Deutsche Version von Harry Potter startet als E-Book & MP3

Knapp eine Woche nach dem Start der deutschen Pottermore-Community ist es nun soweit: im angegliederten E-Store kann man Harry Potter auf deutsch als E-Book und Audiobook herunterladen – vorausgesetzt, man hat eine Kreditkarte. Neben den einzelnen Bänden wird auf Pottermore auch ein Sammelband bzw. ein Audiobook-Sampler mit allen sieben Teilen der Harry-Potter-Saga angeboten. Zeitgleich hat Amazon im deutschen Kindle-Store auf den entsprechenden Produktseiten Harry Potter-Kauflinkseingefügt, die vor dem Download zunächst auf Pottermore verweisen. Denn der Bezahlvorgang selbst wird exklusiv über die von J K Rowling in Kooperatoin mit Sony betriebene Plattform abgewickelt. Andere E-Book-Portale wie Thalia oder Libri, aber auch Apples iBooks sind bis auf weiteres überhaupt nicht mit im Boot.

Sehr viel sparen kann man gegenüber der bei Carlsen erschienenen deutschsprachigen Taschenbuch-Ausgabe allerdings nicht. Die ersten drei Bände von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ bis „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ kosten elektronisch mit 7,99 Euro sogar etwas mehr als die gedruckte Version mit 7,95 Euro. Bei Band vier („Harry Potter und der Feuerkelch“) bis Band 7 („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“), die als E-Book für 9,99 Euro angeboten werden, kann man immerhin fast zwei Euro gegenüber der Paperback-Variante für 11,90 Euro sparen. Echte Pfennigpfuchser sollten vielleicht eher die englischsprachigen Harry-Potter-E-Books shoppen – hier lassen sich dann nochmal zwischen ein bis zwei Euro herausholen.

Die epub-Versionen von Harry Potter können auf beliebig vielen Geräten gelesen werden, denn sie werden ohne Kopierschutz ausgeliefert. Stattdessen setzt Pottermore auf „soziales DRM“: „Der Pottermore Shop markiert eBücher mit einer Kombination verschiedener Wasserzeichen, die sich auf das Buch, den Käufer und Datum und Zeit des Kaufs beziehen“, heißt es auf dem Portal. Gleichfalls DRM-frei sind die auf Pottermore angebotenen deutschsprachigen Audiobook-Versionen von Harry Potter. Doch den Kauf sollte man sich wirklich gut überlegen. Denn die MP3-Version der von Rufus Beck eingelesenen Hörbücher ist bei Pottermore deutlich teurer als die etwa von Amazon angebotene CD-Version: für die ersten drei Bände berappt man im E-Store 24,95 Euro (statt 19,95 für die CD), Band vier bis sieben schlagen sogar mit 39,95 Euro zu Buche (statt 21,99 Euro für die CD).

Pottermore ab April offen für alle – Verkauf der E-Book-Version von Harry Potter startet

Bereits eine Million Harry Potter-Fans tummeln sich seit Sommer 2011 auf Pottermore.com, der Online-Plattform von Bestseller-Autorin J K Rowling. Um überhaupt eine der begehrten Einladungs-Emails zu erhalten, mussten die Leser zuvor Potter-typische Rätsel lösen. Alle anderen Harry-Potter-Freunde wurden auf Oktober 2011 vertröstet – doch dann verschob sich das Ende der Public-Beta-Phase auf unbestimmte Zeit. Ein Grund dafür: die unerwartet hohe Auslastung zwang die Macher zu technischen Änderungen. Doch nun gibt’s endlich Neuigkeiten. Auf dem Pottermore-Blog ist jetzt zu lesen: „Wir freuen uns, Euch mitzuteilen, dass pottermore.com ab Anfang April 2012 für alle zugänglich sein wird.“ Ab diesem Zeitpunkt wird auch endlich der E-Book-Verkauf starten.

