Zehn Jahre iPhone: welche Rolle spielte Steve Jobs „revolutionäres Produkt“ für die E-Lese-Revolution?

apple-erstes-iphone-2007Steve Jobs liebte große Worte: „Hin und wieder kommt ein revolutionäres Produkt daher, das alles verändert“, verkündete der Apple-Chef Januar 2007 bei einem Live-Event. Diesmal versprach er dem Publikum sogar drei Produkte auf einmal: einen iPod Touch mit Widescreen, ein revolutionäres neues Handy und ein bahnbrechendes mobiles Internet-Gerät. Oder doch nicht? „These are not three separate devices, this is one device. And we are calling it the iPhone“.

Personal Computer unserer Zeit

Zehn Jahre und alleine 1 Milliarde (!) verkaufter iPhones später ist klar: die angekündigte Revolution hat tatsächlich stattgefunden — das mobile Smartphone hat den PC rein quantitativ überholt, das iPhone und seine Epigonen sind der „Personal Computer“ unserer Zeit. Doch die Veränderung ist eben auch qualitativ, mit dem vernetzten Multi-Touch-Smartphone ist das Internet mobil geworden, und damit auch der E-Commerce. Die Folgen sind unübersehbar: Wir sind als Netzbürger und Konsumenten immer und überall vernetzt, always on, never off, wir kommunizieren, recherchieren, konsumieren per Fingertipp auf den Display.

iPhone & Kindle starteten 2007

Auch das elektronische Lesen wäre ohne iPhone — vor allem in Verbindung mit App Store bzw. iBooks — nicht dort, wo es heute ist. Doch das wiederum liegt nicht an Apple, oder jedenfalls nicht nur an Apple. Denn im Herbst 2007 ging ein weiteres revolutionäres Gerät an den Start: Amazons erster Kindle Reader. Erst mit Kindle und Kindle Store erlebte das elektronische Lesen in den USA und international einen solchen Boom, dass auch Apple aufmerksam wurde. Parallel zum iPad-Launch 2010 startete mit dem iBooks Store das „iTunes für Bücher“ — eine separate Version für das iPhone inklusive (zur Vorgeschichte von iPad & Kindle siehe: vom-buch-zum-byte.de).

Smartphone wichtigste E-Lese-Plattform

Elektronisches Lesen findet heutzutage zumeist innerhalb von Apps statt, die auf mobilen iOS- oder Android-Geräten installiert sind, Smartphones sind dabei das Einsteiger-Gerät Nummer Eins in punkto E-Reading. Klassische E-Reader mit E-Ink-Display haben ihre Rolle als Schrittmacher für die E-Lese-Revolution dagegen ausgespielt, sie dümpeln am Markt nur noch als zweckgebundene Nischengeräte herum, wenn auch nicht völlig erfolglos. Multifunktionsgeräte wie Smartphones oderTablets finden sich jedoch inzwischen in fast jedem deutschen Haushalt, ein Kindle- oder Tolino-Reader bei weitem nicht.

Nächstes großes Ding in Sicht?

Das iPhone als Ikone des Mobile Business übt eine solche Sogwirkung aus, dass selbst Amazon-Chef Jeff Bezos nicht die Finger davon lassen konnte, und sie sich mit dem Projekt „Fire Phone“ kräftig verbrannte. Auch ein iPad-Klon namens Fire Tablet verkauft sich eher mäßig. Beim Smart Home-Zubehör punktete Amazon dann aber plötzlich mit einer Eigenentwicklung — die Lautsprecher-Konsole Echo mitsamt integrierter digitaler Assistentin Alexa scheint den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Hin und wieder kommt tatsächlich ein revolutionäres Produkt daher, das alles verändert. Und nicht immer kommt es von Apple.

Abb.: Arnold Kim/Blake Patterson (cc-by-2.0)

Rauben uns iPad, Kindle Fire & Co. den Schlaf? Ja, sagt neue Studie zu Lektüre auf LED-Displays

Es muss nicht immer die Story im Vordergrund sein, die uns bei abendlicher E-Lektüre den Schlaf raubt – manchmal ist offenbar auch der Hintergrund schuld, zumindest wenn es sich um ein hintergrundbeleuchtetes Display handelt. Das hat eine Forschergruppe am Bostoner Brigham and Women’s Hospital im Rahmen einer zweiwöchentlichen Studie herausgefunden: Teilnehmer, die vor dem Schlafengehen zwei Stunden auf einem iPad schmökerten, hatten hinterher deutliche Schwierigkeiten beim Einschlafen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die Bücher aus Papier nutzte.

