Freiheit für den Kindle: Fictionwise liefert E-Books für Amazons E-Reader

Schluß mit dem „Closed Shop“-System: Amazons Kindle kann zukünftig auch mit Content aus dem E-Book-Store der Barnes&Noble-Tochter Fictionwise gefüllt werden. Im neuen Kindle-Bookstore gekaufte Titel lassen sich sogar direkt – via „Mail-to-Kindle“-Funktion – auf die Lesegeräte übertragen. Insgesamt tragen etwa 15.000 E-Books im Katalog des E-Stores nun den Zusatz „Kindle Compatible (Mobi)“ – DRM-geschützte Titel sind allerdings nicht darunter.

Barnes&Noble hat nun einen Fuss in der Tür zur Kindle-Welt

Endlich mehr Lesestoff für Amazons Kindle:die Abhängigkeit der Kindle-Nutzer von Amazons E-Store schrumpft, zumindest ein bisschen. Lesen lassen sich nur E-Books und E-Mags ohne DRM-Schutz – bei Fictionwise auch „Multiformat“-E-Books genannt. Nicht ohne Grund: bei Büchern ohne Kopierschutz konnte man dem Kunden schon bisher eine Vielzahl verschiedener Wahlmöglichkeiten anbieten: das Spektrum reicht von Microsofts .lit über freies epub bis zu PalmDoc- und Rocketbook-Format. Hinzugekommen ist nun ganz einfach noch Amazons angepasstes Mobipocket-Format. Besonders aufregend ist das Angebot im neuen „Kindle-Bookstore“ nicht – doch zumindest hat Barnes&Noble nun  einen schmalen Fuss in der Tür zur Kindle-Welt. Für die Übertragung der Dateien auf den Kindle gibt es zwei Möglichkeiten: via USB-Port vom Desktop-Rechner oder drahtlos. Der WiFi-Weg läuft über die individuelle E-Mail-Adresse des Kindles, die bei Amazon zum Standard gehört. Schon bisher wurde dieser Kommunikationskanal für Sonderdienste genutzt, etwa die Möglichkeit, PDF-Dokumente in ein für den Kindle lesbares Format zu konvertieren. Der einzige Nachteil gegenüber der USB-Variante: Amazon kassiert pro angefangenem Megabyte 15 Cent Gebühren. Noch einfacher wäre es natürlich, wenn Amazon auf den Branchenstandard epub umsteigen würde – dann gäbe es auch für deutsche Kindle-Nutzer endlich Zugriff auf genügend aktuellen Lesestoff in deutscher Sprache.

(via Teleread)
 

Barnes&Noble attackiert Amazon: Preise für E-Books purzeln

Das Verlagshaus Barnes&Noble bläst zur Attacke: kein E-Book im Online-Shop von eReader.com kostet mehr als 12,95 Dollar, alle neu erscheinenden E-Books gibt es ab jetzt für 9,95 Dollar oder weniger. Außerdem sind sämtliche New York Times-Bestseller nun für einen einstelligen Betrag zu haben. Durch ein spezielles Rabattprogramm sinken die Preise sogar noch weiter: 15% der Kaufsumme wird beim nächsten Kauf eines Barnes&Noble-Titels angerechnet. Der Hintergrund der Rabattschlacht: Erst vor wenigen Monaten ist der eReader-Shop Betreiber Fictionwise von Barnes&Noble übernommen worden. Das Umsteuern in der Preispolitik hat natürlich ein klares Ziel: Amazon. Denn Amazons noch relativ teurer E-Reader Kindle wird den Kunden vor allem durch den niedrigen Einheitspreis für E-Books von — genau: — 9,95 Dollar schmackhaft gemacht. (mehr …)