Grafisch aufwändig gestaltetes Artwork

Neben interaktiven Spielchen rund um die Story von Band 1 („Harry Potter und der Stein der Weisen“) können sich die User von Pottermore untereinander austauschen, Facebook-Accounts lassen sich ebenfalls einbinden. Gelobt wird von den Beta-Testern der ersten Stunde vor allem das Artwork der grafisch aufwändig gestalteten Seiten, viel Gefallen finden auch die von J K Rowling gelieferten Bonus-Texte. Wer neu bei Pottermore ist, eröffnet zunächst ein Konto bei der Gringott-Bank und wird – wie es sich gehört – einem der vier “Häuser” von Hogwarts zugeteilt. Hat man fleißig Zaubersprüche gelernt oder genügend Zutaten für Zaubetränke eingekauft, steht einem Zauberer-Duell mit anderen Schülern nichts mehr im Weg. Gelobt wird von den Testern der ersten Stunde vor allem das Artwork der grafisch aufwändig gestalteten Seiten, viel Gefallen finden auch die von J K Rowling gelieferten Bonus-Texte. Schon die Beta-Version von Pottermore ist international – es existieren neben Englisch auch Versionen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

Exklusiver E-Book-Verkauf via Pottermore

Mit Pottermore scheint J K Rowling tatsächlich den Stein der Weisen in Sachen Selbst-Vermarktung für Autoren gefunden zu haben. Schon vor dem Beta-Start hatte Pottermore.com mehr als 22 Millionen Pageviews, obwohl es außer FAQs und einem Anmeldeformular nichts zu sehen gab. Besonderes Aufsehen erregte in der Buchbranche natürlich auch der Exklusivitätsanspruch in Sachen E-Book-Verkauf, denn die Harry-Potter-Serie wird man nur im dortigen E-Store kaufen können, unter anderem in deutscher Sprache. Für die technische Abwicklung des E-Book-Verkaufs sorgt Google Books – die Lektüre kann entweder online im Browser stattfinden, oder offline per Download. Unterstützt werden dabei auch klassische E-Ink-Reader. Bei den Dowloadversionen zur Offline-Lektüre kommt statt „hartem DRM“ ein digitales Wasserzeichen zur Anwendung, die E-Books können also auf allen vorhandenen Geräten des Käufers genutzt werden. Google wird aber wohl nicht exklusiver Harry Potter-Hoflieferant – denn schon im Sommer 2011 gab es Verhandlungen zwischen Pottermore und Amazon.

Sonys neue E-Reader kommen gebündelt mit Harry Potter

Sony weitet die Kooperation mit J K Rowling aus: die neue E-Reader-Edition wird ab November gebündelt mit der E-Book-Version der Harry-Potter-Serie auf den Markt gebracht. Bereits ab Oktober startet der offizielle E-Book-Verkauf auf der interaktiven Plattform Pottermore, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit Sony betrieben wird. Käufer von Sonys Lesegeräten erhalten die komplette Romanserie inklusive eines Schreibens von J K Rowling, einer grafisch aufgepeppten Schutzhülle und einer exklusiven Einladung zu Pottermore. Für die umsatzstärksten Monate rund um Weihnachten verspricht das eine besonders gute Ausgangsposition.

Sony setzt auf bewährte Marketing-Strategien

Alle reden vom Kindle, Nook oder Kobo. Sonys 2010 letztmals modernisierte E-Reader-Reihe führt dagegen eher ein Schattendasein – wenn auch zu unrecht. Denn die Reader Pocket & Reader Touch Edition sind dank Pearl E-Ink und Infrarot-Touch-Technik technisch der Konkurrenz durchaus ebenbürtig. Preislich rangieren die solide konstruierten Geräte allerdings eher in der Oberklasse. Insofern wurde die Neuauflage bereits von vielen mit Spannung erwartet: würde es einen Preisnachlass geben? Und endlich auch eine WiFi- oder 3G-Version? Nun weiß man zumindest eins – Sony setzt auf bewährte Marketing-Strategien.

Harry Potter als zentrales Verkaufsargument?

Schon bei der Einführung der Reader Pocket- und Reader Touch Edition wurden kostenlose E-Book-Titel mitgeliefert, in Deutschland etwa die Selbständigen-Fibel „Meconomy“ von Bestseller-Autor Markus Albers. Mit Harry Potter hat diese Methode natürlich eine ganz andere Durchschlagskraft. Für viele Leser könnte das E-Book-Bundle ein zentrales Argument sein, sich überhaupt ein Lesegerät zuzulegen. Noch exklusiver als das Angebot auf Pottermore.com selbst ist Sonys Schnäppchen aber letztlich nicht, denn die magischen Reader werden erklärtermaßen nicht vor dem offziellen Start von J K Rowlings neuer Online-Plattform zu haben sein.

