Bookbuster Level 3: Hugendubel lockt Kunden per Gamification & AR in die Filialen

bookbuster-game-kampagne-hugendubelDas Smartphone in der Hand & auf in die nächste Hugendubel-Filiale: Wer bei der 2018 zum zweiten mal aufgelegten Bookbuster-Kampagne mitmachen wollte, um eines von 50 Büchern zu gewinnen, musste sich in Bewegung setzen, denn der höchste Level dieses Games verband Web und stationäre Welt. Ein gerüttelt Maß an Buchwissen konnte dabei aber auch nicht schaden: Bei Level 1 ging es zunächst darum, aus mehreren Bildelementen schnell ein Buch-Cover zusammen zu schieben. In Level 2 wurden dann Bücher durch Bilder dargestellt und mussten so schnell wie möglich erraten werden. In Level 3 dagegen konnte man dank Geo-Targeting in den Läden vor Ort Pokemon-like mit dem Touchscreen vor Augen virtuelle Vögel einsammeln.

100.000 Plays, 22.000 Spielstunden

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: mehr als 7.000 zumeist junge Kunden konnten zum Spielen in die Geschäfte gelockt werden, zwischen 15. März und 15. April zählten die Organisatoren insgesamt 100.000 Plays und 22.000 gespielte Stunden.

Entwickelt wurde die Kampagne von der Münchner Agentur Crazy Legs — die dabei nicht auf eine App, sondern auf Browser-Technik setzte: „Der neuartige Ansatz, Augmented Reality Mechaniken direkt im Browser und ohne die Hürde, eine App installieren zu müssen, anzubieten, ist komplett aufgegangen“, so Gino Mamoli, Mitglied der Geschäftsleitung bei Crazy Legs. Die anvisierte Zielgrupe sei sehr offen dafür, unterhaltende oder informative Augmented-Reality-Inhalte auch in der Einzelhandels-Umgebung vor Ort zu benutzen.

Kommen die Gamer auch wieder?

Die große Frage bleibt natürlich, was dann folgt: wirkt das Einkaufserlebnis Buchhandlung durch Design und Angebot? Kaufen die Gamer Print-Bücher, Comics oder zumindest sonstige dort feil gebotene Non-Book-Paraphernalien? Kommen sie dann bald auch mal ohne Gaming-Anreiz wieder, statt nur online zu shoppen und Content auf das Mobilgerät zu saugen? Auszuschließen ist das nicht. Vielleicht hilft ja gerde die mediale Differenzerfahrung, neue Offline-Kunden zu erzeugen…

(via Buchreport)

Bücher.de vom eigenen Erfolg überrascht: Umsatz stabil bei 56 Mio. Euro

buecher-de-vom-erfolg-ueberraschtUnd dann war da noch: Bücher.de. Richtig, die gibt’s ja auch noch (nicht zu verwechseln mit buch.de, siehe unten). Als nach der Weltbild-Pleite das große Aufräumen in der Branche begonnen hatte, landete das Portal zu 100 Prozent bei Weltbild. Durch die Trennung von Hugendubel, das online nun neben dem eigenen Portal auf ebook.de setzt, war für 2016 eigentlich ein Rückgang um zehn Prozent erwartet worden, nun bescherte der allgemeine Online-Boom aber auch Bücher.de ein ganz leichtes Umsatz-Plus von 0,2 Prozent.

Bessere Usability und Präsenz bei ebay & Co.

Das Unternehmen selbst führt den Erfolg auf diverse Faktoren zurück, darunter verbesserte Usability der Shop-Plattform insbesondere für mobile Endgeräte, die Integration in reicheweitenstarke Marktplätze von ebay über rakuten bis zu Amazon (!), effizientere Arbeit im Affiliate-, SEO- und Social Media-Bereich, aber auch den Sortimentsausbau im Buch- („Modernes Antiquariat“) wie Non-Book-Bereich („Games“, „Elektronik“, „Deko&Wohnen“). Schön für die Konzernmutter Weltbild — denn geht es Bücher.de gut, kann die Webpräsenz zur Querfinanzierung via Darlehen genutzt werden.

