Smartphone über alles: E-Reader-Nutzung halbiert, Tablet-Nutzung stagniert (in USA)

Pew-Research-Smartphone-Tablet-Ereader-USA-2015Das Wachstum in der E-Book-Branche löst sich endgültig von der klassischen Geräteplattform E-Reader – das zeigen neue Zahlen von Pew Research für den US-Markt: nur noch 19 Prozent der Befragten gaben an, ein elektronisches Lesegerät zu besitzen, im letzten Jahr waren es noch 32 Prozent. Dem Absturz bei E-Ink steht Stagnation bei Spielekonsolen, MP3-Playern und Tablets gegenüber, zugleich starkes Wachstum bei Smartphones.

Mehr Smartphones, größere Displays

68 Prozent der erwachsenen US-Bevölkerung besitzt mittlerweile eins, bei den unter Dreißigjährigen sogar 86 Prozent, der Markt nähert sich also jenseits des Atlantiks schon der Sättigung. Zugleich ersetzen iPhone, Android-Phone & Co. als mobile Universalgeräte zunehmend die mobilen Spezialgeräte. Eine besondere Rolle spielt dabei offenbar die wachsende Display-Größe, siehe aktuelle 5-Zoller wie iPhone 6s Plus oder Galaxy S6, die mobile Lektüre oder mobiles Surfen noch komfortabler macht.

Tablets haben den Zenit ebenfalls erreicht

Dass sich E-Reader nach ihrem kurzen Vorstoß in den Mainstream wieder zum Nischengerät zurückentwickeln, hat natürlich genauso mit dem Erfolg von Tablets zu tun: Pew zufolge besitzt fast jeder zweite US-Amerikaner ein iPad oder Android-Tablet. Doch die Boom-Zeiten sind auch bei den Flachrechnern vorbei – nach Stagnation im Jahr 2014 wurden in den ersten Quartalen 2015 nach Angaben von Statista weltweit erstmals weniger Geräte ausgeliefert als im Jahr zuvor. Schuld daran dürfte auch in diesem Fall das Smartphone sein.

Von der Hardware- zur App-Strategie

Für die E-Book-Branche bedeutet das: App-zentrierte Strategien werden in den nächsten Jahren noch wichtiger, Geräte- und Contentkonzepte driften noch weiter auseinander. Selbst Amazon hat es nach dem Erfolg des Kindle Readers nicht geschafft, mit dem Kindle Fire auf den Tablet-Markt nennenwerte Marktanteile zu gewinnen. Der Versuch, mit dem Fire Phone den Smartphone-Markt zu erobern, ist gerade erst krachend gescheitert. In Zukunft gilt wohl im Buch-Business erst recht: wer smart ist, lässt die Finger von der Hardware – viel wichtiger ist die Präsenz auf den Displays…

(via The Digital Reader & Business Insider)

Mobil macht mobil: Bitkom prophezeit Smartphone- & App-Boom ohne Ende

bitkom-sagt-smartphone-und-app-boom-vorausPünktlich zur IFA in Berlin prophezeit Bitkom einen erneuten Verkaufsrekord bei Smartphones: mehr als 25 Millionen Geräte werden bis Ende 2015 in Deutschland verkauft, so der IT-Branchenverband unter Berufung auf Marktforschungs-Daten von EITO und GfK. Der Umsatz steige auf 9 Milliarden Euro, das ist schon fast so viel, wie mit klassischer Unterhaltungselektronik erzielt wird – dort werden 10 Milliarden Euro erwartet, der Markt geht mit Minus 3 Prozent leicht zurück.

Tablets wachsen auch, aber langsamer

Fast schon traditioneller Wachstumstreiber bei Mobilgeräten bleiben auch Tablets. Mehr als 7 Millionen Geräte werden bis Ende 2015 über den Ladentisch gehen, und einen Umsatz von 7 Milliarden Euro einbringen. Das Wachstum hat sich allerdings auf knapp 2 Prozent verlangsamt. Klassische E-Reader werden in der aktuellen Prognose nicht erwähnt – sie dürften wohl 2015 bei knapp 1,5 Millionen verkaufter Geräte liegen (2014: 1,2 Millionen).

Senkrechtstarter Smartwatch

Ein echter Senkrechtstarter sind derzeit Wearables, also Geräte, die direkt am Körper getragen werden, vom Fitness-Armband bis zur Smartwatch. Den Prognosen zufolge wird der Absatz für dieses Jahr bei insgesamt 1,72 Millionen Geräten liegen und Umsätze von 240 Millionen Euro bringen. Nur etwa ein Drittel der verkauften Geräte sind Smartwatches, sie erzielen aber zwei Drittel des Umsatzes.

