Comixology Unlimited: Amazons Sprechblasen-Abteilung startet Flatrate-Abo

comixology-flatrateWer Comics gerne elektronisch auf Tablet oder Smartphone liest, kommt ab jetzt — zumindest in den USA — ungleich günstiger an die Lektüre: mit „Comixology Unlimited“ gibt’s nämlich eine neue Sprechblasen-Flatrate. Für nur 6 Dollar pro Monat liest man via Comixology-App ohne weitere Kosten u.a. die Starttitel populärer Serien wie „Walking Dead“, „Attack on Titan“ oder „Buffy the Vampire Slayer“.

Flatrate fördert Discoverability

Schon im letzten Sommer hatte es Gerüchte gegeben, Amazon würde eine solche Flatrate planen – da war dann offenbar doch was dran. Die Strategie der 2014 vom Online-Riesen aus Seattle übernommenen Comic-Plattform scheint auf jeden Fall klar zu sein: Comic-Fans sollen via Abo ermuntert werden, neue Serien bzw. neue Staffeln kennenzulernen, und später auch Fortsetzungen kaufen, die nicht Teil der Flatrate sind. Das dürfte auch im Interesse von Comic-Labels wie Image, Dark Horse Comics oder Fantagraphics sein, die dafür Content bereitstellen.

Marvels Superhelden nicht dabei

An Amazon kommt man auf dem amerikanischen Markt ohnehin nicht mehr so ganz vorbei, von den knapp 100 Millionen Dollar Umsatz, die Comics in den USA & Kanada jedes Jahr erzeugen, werden mehr als 90 Millionen via Amazon eingesammelt. Doch es gibt auch noch ein paar Player, die eigene Wege gehen. So fehlen bei „CU“ nicht zufällig Marvels Superhelden — denn der Hausverlag von Superman, Spiderman & Co. hat bereits eine eigene Flatrate gestartet. Trotzdem wird „CU“ wohl viele Freunde in der Comic-Gemeinde finden, zumal sich die Titel auch downloaden und offline lesen lassen.

(via Amazon Watchblog & Business Insider)

ComiXology räumt ab: Amazon beherrscht 90% des E-Comic-Markts (USA/Kanada)

amazon-kauft-comixology-appDer Comic-Markt in Nordamerika boomt wie nie zuvor, fast wurde 2014 schon die Milliarden-Dollar-Schwelle geknackt. Doch nicht nur das gute Comicheft bzw. Comicbuch legte kräftig zu (Wachstum bei Print: 7 Prozent). Gleiches gilt für E-Comics (Wachstum: 11 Prozent). Erstmals gaben US-Amerikaner und Kanadier im letzten Jahr mehr als 100 Millionen Dollar für elektronische Sprechblasen aus, berichtet das das Popkulturwirtschafts-Portal ICv2. Womit wir schon wieder mal bei Amazon wären. Denn von diesen 100 Millionen Dollar für E-Comics gingen wiederum 90 Millionen Dollar an … genau, Amazon.

ComiXology festigt Marktposition

Ächz. Keuch. Stöhn. Warum? Weil Amazon seit letztem Frühjahr ComiXology besitzt, die wichtigste E-Comic-Plattform im englischsprachigen Raum. Und zugleich kräftig dabei ist, die damit erreichte dominante Position weiter zu festigen: In-App-Käufe via iOS oder Android sind mit der ComiXology-App seit der Amazonisierung nicht mehr möglich, die Käufer haben sich inzwischen grummelnd daran gewöhnt, via Website einzukaufen und Amazon damit die 30%-Provision für Apple & Co. zu ersparen.

Exklusiv-Deal mit Marvel

Ein wichtiger Grund, sich das als Kunde anzutun lautet Marvel – denn Amazon hat mit dem populären Superhelden-Publisher im Sommer 2014 einen Exklusivdeal abgeschlossen: Einzelausgaben der großen Serien gibt’s elektronisch jetzt nur noch via ComiXology. Da wuchs zusammen, was zusammen gehört, denn Marvel hat auf dem Single-Issue-Markt wiederum einen satten Anteil von 43 Prozent. Pech für den Rest: Ohne Marvel, das steht fest, kann eine konkurrierende Plattform kaum kompetitiv sein.

Amazon killt Whitelabel-Apps

Einiges zu schlucken haben aber auch viele kleinere Comicverlage, die auf den elektronischen Markt drängen: bisher konnten sie über das Whitelabel-Programm von ComiXology eigene „gebrandete“ Apps betreiben. Diesem Weg hat Amazon aber nun einen Riegel vorgeschoben, um noch mehr Traffic & provisionslosen Umsatz auf die ComiXology-Website zu lenken.

