„Zeig mir mehr davon“: ZITE, das personalisierbare iPad-Magazin

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Nach dem iPad-Start schien FlipBoard das Non-Plus-Ultra einer neuen Disziplin zu werden: dem individuellen iPad-Magazin. Dabei ging es nicht so sehr um Hochglanz-Fotostrecken für das Touch-Screen, sondern um ausgewählte Informationen, angereichert durch den individuellen Social Media-Stream. ZITE setzt nun noch stärker auf das Element der Personalisierbarkeit. Denn bei jeder News kann der Nutzer den Daumen heben oder senken – die App merkt sich das. Interessante Artikel via Facebook, Twitter oder E-Mail weiterleiten oder für spätere Lektüre bei InstaPaper zwischenparken kann man natürlich ebenso.

Ein cleverer Algorithmus hilft bei der Auswahl

Auf den ersten Blick funktionieren FlipBoard und ZITE ganz ähnlich. Interessante Artikel, Blogposts oder Videos aus allen möglichen Quellen werden kurz angefeaturet, lassen sich auf Wunsch über einen Viewer innerhalb der App aber auch komplett lesen. ZITE bietet allerdings deutlich größere Content-Flexibilität als FlipBoard. Bereits bei der thematischen Zusammenstellung gibt es mehr Auswahl, zudem kann man weitere Themen selbst hinzufügen. Der eigentliche Clou ist jedoch ein lernfähiger Algorithmus, der Beiträge zu verwandten Themen auswählt und vorschlägt. Dabei kann es sich um die jeweilige Website oder den Autor des Beitrags handeln, ein im Artikel erwähntes Produkt oder das allgemeine Sachgebiet. Außerdem gibt es eine Art „Gefällt mir“-Button, ergänzt durch einen „Gefällt mir nicht“-Button. Hebt oder senkt man den Daumen, ändert das zusätzlich die Gewichtung vergleichbarer Beiträge.

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Schafft ZITE die Quadratur des Kreises?

Auch der persönliche Twitterstream und die Feeds aus dem GoogleReader lassen sich einbinden. Allerdings arbeitet ZITE aus technischen Gründen nur mit englischem Content, für deutsche Nutzer ist die App also ingesamt nur bedingt gebrauchen. Um bestimmte Informationen aus dem täglichen Nachrichtenstrom herauszufiltern, dürfte ZITE aber auf jeden Fall sinnvoll sein. Zumindest solange, wie der Blickwinkel nicht durch die Such- und Vergleichs-Algorithmen zu stark eingeschränkt wird. Am Ende muss wohl jeder Nutzer selber ausprobieren, wie oft man durch positive oder negative Verstärkung in den Auswahlprozess eingreifen darf. Letztlich wird die tägliche Quadratur des Kreises ja mit ZITE nur ausgelagert – es geht darum, die Informationsflut zu bewältigen, ohne die wirklich wichtigen Nachrichten auszubremsen. Info-Monotonie wäre sogar noch schlimmer als Info-Beliebigkeit: Denn der tägliche Blick über den virtuellen Tellerrand macht ja für viele Webnutzer gerade den Reiz des Mediums aus.

iOS 4.3 kommt später, kostenloses The Daily-Abo verlängert bis 28. Februar

thedaily-ipad-kostenloses-aboDes einen Freud, des anderen Leid: viele Mac-Freunde warten auf das iOS-Update 4.3 – das scheint sich jedoch noch zu verzögern. Eins der neuen Features ist ja bekanntlich die In-App-Abo-Funktion für elektronische Zeitungen und Magazine. Prototyp dafür ist wiederum Rupert Murdochs iPad-only-Zeitung „The Daily“ (E-Book-News berichtete). Das am 2. Februar gestartete E-Newspaper gab’s zunächst für zwei Wochen kostenlos auf dem iPad – danach sollten die Leser 99 US-Cent pro Woche berappen. Doch die Testphase ist nun offenbar parallel zum verzögerten iOS-4.3-Start verlängert worden, vorerst bis zum 28. Februar. Wer Murdochs Postille danach testen möchte, muss jedoch nicht in die Röhre schauen. Neu hinzukommende Nutzer der Daily-App sollen in Zukunft ebenfalls eine jeweils zweiwöchige kostenlose Probezeit haben. Damit sich The Daily rechnet, müssen angeblich 500.000 Dollar pro Woche erwirtschaftet werden – dafür wären also mindestens 500.000 wöchentliche Abos notwendig. Die ausgedehnte Testphase dürfte den Lesern die Entscheidung nun wohl erleichtern. Kommt demnächst noch die angekündigte Android-Version hinzu, wird sich die Zahl potentieller Abonnenten noch erweitern. Etwas leichter werden es aber wohl bis auf weiteres E-Newspaper haben, die geräteunabhängig in jedem Browser gelesen werden können – so ist etwa die ebenfalls papierlose Huffington Post bereits seit 2010 profitabel.