„Wir haben festgestellt, dass der natürliche circadianische Rhythmus duch das kurzwellige blaue Licht dieser Geräte durcheinander gebracht wird“, so die Neurowissenschaftlerin Dr. Anne-Marie Chang, Mitautorin der in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Studie. „Teilnehmer mit einem licht emittierenden E-Reader brauchten im Vergleich zu den Buch-Lesern länger, um ein einzuschlafen, und sie waren auch weniger müde. Ihre Melatonin-Produktion war verringert, das Timing der inneren Uhr verschoben, das Aufwachen am nächsten Morgen fiel ihnen schwerer.“ Auch die zur Erholung besonders wichtigen REM-Schlafphasen („Rapid Eye Movement“) seien kürzer ausgefallen.

Schon aus früheren Studien war bekannt, das kurzwelliges Licht die Konzentration des Schlafhormons Melatonin im Blut um ca. 20 Prozent verringert – nun wurden erstmals die Auswirkungen auf den kompletten Rhythmus von Wachen und Schlafen genauer untersucht. Das scheint auch dringend notwendig zu sein: „Eine repräsentative Studie hat kürzlich gezeigt, dass 90 Prozent der US-Amerikaner an mehreren Abenden pro Woche noch eine Stunde vor dem Schlafengehen elektronische Geräte nutzen“, heißt es im Abstract der Studie. Ohnehin habe in den letzten 50 Jahren die Dauer und Qualität des Schlafes abgenommen, so die Forscher. Deswegen seien weitere Studien nötig, um den Einfluss von Tablets und Smartphones auf die Gesundheit besser einschätzen zu können.

Im Test selbst wurden ausschließlich iPads verwendet, die Forscher haben aber auch das Spektrum anderer Mobilgeräte mit LED-Backlight gemessen, darunter iPhone, Kindle Fire und Nook Color – in allen Fällen wurde ein Strahlungs-Peak im kritischen Bereich von ca. 450 Nanometern festgestellt. Nicht gemessen wurden Glimmerlicht-Reader wie das Kindle Paperwhite oder Nook Glowlight, deren LEDs zwar ebenfalls kurzwelliges Licht ausstrahlen, jedoch weitaus weniger leuchtstark sind. So lässt sich vor allem eine Empfehlung aus der Studie ableiten: vor dem Schlafengehen lieber nicht auf Tablets oder Smartphones lesen oder die Helligkeit herunterregulieren – am Desktop kann man zudem Apps wie f.lux nutzen.

Abb.: F Delventhal/Flickr (cc-by-2.0)

„Think with your hands“: Virtueller Pencil trifft auf virtuelles Paper

Steve Jobs liebte die radikale Vereinfachung – was am Ende u.a. zum iPad führte, einem PC ohne Tastatur, Maus oder gar Stylus. O-Ton Jobs: „Erst hat man ihn, dann legt man ihn weg, dann ist er weg, Bäh! Niemand will so etwas“. Schönes Konzept, theoretisch. Doch in der Praxis möchte nicht jeder Nutzer alles mit dem Finger auf dem Display erledigen, im Zweifelsfall geht man dann doch lieber stiften. Das weiß auch Georg Petschnick, CEO des Startups „Fiftythree“, das mit der virtuosen Graphik-Anwendung „Paper“ die iPad-App des Jahres 2013 geschaffen hat: einer selbst initiierten Martkstudie zufolge werden Eingabstifte am iPad sogar drei bis fünf mal häufiger genutzt als Bluetooth-Tastaturen. So kann es auch nicht überraschen, dass es parallel zu „Paper“, der App jetzt auch „Pencil“, den Stylus gibt.

Wobei: Pencil heißt ja einfach nur Bleistift, das ist aber deutlich untertrieben – es handelt sich um einen Stylus, der daher kommt wie ein massiver Vierkant-Zimmermannsbleistift, der von Manufactum designt wurde. Die De-Luxe-Variante mit Walnuss-Optik gibt’s für 60 Dollar, eine schwarz lackiert Version schon für 50 Dollar. Tippt man mit der vergoldeten Spitze kurz auf das aktuell geöffnete Zeichenblatt der Paper-App, wird der Stift automatisch aktiviert und angekoppelt („Kiss to Pair“). Eine Akkuladung reicht für einen Monat Bluetooth-Betrieb.

Gezeichnet werden kann dann in ganz natürlicher Haltung, die Berührung des Displays mit der Handfläche wird von der App ignoriert. Mit der flachen Endfläche des Pencils kann man radieren. Zum Auftragen und Verwischen von Farben innerhalb gezeichneter Linien nutzt man den Finger, fast wie im richtigen Leben. „Think with your hands“, fasst man bei Fiftythree das intuitive Konzept von virtuellem Papier plus Bleistift zusammen. Während die Zusatzfeatures nur innerhalb von Paper genutzt werden können, funktioniert Pencil mit anderen Apps und auch auf anderen Touch-Screen-Geräten als normaler Stylus ebenfalls.