Und was macht eigentlich Buch.de?

Ach ja, und was mach der Namensvetter Buch.de? Die inzwischen vollständig zu Thalia gehörende Plattform weist seit 2013 keine eigenen Umsätze mehr aus, zuletzt befanden sich die Einnahmen stark im Sinkflug, möglicherweise bewegen sie sich mittlerweile auf dem Niveau von Bücher.de. Aber bemerkenswerterweise existieren beide Plattformen auch weiterhin — die Geschichte von buch.de reicht sogar zurück bis 1998, die von Bücher.de bis 1999. Beides sozusagen lebende Fossilien der frühen Online-Phase des deutschen Buchhandels.

(via excitingcommerce.de)

Schmutziger Hauptstadt-Deal: Hugendubel kontrolliert Buchbeschaffung der Berliner Zentral- und Landesbibliothek

zlb-berlin-wird-hugendubelisiertMal ehrlich: wenn’s darum geht, welche Bücher in den Regalen der öffentlichen Bibliotheken in Ihrer Stadt stehen sollen — würden Sie die dafür notwendigen Einkaufs-Entscheidungen einem Unternehmen wie Amazon überlassen? Nein? Nun, in Berlin ist etwas vergleichbares gerade passiert. Im Zentrum des Skandals steht lediglich ein anderer prominenter Großbuchhändler — nämlich Hugendubel (zum Unternehmen gehört übrigens auch ebook.de).

Profite im Blick: Es geht um 2,2 Mio. Euro pro Jahr

Wie letzte Woche bekannt wurde, sollen in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) nicht mehr Fach-Lektoren die endgültigen Ankaufsentscheidungen treffen, sondern Mitarbeiter der dafür eigens mit mehr Personal aufgestockten Firmentochter „Hugendubel Fachtinformation“. Geliefert werden die jährlich mehr als 30.000 Bücher und 2.400 DVDs und CDs natürlich auch von Hugendubel, es geht um ein Volumen von 2,2 Mio. Euro.

Hintergrund: Bibliothek hat Personalmangel

Berlin hat ja schon eine Amerika-Gedenkbibliothek (für Nicht-Berliner: sie bildet zusammen mit der Berliner Stadtbibliothek seit 1995 die ZLB). Braucht die Stadt nun statt dessen nur noch eine große Hugendubel-Gedenkbibliothek? Hintergrund des aktuellen Skandals sind anstrebte Personaleinsparungen — die bisher als Lektoren eingesetzen Bibliothekare sollen sich in Zukunft auch und vor allem um die Beratung und Betreuung der Besucher kümmern sollen.

Frei zugängliches Wissen für alle bedroht

Damit steht ein bewährtes Modell vor dem Aus: „herausragendes Merkmal der ZLB war bisher immer ein von fachlich spezialisierten Lektoren ausgewählter und gepflegter Buch- und Medienbestand, der alle Wissensgebiete auf allen Niveaus umfasste, vom einführenden Ratgeber bis zum wissenschaftlichen Werk für die Laienspezialisten“, heißt es in einer ver.di-Pressemitteilung. Ziel sei es gewesen, „eine Sammlung aufzubauen, zu erweitern und zu aktualisieren, die alle Aspekte des publizierten Wissens allen Bürgerinnen und Bürgern in einer Universalbibliothek frei zugänglich macht“.

„Verlagerung von Kompetenzen an die Wirtschaft“

Die Auswahl der Bücher werde nun aber „nahezu komplett an die Privatwirtschaft übergeben“, kritisiert die Dienstleistungsgewerkschaft — während die ZLB versucht, zu dementieren: immerhin würden ja „Einkaufsprofile“ noch von den bisherigen Lektoren erstellt. Der ZLB-Personalrat legt den Finger aber gleich wieder zurück auf die Wunde: wenn die endgültige Auswahl bei Hugendubel passiere, sei das nichts anderes als eine mit Steuergeldern finanzierte Verlagerung von Kompetenzen an die Wirtschaft.