Die Deutschen sind App-Aficionados

25 Millionen Smartphones, 7 Millionen Tablets, fast 2 Millionen Wearables – die Phalanx neuer Geräte vergrößert am Ende natürlich auch den Hunger der Deutschen nach mobilem Content: Erstmals werden in diesem Jahr laut Bitkom wohl mehr als eine Milliarde Euro mit Apps für Smartphones, Tablets und Smartwatches umgesetzt.

Und zwar eher indirekt – denn die meisten Apps können kostenlos heruntergeladen werden. 75 Prozent der Umsätze werden im Anschluss an den Download über In-App-Shopping generiert, nur 15 Prozent direkt über den Kaufpreis. Werbung in Apps sorgt für weitere 12 Prozent der Erlöse.

Abb.: Glenn3095 (Public Domain/cc-0)

Trotz Smartphone-Boom: Jeder dritte britische Haushalt besitzt E-Reader

Der Tablet- und Smartphone-Boom geht weiter – doch was wird eigentlich aus dem klassischen E-Reader? Neue Zahlen aus Großbritannien zeigen: in besonders digital-affinen Ländern gibt’s auch bei E-Ink noch Wachstum. Im letzten Jahr, so der aktuelle britische Ofcom-Report, nahm die E-Reader-Quote noch mal um vier Punkte zu: im Vereinigten Königreich besitzen nun 28 Prozent aller Haushalte ein elektronisches Lesegerät.

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Smartphone & Tablet weit vorn

Allerdings haben Smartphone und Tablet die Nase auch weiterhin deutlich vorn: zwei Drittel aller Haushalte (66 Prozent) nutzen nämlich bereits iPhone & Co., immerhin die Hälfte aller Haushalte iPad & Co. (56 Prozent). Auch die Ausstattung mit Digital-TV (97 Prozent), DVD-Player (70 Prozent) und Spielekonsolen (66 Prozent) kann sich sehen lassen.

Kaum ein Brite vermisst Gedrucktes

Angesichts solcher Zahlen überrascht dann auch nicht, dass Lesen als Freizeitbeschäftigung deutlich an Boden verloren hat: fragt man die Briten nämlich, welches Medium sie am meisten vermissen würden, nennen von den unter 24-jährigen nur ein Prozent Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften, bei den über 65jährigen sind es auch nur 12 Prozent. Zwei Drittel der Jüngeren sagen dagegen, sie würden vor allem das Smartphone vermissen.

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Willkommen im Post-PC-Zeitalter

Mit dem Smartphone gehen mittlerweile auch die meisten ins Internet, erstmals haben iPhone & Co. damit das Laptop als Surfgerät abgelöst. Tablets sind dem Laptop bereits dicht auf den Fersen,mit anderen Worten: das Post-PC- und Post-Buchzeitalter scheinen auf der britischen Insel gleichzeitig einzureiten. Ob auch schon das Post-E-Book-Zeitalter naht, bleibt abzuwarten…

(via The Digital Reader)

Zweimal „Sehr Gut“: Warentester loben Kindle Voyage & Tolino Vision

warentest-ereader-kindle-tolinoDie wackeren Warentester wagen sich an alles heran: sie schnüffeln an Hackfleisch, observieren Saugroboter, und sie lesen auch schon mal eine halbe Stunde unter Wasser, um spritzgeschützte E-Reader zu testen. Für den aktuellen E-Reader-Test im Februar-Heft konnten die Tester gleich mit zwei Lesegeräten in die Wanne steigen: dem Tolino Vision 2 wie auch dem Kobo Auro H20. Obwohl nicht wasserdicht, gewann den Test aber ganz knapp ein anderers Gerät: Amazons Kindle Voyage(Gesamtnote Sehr gut / 1,4) – beim Flaggschiff des Online-Riesen gefiel den Testern vor allem die gute Handhabung.

Tolino bei Preis-Leistungsverhältnis vorn

Dicht auf den Fersen ist Amazons Flaggschiff aber der Tolino Vision 2 (Gesamtnote: Sehr gut / 1,5): im Bereich des epub-Universums darf das letztes Jahr gestartete Gerät denn auch als eigentlicher Testsieger gelten. Mit einem Preis von 129 Euro – gegenüber 189 Euro beim Kindle Voyage – bietet die Tolino Allianz zudem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Wichtigstes Bewertungskriterium (Gewichtung: 40 Prozent) beim Reader-Test war auch diesmal wieder die Bildqualität, hier erreicht der Tolino genau wie das Kindle die Bestnote „Sehr Gut“.