Dank einer Kooperation von Fiftythree mit Moleskine lassen sich die am iPad kreierten Skizzen, Graphiken und Illustrationen übrigens auch stilvoll zu (echtem) Papier bringen – man kann sie direkt aus der App als ein Print-On-Demand-Skizzenbuch im Original 4:3-Format zum Preis von 40 Dollar bestellen.

Abb.: Fiftythree.com

Tablet-Boom geht weiter – Apps als Ausweg aus der Zeitungskrise?

Für die gedruckte Zeitung ist der November 2012 zum Trauermonat geworden – mit der Insolvenz der Frankfurter Rundschau steht ein Traditionsblatt auf der Kippe, während der relative Newcomer FTD jetzt das endgültige Aus für den Tag nach Nikolaus verkünden musste. Doch der Auflagenschwund bedroht auch andere Blätter: im letzten Quartal registrierte die IVW für die Tagespresse branchenweit einen Rückgang um 3 Prozent gegenüber 2011. Ein deutliches Wachstum gab’s zwar im Bereich E-Paper, doch der der Anteil digitaler Ausgaben (0,23 Mio) liegt bei gerade mal einem Prozent der Gesamtauflagen (21,7 Mio). Vielversprechender als PDF-Faksimiles gedruckter Auflagen scheinen da Zeitungs-Apps mit speziell aufbereitetem E-Content zu sein. In den USA setzen die hundert auflagenstärksten Titel alleine über den iPad-Zeitungskiosk „Newsstand“ Tag für Tag 70.000 Dollar um. Ein Grund dafür ist die große Gerätebasis: bereits jeder zweite US-Amerikaner besitzt mittlerweile ein Tablet. Doch die Deutschen holen auf: Inzwischen wischt auch jeder achte Bundesbürger (13 Prozent bzw. 9,1 Mio Personen) mit den Fingern über die Touch-Sceens von iPad & Co. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.

iPad-Nutzer spendierfreudig bei journalistischem Content

Gerade im Weihnachtsgeschäft werden Tablet-PCs wieder der Renner: insgesamt dürften BITKOM zufolge bis Jahresende 3,2 Millionen Geräte über den Ladentisch gehen. Am weitesten verbreitet sind die Flachrechner bei Nutzern im Alter von 30 bis 44 Jahren. Hier setzt bereits jeder Fünfte ein Tablet ein. Zeitungsapps erfreuen sich gerade bei iPad-Nutzern großer Beliebtheit – das zeigte vor kurzem eine Studie des BDZV. Fast die gesamte Apple-Gemeinde ist bereit, Geld für journalistischen App-Content auszugeben – im Durchschnitt etwa 8 Euro pro Monat. „Wenn eine Zeitungs-App richtig gut gemacht ist, dann könnte ich leicht auf eine gedruckte Zeitung verzichten“ – dieser Aussage stimmte eine Mehrheit von 53 Prozent zu. Die Integration in den Alltag scheint vor allem beim iPad gelungen, mehr als 80 Prozent nutzen es täglich. Das freut die Tagespresse: Inzwischen bieten mehr als 100 regionale und überregionale Blätter eigene iPad-Apps an. Die Zahl der Android-Versionen hinkt dagegen noch stark hinterher. Besonders beliebt sind aber auch Kombi-Abos, jeder zweite Tablet-Leser wünscht sich den Doppel-Zugriff auf Print und Digital.

Kombi-Ausgaben als Lösung?

Für 8 Euro ist das aber nicht realistisch, wohl aber eine Alternative, die bereits viele Blätter anbieten: Digital-Abo plus gedruckte Wochenendausgabe. Ein Grund, warum viele Redaktionen ihre Ressourcen bündeln, um am Samstag eine besonders ansprechende Ausgabe zu produzieren. Damit App-Konzepte wirklich aufgehen, müssten Tablet-Nutzer freilich erstmal gleichmäßig über alle Altersgruppen verteilt sein. Das sind sie noch nicht, Nachholbedarf besteht vor allem bei den Älteren, die Tablet-Quote bei der Generation Ü 60 liegt erst bei schlappen 6 Prozent. Was Blattmacher jedoch hoffen lässt: überdurchschnittlich viele Senioren lesen bereits E-Mags auf dem iPad, und auch als Zeitungsleser sind sie auf dem Retina-Display aktiv. Letzlich dürfte natürlich auch die Qualität des Contents entscheidend sein – ausgerechnet die Frankfurter Rundschau hatte in dieser Hinsicht alles richtig gemacht. Als erste überregionale Tageszeitung startet sie im Herbst 2010 eine sehr gut gemachte iPad-Ausgabe. Nun könnte die App mit etwas Glück am Ende alles sein, was vom finanziell angeschlagenen Blatt noch übrig bleibt. Die FTD dagegen zieht am 7.12.2012 endgültig den Stecker – auch bei der Digitalversion.