(via Neues Deutschland & ver.di Berlin-Brandenburg)

Große Buchmarkt-Rochade: Hugendubel übernimmt eBook.de

eBook-de-jetzt-hugendubelGroße Rochade auf dem deutschen Buchmarkt: zum 1. Juli übernimmt Hugendubel die Mehrheit an Libris Buchhandelsportal eBook.de, das zu den Pionieren im deutschen E-Book-Handel gehört. In Zukunft hat eBook.de also Familienanschluss: Seit der Aufspaltung des Weltbild-Konzerns ist Hugendubel wieder als eigenständiges Familienunternehmen unterwegs, und gilt als größte inhabergeführte Buchhandlung in Deutschland. Der Digitalanteil am Umsatz lag bei Hugendubel schon bisher bei über 30 Prozent – mit der Technologie und Man-Power von eBook.de dürfte sich das wohl noch deutlich steigern lassen.

eBook.de-Team bleibt in Hamburg

Hugendubel behält vorerst das vollständige eBook.de-Team, das am bisherigen norddeutschen Standort die Arbeit fortsetzt. „Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung gehören die Hamburger zu den ersten und führenden eBook-Unternehmen in Deutschland und können uns somit perfekt ergänzen“, sagt Dr. Maximilian Hugendubel, geschäftsführender Gesellschafter von Hugendubel. Mehr „Multichannel“ heißt für Hugendubel natürlich auch: mehr Rückbau im stationären Bereich – viele der größeren Filialen mussten in letzter Zeit bereits geschlossen werden.

Libri wieder neutraler b2b-Partner

Für Libri ist der Abschied von eBook.de die Chance, sich wieder als stärker als neutraler Dienstleister für den unabhängigen Buchhandel aufzustellen. Denn dass der „Zwischenhändler“ im Internet auch auf eigene Rechnung Bücher und E-Books an den Endkunden verkauft und somit zugleich Konkurrent auftrat, war für die Buchhändler ein ständiges Ärgernis. Daran konnte auch der Relaunch der ursprünglich als „libri.de“ angetretenen Plattform nichts ändern. Doch jetzt ist die Scharte ausgewetzt: „Der bisherige eBook.de-Eigentümer Libri wird sich ausschließlich auf die Rolle des Technologie- und Logistikpartners konzentrieren“, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung von Hugendubel.

Gran Tolino-Allianz zieht Jahres-Bilanz: 35 Prozent Marktanteil, neuer Reader in Sicht

Am 1. März 2013 startete eine ungewöhnliche Allianz: Telekom, Thalia, Weltbild und Co verkündeten, mit dem Tolino-Reader und einer eigenen Cloud-Lösung gemeinsam gegen Amazon anzurennen. Das scheint im Ansatz tatsächlich gelungen zu sein: „Wir haben unsere Ziele erreicht und einen äußerst erfolgreichen Start hingelegt“, bilanziert Thalia-Geschäftsführer Michael Busch das erste Tolino-Jahr. „Während etwa in den USA und Großbritannien der Marktführer Anteile von 80 bis 90 Prozent auf sich vereint, konnten wir diesem Trend im deutschsprachigen Raum etwas entgegensetzen“. Inzwischen beträgt der Marktanteil der Tolino-Allianz laut GfK 35 Prozent, seit dem Launch wurden 15 Millionen E-Book-Downloads verzeichnet.

Tolino Vision als neuer Kindle-Killer

Wieviele Tolinos inzwischen verkauft wurden, verrät die Pressemitteilung zum Tolino-Jubiläum nicht. Bekannt sind aber zwei Dinge: bis Ende letzten Jahres wurde mehr als eine halbe Million der Glimmerlicht-Reader verkauft. Außerdem beginnt das zweite Tolino-Jahr technisch mit einer neuen Reader-Generation: der Tolino-Shine wird abgelöst vom Tolino Vision, einem optisch verschlankten und hardwäremäßig verbesserten Gerät, das ab 5. April in den Handel gelangen soll. Beim E-Ink-Display vollzieht die Tolino-Allianz den Sprung von „Pearl“ zu „Carta“, was für verbesserten Kontrast sorgt, das Touchscreen wird von Infrarot auf kapazitiv umgestellt – das wiederum macht den Bildschirm reaktionsfreudiger.