(via The Register & Goodereader)

Hochbetrieb auf Plattform 9 3/4: Pottermore öffnet die Tore für 1 Mio. Beta-Tester

Im Oktober geht Pottermore offiziell an den Start. Doch seit gestern kann bereits eine Million Fans die neue Online-Plattform von Besteller-Autorin J K Rowling testen. Um überhaupt eine der begehrten Einladungs-Emails zu erhalten, mussten die Leser zuvor Potter-typische Rätsel lösen. Schon Minuten nach dem Launch war Pottermore quicklebendig. Neben interaktiven Spielchen rund um die Story von Band 1 („Harry Potter und der Stein der Weisen“) können sich die User untereinander austauschen, Facebook-Accounts lassen sich ebenfalls einbinden. Gelobt wird von den Beta-Testern der ersten Stunde vor allem das Artwork der grafisch aufwändig gestalteten Seiten, viel Gefallen finden auch die von J K Rowling gelieferten Bonus-Texte. Die eigentliche Lektüre findet voerst aber noch auf Papier statt: Der exklusive E-Book-Verkauf beginnt erst mit dem offiziellen Start von Pottermore.

„Das Zentrum der Marke Harry Potter“

Mit Pottermore scheint J K Rowling tatsächlich den Stein der Weisen in Sachen Selbst-Vermarktung für Autoren gefunden zu haben. Schon bis zum Beta-Start hatte Pottermore.com mehr als 22 Millionen Pageviews, obwohl es außer FAQs und einem Anmeldeformular nichts zu sehen gab. „Ich glaube, Pottermore hat das Potential, zum langfristigen Zentrum für die Marke Harry Potter zu werden“, äußerte sich Charlotte Williams (The Bookseller) gegenüber dem Guardian. „Die Verbindung von neuem Content, Sozialem Netzwerk und dem alleinigen Verkaufsort für die E-Books dürfte sich als äußerst wirkungsvoll erweisen. Wenn man die E-Books exklusiv anbietet, kann man sich schließlich sicher sein, dass die Leute die Seite besuchen werden“, so die Beta-Testerin. Besonders interessant sei darüberhinaus die Frage, ob es gelingen werde, neben eingefleischten Harry-Potter-Fans auch neue Leser an die E-Book-Lektüre heranzuführen.

Mehr als nur eine Verkaufsplattform für Plüsch-Hüte

Wer neu bei Pottermore ist, eröffnet zunächst ein Konto bei der Gringott-Bank und wird – wie es sich gehört – einem der vier „Häuser“ von Hogwarts zugeteilt. Hat man fleißig Zaubersprüche gelernt oder genügend Zutaten für Zaubetränke eingekauft, steht einem Zauberer-Duell mit anderen Schülern nichts mehr im Weg. Die Beta-Tester bei Entertainment Weekly waren gerade von solchen interaktiven Elementen der Plattform entzückt: „Allen denjenigen, die befürchtet haben, es würde nur das magere Skelett eines Online-Games sein, um E-Books oder Plüsch-Hüte zu verkaufen, sei gesagt: so ist es nicht. Auch wenn Pottermore sich bisher nur um Harry Potter und den Stein der Weisen dreht – es ist mehr als genug dabei, um einen ganzen Nachmittag wie mit einem Temporus suckus-Zauberspruch verschwinden zu lassen“.

Deutsche E-Book-Version von Harry Potter ab Oktober erhältlich?

Der Harry-Potter-Countdown ist beendet: in einer Videobotschaft hat J K Rowling heute den Start der E-Book-Ausgabe angekündigt. Die elektronische Version wird ab Oktober exklusiv auf Pottermore.com erhältlich sein, u.a. auch in einer deutschen Übersetzung. Die E-Books sind DRM-frei und stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung, inklusive Kindle. Auch digitale Audiobook-Formate wird man auf Pottermore herunterladen können. Außerdem soll die Website als Social Reading-Plattform für die weltweite Fangemeinde dienen. Nach und nach werden dort auch Online-Versionen der Romane verfügbar sein, den Anfang macht ab Oktober Band 1. Ab 31. Juli können ausgewählte Nutzer bereits die Betaversion von Pottermore ausprobieren. Für die deutsche Lesercommunity wird es eine sprachlich angepasste Version geben.