Abb.: garryknight/Flickr

iPad kein Kindle-Killer: Marktforscher sehen friedliche Koexistenz von E-Reader & Tablet

Tablets wie das iPad gelten als potentielle Kindle-Killer. Doch eine aktuelle Marktstudie des Beratungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PwC) gibt nun Entwarnung: E-Reader-Hersteller müssen keine Angst vor Kannibalisierungseffekten zwischen den mobilen Geräte-Kategorien fürchten. Zwar lesen gut sechs von zehn deutschen Tablet-Nutzern gelegentlich auch elektronische Bücher auf ihrem Flachrechner. Trotzdem möchte die Mehrzahl der schmökernden Tablet-Besitzer hierzulande nicht auf einen zusätzlichen E-Book-Reader verzichten. Satte 40 Prozent von 500 befragten Tablet-Anwendern nannten zusätzlich auch einen spezialisierten E-Reader ihr Eigen. Außerdem ist jeder fünfte, der bislang keinen E-Reader besitzt, weiterhin am Kauf eines Lesegerätes interessiert.

Lesen auf dem Tablet als „Einstiegsdroge“

Damit bestätigt sich ein bereits aus den USA bekannter Trend – die vergleichsweise niedrigen Preise für E-Ink-Geräte machen den Kauf eines zusätzlichen E-Readers auch für Tablet-Anwender attraktiv. Tablets wirken für das elektronische Lesen offenbar geradezu als „Einstiegsdroge“: „Die Ergebnisse der Studie bestätigen unsere These, dass Tablets an digitale Bücher heranführen und Vielleser dann zum spezialisierten Gerät greifen. Dennoch sind auch Tablets eine interessante Plattform für das E-Book, wenn Verlage die Möglichkeiten der Geräte konsequent nutzen“, so Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Die Zahl der E-Reader in deutschen Haushalten liegt mittlerweile bei 1,6 Millionen, rechnet man lesefähige Tablets hinzu, kommt man insgesamt auf 3,2 Millionen Lesegeräte.

E-Leser erwarten Preisvorteil gegenüber Print

Der Tablet-Boom hilft der Buchbranche offenbar vor allem dabei, jüngere Leser als neue Kunden zu gewinnen. Der PwC-Umfrage zufolge verbringt jeder fünfte Tablet-Nutzer zwischen 16 und 29 Jahren mehr Zeit mit Büchern, seitdem er ein solches Gerät besitzt. Dabei stehen in dieser Zielgruppe die E-Books im Fokus: Fast 50 Prozent der jüngeren Befragten greifen seltener zu Taschenbuch und Hardcover als vor Anschaffung des Tablets. Insgesamt liest etwa jeder dritte Tablet-Besitzer seltener oder gar keine gedruckten Bücher mehr. Gerade bei den Twenty-Somethings wächst zudem die Zahlungsbereitschaft für elektronischen Lesestoff: nur 11 Prozent der Konsumenten unter 29 Jahren gaben an, kein Geld für E-Books auf dem Tablet ausgeben zu wollen. Doch über den Tisch ziehen lassen möchten die Nachwuchsleser sich dabei aber nicht – sie erwarten einen erkennbaren Preisvorteil gegenüber dem gedruckten Buch.

Abb.: flickr/Kodomut

Tablet toppt E-Reader: Beim Wiederverkaufswert hat iPad gegenüber Kindle die Nase vorn

Bei digitalen Gadgets ist es wie mit Gebrauchtwagen. Schon während der ersten zwölf Monate erleiden sie einen beträchtlichen Wertverlust. Doch gerade Apple-User wissen, es gibt da gewisse Unterschiede. Nicht nur hippe MacBooks, sondern auch iPads sind auch aus zweiter Hand noch recht teuer. Das bestätigen nun auch Daten des US-Elektronik-Resellers Gazelle. Während ein iPad sich nach einem Jahr durchschnittlich zum halben Neupreis verticken lässt, müssen sich Kindle-Besitzer auf einen Wertverlust von 75 Prozent einstellen. Insgesamt soll die Wertverlustkurve bei Amazons Lesegeräten 22 Prozent schneller in den Keller gehen als bei Apple-Tablets. Das zweieinhalb Jahre alte Kindle Keyboard wird auf Second-Hand-Portalen wie etwa Craigslist im Schnitt für 16 Dollar gehandelt – der ursprüngliche Preis lag bei 139 Dollar.