Kerngeschäft der Tolino-Partner im Sinkflug

Solchermaßen technisch aufgerüstet sehen sich die Gran Tolino-Partner für die kommenden Tage gewappnet: „Wir sind zuversichtlich, dass wir einen angemessenen Marktanteil für Tolino auch langfristig durchsetzen“, so etwa Nina Hugendubel, geschäftsführende Gesellschafterin der bis vor kurzem noch mit Weltbild verbandelten Buchhandlung Hugendubel. Inzwischen steht Weltbild jedoch kurz vor der Pleite, der Insolvenzverwalter sucht nach dem rettenden Engel – denn im Kerngeschäft der meisten Tolino-Koalitionäre, also dem Offline-Handel mit gedruckten Büchern, geht es immer noch steil bergab. Hauptkonkurrent Amazon muss eben kein Filialnetz subventionieren. Wie toll der Name Tolino in einem Jahr noch klingt, bleibt somit weiter ungewiß. Ein Standbein ist schon weggebrochen – die Telekom hat gerade ihren E-Store „PagePlace“ abgeschaltet , die Nutzer mussten mitsamt E-Books kurzfristig zu anderen Tolino-Partnern umziehen.

Nolino statt Tolino: Indies gehen eigene Wege

Grandios gescheitert ist auch die strategisch wichtige Ausweiterung der Tolino-Allianz auf den unabhängigen Buchhandel – im Umfeld der letzten Frankfurter Buchmesse wurde das endgültige Aus der monatelangen Verhandlungen bekanntgegeben. Am Ende warfen die Indies einigermaßen genervt das Handtuch, denn trotz vergleichweise hoher Beteiligungskosten wurden ihnen im Gegenzug kaum Mitsprachemöglichkeiten eingeräumt. Große unabhängige Buchhändler wie die Mayersche oder Osiander setzen nun lieber auf gebrandete Glowlight-Reader wie den Pocketbook Lux, inklusive Cloud-Lösung übrigens. Vielleicht ist das ja für den Buchhandel sogar der beste Grund, um optimistisch in die Zukunft zu schauen: Es geht zur Not auch sehr gut ohne Tolino.

Abb.: tolino.de

Weltbild-Tablet gibt Kindle kontra: 8 Zoll Android für 160 Euro

Nach dem Weltbild-Reader folgt nun das Weltbild-Tablet – der neue 8 Zoller von CAT Sound kommt für 160 Euro auf den Markt. Im Vergleich zum Low-Cost-LCD-Lesegerät aus dem Hause TrekStor ist das WiFi-fähige CAT Nova ziemlich luxuriös ausgestattet: Multitouch, relativ hohe Auflösung von 800×600 Pixel, 2 integrierte Kameras und ein GPS-Modul können sich sehen lassen. Ein 1,2 Gigahertz schneller Chip soll sogar 3-D-Spiele ermöglichen, der Arbeitsspeicher ist mit 512 Megabyte allerdings etwas schmal ausgelegt. Das 500 Gramm schwere Gerät ist ein funktionsfähiges Gingerbread-Tablet (Android 2.3), wird aber via Pressemitteilung zugleich als „vollwertiges Lesegerät für alle gängigen Formate“ gepriesen. Erhältlich ist das Weltbild Tablet ab heute in den Weltbild- und Hugendubel-Filialen oder online.