Neue iTunes-AGB: Was man über In-App-Abos auf dem iPad wissen sollte

in-app-aboDie Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei iTunes ändern sich ständig, ohne das noch jemand genau hinschaut. Diesmal lohnt es sich aber, denn es geht um die In-App-Abos, also das Abonnieren von elektronischen Zeitungen & Zeitschriften auf dem iPad. Gegenüber dem Einzelverkauf lässt sich im Abo oft einiges sparen – dafür muss man sich aber auch für mehrere Monate binden. Wann kann man kündigen? Wie funktioniert die automatische Verlängerung? Wer bekommt eigentlich die Abo-Daten? Wir haben zusammengefasst, was man in Sachen In-App-Abo unbedingt wissen sollte.

Automatische Verlängerung, händische Kündigung

Bei den In-App-Abos ist es wie im richtigen Leben – wenn man sie nicht irgendwann kündigt, laufen sie munter weiter. Bei Apple hat man aber eigentlich sogar bessere Karten als bei Papiermedien, denn die „automatische Verlängerung“ kann man bis 24 Stunden vor Ablauf des aktuellen Zeitraums einfach abschalten (vorausgesetzt, man ist online). Wenn der Zeitungsverlag die Abopreise erhöht, wird die automatische Verlängerung automatisch abgeschaltet. Akzeptiert man den neuen Preis, muss man also die Verlängerung wieder aktivieren, sonst endet das Abo zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

14-tägige Geld-zurück-Garantie

Wer gerade ein neues Abo abgeschlossen hat, bekommt etwas Bedenkzeit – erstmal läuft nämlich eine 14 Tage währende Kündigungsfrist. Bezahlen muss man nur, was innerhalb dieser Zeit bereits geliefert wurde, das restliche Geld wird erstattet. Kündigen per Knopfdruck, Mausklick oder Fingerwisch geht allerdings nicht. Wer kündigen will, muss dies mit einem E-Mail-Formular tun, das auf der iTunes-Homepage zugänglich ist. Nach Ablauf der 14-Tage-Frist ist keine Kündigung oder Rückerstattung mehr möglich, alles was dann noch hilft, ist die Abschaltung der automatischen Verlängerung.

Weitergabe von persönlichen Daten an Verlage, Opt-Out-Funktion

Anders als bei einem normalen Zeitungsabo hat man es nicht direkt mit dem Verlag zu tun, sondern zunächst mal nur mit iTunes/Apple. Allerdings wird man gefragt, ob Apple den Namen, die E-Mail-Adresse und die Postleitzahl an den Verlag weitergeben darf. Die Verlage können diese Informationen für statistische Zwecke nutzen, aber auch um Werbung zu verschicken. Die Zeitungsverleger sind wegen der „Opt-Out“-Funktion zur Zeit ziemlich sauer auf Apple, denn schließlich geht ihnen hier der direkte Kontakt zum Kunden verloren, mal ganz abgesehen davon, dass sie nun bei jedem In-App-Abo via iTunes 30 Prozent Provision zahlen müssen. Mitleid wäre hier aber wohl fehl am Platz – man sollte auf jeden Fall die Weitergabe der Daten ablehnen, denn für den Leser gibt’s dabei nichts zu gewinnen. Deswegen sollte man diese „Opt-Out“-Funktion auf jeden Fall nutzen.

Im Folgenden dokumentieren wir die Original-AGB (Absätze & Zwischenüberschriften E-Book-News)

IN-APP ABONNEMENTS

Automatische Verlängerung von Abos

Bestimmte App Store Produkte können Funktionalitäten enthalten, die es Ihnen ermöglichen, Inhalte auf der Basis eines Abonnements zu erwerben („Bezahlte Abonnements“). Bezahlte Abonnements verlängern sich automatisch um die von Ihnen gewählte Laufzeit. Ihr Konto wird nicht mehr als 24 Stunden vor dem Ablauf des derzeitigen Bezahlten Abonnements belastet.