(via ICv2.com & Publishers Weekly)

Freiheit für die Sprechblasen: ComiXology erlaubt DRM-freie Downloads

Gute Neuigkeiten für E-Comic-Fans: Nutzer der besonders in den USA populären ComiXology-App können ab jetzt ihre Dateien exportieren und separat im PDF- oder CBZ-Format abspeichern. Entweder als reines Backup, oder um sie alternativ mit unabhängigen E-Reading-Apps oder im PDF-Viewer zu lesen. Das gab ComiXology-Chef David Steinberger letzte Woche anlässlich der Comic-Con in San Diego bekannt.

Die Backup-Option funktioniert auch auf der europäischen Comixology-Plattform (comixology.eu). Es gibt aber einen kleinen Haken: Auf das komfortable „Guided View“-Feature der App muss man natürlich verzichten. Diese Panel-weise Leseansicht hat mit zum Erfolg der Anwendung beigetragen. Voraussetzung für das Backup ist zudem, dass der jeweilige Verlag DRM-freie Versionen seiner E-Comics anbietet – was Marvel und DC, also die ganz Großen der Branche, bisher aber nicht tun.

Welche der bereits gekauften Titel sich exportieren lassen, verrät auf der ComiXology-Website ein neuer Reiter namens „My Backups“. Zu den Indie-Verlagen, die bereits jetzt auf DRM verzichten, gehören neben Image Comics auch Dynamite Entertainment, MonkeyBrain Comics oder Thrillbent. Image Comics ist auf dem US-Markt nach Marvel und DC die Nummer drei – und gab Mitte 2013 den Verzicht auf DRM bekannt.

Mit der Öffnung des App-Ökosystems für DRM-freie Comics folgt ComiXology also einem Branchentrend – wie gut sich kopierschutzfreie Bildergeschichten von Indie-Verlagen vermarkten lassen, hat nicht zuletzt auch die Crowdpublishing-Plattform Humble Bundle gezeigt, die komplette Bündel schnürt und zum Bezahl-was-du-willst-Preis bereits hunderttausendfach verkauft hat.

Mit über 50.000 E-Comics von mehr als 75 Verlagen gilt ComiXology auf internationalem Parkett als führender Anbieter, im Frühjahr 2014 wurde das Unternehmen von Amazon aufgekauft. Ursprünglich ist ComiXology als Online-Community gestartet, mit der lokale Comic-Händler ihre Digitalpräsenz verbessern konnten, mit einer iPhone-App begann dann 2009 der Einstieg ins E-Comic-Business.

Weitere Infos siehe DRM-free-FAQ auf Comixology.com

Ächz! Keuch! Stöhn! Amazon kauft ComiXology, das iTunes für E-Comics

Amazon rundet das mediale Imperium ab – hardwaretechnisch mit Kindle Fire TV & dem Kindle Phone, softwaretechnisch mit dem Einstieg in die Welt der Comic-Apps. Mit dem Kauf von ComiXology schnappt sich Supermann Jeff Bezos nämlich den US-Marktführer für bunte Bildergeschichten. Ende 2013 feierte das in New York ansässige Unternehmen den 200-millionsten Download, im App-eigenen E-Store sind mehr als 40.000 Titel lieferbar.

Bis auf weiteres werden die ComiXologen auch an der Ostküste bleiben, & die App soll zunächst einmal als Stand-alone-Anwendung weiterexistieren. Mittelfristig könnte aber zusammenwachsen, was scheinbar auch zusammen gedacht werden muss: Gegründet wurde ComiXology im Jahr 2007, also zur selben Zeit, als Amazon mit dem Kindle Reader den E-Book-Boom auslöste. Zunächst als Online-Community gestartet, mit der lokale Comichändler ihre Digitalpräsenz verbessern konnten, folgte 2009 der Sprung ins E-Comic-Business – ComiXology launchte die erste iPhone-App für Apples neuen App-Store.

Durch die „Guided View Technology“ war ComiXology der Konkurrenz von Anfang an einen Schritt voraus. Statt einen Comic komplett in Einzelbilder aufzulösen, bleibt der klassische Seitenaufbau erhalten – der Leser bewegt sich automatisch von Panel zu Panel durch die Geschichte. Mit der iPad-App ließen sich ab 2010 aber auch sehr bequem komplette Seiten anzeigen – das 9,7-Zoll-Display kommt sehr nahe an das in den USA gebräuchliche Format für Comichefte heran.