Weltbild gibt dem Kindle Fire kontra

Amazon lässt grüßen – das Tablet-Fieber in der deutschen Buchbranche greift weiter um sich. „Diese herausragende Preis-Leistung soll unseren Kunden zeigen, dass wir auch in der digitalen Welt die Nr. 1 sind“, so Geschäftsführerin Nina Hugendubel. Das war wohl nötig – schließlich wirft die Börsenvereins-Tochter MVB pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bereits den Liro Color auf den Markt. Neben Amazons Fire-Tablet könnte zudem auch der Kobo Vox bald in Deutschland auftauchen. Ein wichtiges Problem vieler Low-Cost-Tablets haben Weltbild und Hugendubel zumindest umgangen – das CAT-Tablet kommt mit kapazitivem Touch-Screen, also derselben Technik, die auch beim iPad eingesetzt wird, und bietet somit komfortable Multi-Touch-Bedienung. Anders als bei Apple-Geräten lassen sich dank Flash-Unterstützung alle Web-Anwendungen im Browser problemos nutzen.

Von E-Books zu Non-Books

Freier Zugang zum Android-Market erhöht den Gebrauchswert eines solchen Gerätes natürlich ebenfalls. Dank GPS-Modul kann man das Weltbild-Tablet zudem als Navi einsetzen. Angeboten wird auch eine Menge Zubehör, neben einer Autohalterung etwa eine Ledertasche mit andockbarer Tastatur, die das Tablet zum vollwertigen Netbook macht. Vom Lesen ist interessanterweise auf der Promo-Seite bei Weltbild.de – anders als bei Hugendubel – gar nicht mehr die Rede. Was natürlich nicht heißen soll, dass der Lektüre-Einkauf im E-Store nicht erwünscht wäre. Doch ähnlich wie Amazon hat sich Weltbild mittlerweile zum Gemischtwarenladen gemausert – neben Büchern oder DVDs findet man dort auch ein wachsendes Sortiment für Haushalt & Garten, Fitness&Fahrrad, Gesundheit & Beauty. „Die digitale Revolution im Buchhandel beginnt“, heißt es vielleicht nicht ganz zufällig in der Pressemitteilung. Viel revolutionärer als E-Books könnten sich dabei am Ende die Non-Books erweisen.

Weltbild/Hugendubel Tablet (CAT Nova)


Display

8 Zoll Farbdisplay, 800 x 600 Pixel , Multitouch kapazitiv

Gewicht

500 Gramm

Schnittstellen

WiFi, Mini-HDMI, Mikro-USB, SD-Slot, Kopfhörerbuchse

Speicher

512 MB RAM, 4 GB ROM intern, max. 32 GB extern

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF (DRM)

Multimedia-Formate

Audio-, Video- und Bilddarstellung

Features

2 Kameras (vorn 1,3, hinten 2,0 MP), G-Sensor, GPS-Modul

Apps

E-Reader, E-Mail, Browser, Android Marketplace

Preis

159,99 Euro (Weltbild/Hugendubel)

Das beste aus beiden Welten: Neue Hugendubel-App integriert E-Books von textunes

Hugendubel App E-Books textunes iphone ipad.gifHugendubel kommt auf das iPhone: mit der neuen App lassen sich nicht nur Leseproben von Print-Büchern herunterladen, sondern auch Bestellungen tätigen, die man direkt in einer der bundesweit 39 Filialen zwischen Amberg und Würzburg abholen kann. Für Content im E-Book-Bereich sorgt textunes – das auf iPhone-Anwendungen spezialisierte Startup aus Berlin hat dafür das Look&Feel seiner eigenen App angepasst. Gesamturteil: optisch ziemlich gelungen. Nur die E-Books sind in vielen Fällen zu teuer – denn sie bleiben an das iPhone gebunden.

App mit Überblick: Leuchtet die Bücher-Ampel grün, ist der Titel in der Filiale verfügbar