Automatische Verlängerung abschalten, Abschaltung bei Erhöhung des Abopreises

Sie können die automatische Verlängerung ausschalten, indem Sie in Ihren Kontoeinstellungen auf „App Abos verwalten“ gehen und das Abonnement auswählen, das Sie ändern wollen. Die automatische Verlängerungsfunktion des Abonnements wird ausgeschaltet, wenn der Veröffentlicher den Preis für das Abonnement erhöhen.

Gratis-Testphasen

Gewisse Bezahlte Abonnements bieten gegebenenfalls eine gratis Testphase vor dem Kauf an. Wenn Sie sich dazu entschließen, ein Bezahltes Abonnement vor dem Ende der gratis Testphase zu erwerben, beginnt Ihr Bezahltes Abonnement unverzüglich. Zusätzliche Informationen über ein Angebot zu Bezahlten Abonnements gibt es auch beim Kauf desselben über das App Store Produkt.

Weitergabe von persönlichen Daten an Verlage, Opt-Out-Funktion

Wir holen gegebenenfalls Ihr Einverständnis ein, um den in Ihrem Konto angeführten Namen, die entsprechende Emailadresse und Postleitzahl dem Veröffentlicher zur Verfügung zu stellen, damit Ihnen dieser in Übereinstimmung mit seiner Datenschutzrichtlinie Werbung zu seinen eigenen Produkten zusenden kann. Wenn der Veröffentlicher diese Informationen erhält, werden diese in Übereinstimmung mit seiner öffentlich bekanntgemachten Datenschutzrichtlinie verarbeitet. Wir empfehlen Ihnen, sich mit den Datenschutzpraktiken des Veröffentlichers vertraut zu machen bevor Sie Ihr Einverständnis erteilen, dass Ihre personenbezogenen Daten an diesen weitergegeben werden. Für weitere Informationen siehe die Datenschutzrichtlinie des Veröffentlichers oder kontaktieren Sie den Veröffentlicher direkt.

14-Tage Geld-zurück-Garantie

Kaufpreisrückerstattungen (die anteilsmäßig berechnet werden und dabei die von Ihnen bereits erhaltenen Inhalte des Bezahlten Abonnements berücksichtigen) sind innerhalb von 14 Kalendertagen ab dem Kauf des Bezahlten Abonnements möglich. Für diesen Zweck steht das Email-Formular unter http://www.apple.com/de/support/itunes/ zur Verfügung. Es gibt keine weiteren Kaufpreisrückerstattungen, keine Rückgabe oder Vertragsaufhebung nach dem Kauf.

Neues Jobs-Wunder: Apple verkauft über 7 Mio. iPads im letzten Quartal 2010

7 millionen verkaufte ipads viertes Quartal 2010Kaum kam die Apple-Aktie durch Steve Jobs Krankschreibung ins Trudeln, da bekommt sie schon wieder kräftig Auftrieb. Denn die gerade veröffentlichten Zahlen für das 4. Quartal 2010 sind wirklich beeindruckend: unterstützt durch das Weihnachtsgeschäft gingen mehr als 7 Mio. iPads über den Ladentisch, 16 Mio. iPhones sowie 19 Mio. iPods (darunter etwa 10 Mio. iPod Touch). Jeden Tag werden mittlerweile 366.000 Geräte mit Apples mobilem Betriebssystem iOS ausgeliefert. Alleine die verkauften Tablets garantieren Apple bereits einen geschätzten Anteil am Welt-PC-Markt von etwa 7% – und in wenigen Jahren könnten es vielleicht schon 25% sein, schätzt man beim Business Insider. Rechnet man noch das Marktpotential der neuen Android-Tablets hinzu, könnte sich Farb-LCD plus Touch-Screen auch in punkto elektronisches Lesen zum neuen Standard entwickeln – denn für viele Besitzer von Mobilgeräten ist die E-Reader-Funktionalität ein wichtiger Zusatznutzen. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland: Immerhin konnte sich bei einer Umfrage im Rahmen der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) bereits im Oktober 2010 ein Drittel der befragten Bundesbürger vorstellen, das iPad als E-Reader einzusetzen.