Kopierschutz immer noch ein Ärgernis

Alle anderen unter die Lupe genommenen Lesegeräte wurden insgesamt nur mit Gut (z.B. Pocketbook Touch Lux 2, Kobo Aura H20) bzw. in einem Fall u.a. wegen mangelnder Bildqualität mit befriedigend (Icarus E1051) bewertet. Einziger echter Kritikpunkt auf dem kompletten Reader-Parcours war wie schon bei den Reader-Tests der vergangenen Jahre das leidige Thema Kopierschutz, das bis auf weiteres Kindle- und epub-Welt voneinander trennt: „Die Kopierschützerei verkompliziert Leben und Lesen. Schöner wäre es, wenn der Kopier­schutz fiele“, so die Stiftung Warentest.

Tipp: Den E-Reader-Test gibt’s online & als PDF-Download zum Preis von 2,50 Euro, das komplette Test-Heft 02/2015 kostet elektronisch 4,49 Euro.

Neue Allensbach-Zahlen: bereits 3,6 Mio Deutsche besitzen E-Reader

Was wollen deutsche Konsumenten wirklich? Das ermittelt Jahr für Jahr die „Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse“, kurz AWA. Da die Demoskopen vom Bodensee auch sehr detailliert nach der Mediennutzung fragen, sind sehr interessante Daten über den Buchmarkt dabei. Für die AWA 2013 wurde im Rahmen der Umfrage erstmals auch das elektronische Lesen berücksichtigt. Ergebnis: bereits 5,2 Prozent der Deutschen über 14 Jahre besitzen einen E-Reader, also etwa 3,66 Millionen. Weitere 3,5 Prozent (= 2,49 Mio) planen den Kauf eines Lesegerätes innerhalb der nächsten zwei Jahre. Die Zahl der ermittelten E-Book-Käufer ist mit 6 Prozent (=4,22 Mio.) kaum größer als die Zahl der E-Reader-Besitzer – obwohl man bereits dazu zählt, wenn man in den letzten 12 Monaten nur 1 E-Book gekauft hat. Tatsächlich wurden aber Mediacontrol zufolge 2012 insgesamt knapp 12 Millionen bezahlte E-Book-Downloads verzeichnet, womit jeder Käufer im Schnitt drei Titel heruntergeladen hätte.

„Lesen Sie längere Texte lieber am Bildschirm?“

Besonders überrraschend: die Zahl der Hörbuch-Käufer (wobei physische Tonträgern und Downloads gezählt werden) ist laut AWA 2013 immer noch größer als die der E-Reader-Käufer – es soll sich um 7,4 Prozent (=5,17 Mio.) der Bundesbürger handeln. Lesemedium Nummer Eins bleibt aber immer noch das gedruckte Buch: zwei Drittel der Deutschen haben in den letzten 12 Monaten im Buchhandel zum traditionellen Printprodukt gegriffen. Immerhin lesen 20 Prozent (14 Mio.) mehrmals pro Woche in klassischen Büchern. Für zwei Drittel der Deutschen bleibt Papier dann auch das bevorzugte Lesemedium. Anders, als es etwa jüngste Zahlen von BITKOM nahelegen, fanden die Allensbacher dagegen nur sehr schwach ausgeprägte Präferenzen für elektronisches Lesen: nur knapp 6 Prozent der Befragten gaben an, sie würden „längere Texte lieber am Bildschirm“ schmökern. Doch es gibt immerhin ein breites Mittelfeld: 21,7 Prozent (=15 Mio.) lesen genauso gern auf Papier wie auf Bildschirmen.

Vielleser verschlingen mehr als 20 Bücher pro Jahr

Um es mal positiv zu wenden: für Kindle & Co. bleibt noch viel Wachstumspotenzial. Vor allem, wenn es gelingt, mehr Vielleser ins digitale Boot zu holen. Denn die AWA 2013 entdeckt im Herzen der Gutenberg-Galaxis eine radikale Minderheit von Lesewütigen: 4,7 Prozent (=3,3 Mio) Deutsche geben an, im den letzten 12 Monaten mehr als 20 Bücher gekauft zu haben, und 7 Prozent (=5,24 Mio.) shoppten zumindest 10 bis 19 Bücher. Zudem scheint der Preis bei Buchkäufern eine große Rolle zu spielen: Knapp ein Drittel gibt an, vor allem zu Paperbacks zu greifen. Hier könnten in Zukunft die Vorteile elektronischer Lektüre zum Tragen kommen – insbesondere niedrige Preise und schnelle Verfügbarkeit. Eine ganz besondere Chance dürften dabei aber Kurztexte haben. Denn immerhin gab jeder vierte an: „Ich würde gerne mehr lesen, habe aber im Moment nicht genug Zeit dazu“.

