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Entdecken de Luxe: Google Books spendiert Discover-Feature & eigenes App-Feuilleton

google-discover-feature-neuGoogles digitaler Buchladen hat den Kampf gegen das Kindle-Imperium noch nicht aufgegeben: die US-Version der Google Books App wurde vom Suchmaschinen-Riesen jetzt kräftig aufgemöbelt. Das neue „Discover“-Feature soll nicht nur verbesserte personalisierte Buchempfehlungen bieten, sondern ist auch eine Art literarische Google News-Maschine um die jeweils vom Nutzer gelesenen Bücher herum, so dass man immer auf dem Laufenden bleibt.

Discoverability de Luxe – inklusive originäre Inhalte

Googles Algorithmen machen also mal wieder das, was sie am besten können: Informationen aus dem Web fischen, die zum jeweiligen Nutzer- bzw. Leserprofil am besten passen. So weit, so erwartbar. Wirklich überraschend dagegen ist, dass Google aber auch auf selbst produzierte, web-feuilletonistische Inhalte setzt — und zwar mit dem parallel gestarteten Programm „Google Play Editorial“. Dort findet man etwa Autoren-Interviews, Essays von bekannten Edelfedern oder auch exklusive Buchempfehlungen von angesagten AutorInnen. Auch eigene IllustratorInnen zur Bebilderung der Artikel hat Google offenbar engagiert. Fehlen dürfen aber natürlich auch nicht Coverbild-Kauflinks, die in Richtung des Google Book Stores verweisen.

Discover-Feature bald auch in Deuschland?

Das Discover-Feature gibt’s zum Start nur für Android, eine iOS-Version soll demnächst folgen. Insgesamt ist die Google Books-App nach Angaben des Unternehmens in 75 Ländern erhältlich, einen offiziellen Zeitplan für die Internationalisierung des neuen Features gibt es bisher nicht. Doch über kurz oder lang dürfte es wohl auch in Deutschland verfügbar sein. Ob Google den hiesigen Lesern aber auch ein eigenes App-Feuilleton mit Texten von deutschen Autoren spendiert? Mal abwarten…

(via Google Android-Blog)

Rauchwolken am Horizont – Feuilletons aus der Welt nach 9/11

Spätestens seit Nine-Eleven stellt sich eine alte Frage mit neuer Dringlichkeit: Wie kann man der Geschichte, die uns eines Tages alle umbringen wird, entkommen? Denn ihren “Real-Roman” erzählt sie Alexander Kluge zufolge ohne Rücksicht auf uns, es sei denn, wir erzählen eine “Gegengeschichte”. Genau darum geht es in den hier versammelten Artikeln, Reportagen und Kolumnen – um Menschen, Methoden und Maschinen, die mit der Dominanz des Tatsächlichen umgehen können, oder zumindest grandios dabei scheitern, egal ob lokal oder global. Material dazu hat das 20. Jahrhundert ohnehin genug geliefert, doch auch die Nuller Jahre des Milleniums haben schon ihre Rauchwolken am Horizont hinterlassen. Die meisten der insgesamt 24 Texte sind ursprünglich mal im Kulturteil der taz erschienen, dazu kommen ausgewählte E-Book-News-Beiträge der letzten Zeit. (Multiformat E-Book [epub, Kindle, PDF] 2,99 Euro, Taschenbuch 7,90 Euro)