„An Online Reading experience unlike any other“

Heute um 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit war das magische Geheimnis gelüftet. J K Rowling verkündete via Youtube-Video: „I’m thrilled to say that I’m now in the position to give you something unique. An online reading experience unlike any other. It’s called Pottermore.“ Hinter Pottermore verbirgt sich eine Social-Reading-Plattform, die zugleich der Vermarktung von E-Book- und Audio-Book-Ausgaben der Harry-Potter-Romane dient. Bereits die Ankündigung des J K Rowling-Announcements hatte zuvor wilde Spekulationen in der Community ausgelöst. Das Spektrum reichte vom Online-Rollenspiel für MMORPG-Freunde bis zum virtuellen Harry-Potter-Lexikon. Ein bisschen haben sie alle recht behalten, denn Pottermore soll den Lesern offenbar viel kreativen Freiraum bieten: „Pottermore will be the place where fans of any age can share, participate in and rediscover the stories.“ Außerdem will J K Rowling die Fan-Gemeinde mit Wissenswertem aus dem Potter-Universum versorgen, das sie bisher zurückgehalten hat. Pottermore wird also nicht nur ein Fan-Forum gemischt mit Social-Reading-Elementen sein, sondern noch ein bisschen mehr. Der Weg geht auf Pottermore eindeutig weg vom bloßen Text in Richtung Interaktivität und Online-Gaming.

Fans können Harry Potter online lesen

Besonders interessant ist die Tatsache, dass im Zentrum von Pottermore medial aufgepeppte Online-Versionen der Romane selbst stehen, die nach und nach zugänglich gemacht werden, und das sogar kostenlos. Beim Start im Oktober wird zunächst Band Eins enthüllt. Für ausgewählte Beta-Tester öffnet sich der Vorhang sogar schon Ende Juli. Pottermore wird der Community die Möglichkeit bieten, die gesamte Serie Schritt für Schritt gemeinsam neu zu entdecken -- jeder Band soll sogenannte „interaktive Momente“ enthalten. Nach Print-Buch und Kino-Film wird es damit noch einmal eine zeitlich gestreckte Dramaturgie geben, die mediale Aufmerksamkeit schafft. Gleichzeitig dient die Nutzung der Social-Reading-Plattform als ideales Incentive, die E-Book- oder Audiobook-Versionen zu erwerben (positive Auswirkungen auf den Print-Verkauf sind natürlich auch nicht ausgeschlossen). Das gesamte Konzept von Pottermore ist ein kluger Schachzug, der sukkzessive auch der E-Book-Piraterie den Wind aus den Segeln nehmen könnte. Denn kaum eine Serie dürfte öfter in illegalen Tauschforen auftauchen als Harry Potter. Passend dazu verzichtet J K Rowling nun offenbar auch auf DRM -- die E-Books werden lediglich ein digitales Wasserzeichen haben und somit auf einer großen Anzahl von E-Readern lesbar sein.

Bedeutet Pottermore Direktpublishing ohne Verlag?

Harry Potter ist längst ein globales Phänomen -- das zeigt auch die polyglotte Aufmachung von Pottermore. Die Plattform wird vom Start weg fast in einem halben Dutzend Sprachen zugänglich sein: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch. Die E-Book- sowie digitalen Audiobook-Versionen werden ebenfalls in zahlreichen Sprachen erhältlich sein. Über Preise ist bisher noch nichts bekannt, da E-Books wie Audiobooks exklusiv auf Pottermore verkauft werden, hat J K Rowling relativ freie Hand bei der Preisgestaltung. Bei der Realisierung von Pottermore sind neben Sony auch die Verlage Bloomsbury und Scholastic mit im Boot -- dort erscheinen die britischen und us-amerikanischen Print-Versionen von Harry Potter. Sie werden zwar an den E-Book-Einnahmen beteiligt, die Autorin selbst behält jedoch die Kontrolle. Wenn es tatsächlich bei dieser Form von Direktpublishing bleibt, könnte das Modell am Ende wohl für J K Rowling noch weitaus mehr Geld einbringen als die auf einen Wert von 100 Millionen Euro geschätzten E-Book-Rechte an Harry Potter.

O-Ton des Announcements:

„I’m thrilled to say that I’m now in the position to give you something unique. An online reading experience unlike any other. It’s called Pottermore. It’s the same story, with a few crucial additions. The most important one is you. Just as the experience of reading requires that the imagination of the author and the reader work together to create a story, so Pottermore will be built in part by you, the reader.

The digital generation will be able to enjoy a safe, unique online reading experience built around the Harry Potter books. Pottermore will be the place where fans of any age can share, participate in and rediscover the stories. It will also be the exclusive place to purchase digital audio books, and, for the first time, ebooks of the Harry Potter series.“