Eine wichtige Rolle spielen dabei natürlich auch die unterschiedlichen Ausgangsniveaus. Amazon verkauft seine E-Reader bereits ab 79 Dollar, die Basisversion eines iPads kostet immerhin noch 500 Dollar. Bei der Markteinführung kostete das iPad 2 genausoviel wie das iPad 1, Amazon dagegen drückte die Preise für das Kindle in den letzten Jahren drastisch nach unten. „Die häufigen Preisrutsche beim Kindle in Kombination mit vielen neuen Modellen tragen deutlich zum reduzierten Wiederverkaufswert bei“, so Gazelle-Manager Anthony Scarsella gegenüber CNN. „Das ist ganz ähnlich wie bei Android-Smartphones (viele Modelle, viele Preisanpassungen) im Vergleich zum iPhone (wenige Modelle, stabile Preise). Das iPhone behält ein Jahr nach der Markteinführung noch 60 Prozent seines Wertes, während selbst die besten Android-Phones nur 40 Prozent behalten.“

Spannend dürfte die Entwicklung des Wiederverkaufswertes beim Kindle Fire werden. Das zum Neupreis von 199 Dollar angebotene Android-Tablet schließlich direkt mit Apples iPad Da Amazons neuer Flachrechner aber erst vor vier Monaten an den Start ging, liegen noch keine Daten über den Verkauf aus zweiter Hand vor. In Deutschland sind selbst klassische Kindle-Reader wie etwa das Kindle 3 (Wifi-Version) übrigens auch gebraucht deutlich teurer als in den USA, auf Auktionsportalen wie Ebay oder Hood lassen sich Preise zwischen 60 und 80 Euro erzielen (Neuwert: 119 Euro). Was sowohl an der späteren Markteinführung liegen dürfte wie auch in Verbindung damit an der insgesamt geringeren Zahl zirkulierender Geräte überhaupt.

Abb.: flickr/scurzuzu

Self-Publishing mit iBooks author: Apples neues Tool für multimediale E-Books

Apple attackiert Amazon: mit der kostenlosen „iBooks Author“-App gibt es jetzt ein komfortables Self-Publishing-Tool, mit dem multimediale E-Books erstellt und direkt im iBookstore angeboten werden können. Gleichzeitig wird Apples E-Reader App iBooks ein Update verpasst – iBooks Version 2 eignet sich nun auch für interaktive 3-D-Objekte, großformatige Bilderstrecken und Video-Animationen. Vorgestellt wurden die Neuerungen bei einem großen Apple-Event im New Yorker Guggenheim-Museum. Hauptziel der Offensive ist der Schulbuch-Sektor. Bereits Steve Jobs hatte sich gegenüber seinem Biografen Walter Isaacson geäußert, dies sei „ein 8-Milliarden-Dollar-Markt reif für die digitale Zerstörung“. Auf dem Apple-Event verkündete nun der stellvertretende Marketing-Chef Philip Schiller: „Der Bildungsbereich ist tief in Apples DNA verankert“. Produziert wird die interaktive Lektüre am Mac, gelesen wird in Zukunft vor allem auf dem Tablet. Denn während Apples intuitiv zu bedienendes Autoren-Werkzeug „iBooks Author“ nur auf dem Desktop oder Laptop läuft, will das Unternehmen nun offenbar das iPad zum wichtigsten Lern- und Lesemedium machen. „Das iPad ist unser bisher aufregendstes Bildungs-Produkt“, so Schiller. Weltweit würden bereits mehr als 1,5 Millionen Geräte an Schulen genutzt.

Preise für Schulbücher sinken auf unter 15 Dollar

Schon alleine Apples Schulbuch-Coup könnte die Branche kräftig durcheinander wirbeln. Denn Bildungsverlage wie McGraw-Hill, Pearson oder Houghton Mifflin Harcourt wollen ihre Unterrichtslektüre jetzt via iBooks für 15 Dollar und weniger pro Exemplar anbieten. Die Papierversionen kosten oft das fünffache. Dafür konnten die gebrauchten Schmöker allerdings auch nach dem Ende des Schuljahrs weiterverkauft werden, oft bis zu fünfmal. Einen Second-Hand-E-Book-Markt wird es dagegen dank DRM nicht geben. Somit dürfte sich der neue Vertriebsweg trotz niedrigerer Preise lohnen. Für die Verlage, und natürlich auch für Apple – die „Fruit Company“ hat via iBooks 2 nun ebenfalls einen Logenplatz in der Oase der Bildung. Voraussetzung ist natürlich, dass genügend iPads im Umlauf sind. Deswegen hagelte es parallel zum New Yorker „Education Event“ harsche Kritik. Denn wie sollen sich Schüler in ärmeren Stadtbezirken ein Luxus-Tablet für (mindestens) 500 Dollar leisten? Sie sind eigentlich eher Zielgruppe für das „One Laptop per Child“-Programm, das kürzlich mit dem X0-3 ein 100-Dollar-Tablet vorgestellt hat.