Wissensvorsprung gegen Cash: „Handelsblatt First“-App informiert iPad-Leser exklusiv

handelsblatt-first-app-ipadDas Handelsblatt bringt seine neueste Cash-Cow in Stellung: die iPad-App „Handelsblatt First“ bietet rund um die Uhr aktualisierte Nachrichten aus der Wirtschaft- und Finanzwelt, und zugleich einen Wissensvorsprung im Vergleich zur handelsblatt.com-Website. Für den kontinuierlichen News-Flow auf dem Touch-Screen sorgt eine eigene iPad-Redaktion. Bis April kann man die App kostenlos nutzen, danach kostet die exklusive Information 11,99 Euro pro Monat bzw. 119 Euro pro Jahr.

Nur wer zahlt, bekommt die Nachricht zuerst

„Das wichtigste: Zuerst“ ist das Motto der neuen iPad-App des Handelsblattes. Das wichtigste zuerst: Deutschlands größte Wirtschafts- und Finanzzeitung will mit diesem Premium-Angebot möglichst viele neue Abonnenten gewinnen. Denn wenn auch die Konjunktur wieder an Fahrt aufnehmen mag – die Druckauflagen sinken selbst beim Handelsblatt, in den letzten vier Jahren von 180.000 auf knapp 160.00 Exemplare. Um zahlende Kunden für die iPad-App zu bekommen, muss man natürlich einen Mehrwert bieten gegenüber dem kostenlosen Web-Angebot und der ebenfalls kostenlosen iPhone-App. Und der besteht in der Exklusivität, sprich: der Bevorzugung in punkto Aktualität. Brandheiße Meldungen über explodierende Bohrinseln, platzende Spekulationsblasen oder geschasste Top-Manager bekommen die Nutzer von „Handelsblatt First“ zukünftig garantiert zuerst – die anderen Leser müssen warten.

Gratis dank „freundlicher Unterstützung“ von Siemens?

Multimedia gibt’s auch: neben Video-Reportagen zu Einzelthemen bringt die Redaktion drei mal täglich eine 99-Sekunden-Zusammenfassung der wichtigsten Nachrichten auf das Tablet, präsentiert durch TV-Moderatorin Adeline von Drateln (zumindest ab Ende Januar). Wie es sich für eine Premium-App gehört, kann man viele Inhalte zudem offline lesen. Über eine Watchlist lassen sich bestimmte Börsenkurse oder Devisenbewertungen ständig en detail im Auge behalten. Interessantes Detail der Markteinführung: dem Handelsblatt zufolge kann man „mit freundlicher Unterstützung“ des Sponsoring-Partners Siemens die App bis Ende April kostenlos nutzen. Übersetzt heißt das wohl: in der Einführungsphase ist wie bei anderen Apps auch das „Handelsblatt First“ umsonst zu haben, der Verlag kassiert aber für die Nennung des Unternehmens ein gewisses Sümmchen.

Handelsblatt-Insider hält von der App gar nichts

Deftige Kritik an der App gab’s gleich zum Start von einem ehemaligen Handelsblatt-Reporter: auf „Indeskretion Ehrensache“ wirft Thomas Knüwer den Machern schwere handwerkliche Fehler vor. Darunter nicht funktionierende Push-Benachrichtigungen, dürftige Möglichkeiten zur Personalisierung, schlecht lesbare Kursanzeigen, Videos mit körnigem Bild und schlechtem Sound und nicht zuletzt eine fehlende Suchfunktion. Zweifel hat Knüwer auch am Exklusivitäts-Charakter:

„Das “Handelsblatt” verbreitet eine Exklusivnachricht über First. Spiegel Online berichtet über das Berichtete. Natürlich wird nicht verlinkt – deutsche Redaktionen mögen Qualitätsjournalismus nicht fördern. Der interessierte Leser aber geht vielleicht auf Handelsblatt.com weil er das Original lesen möchte. Dort findet er dann – nichts.“

Zur Exklusivität gehöre zudem die völlige Abschottung von Social Media-Plattformen. Die Breaking News bleiben also unter sich – man kann sie weder twittern, emailen oder via Facebook weitergeben. Knüwer kritisiert zu recht: „Märkte sind Gespräche – das ‚Handelsblatt‘ aber mag keinen Gesprächsstoff liefern.“