Abb.: Flickr/Jessica Lares (cc)

Von Read-only bis Glowlight – E-Ink-Neuheiten für die Herbstsaison 2012

Die Herbstsaison 2012 zeigt ganz deutlich: E-Reader haben endgültig den Durchbruch zum Massenmarkt geschafft. Von simplen E-Ink-Geräten im Smartphone-Format bis zu komfortablen HD-Readern mit Glimmerlicht-Feature ist alles dabei – und das zu sehr günstigen Preisen. Immer mehr Hersteller mischen mit im Lowest-Price-Segment, das in Zukunft bereits ab zehn Euro beginnt. So viel bzw. so wenig kostet nämlich der neue txtr-Reader „Beagle“, ein federleichter 5-Zoller, der via Bluetooth mit dem Smartphone verknüpft wird. Ansonsten setzt das erstmals auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellte Gerät auf bewährte Elemente: E-Ink-Display statt LCD, und Bedientasten statt Touch-Screen. Der USB-Port wurde dagegen weggelassen – als Schnittstelle zur Außenwelt dient ausschließlich das Smartphone des Users. Der Smartphone-Prozessor muss dem „dummen“ Chip des Readers auch bei der Formatierung der E-Book-Seiten unter die Arme greifen. „Beagle“ ist also kein Standalone-Gerät, sondern muss mit dem smarten Begleiter Gassi gehen. Nicht umsont wird txtrs „Beagle“ voererst nur als Gimmick für die Kunden von Mobilfunk-Anbietern vermarktet.


txtr Beagle

Display: 5 Zoll E-Ink, 600×800 Pixel
Speicher: 4 Gigabyte
Gewicht: 128 Gramm (inkl. AAA-Batterien)
Schnittstelle: Bluetooth
Preis: ab zehn Euro (in Verbindung mit Mobilfunk-Vertrag)

Die anderen Reader-Neuheiten im Niedrigpreis-Sektor setzen auch weiterhin auf den USB-Port als Nabel zur Welt. Trotzdem gibt es echte Hingucker – vor allem Trekstors 4-Zoll-Reader „Pyrus Mini“, der bereits ab 50 Euro zu haben ist. Der Winzling im Smartphone-Format dürfte der erste Reader sein, der tatsächlich in die Hosentasche passt. Mit 111 Gramm bringt der der „Mini“ gerade mal soviel wie ein iPhone auf die Waage. Nur wenig teurer, dafür aber im 6-Zoll-Standarformat daher kommt Trekstors „Pyrus“, via Weltbild (alias „ebook Reader 4“) bereits ab 59 Euro erhältlich. Mit etwas mehr Speicher (4 Gigabyte statt 2 Gigabyte) bekommt man dieses Gerät für 69 Euro unter dem Namen „Liro Ink“ auch über den unabhängigen Buchhandel.

Pyrus Mini

Display: 4,3 Zoll E-Ink, 600×800 Pixel
Speicher: 2 Gigabyte
Gewicht: 111 Gramm
Schnittstelle: USB
Preis: 50 Euro

Pyrus / eBook Reader 4 / Liro Ink

Display: 6 Zoll E-Ink, 600×800 Pixel
Speicher: 2 Gigabyte (Liro Ink: 4 GB)
Gewicht: 216 Gramm
Preis: 60 Euro (Liro Ink: 70 Euro)

Sparsame E-Lese-Novizen sollten mal bei Libri.de vorbeischauen – dort bekommt man nämlich die überarbeitete Version des 6-Zollers Pocketbook Basic („Basic 613“) momentan bereits ab 69 Euro. Vom Bedienkomfort und grafischer Benutzeroberfläche her ist bereits dieser günstige Tastenreader den Trekstor-Modellen deutlich überlegen. Wie bei Pocketbook schon Tradition, werden serienmäßig ein paar Extras mitgeliefert, so etwa eine Taschenrechner-App, Features wie Wörterbuch, Kalender und Uhr sowie Spiele wie Schach oder Sudoku. Vom Preis-Leistungsverhältnis dürfte der mit 2 Gigabyte Speicher ausgestatte Basic das ideale Einsteigergerät in der unvernetzten 6-Zoll-Kategorie darstellen.