Als Heinrich Hugendubel 1893 den Grundstein für die gleichnamige Buchhändler-Dynastie legte, hieß das Telefon noch Fernsprechapparat und wurde von kaum jemandem benutzt. Seitdem aus dem Telefon ein iPhone geworden ist, kann man nicht nur ganze Bibliotheken, sondern auch Buchhandlungen in die Tasche stecken. Die Hugendubel-App ist sozusagen der direkte Draht in die nächste Filiale. Bestsellerlisten von Hugendubel selbst, von textunes sowie vom Spiegel geben einen ersten Überblick. In vielen Fällen lassen sich Leseproben anschauen, und zwar in der gewohnten textunes-Qualität. Wer sich für einen bestimmten Titel interessiert, kann zunächst die Verfügbarkeit in einer der Filialen überprüfen. In einer Übersicht leuchten je nach Bestand von Amberg bis Würzburg die Farben grün, gelb oder rot. Auf Wunsch helfen Adresse, Kontaktdaten und eine Kartenskizze weiter. Alternativ kann man sich Bücher, DVDs und andere Artikel auch versandkostenfrei zuschicken lassen.

Das E-Book-Angebot umfasst bisher rund 1000 Titel – für iPhone & iPad

Seit letztem Jahr ist Hugendubel auch im E-Book-Segment präsent. Im Online-Shop gibt es nicht nur eine Auswahl von mehr als 30.000 epub- und PDF-Titeln, sondern auch eine Reihe von E-Readern, u.a. den iRiver Story und Bookeens Opus. Die Hugendubel-App setzt dagegen bei elektronischem Content voll auf das Sortiment von textunes. Das umfasst bisher lediglich 1000 Titel – von Comics&Mangas über Belletristik & Sachbuch bis zu Sport& Wellness. Dazu kommen ein paar Angebote, die Text und Audio kombinieren, sowie interaktive E-Books. Lesen lassen sich die E-Books mit der App sowohl auf dem iPhone wie auch auf dem iPad. Allerdings werden in der aktuellen Version lediglich die iPhone-Ansichten auf die Display-Größe des Tablets hochskaliert. Eine besser auf das iPad angepasste „native“ Version ist aber in Arbeit.

Korea statt China: iRivers E-Reader „Story“ exklusiv bei Hugendubel

Korea statt China - Hugendubel verkauft exklusiv iRivers E-Reader Story.gifHugendubel baut seine Präsenz im E-Book-Sektor aus: nachdem im Frühjahr der firmeneigene E-Book-Store an den Start ging, bietet man den Kunden nun mittlerweile auch vier verschiedene E-Reader-Modelle an. Neu dabei ist exklusiv in Deutschland der „Story“-Reader von iRiver. Das Gerät gibt es in den bundesweit 36 Filialen Filialen sowie verschiedenen Sales-Points in Kaufhäusern sowie versandkostenfrei in Hugendubels E-Book-Store.

Der Story-Reader kommt im Kindle-Look daher


Der Story-Reader des südkoreanischen Herstellers iRiver wurde erstmal in diesem Sommer auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Das 6-Zoll-Gerät kommt im Kindle-Look daher, das weiße Chassis hat unter dem Display eine Qwerty-Tastatur. Eintippen lassen sich damit u.a. Anmerkungen und Notizen. Der interne Speicher ist mit 2 Gigabyte recht komfortabel ausgelegt. Mit der aktuellen Firmware lassen sich auch Microsoft-Office-Dokumente öffnen und lesen. Wie bei allen Readern in der Preisklasse zwischen zwei- und dreihundert Euro gibt’s allerdings den Lesestoff nur per USB-Kabel via Laptop oder Desktop-PC.

Demnächst auch bei Amazon, bis jetzt nur bei Hugendubel

Zukünftig soll das Lesegerät auch via Amazon vertrieben werden, zur Zeit gibt es den Story-Reader nur bei Hugendubel (versandkostenfrei für 279 Euro im Online-Shop). Pünktlich zur Buchmesse will sich Hugendubel mit diesem Coup nach eigenen Angaben auch „als eBook-Händler und Verkäufer digitaler Inhalte noch stärker positionieren“ und sich von Wettbewerbern im Buchhandel oder im Internet absetzen. Im E-Book-Store sind bisher etwa 30.000 Titel zu finden, das Angebot soll bis Ende des Jahres aber noch ausgeweitet werden. Neben dem Story-Reader verkauft Hugendubel auch Lesegeräte von Sony (PRS 505/PRS 600) sowie Bookeen (Cybook Opus).