Archie-Comics erscheinen ab April 2011 gleichzeitig digital & gedruckt

archie-comic-ipad-iphoneArchie Andrews, Betty Cooper und Veronica Lodge aus der fiktiven Kleinstadt Riverdale gehören zum Inventar der amerikanischen Populärkultur, und das schon seit mehr als siebzig Jahren. Letztes Jahr widmete die amerikanische Post Archie & Co sogar eine eigene Briefmarke. Den Sprung auf die Displays von iPhone & iPad schafften die Helden aus der Provinz auch schon, doch eins hatten die gedruckten Hefte den E-Comics bisher immer noch voraus – die neuen Folgen gab’s zuerst auf Papier. Das wird sich nun ändern: ab April erscheinen die Archie-Comics parallel elektronisch und im Print. Beigetragen zu dieser Kursänderung hat offenbar der Erfolg der Serie in Apples App Store. Im Jahr 2010 wurde die kostenlose Archie-App mehr als 1,7 Millionen mal heruntergeladen – das dürfte eine genügend große Basis darstellen, um mit dem neuen Konzept das In-App-Shopping aktueller Titel kräftig anzukurbeln. Und falls das doch nicht reichen sollte: in ein paar Wochen kommt auch eine Android-App auf den Markt…

Tipp: Komplette Comicserien günstig auf iPad & iPhone lesen

comics-guenstig-auf-ipad-iphone-lesenEs gibt wohl kaum ein besseres Comic-Lesegerät als Apples iPad – und dank E-Comic-Apps von Anbietern wie IDW, Marvel oder Comixology ist die Auswahl einzelner Serien riesengroß. Für Vielleser wird’s allerdings auch schnell sehr teuer. Doch das muss nicht unbedingt sein, zumindest, wenn es um ältere Comics geht. Es gibt einen einfachen Trick, digitalisierte Heft-Serien auf’s Display zu bringen – nämlich über den Umweg von Sampler-DVDs bzw. CD-Roms. Meist liegen die einzelnen Scans im PDF-Format vor. Die einzelnen Dateien lassen sich via iTunes komfortabel auf iPad, iPod oder iPhone Touch übertragen und mit iBooks lesen. Lesestoff findet man im Internet en masse: Bei amazon.com kann man beispielsweise sehr günstig viele Komplett-Pakete bekommen, ob von den X-Men, Star Trek, MAD o.ä. Zahlreiche digitale Kollektionen älterer Comicserien findet man auch bei E-Bay USA. Das Preis-Leistungsverhältnis dürfte bei allen Angeboten stimmen – der durchschnittliche Preis pro Heft liegt meist nur bei wenigen Cent.

(via macenstein.com)

Friedliche Koexistenz von Tablet & Reader: Fast die Hälfte der iPad-Nutzer hat auch schon ein Kindle

Ende 2010 gab es von Amazon die üblichen Verkaufsrekord-Meldungen zum Thema Kindle, aber auch eine interessante Erkenntnis: viele Kunden nutzen sowohl das Kindle wie auch ein iPad. Wichtigstes Argument dafür, so Jeff Bezos, sei vor allem der niedrige Preis des Amazon-Readers (139 Dollar gegenüber 499 Dollar für die Basisversion des iPads). Neue Zahlen des US-Finanzdiensleisters J.P. Morgan scheinen das nun zu untermauern: 40 Prozent der befragten iPad-Besitzer gaben an, zusätzlich auch ein Kindle zu betreiben, immerhin 23 Prozent der iPad-Besitzer wollen sich im Jahr 2011 erklärtermaßen ein Kindle anschaffen. Bemerkenswert ist auch eine weitere Zahl: 28 Prozent der insgesamt befragten Internet-Nutzer gaben an, bereits ein Kindle zu haben oder sich in den kommenden 12 Monaten ein Kindle kaufen zu wollen. Kein Wunder also, dass J.P. Morgan-Analyst Imran Khan Anlegern dazu rät, sich in nächster Zeit mit Amazon-Aktien einzudecken…

(via businessinsider)

Sternchen für Vielleser: Kobo-App „Reading Life“ macht E-Book-Lektüre zum sozialen Event

kobo-app-ipad-ereading-life Auf der Suche nach dem „Unique Selling Point“ hat Kobo das soziale Lesen entdeckt: die „Reading Life“-Funktion der neuen Kobo-App für das iPad hilft E-Book Freunden, via Facebook an ihrer Web-Persönlichkeit zu basteln, getreu dem Motto: du bist, was du liest. Neben literarischen Status-Updates macht die neue Kobo-App aber dank grafischer Auswertungen auch dem Leser selbst stärker bewusst, was und wie er liest. Belohnungen gibt’s obendrein – für verschiedenste Leseleistungen werden automatische „Awards“ verliehen.