Pocketbook Basic (613)

Display: 6-Zoll E-Ink 600×800 Pixel
Speicher: 2 Gigabyte
Gewicht: 180 Gramm
Schnittstelle: USB
Preis: 69 Euro (Libri.de)

Allerdings sind die WiFi-Geräte mit Touch-Screen den unvernetzten Tasten-Readern bereits deutlich auf den Fersen. Für knapp zehn Euro mehr kommt der 5-Zoller „Kobo Mini“ in den Handel. Neben dem direkten Draht zum E-Store und der komfortablen Bedienung glänzt der Reader im Midi-Format mit schön anzusehender Benutzeroberfläche sowie Kobos cleverer Social-Reading-App („Reading Life“). Für noch mehr Lesekomfort sorgen 7 Schriftarten mit 24 Schriftgrößen und optionale Einstellungen für Stärke und Schärfe. Bei nur 134 Gramm Gewicht kann sich Kobos Taschen-Reader locker mit den meisten Smartphones messen.


Kobo Mini

Display: 5-Zoll Touch-Screen E-Ink 600×800 Pixel
Speicher: 2 Gigabyte
Gewicht: 134 Gramm
Schnittstelle: USB, WiFi
Preis: 80 Euro

Nicht so ganz mithalten kann da die WiFi-Version von Trekstors Standard-Reader Pyrus, der neben dem drahtlosen E-Store auch immerhin auch ein integriertem MP3-Player verpasst wurde. Rein rechnerisch wäre dieses robuste, technisch aber eher schlichte Gerät vor wenigen Wochen mit 89 Euro noch der günstigste WiFi-Tasten-Reader im 6-Zoll-Format gewesen– doch nach der letzten Preissenkungs-Runde gibt’s Amazons deutlich überlegenes Kindle 4 nun bereits ab 79 Euro. Dass Trekstor mit der WiFi-Version des Pyrus zu lange gewartet hat, zeigt sich aber zugleich an der preislichen Nähe zum High-End-Bereich.


Pyrus WiFi

Display: 6 Zoll E-Ink, 600×800 Pixel
Speicher: 4 GB
Gewicht: 216 Gramm
Preis: 89 Euro

Für Pearl-E-Ink plus Touch-Screen plus WiFi muss man nun nicht mehr als 100 Euro auf den Tisch legen. Dafür bekommt man dann nicht nur den bewährten 6-Zoller Kobo Touch, sondern via ebook.de den auf der Buchmesse präsentierten Sony-Reader PRS-T2. Dabei handelt es sich um eine nur wenig überarbeitete Version des Vorgängermodells PRS-T1. Technisch scheint das Gerät aber ziemlich ausgereift, was man etwa am noch schnelleren Seitenaufbau oder rasantem Text-Zoom mit Zweifinger-Geste sehen kann. So richtig konsequent vermarktet Sony sein bestes Pferd im Stall aber immer noch nicht – ein deutscher Sony Store ist nicht in Sicht. Integriert wurde faute de mieux für den hiesigen Markt deswegen der E-Store von ebook.de (so heißt übrigens Libri.de seit dem Relaunch).


Sony Reader PRS T2 (ebook.de)

Display: 6-Zoll Touch-Screen E-Ink 600×800 Pixel
Speicher: 2 Gigabyte
Gewicht: 164 Gramm
Schnittstelle: USB, WiFi
Preis: 99 Euro

Wer das schnellste E-Ink der Welt erleben möchte, liegt beim neuen Cybook Odyssey richtig, den man für 99 Euro bei Thalia.de bekommt. Der französische Hersteller Bookeen setzt ein spezielles High-Speed-E-Ink (HSIS) ein, mit dem sogar kleine Animationen möglich werden. Dank echtem Multi-Touch macht damit dann selbst Web-Surfen mit dem integrierten Browser mal so richtig Spaß. Noch mehr Tablet-Gefühl in schwarz-weiß kommt wohl nur noch bei den neuen Glowlight-Modellen von Amazon und Kobo auf: mit 1024×768 Pixel Auflösung und einer stromsparenden Glimmerlicht-Beleuchtung bietet Kobo Glo bzw. Kindle Paperwhite für 130 Euro nicht nur iPad-ähnliche Auflösung, sondern erlauben dank spezieller LED-Lichtführung auch die Lektüre im Dunkeln. Eins ist dabei jetzt schon klar: hier etabliert sich ein neuer E-Reader-Standard, wobei Kobo um eine Nasenlänge vorn liegt, zumindest bei der Lieferbarkeit. Den Kobo Glo kann man nämlich schon bestellen, Amazons Paperwhite wird erst ab Ende November ausgeliefert.


