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Weihnachten als Digital-Ritual: Im Web geshoppt, im Web verkloppt

geschenke-kauf-im-webEs gilt zwar nicht nur zur Weihnachtszeit, dann aber erst recht: die Deutschen sind im Laufschritt zu einer Nation der Online-Shopper und Online-Schenker mutiert. Sieben von zehn Bundesbürgern — so meldet der IT-Branchenverband Bitkom — wollten zum Fest 2016 Geschenke per Mausklick oder Fingertipp erwerben, noch vor zwei Jahren waren es erst 49 Prozent. Jeder fünfte möchte in diesem Jahr zwecks Bescherungs-Material sogar überhaupt kein physisches Ladengeschäft mehr betreten. Das nützt natürlich vor allem den großen Online-Portalen, doch der Einzelhandel hält wacker dagegen, z.B. mit Hybrid-Initiativen wie GenialLokal oder BuyLocal

Im Schnitt 1.280 Euro pro Jahr online

Der Trend zum Shopping via PC, Smartphone oder Tablet treibt natürlich auch die Durchschnittswerte in Sachen Online-Handel kräftig nach oben, das zeigt der Blick auf die vergangenen zwölf Monate: Über das ganze Jahr gaben die Deutschen 2016 laut Bitkom im Schnitt bereits 1.280 Euro pro Nase für Internet-Einkäufe aus, die Hardcore-Fraktion, zu der jeder sechste von uns gehört, sogar mehr als 2.500 Euro.

Digital-Gutscheine oft bevorzugt

Das Digitale ernährt das Digitale: Immer öfter sind auch die Geschenke selbst mehr oder weniger virtuell — 80 Prozent der Käufer wollten es dieses Mal so machen. Besonders beliebt sind dabei etwa geldwerte Gutscheinen für Online-Shops, Prepaid-Karten für Mobiltelefone oder Geschenk-Abo für Streaming-Dienste à la Netflix, Spotifiy oder Amazon Prime. Was wiederum zu Lasten von Bewegtbild-Datenträgern wie DVD und BluRay geht.

Personalisierung digital verwirklicht

Zugleich liegen aber auch anfassbare, personalisierte Geschenke weiter voll im Trend — wie man sie im Internet zum Beispiel auf Marktplätzen wie Dawanda.de oder etsy.com findet. Nicht zuletzt bieten natürlich auch Technologien wie 3D-Druck die Möglichkeit an, ganz und gar individuelle Unikate nach eigenen Entwürfen herzustellen, zum Beispiel selbst designten Schmuck.

Geschenke online wieder verkaufen

Kaum sind die Weihnachtstage vorbei, wird so manches Geschenk gleich wieder verkauft, auch das immer öfter online: jeder Dritte deutsche Konsument, so die BITKOM, plane in diesem Jahr, sich des festlichen Krempels via Amazon, eBay oder Flohmarkt-Apps wie Shpock wieder zu entledigen. Ob man dort am Ende auch die ziselierten Filament-Ohrringe aus dem 3D-Drucker wieder loswird?