem neuen iPad noch einmal verstärken wird. Neben iBooks werden dort wohl auch Anwendungen wie etwa die Kindle App präsent sein. Doch die Mitbewerber auf dem Markt für mobilen Content haben bereits auf dem iPhone erfahren müssen, dass Steve Jobs seine „Gatekeeper“-Funktion geschickt ausnutzt. Besonderer Stolperstein: das In-App-Shopping.

Ob E-Books oder E-Comics: Apple beschränkt das In-App-Shopping für digitale Güter ein


Einkaufen per Mausklick bzw. per Finger-Tipp ist nicht nur bequem für die Kunden, sondern vor allem für die Anbieter das A&O des E-Commerce – die Kaufentscheidung des Konsumenten kann schließlich direkt in die Tat umgesetzt werden, ohne Wartezeit und weitere psychologische Barrieren. Theoretisch läuft das In-App-Shopping unabhängig von Apple – Anbieter können ihre eigene Abrechnungstechnik einsetzen und erhalten den gesamten Umsatz.
In der Praxis erlaubt Apple dies jedoch nur für „physische Güter“, also alles vom Print-Buch bis zur Waschmaschine. Diese Erfahrung musste Amazon machen, als es die Kindle-App bei Apple zur Genehmigung vorlegte. Relativ schnell war klar: da wird nichts draus.

Kommt nach dem Browser-Krieg nun der App-Krieg?


Bei „digitalen Gütern“ sehen die Regularien des App Stores nämlich die Nutzung von Apples eigenem E-Commerce-System vor, inklusive einer Umsatzbeteiligung von 30 Prozent. Wer das nicht will, muss wie Amazon auf das bequeme In-App-Shopping ganz verzichten. Statt dessen muss man die App verlassen und im Safari-Browser die Website des Anbieters öffnen und sich dort einloggen. Gegenüber solchen Wettbewerbsbedingungen scheinen die „Browser-Kriege“ auf dem Microsoft-Desktop fast als harmloses Scharmützel. Denn wenn der alternative Browser auf dem PC erst einmal installiert ist, gibt es keine weiteren Nutzungbeschränkungen. Auf dem iPad wird zukünftig mit deutlich härteren Bandagen gekämpft. Letzlich bleibt den iBooks-Mitbewerbern deshalb wohl nur ein Weg – niedrigere E-Book-Preise. Und vielleicht die Hoffnung auf die europäischen Wettbewerbshüter.

(via Silicon Alley Insider)

Parbleu, iPad ohne iBooks! Apples neues Tablet könnte in Frankreich ohne E-Book-Store starten

Apple-App-Store-Frankreich-.gifVon wegen „Lesen wie Gott in Frankreich“: wenn das iPad im März im Land von Baguette, Camembert und Rotwein an den Start geht, könnte eine wichtige Zutat fehlen: iBooks, Apples vielzitierter neuer E-Book-Store. Grund dafür sind offenbar stockende Lizenzverhandlungen mit den französischen Verlagen. Ähnlich reserviert sind die Franzosen gegenüber Amazon – aktuelle Kindle-Books en francais sind bisher kaum zu haben.

Lizenzrechtliche Probleme könnten für ein E-Book-Vakuum auf dem iPad sorgen


Böse Zungen hatten schon bei der Präsentation des iPads behauptet, mit dem Start von iBooks könne es noch ein bisschen dauern – schließlich fehle die iBooks-App selbst bei einigen von Apples offiziellen PR-Fotos auf dem dort abgebildeten Desktop. Allerdings hatte Steve Jobs auf dem Tablet-Event den großen Content-Deal mit fünf wichtigen US-Verlagen verkündet. Zumindest in den USA ist damit für genügend Lesestoff gesorgt. In Europa sieht es nicht ganz so entspannt aus. Während in Deutschland hinter den Kulissen eifrig verhandelt wird, scheint sich in Frankreich bereits ein E-Book-Vakuum auf Apples neuestem Gadget anzubahnen. Der E-Leseblog ActuaLitté will von Brancheninsidern erfahren haben, dass ein iPad-Start mit iBooks noch im März eher zweifelhaft sei. « Wenn der iPad mit reduzierten Funktionsumfang herauskommt, liegt das vor allem an Lizenz-Problemen. Allerdings wird Apple France selbst wohl auch erst kurz vor dem Start Gewißheit darüber haben“.