Cybook Odyssey (Thalia.de)

Display: 6-Zoll Touch-Screen E-Ink 600×800 Pixel
Speicher: 2 Gigabyte
Gewicht: 195 Gramm
Schnittstelle: USB, WiFi
Preis: 99 Euro


Kobo Glo

Display: 6-Zoll Touch-Screen E-Ink 1024×758 Pixel
Speicher: 2 Gigabyte
Gewicht: 185 Gramm
Schnittstelle: USB, WiFi
Preis: 130 Euro


Kindle Paperwhite

Display: 6-Zoll Touch-Screen E-Ink 1024×768 Pixel
Speicher: 2 Gigabyte
Gewicht: 212 Gramm
Schnittstelle: USB, WiFi
Preis: 130 Euro

Autor&Copyright: Ansgar Warner

Abb. Halloween-Kürbis: Pedro J. Ferreira/Flickr
E-Reader: Hersteller

„Pyrus“ gibt dem Kindle Zunder: Trekstor erweitert Reader-Palette mit E-Ink-Gerät

Trekstor setzt in Zukunft auch auf E-Ink – mit dem Pyrus präsentiert das deutsche Unternehmen auf der Leipziger Buchmesse ein neues 6-Zoll-Gerät. Nicht nur das schwarze Kunststoff-Design des Readers lehnt sich an Trekstors E-Book-Player-Serie an – ähnlich wie die Low-Cost-LCD-Geräte hat auch der Pyrus lediglich einen USB-Port, drahtloses Shoppen im E-Store fällt also flach. Dank einer internen Speicherkapazität von 4 GB sollen bis zu 4.000 Bücher auf den Reader passen, über den externen SD-Kartenslot kommen nochmal externe 32 Gigabyte hinzu. Die Display-Auflösung von 600×800 Pixeln entspricht den meisten anderen 6-Zoll-Readern auf dem Markt, das Gewicht von knapp über 200 Gramm liegt ebenfalls im Durchschnitt. Bedient wird der Pyrus über Richtungs- und Auswahlbuttons direkt unter dem Display, am linken und rechten Gehäuserand befinden sich zudem Umblätter-Tasten. Lesen lassen sich mit dem Pyrus neben E-Books im epub- und PDF-Format auch HTML, RTF und TXT-Dateien. Die Menüführung ist international, wählbar ist u.a. auch Deutsch.

„Für beste Lesbarkeit & lange Akkulaufzeit“

Mit dem Pyrus erweitert sich Trekstors Palette erstmals um ein Gerät mit reflexivem Display. Bisher hat sich das Unternehmen vor allen mit „Preisbrechern“ wie dem Weltbild-Reader einen Namen gemacht – einem Farb-LCD-Gerät, das bereits 59 Euro verkauft wird. Auch das in vielen Buchhandlungen angebotene Low-Cost-Lesetablet Liro Color stammt aus dem Hause Trekstor. Gerade im Weihnachtsgeschäft erwiesen sich die Geräte trotz eher geringer Performance und kurzer Akkulaufzeit als Kassenschlager. In den kommenden Monaten könnte Weltbild nun also – genauso wie so manche Elektronikfachmarkt-Kette – mit dem E-Ink-Reader der Konkurrenz Paroli bieten. Schon der Name weist auf den Hauptgegner hin – Pyrus kommt von griechisch „Feuer“ – und ist wohl als Anspielung auf Amazons Kindle gedacht (to kindle=Feuer anfachen). Das Pricing dürfte angesichts der technischen Ausstattung irgendwo zwischen Liro Color (99 Euro) und dem günstigstem E-Book-Player (59 Euro) angesetzt werden – und könnte in der Branche einen neuen Preisrutsch auslösen.

