Dasung präsentiert Paperlike HD — augenschonender 13,3 Zoll E-Ink-Monitor für den Büroalltag

dasung-paperlike-hdWird der E-Ink-Monitor langsam bürotauglich? Dasungs dritte Generation des Paperlike („Paperlike HD“) könnte darauf hinweisen — vollmundig verspricht die Promo-Seite den Käufern des 13,3-Zoll-Flachbildschirms mit 2200×1650 Pixeln Auflösung: „Fast nearly as LCD. No Back Light. No Blue Light. No Screen Flash. You can Type, Code, Browse the Web, etc. Work well with any Equipment (HDMI)“.

In China kam das neueste Modell des augenschonenden Monitors schon im Dezember 2017 auf den Markt, jetzt startet so langsam die internationale Vermarktung, für knapp 1.100 Dollar ist der Paperlike HD derzeit zum Beispiel auf ebay.com erhältlich.

Ob sich diese Investition lohnt, hängt natürlich schwer davon ab, ob das Gerät tatsächlich so benutzerfreundlich ist, wie Dasung verspricht — bei den Vorgängermodellen (die Paperlike-Premiere war 2015) war das leider nicht immer der Fall. Eine echte Alternative gibt’s aber in punkto E-Ink-Monitor bisher nicht, mal abgesehen von der Möglichkeit, große E-Ink-Tablets mit ein paar technischen Tricks als Desktop-Screen einzuspannen.

Im Unterschied zu Tablet-Displays haben die Dasung Paperlike-Geräte wiederum kein Touch-Screen und auch keine Glimmerlicht im Hintergrund zur Aufbesserung des Kontrastverhältnisses — aber im Büro muss das ja auch nicht sein.

(via The Digital Reader)

Dasung Paperlike Pro: neueste Version des E-Ink-Monitors ist immer noch teuer, aber endlich marktreif

e-ink-monitor-von-dasungDas Potential von E-Ink ist noch längst nicht ausgereizt – bestes Beispiel: augenfreundliche Displays für Laptops und … veritable E-Ink-Monitore für den Desktop. Bisher hat sich mit dem „Paperlike“ nur der chinesische Hersteller Dasung an so ein Produkt herangewagt, und anfangs hagelte es eine Menge Kritik. Die erste Version des „Second Screen“ im 13,3-Zoll-Format war störanfällig, und es gab Probleme mit den Software-Treibern. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit war noch ziemlich niedrig. Mit dem Paperlike Pro sind diese Probleme nun offenbar gelöst, erste Reviews – zum Beispiel von The Digital Reader & Good Ereader – bescheinigen dem Monitor nicht nur Augen-, sondern auch Benutzerfreundlichkeit.

Via HDMI-Kabel kann man den Paperlike Pro an jedes Gerät mit einem entsprechenden Ausgang anschließen, inklusive Smartphone oder Tablet. Dabei stehen nicht nur zwei Auflösungen (1600 mal 1200 bzw. 800 mal 600) zur Verfügung, sondern auch diverse Grafik-Modi mit unterschiedlicher Zahl von Graustufen, darunter 16 Graustufen wie bei einem konventionellen E-Reader-Display. Faustregel: je weniger Graustufen, desto rascher reagiert das Display.

Einziges echtes Manko bleibt der hohe Preis: wer den Paperlike Pro E-Ink-Monitor via Indiegogo bestellt, muss 800 Dollar berappen, umgerechnet etwa 680 Euro. Anderererseit: für Vielschreiber, die unter Augenstress leiden, dürfte das gut angelegtes Geld sein.

Dasung PaperLike: erster E-Ink-Monitor für den Desktop vorgestellt

Neue Chance für E-Ink? Nach Smartphone (z.B. Yotaphone) und Tablet (z.B. Onyx Boox T68) stößt das elektronische Papier nun offenbar in Richtung Desktop vor, zumindest als Second Screen: auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wird in dieser Woche am Stand des Marktführers e-ink.corp ein 13,3-Zoll großer E-Ink-Monitor von Dasung gezeigt, auf dem sich via USB-Port der Bildschirminhalt eines Laptops spiegeln lässt.

Sogar Bewegtbild möglich

Im Standard-Modus können bei einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln 16 Graustufen dargestellt werden, es gibt aber auch einen 5-Graustufen bzw. 2-Stufen (also Schwarz-Weiß-)Modus, bei dem die Screen-Refresh-Rate fast so schnell ist wie bei einem normalen LCD-Monitor, was u.a. auch die Darstellung von Bewegtbildern ermöglicht. Dasungs Monitor basiert auf dem speziell für große Displays entwickelten Standard „Fina E-Ink“, der Glas als Trägermaterial nutzt und dank schlankerem Aufbau deutlich Gewicht spart.

Auch Pocketbook nutzt 13,3-Displays

Als erster Reader-Hersteller hatte Pocketbook diesen neuen Standard schon letztes Jahr für den ebenfalls 13,3 Zoll großen CAD-Reader eingesetzt. Das chinesische Unternehmen Dasung ist nun ein weiterer Kooperationspartner des Marktführers E-Ink Corp – und bietet den augenschonenden, kontraststarken Second Screen seit Dezember 2014 auf dem chinesischen Markt zum Preis von umgerechnet 675 Euro an (z.B. via www.midoo.cc).

Nächster Schritt: Laptop mit E-Ink-Display?

Nicht nur für die Zukunft von reflexiven Displays, sondern auch für die Zukunft der mobilen Arbeitswelt könnte sich der E-Ink-Monitor als wichtiger Impulsgeber erweisen – denn in punkto Ergonomie ist ein portabler Bildschirm auf Basis von elektronischem Papier natürlich ein unschlagbarer Vorteil. Auch ein Laptop mit integriertem (und stromsparendem!) E-Ink-Monitor dürfte großes Vermarktungspotential besitzen.

(via The Digital Reader)

Abb.: Midoo.cc