Kein Pardon: Amazons Kindle wird von französischen Verlagen fast vollständig boykottiert


Für die französischen Leser wäre ein iPad ohne aktuelle französischsprachige Bestseller wohl keine Überraschung – ähnliches kennen sie schon vom Kindle. Bisher haben nämlich alle wichtigen Verlagshäuser Amazons Lesegerät vollständig boykottiert. Grund dafür ist sowohl Amazons Niedrigpreis-Politik wie auch eine ungünstige Gewinnbeteiligung: „Die den Verlagen von Amazon auferlegten Geschäftsbedingungen sind sind inakzeptable, so etwas wollen wir in Frankreich nicht“, zitierte diese Woche Le Monde Patrick Gambache, bei Flammarion zuständig für elektronische Lektüre. Außerdem hat man bei unseren französischen Nachbarn große Angst vor Datenpiraterie. Vorbedingung für alle Verhandlungen mit den Amerikanern war es deshalb, dass die Daten auf verlagseigenen Servern bleiben sollten.

Widerstand gegen den Global Player: Die französischen Buchhändler wollen ein Pendant zu Libreka gründen


Ähnlich Amazon-feindlich eingestellt sind die französischen Buchhändler: „Amazon will mit allen Mitteln die Wertschöpfungskette im Buchbereich zerstören, und uns aus dem Markt mit elektronischen Büchern verdrängen“, so Guillaume Husson vom Zentralverband des französischen Buchhandels gegenüber Le Monde. Um ihre eigene Position im digitalen E-Book-Business zu stärken, will man noch in diesem Jahr eine gemeinsame Buchhandelsplattform gründen – eine Art französisches Pendant zu Libreka. Außerhalb von Amazon und iBooks dürfte es also trotzdem genügend E-Bouquins geben – letzlich sogar direkt von Apple: denn auch im französischen App Store gibt es bereits zehntausende E-Book-Anwendungen.

Amazon vs. Apple: Kostenloser Kindle-Reader für Premium-Kunden geplant

Amazon Kindle kostenlos Prime Subscriber Programm.gifGibt’s den Kindle bald kostenlos? Um Apples iPad Paroli bieten zu können, plant Amazon offenbar, seinen E-Reader zumindest an Premium-Kunden kostenlos abzugeben. Völlig überraschend kommt das nicht: denn technisch gerät Amazon durch Apples neues Tablet in die Defensive – Multimedia, Farbe und Touch-Screen kann das leicht betagte E-Ink-Gerät nun mal nicht bieten. Eine radikale Preissenkung würde das Gadget aber gerade für Vielleser wieder attraktiv machen.

Nur mit E-Ink-Sudoku wird Amazon gegen das iPad nicht punkten können


Spätestens seit Apples iPad-Event im Januar ist klar: Amazon muss auf den Tablet-Trend reagieren. Denn waren die flachen Multimedia-Gadgets bisher eher ein Spartenprodukt, so könnte die Kombination vom großen iPod plus Content-Plattform iBooks die Branche kräftig umkrempeln. Bis Jeff Bezos technisch auf den neuen Tablet-Standard reagieren kann, wird es allerdings noch etwas dauern. Gerade erst hat sich das Kindle-Lab mit der Übernahme von TouchCo wichtiges Know-How im Bereich der Touch-Screen-Technologie gesichert. Ein eigener App-Store ist ebenfalls geplant – doch mit E-Ink-Sudoku wird man gegen Apple nichts ausrichten können. Bleibt also die Preisschraube – und genau da möchte Amazon nun offenbar ansetzen. TechCrunch will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, dass den Teilnehmern am Amazon Prime Subscriber-Programm in Zukunft ein ganz besonderes Angebot gemacht wird – ein kostenloser Kindle.