Großer Gadget-Jump in USA: Doppelt so viele E-Reader- & Tablet-Besitzer

Was E-Reader und Tablets betrifft, hat die USA in der Weihnachtssaision den großen Sprung nach vorn gemacht. Jeder dritte Erwachsene besitzt seit der Jahreswende ein solches Gadget. Nach Angaben von Pew Research stieg der Anteil von Tablet-Besitzern unter der erwachsenen Bevölkerung von 10 Prozent auf 19 Prozent, bei E-Readern ebenfalls von 10 Prozent auf 19 Prozent. Die Zahl der Amerikaner, die entweder ein E-Ink-Lesegerät oder einen Flachrechner mit Touch-Screen besitzt, kletterte dabei von 18 Prozent auf nun 29 Prozent. Der große Gadget-Jump kam umso überraschender, als in den Monaten zuvor die Absatzzahlen stagnierten. Doch rechzeitig vor dem Fest starteten Barnes&Noble, Amazon und Kobo neue Android-Tablets zu vergleichsweise günstigen Preisen, zugleich sanken die Preise für E-Reader unter die magische Schwelle von 100 Dollar. Größte Verbreitung haben die Mobilgeräte in der Generation der 30 bis 39jährigen. Bei bei E-Readern haben interessanterweise Frauen die Nase vorn, während bei Tablets keine Unterschiede messbar sind.

2011 war auch in Deutschland ein Tablet-Jahr

Vor allem im Tablet-Bereich war 2011 insgesamt auch in Deutschland ein Jahr mit großen Zuwächsen. Dem Branchenverband BITKOM zufolge konnte ein Absatzplus von 162 Prozent verzeichnet werden, was alle vorherigen Prognosen deutlich übertraf. Tablet-PCs haben mittlerweile einen Marktanteil von 16 Prozent, mobile Rechner ingesamt haben einen Anteil von fast 75 Prozent erreicht. Das Weihnachtsfest spielte bei dieser Entwicklung wie in den USA eine besondere Rolle. Laut einer BITKOM-Umfrage wollten 13 Prozent aller Bundesbürger ein Tablet verschenken oder anschaffen. Während E-Reader bereits die 100-Euro-Schwelle geknackt haben, sind Tablets in Deutschland allerdings immer noch recht teuer. Die Geräte kosten trotz eines Preisrückgangs von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt immer noch 534 Euro. Sobald Amazons „Fire“ oder das Nook-Tablet hierzulande an den Start gehen, könnte das bisherige Preisgefüge jedoch schnell aus den Angeln gehoben werden.

Grafik: Pew Research

E-Reader in Deutschland: 33 Prozent mehr Umsatz bis Ende 2011 erwartet

Elektronisches Lesen boomt: bis Ende 2011 könnte der Umsatz mit E-Readern hierzulande von derzeit 24 Millionen auf 31 Millionen Euro steigen. Das teilten die Frankfurter Buchmesse und der Hightech-Verband BITKOM mit. Legt man einen Gerätepreis von durchschnittlich 150 Euro zu Grunde, würde das einer Zahl von etwa 200.000 verkauften E-Readern entsprechen. Auch der Absatz von E-Books dürfte in Verbindung damit deutlich nach oben gehen. Bereits im Frühjahr hatte eine repräsentative Umfrage im Auftrag von BITKOM ergeben, dass bis zu 2,9 Millionen Bundesbürger sich in diesem Jahr mit digitaler Lektüre eindecken wollen. Bei der Kaufabsicht wurde gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 32 Prozent ermittelt.

Tablets und Smartphones bleiben Umsatztreiber

Größter Umsatztreiber bei Geräten und digitalem Content bleiben allerdings Tablets und Smartphones, die dank Kindle-App, Libri eBookS-App etc. ebenfalls als Leseplattform dienen: Nach BITKOM-Berechnungen werden 2011 rund 10,1 Millionen Smartphones verkauft, 2012 wird sich diese Zahl noch einmal um auf 12,6 Millionen Stück erhöhen. Der Umsatz wird dann 2,3 Milliarden Euro betragen. Der Umsatz mit Tablet-PCs könnte im Jahr 2011 um 70 Prozent auf 770 Millionen Euro steigen, der Verkauf würde sich damit auf 1,5 Millionen Geräte nahezu verdoppeln. Zum Vergleich: bis 2010 wurden in Deutschland nach Angaben von Mediacontrol insgesamt etwa 500.000 elektronische Lesegeräte verkauft, 2011 wird wohl erstmals die Millionenmarke geknackt.