iBooks Author als neuer Standard im Self-Publishing

Weitaus größere Beachtung dürften normale Publikumsverlage wie auch Autoren aber wohl Apples Offensive im Bereich des Self-Publishing schenken. „Building a book is as easy as dragging and dropping“, verspricht das Unternehmen. Und tatsächlich könnte iBook Author im „enhanced“-Bereich das Zeug zum neuen Standard im E-Book-Publishing haben. Texte aus der Word-Anwendung, Bilder und Videos, ja sogar Elemente aus Präsentationen lassen sich mit Apple-üblichem Komfort zu einem neuen Dokument zusammenstellen. Widgets, Multi-Touch-Felder und Animationen können einfach konfiguriert werden. Inhaltsverzeichnisse und Glossare werden automatisch angelegt. Geschickt spielt Apple hier den strategischen Vorteil der eigenen Geräteplattform aus: zwar mögen bereits Millionen Menschen Kindle-Geräte für die Lektüre nutzen. Doch die meisten Autoren schreiben ihre Texte immer noch auf dem Mac. In Zukunft reichen ihnen ein paar Mausklicks, um den Content in den iBookStore zu bringen. Verkauft werden darf die multimediale Version nur dort, möglich ist zudem der Export von PDFs. Um überhaupt in den Genuss des neuen Tools zu kommen, werden einige der Skribenten wohl auch erstmal aufrüsten müssen. Denn wer iBooks Author zum Laufen bringen möchte, muss mindestens Mac OS X 10.7 (Lion) installiert haben.

Google Currents ist da: mobile Lese-App für Apple- & Android-Geräte

Google sorgt für mehr Content auf Tablets und Smartphones: Artikel aus dem umfangreichen Arsenal von mehr als 180 Medienpartnern lassen sich mit der Reader-App Currents kostenlos in voller Länge lesen. Dazu gehören Forbes, AllThingsDigital, Fast Company oder die HuffPo. Darüber hinaus kann man aber auch andere RSS- oder Video-Feeds, Google+ streams und via Google Reader abonnierte Web-Inhalte mit Google Currents lesen. Während man die iPad- und iPhone-Version nur über den US-App-Store bekommt, lässt sich die Android-App über einen externen Download-Link auch direkt installieren.

Googles großer Content-Deal

Die Konkurrenz auf dem Markt für Reader-Apps ist groß – wer schafft es am besten, Web-Inhalte für die Touch-Screens von Tablets und Smartphones aufzubereiten? Apps wie FlipBoard oder ZITE gelten als Schrittmacher für iPad-Magazine, die Content über Twitter oder RSS-Feeds zusammenstellen und grafisch aufbereiten. Bei ZITE helfen zudem lernfähige Such-Algorithmen, jeden Tag auf’s neue ein maßgeschneidertes News-Potpourri zu köcheln. Google Currents leistet in technischer Hinsicht somit nicht wirklich viel Neues – vom Inhalt her aber schon. Denn der große Deal mit mächtigen Verlagen und populären Web-Portalen bringt eine bisher nicht gesehene Fülle von Artikeln, Videos und Fotostrecken auf’s Display. Googles offizielle Liste umfasst bereits mehr als 180 illustre Adressen, darunter auch eher alternative Kanäle wie BoingBoing, Feministing.com oder The Consumerist.

Offline-Lektüre als zusätzlicher Vorteil

Gleichzeitig hat Google eine spezielle Self-Service-Plattform gestartet, auf der auch kleinere Publisher ihre Webseiten-Inhalte ohne viel Aufwand für die Lese-App formatieren können. Für die Anbieter hat Google Currents deutliche Vorteile, selbst wenn der Zugang kostenlos ist. Denn der Traffic über die App wird von comScore gezählt, vergrößert die offizielle Reichweite und damit die Werbeeinahmen. Doch auch für den Nutzer bringt Currents Mehrwert mit – so lassen sich im Unterschied zu anderen Apps die Inhalte offline lesen. Alles, was man für den Einstieg braucht, ist ein gültiges Google-Account. Es ist das bekannte Quid-pro-Quo, Google selbst ist schließlich brennend daran interessiert, noch mehr über unsere Lesegewohnheiten zu erfahren. Genau da klaffte aber bisher eine Lücke. Während auf dem Desktop schon fast jeder zweite Internet-Surfer mit Google Chrome unterwegs ist, fand die Lektüre auf dem mobilen Touch-Screen bisher zumeist mit Apples Safari-Browser oder Apps von Drittanbietern statt.