Premium-Kunde wird man bisher für 29 Euro pro Jahr


Vor kurzem gab es schon eine Art Testlauf – Premium-Kunden bekamen beim Kauf eines Kindles eine äußerst vorteilhafte Geld-zurück-Garantie: denn bei Nichtgefallen wurde nicht nur der Kaufpreis erstattet – man durfte auch das Gerät behalten. Um überhaupt Premium-Kunde zu werden, zahlt man bisher 79 Dollar jährlich (in Deutschland: 29 Euro). Dafür entfallen dann 12 Monate lang die Portokosten bei allen Bestellungen aus dem Amazon-Shop, und die Ware ist garantiert nach 48 Stunden da. Für Amazon lohnt sich der Service auch, denn die „Prime Subscriber“ kaufen in der Regel mehrmals pro Monat im E-Store ein. Doch werden „Heavy User“, die am laufenden Band Toaster, Kühlschränke und natürlich auch Print-Bücher ordern, am Ende auch zu E-Book-Enthusiasten werden? Und bei wie muss die Porto-Flatrate sein, damit sich das Modell auch inklusive Gratis-Reader lohnt? Genau darüber wird wohl im Hause Amazon zur Zeit noch intensiv nachgedacht.

It’s not a trick: Sony antwortet auf Apples iPad mit eigenem Tablet-Projekt

sony-dash_smallSony reagiert auf das iPad – wahrscheinlich sogar mit einem eignen Tablet-PC. „Wir haben die notwendige Technologie, und wir sind an diesem Marktsegment interessiert“, so Sony-Manager Noboyuki Oneda. Im April bringt Sony mit dem „Dash“ bereits ein Tablet-ähnliches Gerät auf den Markt – einen sogenannten „Personal Internet Viewer“ mit WLAN- und Touch-Screen-Features. Doch auch die neue Laptop-Serie Vaio-L könnte als Vorbild für das Sony Tablet dienen. Bei den E-Readern setzt Sony dagegen auch weiterhin auf klassische E-Ink-Displays.

Apples iPad ist mehr als nur Konkurrenz für Sonys Playstation


Die ersten Reaktionen auf Apples iPad klangen eher trotzig: „When people want a deeper, richer console, they start playing on a PSP“, äußerte sich Sony-Marketingchef John Koller gegenüber dem WSJ. Immerhin haben sich die Umsätze mit der mobilen Playstation seit 2007 verdreifacht – also seit dem Jahr des iPhone-Starts. Doch Apples Tablet ist natürlich mehr als nur eine Spielekonsole – es ist ein vollwertiges Netbook, und zugleich auch ein E-Reader. Auch auf diesen Gebieten ist Sony als Gerätehersteller aktiv – und muss deswegen auf Apples Offensive reagieren. “There is no denying that we are running a bit behind“, gab Sony-CFO Nobuyuki Oneda in einem Gespräch mit Analysten zu. Die beste Reaktion wäre natürlich, ein eigenes Tablet auf den Markt zu werfen. Und genau das ist offenbar auch die Strategie des zweitgrößten japanischen Elektronik-Konzerns: „Sony is very much interested in this segment of the market and we have the necessary technology“, wurde Oneda von der Financial Times zitiert. In den nächsten Monaten ist dies aber offenbar nicht geplant. Für ein gewisses Aufsehen hat auf der CES in Las Vegas immerhin die Präsentation des Sony Dash gesorgt – ein Tablet-ähnliches Gerät, von Sony als „Personal Internet Viewer“ bezeichnet.