BITKOM auf der Buchmesse

Im Stammland des E-Book-Pioniers Amazon sieht das ganz anders aus: Für die USA erwarten die Analysten von Forrester & Gartner bis Ende 2011 bis zu 18 Millionen verkaufte E-Reader, knapp ein Drittel der US-Leser würde dann einen Reader besitzen. Im Leseland Deutschland dürfte dagegen ein Großteil des Contents mittelfristig nicht auf E-Ink-Displays, sondern auf dem Touch-Screens von Mobilgeräten gelesen werden. Am Trend zur Digitalisierung von Inhalten ändert das natürlich gar nichts: auf der kommenden Frankfurter Buchmesse spielt die elektronische Content-Verwertung wieder eine wichtige Rolle. Erstmals wird dort nun auch der Branchenverband BITKOM mit einem eigenen Stand vertreten sein und bietet im Fachprogramm eigene Veranstaltungen an.

(Abb.: Frankfurter Buchmesse)

Gestatten, LumiRead: E-Book-News bietet ab Oktober einen eigenen E-Reader an

acer-lumiread-e-reader-ifa-2010-libri-e-bookAb Oktober bietet E-Book-News in Zusammenarbeit mit Libri einen eigenen E-Reader an: den LumiRead von Acer, der jetzt erstmals auf der IFA vorgestellt wurde. Das WiFi-fähige Lesegerät kommt inklusive „ebookS“, einem E-Store, der den drahtlosen Zugriff auf das komplette E-Book-Sortiment von Libri.de ermöglicht. Die WLAN-Version des von Acer produzierten Readers kann ab sofort für 179 Euro via E-Book-News vorbestellt werden. Eine Version mit WLAN und UMTS ist in Vorbereitung.

Look-alike: Qwertz-Keyboard wie beim Kindle

Zu den interessantesten E-Reader-Premieren auf der IFA gehört eindeutig der LumiRead von Acer. Nicht nur, weil das Äußere des Lesegerätes mit seiner QWERTZ-Keyboard, Umblätter-Tasten und Trackpoint stark an den klassischen Kindle-Reader erinnert. Für Aufmerksamkeit in der Buchbranche sorgt vor allem das Vermarktungskonzept des WiFi-fähigen Readers. Denn Acers deutscher Vertriebspartner Libri hat das Gerät mit ebookS ausgestattet, einem mobilen E-Store mit dem direkten Draht zum elektronischen Libri.de-Sortiment. Verkauft wird der LumiRead nicht nur bei Libri.de selbst. Über das Libri-Partnernetzwerk kann der Reader zugleich auch im Namen und unter der Marke der teilnehmenden Buchhändler ausgeliefert werden. Wer den LumiRead also etwa in der Online-Buchhandlung von E-Book-News kauft, kann elektronische Titel dann via ebookS drahtlos in unserem Partner-Shop erwerben. Mittlerweile gibt es dort bereits mehr als 155.000 E-Books im epub wie auch PDF-Format.

Extravagantes Feature: Ein Barcode-Scanner

Libri hat ebookS nicht umsonst als einen „mobilen Leseservice“ angekündigt. Denn alle bei Libri.de oder den Partnerbuchhandlungen geshoppten E-Books werden in einer zentralen Online-Bibliothek gespeichert und lassen sich von unterschiedlichen Endgeräten aus mobil öffnen. Es kann sich übrigens lohnen, den LumiRead auch beim Gang in die Buchhandlung vor Ort oder zur Bibliothek dabei zu haben. Denn das neue Lesegerät hat auf der Rückseite ein ganz besonderes Feature – einen Barcode-Scanner. Damit lassen sich die ISBN-Strichcodes auf Buchcovern einscannen, und man kann sich online nach Preis und Verfügbarkeit der E-Book-Version informieren. Nützlich für weitergehende Literaturrecherchen ist auch der vorinstallierte Webbrowser. Suchanfragen gibt man schließlich mit der QWERTZ-Tastatur bequem ein. Das Minikeyboard nützt aber auch bei der Stichwortsuche in E-Books oder dem Nachschlagen von einzelnen Wörtern im mitgelieferten Dictionary. (In Kürze folgt ein ausführlicher Testbericht.)

LumiRead Specs


Display

6 Zoll E-Ink, 600x800 Pixel, 16 Graustufen

Betriebssystem

Linux 2.6.28

Schnittstellen

USB, WLAN, UMTS (optional)

Prozessor

Freescale i.MX357

Interner Speicher

2 GB, erweiterbar durch Mikro-SD-Karte

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF, Mobi, HTML, Doc, etc.

Audio-Features

MP3-Player, 3,5 mm Kopfhörerbuchse

Extras

Barcode-Scanner

Preis

179 Euro WLAN,

229 Euro WLAN plus UMTS