Kobo folgt dem Trend des „Social Readings“

Wer E-Books liest, ist nicht mehr allein. Erst recht nicht, wenn die Lektüre auf dem iPad stattfindet. Denn immer mehr Apps machen Lesen zum sozialen Prozess. Zu den über Social Media-Kanäle verbreiteten Informationen gehört mittlerweile auch, was man liest, wann man liest, und natürlich auch wieviel man liest. Zu den Bestsellern haben sich die am meisten unterstrichenen Passagen gesellt, und ob die E-Books dem Leser gefallen, verraten Daumensymbole oder Emoticons. Diesem Trend folgt nun auch der kanadische Anbieter Kobo: „eReading is going social, local and real-time“ – lauten kurz zusammengefasst die wichtigsten Neuerungen der Kobo-App für das iPad. Mit einer geballten Ladung an neuen Funktionen versucht sich Kobo solchermaßen, von Konkurrenten wie Amazon oder Barnes&Noble abzuheben.


Spätleser dürfen mit dem „Witching Hour“-Award rechnen

Während Status-Updates à la „Ich lese gerade Alice im Wunderland“ ja nichts umwerfend Neues sein dürften, sind die „Awards“ doch etwas ungewöhnlich. Wer beispielsweise viele Informationen mitteilt, bekommt den „Papillion“ verliehen, wer regelmäßig liest (d.h. täglich), darf sich mit dem „Twain“ schmücken. Neigt man zum Schmökern zu später Stunde, heimst man bald den „Witching Hour“-Award ein. Auch diese Ehrentitel werden natürlich im Facebook-Feed den „Freunden“ mitgeteilt. Ohne Facebook läuft allerdings in Sachen Social Reading gar nichts – eine Twitter-Integration etwa fehlt bisher. Auf dem Kobo-Reader selbst sind die Funktionen ebenfalls nicht verfügbar, „Reading Life“ gibt zur Zeit nur für die Kobo-App auf dem iPad. Wer die Kobo-App schon installiert hat, muss sie lediglich updaten.

Die Kobo-App kennt ihre Nutzer ganz genau

Kobos neue App-Erweiterung macht den Leseprozess aber auch für den Leser selbst transparenter: eine spezielle Übersicht bietet eine grafische Auswertung der Lektüre: etwa, wieviel Zeit man auf Bereiche wie E-Mags, Zeitungen und E-Books verwendet, zu welchen Tageszeiten man liest, oder wieviel Prozent der gesamten Bibliothek schon verschlungen wurde. Außerdem gibt es eine Collage zu sehen, die aus den Covern sämtlicher gelesener Bücher zusammengestellt wird – bei entsprechender Lesewut sollte das Bild entfernt dem Koffer eines Globetrotters ähneln. Kobo zufolge sollen diese Formen der Visualisierung des Lesens motivierend wirken. Zugleich macht die Übersicht auch deutlich, wieviele Daten im Zeitalter des vernetzten Lesens ganz automatisch erhoben und analyisert werden können.

„Gute Journalisten erklären digitalen Müll“: Bild-App kommt auf das iPad

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Nach der iPhone-Version von BILD gibt’s Deutschlands größte Boulevard-Zeitung nun auch für Apples iPad. Die „Bild HD“ genannte App bringt aktuelle Inhalte des Blattes in eigens für das 9-Zoll-Tablet aufbereiterer Form – vom Titel-Girl über F. J. Wagners Kolumne bis zum Sport-Teil. Als besonderes „Incentive“ ist die Bild-Website für iPad-Nutzer ab jetzt gesperrt – so sollen mobile Surfer zum Kauf der Bild-App motiviert werden, die für 79 Cent zu haben ist. Wer länger als eine Woche fette Schlagzeilen auf dem Touch-Screen antippen möchte, wird allerdings erneut zur Kasse gebeten.