Alles, was dem Dash-Konzept noch zum echten Tablet fehlt, ist die Mobilität


Im Unterschied zum echten Tablet-PC ist das Dash allerdings kein Mobilgerät – es dient eher als eine Art aufgepeppter Multimedia-Radiowecker mit WLAN-Anschluss. Das Konzept ist jedoch aufschlußreich: denn zahlreiche Apps machen den Internet Viewer Web 2.0-fähig, sie bringen Flickr-Fotos, Twitter-Feeds und Youtube-Clips auf das sieben Zoll große Touch-Screen-Display. Vorbild ist dabei das in den USA im Herbst 2009 gestartete Internet-Radio von Chumby – mit dem Sony nun eine Kooperation eingegangen ist. Chumby und Dash sind kompatibel – Sonys Internet Viewer läuft mit dem Chumby OS und wird aus dem Chumby Store mit seinen derzeit bereits mehr als 1500 Apps versorgt. In den USA kommt der Dash im April auf den Markt, Kostenpunkt: 200 Dollar, also etwa vergleichbar mit dem iPod Touch (16 GB-Version). Alles, was dem Dash-Konzept noch zum echten Tablet fehlt, ist die Mobilität – das Gerät hat einen Netzstecker, ein Akku fehlt.

Die Konkurrenz für Sonys PSP und Sonys E-Reader könnte also bald hausgemacht sein


Doch auch sonst hat Sony schon Erfahrungen mit der Verbindung von mobilem Computing und Touch-Screen-Displays – die 2009 gestartete Laptop Serie Vaio-L nutzt freilich nicht Chumby OS, sondern die Touch-Features von Windows 7. Nicht vergessen darf man natürlich auch Sonys E-Reader – die „Touch-Edition“ etwa lässt sich mit den Fingern bedienen, die „Daily Edition“ bietet sogar UMTS. Ähnlich wie etwa bei Amazon könnte theoretisch auch Sonys nächste E-Reader-Generation Touch-Screen, Farb-Display so wie drahtloses Internet bieten – und käme einem Tablet damit ebenfalls sehr nahe. Allerdings scheint Sony in der Praxis bisher auch weiterhin auf E-Ink zu setzen – „Of course, we are considering making color e-book readers, but there is no electronic paper whose quality is high enough for us. We could use LCD panels, but we would like to use electronic paper for our main products“, äußerte sich vor kurzem noch Sonys E-Reader-Vizechef Fujio Noguchi in einem Interview mit Tech-On. Das realistischere Szenario ist also wohl tatsächlich ein Surftablett aus dem Hause Sony, das Elemente von Dash und Vaio aufgreift. Mobiler Content steht auch schon bereit: in Sonys Reader Store gibt’s E-Books & E-Newspaper, über die BRAVIA-Plattform zudem schon jetzt Video-on-Demand. Die Konkurrenz für Sonys PSP und Sonys E-Reader könnte also bald hausgemacht sein.

Schön bunt & schön groß: Apples iPad könnte für E-Comic-Branche zum „Game Changer“ werden

E-Comic Comixology iPad.gifBelletristik auf dem iPad – schön und gut. Aber was sind Buchstaben gegen Superman!? Tatsächlich könnte Apples neues Tablet dem E-Comic zum Durchbruch verhelfen – alles, was dem mobilen Comic-Erlebnis auf iPhone oder iPod Touch noch fehlt, ist ein größeres Display. Beim E-Comic-Spezialisten wie IDW oder ComiXology wird schon fleißig an Apps für den iPad gearbeitet.

Wenn es um Comics geht, ist das iPad auf jeden Fall ein Kindle-Killer


Wenn es um die bunten Bildergeschichten geht, ist Apples iPad auf jeden Fall ein Kindle-Killer. Farbe ist bei Comics ein Muss – so lange E-Ink-Displays zwar gestochen scharfe, aber eben nur monochrome Bilder liefern, sind sie für bunte Strips eher ungeeignet. Nicht umsonst sind E-Comics selbst auf den vergleichsweise winzigen Farb-Displays von Smartphones bereits äußerst erfolgreich – vorausgesetzt, sie wurden für die mobile Lektüre entsprechend aufbereitet. Spezielle E-Comic-Apps von Anbietern wie Ave!, IDW oder ComiXology ermöglichen schon seit einiger Zeit auf iPhone oder iPod Touch hohen Lesekomfort. Die Geschichten lassen sich Panel für Panel verfolgen, das Touch-Screen kann oft nicht nur zum Umblättern genutzt, sondern auch zum Zoomen. Der „Wrist-Flip“ bei IDW nutzt sogar den G-Sensor: der Panel-Wechsel wird mit einer leichten Handbewegung ausgelöst.