E-Reader-Apps ohne Store-Link: Apple setzt sich durch

apple_app_store.jpgE-Books einkaufen auf iPad oder iPhone wird etwas unbequemer. Anbieter wie Amazon, Google oder Barnes&Noble haben in den letzten Tagen Store-Links aus ihren Apps entfernt, die automatisch zu den betreffenden Webseiten führten. Wer via Touch-Screen neue Titel shoppen will, muss nun die App per Knopfdruck verlassen und selbst den externen Browser öffnen. Hintergrund des Missing Links: Apple hatte Anfang 2011 strengere Regeln für den App-Store eingeführt, die Übergangsfrist ist nun ausgelaufen. Die Shopping-Links waren sozusagen das letzte Hintertürchen für die Konkurrenz. Denn beim In-App-Shopping fordert Apple von den Content-Anbietern 30 Prozent Provision. Das wiederum lehnen die Online-Buchhändler ab. Das „Ökosystem“ von Apps für Desktop-PCs, Mobilgeräte und drahtlosen E-Readern bei Amazon & Co. wird natürlich auch weiterhin funktionieren. Denn über die Syncing-Funktion gelangen E-Books immer noch auf iPhone & iPad. Gatekeeper Apple allerdings darf hoffen, dass sich die Nutzer mittelfristig vermehrt elektronische Lektüre via iBooks besorgen. Denn das iTunes für Bücher wird ja auch weiterhin In-App-Shopping ermöglichen. Für Ärger bei den Kunden wird die neue Platzhirsch-Politik aber wohl erst einmal ebenso sorgen. Denn die gewohnte Nutzung etwa der Kindle-App wird nun ohne vernünftigen Grund erschwert. Unfreiwillig rührt Apple damit auch die Werbetrommel zum Umstieg auf das für August angekündigte Amazon-Tablet.

[e-book-review] „Our Choice“: Al Gore kämpft via iPad-App gegen Klima-Skeptiker

„Eine Krise – ein Platoon“, raten Hollywood-Drehbücher. Doch ähnlich wie die Finanzkrise läßt sich die „Climate-Crisis“ nicht mit Kommandoaktionen erledigen. Ein Grund, warum Amerikas oberster Grüner Al Gore alle medialen Register zieht, um seine Landsleute von den Risiken des Klimawandels zu überzeugen. Nach dem erfolgreichen Doku-Streifen „Inconvenient Truth“ gibt’s nun Al Gores Buch „Our Choice“ sogar als multimedial aufgepeppte E-Book-App für das iPad. Interaktive Grafiken, Videomaterial und eindrucksvolle Fotostrecken promoten Al Gores „Plan zur Lösung der Klimakrise“, geben aber auch einen guten Eindruck, was enhanced E-Books so alles leisten können. Neben Jürgen Neffes Libroid-Version von „Darwin – Abenteuer des Lebens“ ist Al Gores Umwelt-Fibel zur Zeit das wohl sehens- und lesenswerteste elektronische Sachbuch auf dem Markt. Für 4,99 Euro bekommt man „Our Choice“ auch im deutschen App-Store.

Solarzellen abmontieren, Kyoto nicht ratifizieren

Kaum ein politisches Top-Thema hat in den USA solch ein Auf-und-Ab erlebt wie der Klimawandel und die damit einhergenden Krisenszenarien. Schon Präsident Jimmy Carter gab den legendären Report „Global 2000“ in Auftrag – der 1980 fertiggestellte „Bericht an den Präsidenten“ warnte vor den Grenzen des ungebremsten Wachstums: „serious stresses involving population, resources, and environment are clearly visible ahead“. Doch immer wieder kamen den amerikanischen Umweltpolitikern in den folgenden Jahrzehnten die „Klimaskeptiker“ in die Quere. Bestes Beispiel: Ronald Reagan ließ stante pede die von Carter auf das Dach des Weißen Hauses gebrachten Solarmodule wieder abmontieren. Viel schwerer wiegt das Erbe von George W. Bush: Die USA mögen zwar das Land mit dem größten Ausstoß von Treibhausgasen weltweit sein – doch das Kyoto-Protokoll zur Reduktion von C02 & Co. wurde von Washington immer noch nicht ratifiziert. Einer, der sich seit Jahrzehnten gegen solche Versäumnisse abmüht, ist der ehemalige Vizepräsident Al Gore.

Der Klimawandel bleibt eine unbequeme Wahrheit

Al Gore ist überall. Unermüdlich tourt Amerikas Chef-Ökologe durch das Land, um Überzeugungsarbeit für nachhaltige Umwelt- und Wirtschaftspolitik zu leisten. Davon zeugt etwa der 2006 in die Kinos gelangte Doku-Streifen „Inconvenient Truth“ („Unbequeme Wahrheit“). Schon dort zeigt sich Al Gore auch als echter PR-Profi: so lässt er sich in einer Schlüsselszene mit einer hydraulischen Hebebühne bis zur Decke des Veranstaltungsraumes katapultieren, um den Anstieg des Kohlendioxid-Gehaltes der Atmosphäre zu demonstrieren. Die Daten passen schon nicht mehr in Schaubilder – die Kurve geht im wahrsten Sinne des Wortes durch die Decke. Drei Jahre und viele „Solution Summits“ später schrieb Al Gore ein Buch: „Our Choice“, Untertitel: A Plan to Solve the Climate Crisis“. „Our Choice“ versammelt alle Lösungsstrategien, die zur Wahl stehen: von Solarenergie und Windkraft über Erdwärme bis hin zur Atomenergie. Auch unter der Ägide von Barrack Obama ist die ja für die USA immer noch ein Mittel der Wahl.