Kai D. aus B. & ein Campingkocher mit Ceranfeld

Einer der rätselhaftesten Personen der deutschen Presselandschaft ist Bild-Chef-Kolumnist Franz Josef Wagner. -- Sein bleiches Gesicht hat die Farbe der Nichtlebenden. In seiner Welt scheint keine Sonne. Auf der Computertastatur spielt er wie Chopin auf dem Klavier. Er ist aber kein Journalist. Denn er veröffentlicht digitalen Müll, anstatt ihn zu erklären. -- Diese Sätze aus der Kolumne „Post von Wagner“ sind an Julian Assange gerichtet – wer sein iTunes-Konto mit 79 Cent belastete, konnte sie heute auf dem iPad lesen, in der aktuellen „Bild HD“-App. BILD ist Deutschlands größte Boulevardzeitung – schließlich wird sie als einzige im nordischen Format gedruckt, das sonst überregionalen Blättern wie FAZ oder SZ vorbehalten bleibt. Auf Apples 9-Zoll-Display wird BILD allerdings zum Tabloid gestutzt. Die auf zehn Seiten geschrumpfte iPad-Ausgabe ist ein multimedial aufbereitetes Extrakt der Papierausgabe, und wirkt streckenweise tatsächlich wie eine mittelmäßige Collage aus Original-Schnippseln. Ähnlich wie bei der iPhone-Version gibt’s per Fingertipp aber auch das PDF des Originals vom Kiosk. Begleitet wird der BILD-App-Launch von einem viralen Youtube-Spot von & mit Olli „Dittsche“ Dittrich, eingestellt von einem gewissen „Kai D. aus B.“

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„Schüttel-Girl“ für’s iPhone schaffte 400.000 Downloads

Einen Tag, bevor Titelgirl Liliane (23) aus Thüringen sich unterhalb des Torsos von Thomas Gottschalk (59) auf dem iPad-Display räkeln durfte, zog Springer-Chef Döpfner (47) eine vorläufige Bilanz der mobilen Online-Aktivitäten. Die Angebote für mobile Gadgets wurden in den vergangenen zwölf Monaten etwa 500.000 Mal verkauft und über 800.000 Mal heruntergeladen. Den Vogel abgeschossen hat dabei das Schüttel-Girl für’s iPhone: die „Bild“-App für das Edel-Handy verkaufte sich über 400.000 Mal. Das intellektuelle Flaggschiff „Die Welt“ folgt mit knapp 50.000 Verkäufen für iPhone und iPad. Noch exklusiver ist der Kundenkreis für das Premium-Magazin „The Iconist“, das es nur auf dem iPad gibt: lediglich bezahlte 7600 Downloads wurden seit dem Start im Herbst 2010 gezählt. Springers selbsterklärtes Ziel ist es, in den nächsten zehn Jahren mindestens 50 Prozent der Einnahmen mit Online-Angeboten zu erzielen – im letzten Jahr war der Digi-Anteil mit 17 Prozent jedoch noch mindestens so spärlich wie die Textilien der Titel-Girls.

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Springers Paywall auf dem iPad lässt sich leicht umgehen

Der Kurs in Richtung Paid Content wird nun allerdings forciert. Um den Absatz dieses neuen Formats anzukurbeln, wählte Springer den harten Weg – die BILD-Website wurde für Zugriffe von Apples iPad gesperrt. Stattdessen bekommen iPad-Surfer einen Verweis auf die kostenpflichtige App zu sehen. „Bild HD“ kostet im App Store 79 Cent und kann zu diesem Preis eine Woche lang genutzt werden. Danach kostet eine einzelne Ausgabe 79 Cent. Alternativ werden auch Abos angeboten: 12,99 Euro für einen Monat, 34,99 Euro für drei Monate und für ein Jahresabonnement 129,99 Euro. Allerdings lässt sich die besondere Form der Paywall auf dem iPad relativ leicht umgehen – man muss nur die sogenannte „User Agent“-Einstellung im Browser verändern (im Standard-Browser Safari ist das jedoch nicht möglich). Jeder Browser teilt nämlich der besuchten Webseite automatisch mit, wie er heißt und auf welchem System er läuft – damit soll eine optimale Darstellung von Inhalten ermöglicht werden. Wählt man in einem Alternativ-Browser wie etwa Terra oder iCab als „User Agent“ beispielsweise „Mac OS X Safari 5“ aus, wird die BILD-Homepage auf dem iPad wieder sichtbar.

(via MacWelt, ZDNet, t3n)