Mit dem 9-Zoll-Display lassen sich Comics im amerikanischen Format fast in Originalgröße lesen


Die Übertragung eines Comics oder einer Graphic Novel auf das 9,7-Zoll-Display des Apple Tablet würde im Vergleich zum iPhone ganz anders aussehen – denn man könnte mehrere Panels gleichzeitig darstellen. Amerikanische Comics haben meist ein kleineres Seitenformat (6.625 mal 10.25 Zoll) als in Europa, das heißt viele Print-Serien ließen sich sogar direkt für das iPad formatieren. In der Comic-Branche hat Apples iPad-Premiere in San Francisco dementsprechend auch einige Euphorie ausgelöst. “Langfristig dürfte das einen deutlichen Effekt haben, denn viele Sachen die wir herausgeben können dann in einem Format gelesen werden, welches der Originalgröße sehr nahe kommt“, bestätigte etwa Chris Staros von Top Shelf, einem Underground- und Graphic-Novel-Verlag, gegenüber Publishers Weekly. Tatsächlich arbeitet Top Shelf zur Zeit an Apps für iPod wie iPad. Zuversichtlich äußerte auch Jeff Webber von IDW: „Das ist ein wunderbares Gerät für durchgehend farbige Comics. Ich würde zwar keinem Gadget zutrauen, die gesamte Branche komplett umzukrempeln, aber das iPad könnte schon eine entscheidende Rolle spielen.“

Marvel plant den nächsten Schritt: Vom E-Comic zum Motion Comic


Der besondere Vorteil für alle Verlage, die bereits jetzt iPhone-Leser mit Lesestoff versorgen: Mit iBooks hätte man zudem sofort eine passende Verkaufsplattform und könnte auf viele Kunden zählen, die bereits regelmäßig E-Comic-Apps via iTunes geshoppt haben. Bei IDW ist man deswegen vorbereitet: „Sobald das iPad auf dem Markt ist, wird IDW alle seine Apps in einer angepassten Version anbieten“, so Webber gegenüber Publisher’s Weekly. Grundsätzlich ist die Strategie von IDW jedoch auf alle mobilen Geräte ausgerichtet, inklusive Reader mit E-Ink-Display. Ähnlich denkt man bei ComiXology, deren iPhone-App bereits jetzt zu den beliebtesten E-Comic-Anwendungen bei iTunes gehört. „Wir arbeiten gerade an einer Demo-Version für das iPad“, so ComiXology-Chef David Steinberger. Ein interessantes Preview gibt es bereits jetzt im Web. Content von ComiXology soll nicht nur auf iPhone, iPod Touch und iPad lesbar sein: „Wir werden viele verschieden Plattformen bedienen, ob iPad, Android-Geräte oder das Web. Wer bei uns Comics kauft, braucht nur ein einziges Passwort, und kann sie auf allen Geräten lesen“. Die Rolle des iPads könnte jedoch nicht allein auf die Übertragung bisheriger Konzepte beschränken. Als Marvel-Chef Joe Quesada das Apple Tablet bei einer Podiumsdiskussion als einen „Game Changer“ für die gesamte Branche bezeichnete, meinte er damit nicht nur „normale“ Text-Bild-Geschichten, sondern vor allem auch das neue Genre Motion Comics.

Eins zu Null im Kindle-Krieg: Macmillan setzt höhere E-Book-Preise durch

Kampf der Verlage gegen Amazon Macmillan setzt hoehere E-Book-Preise durch.jpgEins zu Null im Preiskampf der Verlage gegen Amazon: mit Macmillan hat sich erstmals ein Großer der Branche erfolgreich gegen die Low-Price-Politik im Kindle-Store durchgesetzt. Amazon hatte zunächst die Titel aus dem Katalog genommen, nach kurzer Zeit jedoch klein beigegeben. Die Leser müssen nun beim Kauf von E-Books deutlich draufzahlen: Bücher wie Elie Wiesel’s „Night“ oder Michael Cunningham’s „The Hours“ gibt es jetzt zwischen 13 und 15 Dollar.