Interaktive Grafiken vermitteln Aha-Effekte

Schon die 2009 veröffentlichte Papierversion von „Our Choice“ wusste die Argumentation pro Nachhaltigkeit durch großformatige Reportagefotos zu untermalen: Windparks in Kalifornien, spiegelnde Solarkraftwerke in Spanien, aber auch Zivilisationmüll in der grönlandischen Tundra, oder endlose Autolawinen auf amerikanischen Highways. Viele der Abbildungen haben auch Eingang in die App gefunden – oft als ganzseitige Kapitel-Intros, an vielen Stellen jedoch auch als ausklappbare Illustration mitten im Text: per Fingerwisch erweitert sich die Perspektive dann vom Detail auf das Ganze. Dazu kommen iPad-typische Grafiken mit interaktiven Elementen, die sich mit dem Finger auf dem Touch-Screen erforschen lassen. Etwa eine Karte der USA, die für jeden gerade berührten Punkt die durchschnittlich verfügbare Menge an Sonnenenergie zeigt – im Vergleich zur derzeit verbrauchten fossilen Energie. Aha-Effekt inklusive: An vielen Orten übersteigt das Potential der Sonne den derzeitigen Konsum um tausende Prozent.

“Die Zeit der Entscheidung ist da – hier sind eure Werkzeuge“

„Our Choice“ zeigt Lösungsstrategien auf, rechnet aber auch mit den Klimaskeptikern ab. „Jeder hat das Recht auf seine Meinung, aber nicht auf seine eigenen Fakten“, zitiert Al Gore den ehemaligen UN-Botschafter und Soziologen Pat Moynihan. Doch da die Frage von Wahr oder Falsch immer stärker zu einer Frage der Machtfrage werde, würde die Wahrnehmung des Problems gerade in den USA immer wieder verzerrt – von Lobbyorganisationen ebnso wie von konservativen Fernsehseh- und Radiosendern. Unter dem Titel „Political Obstacles“ ist den Klimaskeptikern sogar ein ganzes Kapitel gewidmet – ihre Taktiken der Öl & Kohle-Lobby ähneln, so Al Gore, denen der Tabakindustrie (auch sehr nett: das Titelbild dieses Kapitels zeigt George W. Kopf an Kopf mit dem saudischen König). Für den ehemaligen Vizepräsidenten dagegen ist die Klimakrise äußerst real. Die Zeit zum Diskutieren ist vorbei: „The hour of choosing has arrived – here are your tools“. Zugleich biete die Klimakrise aber auch den Schlüssel zur Lösung anderer Gegenwartsprobleme: „The security crisis, the economic crisis, and the climate crisis seem unsolvable in isolation. Yet when we look closely, we can see the common thread running through them, deeply ironic in its simplicity: our dangerous over-reliance on carbon-based fuels is at the core of all three of these challenges.“

“Die Natur gibt keinen Rettungskredit“

Al Gore streitet zwar regelmäßig ab, dass er nach seiner traumatischen Niederlage gegen George W. Bush jemals wieder als Präsidentschaftskandidat für die Demokraten zur Verfügung stehen wird. Doch wer weiß? Ähnlich wie das Documentary „Inconvenient Truth“ ist gerade auch die E-Book-App von „Our Choice“ nicht nur Werbung für eine Politik der Nachhaltigkeit, sondern macht auch nachhaltig Werbung für Al Gore. Beim ersten Öffnen wird automatisch ein Video abgespielt, in dem Al Gore in staatsmännischer Manier den Leser direkt anspricht. Auch an vielen Stellen des E-Books spricht er auf Knopfdruck Audiokommentare im Gestus des Elder Statesman. Ähnlich klug wie Barrack Obama im Wahlkampf das Internet genutzt hat, baut Al Gore nun auf die Wirkungsästhetik von Apples Touch-Screen, um seine politische Agenda voranzutreiben. „Our Choice versammelt die wirksamsten Methoden, um die Klima-Katastrophe aufzuhalten“, betont Al Gore im Promo-Video. Zu diesen Methoden gehört ganz offenbar auch die iPad-App. Im Hinblick auf die US-Öffentlichkeit kann man nur hoffen, dass sie ihren Zweck erfüllt. Wie hat es Jonathan Lash vom World Ressource Institute so schön formuliert: “Nature does not do bailouts“ – „die Natur gibt keinen Rettungs-Kredit“.