Eins zu null für die Verlage: Gatekeeper Amazon hat ein deutliches Eigentor kassiert


Längst ist Amazon im Online-Buchhandel zu einem „Gatekeeper“ geworden – und nutzte seine Marktmacht dazu aus, möglichst niedrige E-Book-Preise festzusetzen. Das Motiv ist klar: viele günstige Angebote sind das beste Argument, sich einen Kindle-Reader anzuschaffen. Die Strategie war erfolgreich: mittlerweile soll Jeff Bezos mehr als 3 Millionen der elektronischen Lesegeräte verkauft haben. Doch mit der rigiden Preispolitik hat der Torhüter sich nun ein Eigentor eingefangen: Macmillan hat in einem kurzen, aber heftigen Preiskampf die Schallmauer von 9,99 Dollar durchbrochen. Die neue Preispolitik von Macmillan-Chef John Sargent sieht vor, Neuerscheinungen zwar ab März parallel als Printfassung und E-Books herauszubringen – doch zu Preisen zwischen 12,99 und 14,99 Dollar.

Apple bietet mehr: im neuen iBooks-Store kosten E-Books zwischen 13 und 15 Dollar


Die Forderung nach höheren Preisen kam nicht zufällig am letzten Donnerstag auf den Tisch, einen Tag nach der Präsentation von Apples neuem Tablet namens iPad. Zeitgleich wurde ein Content-Deal für Apples neuen iBooks-Store bekanntgegeben – zu den ersten Kooperationspartnern gehört neben vier weiteren Branchenriesen auch Macmillan. Bei der Preisgestaltung ist Apple den Verlagen deutlich entgegengekommen – Neuerscheinungen gibt es bei iBooks für 13 bis 15 Dollar. Das hatte für einiges Aufsehen in der Branche gesorgt. Mit einem solchen Deal in der Tasche konnte Macmillan gegenüber Amazon sich ein kompromissloses Vorgehen erlauben – der zur Holtzbrinck-Gruppe riskierte ganz einfach die Auslistung seiner Titel im Amazon-Store. Das fand dann tatsächlich statt, wenn auch nur für wenige Stunden: „Late yesterday afternoon they informed me that they were taking all our books off the Kindle site, and off Amazon“, teilte Macmillan-Chef John Sargent am Samstag der Öffentlichkeit mit – u.a. per ganzseitiger Anzeige im Magazin „Publisher’s Lunch“.

Verkehrte Welt: Gatekeeper Amazon beklagt plötzlich Macmillans „Monopol“ über die eigenen Bücher


Nur einen Tag später zog Amazon zurück: „Wir haben Macmillans Vorschläge abgelehnt, und um die Ernsthaftigkeit unserer Ablehnung zu zeigen, wurde der Verkauf von Macmillan-Titeln zeitweise eingestellt“, hieß es zwar zunächst in einer Erklärung, die sich an die Kindle-Community auf Amazon.com richtete. Doch gab man dann zu: „Wir müssen letztlich aber kapitulieren und Macmillans Bedingungen akzeptieren, denn sie haben ein Monopol, was ihre eigenen Bücher betrifft, und wir möchten unseren Kunden die Titel auf jeden Fall zugänglich machen, auch wenn es zu Preisen geschieht, die wir unnötig hoch finden.“ Allerdings hoffe man, dass nicht alle Verlage nun ähnliche Forderungen stellen würden.

Die Verlage sollten sich nicht täuschen: auch Apple ist ein potentieller Gatekeeper – siehe iTunes


Eins müsste den Verlagen jedoch klar sein: Apples Entscheidung, höhere Preise als Amazon zu akzeptieren, ist kein grundsätzliches Plädoyer für maximale Wertschöpfung im E-Book-Bereich. Die Bedingungen des iBooks-Deals werden von den unmittelbaren Notwendigkeiten des iPad-Launchs in zwei Monaten diktiert: Steve Jobs braucht bis dahin so viel Content wie möglich. Schließlich will man im ersten Jahr bis zu fünf Millionen iPads verkaufen. Dass man nun einen besseren Draht zu manchen Verlagen hat, ist ein angenehmer Nebeneffekt – „Die Verlage sind überhaupt nicht glücklich mit Amazon, sie halten ja ihre Bücher schon zurück“, frohlockte Jobs bereits. Wäre der iPad schon so erfolgreich wie der iPod, sähe die Sache aber wohl anders aus. Als Gatekeeper im Musikbereich hat Apple sich in der Vergangenheit nämlich genauso verhalten wie Amazon im E-Book-Sektor- und gegen die Major-Labels möglichst niedrige Einheitspreise und sogar den Verzicht auf DRM-Schutz durchgesetzt. Erst vor einem Jahr gab es ein etwas flexibleres Preismodell, dass eine Staffelung je nach Aktualität der Songs erlaubte. Die Leser müssen letztlich hoffen, dass das iPad kein Kindle-Killer wird – je mehr E-Reader auf dem Markt sind, desto mehr Wettbewerb wird stattfinden. Noch besser für den freien Wettbewerb sind natürlich Geschäftsmodelle, die keine exklusive Verbindung zwischen Reader und E-Store herstellen.

iBooks auf dem iPad: Apples neues Tablet ist ein E-Reader – unter anderem

iPad-als-E-Reader-E-Book-iBooks.gif„Wir nennen es iPad“: unter großer medialer Aufmerksamkeit hat Steve Jobs in San Francisco das neue Apple-Tablet der Öffentlichkeit präsentiert. Mit seinem 9,7-Zoll Farb-Display eignet sich der große Bruder des iPods für multimedialen Content aller Art: von Webseiten über Videos bis zu elektronischer Lektüre. Das iPad wird mit einer spezielle E-Reader-App namens iBook ausgeliefert – für Content sorgt der iBook-Store, hinter dem große Verlage wie Harper Collins und Hachette Book Group stehen.

Das iPad ist so etwas wie der große Bruder des iPod


„Come see our latest creation“, stand etwas wolkig auf den Einladungen, mit denen Apple eine erlesene Schar von Mitarbeitern, Bloggern und Journalisten in das Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco eingeladen hatte. Was das kommen würde, war aber mittlerweilen allen klar: man sprach nur noch vom „Tablet Event“. Schon Tage im voraus wurden im Internet eifrig Adressen weiterverbreitet, bei denen man die exklusive Medien-Show per Video-Livestream oder zumindest per Twitter mitverfolgen konnte. Durch gezielt gestreute Informationen waren die wichtigsten Details des Tablets allerdings längst durch Blogs und Gazetten gegeistert: zu erwarten war der große Bruder des iPods. Doch wie würde das Gerät heißen? Als am Mittwoch um 10 Uhr vormittags Ortszeit Steve Jobs auf die schwarz dekorierte Bühne trat, war das Rätsel schnell gelöst: „We call it the iPad“.

apple-ipad-event-ibooks-e-book-e-reader

iBooks statt E-Books: “Wir werden auf Amazons Schultern stehen“


Tatsächlich ist das Gerät technisch eine Mischung aus iPod Touch und iPhone: bedient wird es per Touch-Screen, die Verbindung mit dem Internet geschieht wahlweise per WLAN oder via UMTS, und für den Content sorgen sowohl alte Apps wie auch ein paar spezielle Neuentwicklungen. Zu den prominentesten gehört wohl iBooks – die neue App unterstützt den Branchen-Standard epub und macht aus dem iPad einen vollwertigen E-Reader. Siegesbewusst wie immer warf Jobs dem größten Konkurrenten im E-Book-Business den Fehdehandschuh hin: „Amazon has done a great job of pioneering this… we’re going to stand on their shoulders for this“ Schon rein optisch hat iBooks einiges zu bieten – es orientiert sich dabei an Programmen wie Delicious Library oder der Classics-App für iPhone und iPod Touch. (Wie Wired berichtet, haben die Macher von Classics auch schon reagiert: ihre App gibt es vorerst kostenlos). Ein virtuelles Bücherregal zeigt die Cover der bereits geshoppten E-Books. Das Umblättern der Seiten ist animiert und sorgt für ein Buch-ähnliches Ambiente. Den Content selbst liefert nicht mehr iTunes bzw. der App Store, sondern eine neue E-Commerce-Plattform namens iBook Store. Apples neuer Service wird von Anfang an gut bestückt sein – denn parallel zur iPad-Premiere verkündete Steve Jobs einen Big Deal mit fünf großen Verlagen: Macmillan, Harper Collins,, Hachette Book Group, Penguin sowie Simon&Schuster. Die hatten wohl einen sehr guten Grund für die Kooperation mit Apple, denn die Durchschnitts-Preise der E-Books werden im iBook-Store zwei bis drei Dollar über Amazons zehn Dollar-Schwelle liegen. Amazon wird freilich ebenfalls auf dem iPad präsent sein – denn die Kindle-App für das iPhone funktioniert auch auf dem neuen Tablet.

apple-tablet-new-york-times-e-newspaper-ipad-event-e-reader

Die „Dream screen for reading and watching“ gibt’s ab 499 Dollar


Bereits vor dem iBooks-Teil erfuhren die Besucher des Tablet-Events von einem mindestens ebenso wichtigen Content-Deal: die New York Times wird von Anfang an mit dabei sein. „Our iPhone app has been downloaded 3 million times. We wanted to create something special for the iPad“ kommentierte NYT-Gastreferent Martin Nisenholtz. Die neue iPad-App sieht tatsächlich aus wie der Traum aller E-Newspaper-Enthusiasten: sie bietet auf dem 9-Zoll-Display eine gute Mischung aus Zeitungslayout und Webseite, inklusive eingebetteter Videos. Tatsächlich dürfte Apple vor allem im Bereich E-Newspaper & E-Mags dem Rivalen Amazon Paroli bieten können – denn Farbe&bewegte Bilder sind Trumpf – für Leser ebenso wie für Anzeigenkunden. Gerade bei Zeitungslesern scheinen die langsamen, nur Schwarz-Weiß-Darstellung bietenden E-Ink-Geräte jüngsten Studien zufolge deutlich schlecht abzuschneiden. kindle-ipad-specs-e-reader-e-bookAm Ende ist natürlich alles auch eine Frage des Preises. Und auch da hat das neue Gadget für Überraschungen gesorgt – viele hatten schließlich mit bis zu 1000 Dollar gerechnet. Ähnlich wie beim iPod Touch hängt der Preis jedoch von der Ausstattung ab, und die einfachste Variante – 16 Gigabyte Speicher plus WLAN, aber ohne UMTS – gibt es bereits ab 499 Dollar. Das High-End-iPad mit 64 Gigabyte und WLAN plus UMTS schlägt dagegen mit 829 Dollar zu Buche. Die Auslieferung beginnt übrigens in zwei Monaten. Der Weg für den Massenmarkt könnte mit diesem Preismodell geebnet sein. „Zur Zielgruppe gehören alle Konsumenten“, zitierte ganz in diesem Sinne die NYT den Analysten Michael Gartenberg von Interpret, „Apple stellt keine Produkte für Enthusiasten her, sie produzieren nicht für ein paar Zehntausend, sondern für ein paar Zehnmillionen“. Doch ob und wann das iPad den „iPod“-Moment erlebt, hängt letzlich auch von der weiteren Preisentwicklung ab – das Kindle etwa gibt es in den USA mittlerweile ab 259 Dollar. „“Das iPad muss sich zwischen 300 und 400 Dollar einpendeln“, so Analyst Gene Munster von Piper Jaffray gegenüber Businessweek. Eins zumindest scheint klar zu sein: wenn das iPad ein Erfolg wird, dürfte das weniger an produktiven Büroanwendungen wie iWorks oder iBrush liegen, sondern an seinen Qualitäten als Konsum-Maschine: „Overall, the iPad seems like a dream screen for reading and watching“, urteilte der New Yorker Tech-Kolumnist David Pogue.