Nicht nur „Discoverability“ war der Schlüssel zum Erfolg der App, sondern vor allem „Availability“ – denn viele Comicserien waren auch im Comicland USA zuvor nur in speziellen Comicbuchhandlungen erhältlich. „Cultofmac“ vergleicht den Erfolg von Comixology direkt mit dem Siegeszug von iTunes im Musiksektor: „In helping revive an industry that was almost dead on its feet, ComiXology has done for comics what iTunes did for legal music downloads“, schreibt Luke Dormehl dort.

Allerdings ist Amazon auf dem Gebiet von Comics auch nicht gerade untätig gewesen – siehe etwa das kürzlich gegründete Amazon-eigene Verlagslabel „Jet City Comics“ oder die „Kindle Comic Creator“-Software, mit der Autoren & Verlage ihre Vorlagen für den Kindle Shop aufbereiten können. Besonders wertvoll dürften neben dem nun eingekauften Know-How die B2B-Kontakte sein – denn während ComiXology anfangs nur Indie-Comics verkaufte, ist seit 2010 mit großen Verlagen wie DC oder Marvel auch die Superhelden-Industrie mit an Bord.

Zu sexy für Apples App-Store: ComiXology-App musste gesäubert werden – mehr als 50 mal

Witches & Stitches, einer der ersten via Internet verbreiteten E-Comics überhaupt, war allein schon deshalb subversiv, weil es sich um ein nicht-autorisiertes Spin-Off des Zauberers von Oz handelte. Mittlerweile gibt’s ganz andere Probleme: neben Web-Comics sind Comic-Apps für Tablets und Smartphones zur wichtigsten Vertriebsschiene geworden, so etwa die in den USA populäre ComiXology-App. Letztlich entscheiden damit jedoch Gatekeeeper wie Apple darüber, was die Leser zu sehen bekommen – und nackte Körper wie auch Sex gehören nicht dazu. Publishers Weekly zufolge wurde im Jahr 2013 aus solchen und ähnlichen Gründen bereits mehr als 50 E-Comics der Zugang zum App-Store verweigert.

Prominentes Beispiel ist die von Matt Fraction und Chip Zdarsky gestartete Serie „Sex Criminals“. „Suzie’s a normal girl with an extraordinary ability: when she has sex, she stops time. One night she meets John…  who has the same gift. And so they do what any other sex-having, time-stopping, couple would do: they rob banks“, so der Promo-Text. Der von Image Comics verlegte E-Comic wurde nach drei Folgen von Apple gestoppt. Auf anderen Plattformen ist die Serie problemlos zu bekommen – doch das ist nicht das eigentliche Problem. Die Umsatzverluste durch den App-Store-Rauswurf seien beträchtlich, so zitiert PW Image Comics-Verleger Eric Stephenson. „Wenn wir den Comic nicht via App interessierten Lesern anbieten können, geht uns die Möglichkeit verloren, das größtmögliche Publikum zu erreichen“. Üblicherweise wird zumeist der erste Teil einer Serie kostenlos angeboten, weitere Folgen kauft man via In-App-Shopping.

Um Apples Bestimmungen zu entsprechen, üben Anbieter wie ComiXology bereits ein hohes Maß an Selbstzensur aus, doch das reicht offenbar nicht. Im Mai 2013 wurde ComiXology laut Publishers Weekly von Apple mitgeteilt, dass 56 Comics, die bis dato über die App erhältlich waren, nicht den App-Store-Standards entsprechen würden und deswegen zurückgezogen werden müssten. Manche der betroffenen Serien, wie etwa die Anthologie „No Straight Lines“ (Fantagraphics) sind sogar für den Eisner Award nominiert worden, einer der wichtigsten Auszeichnungen für Comic-Kultur überhaupt.

Ohne DRM? Gut für Image! Drittgrößter US-Comicverlag verzichtet auf Kopierschutz

„Erwirb sie, um sie zu besitzen“ – so lautet ab jetzt das Motto beim US-Comicverlag Image. Denn der drittgrößte Sprechblasen-Publisher in den USA verabschiedet sich von DRM: wie jetzt auf der Image Expo Convention angekündigt wurde, kann man zukünftig Comicserien wie „Walking Dead“, „Saga“ oder „East of West“ direkt auf den Desktop oder ein Mobilgerät herunterladen. Wahlweise als PDF, epub oder im Comicfreundlichen CBR oder CBZ-Format. Die bei E-Comics übliche App-Einbindung hat genau das bisher verhindert – beliebte Apps wie ComiXology oder iBooks erlauben schließlich keinen Export.

„Piracy is bad for bad entertainment“

Nach dem Sci-Fi-Verlag Tor Books ist Image bereits der zweite große Publisher von populären Genres, der auf lästigen Kopierschutz verzichtet. Wie bei Tor hat man auch bei Image keine Angst vor Piraten, ganz im Gegenteil: „Piraterie ist schlecht für schlechtes Entertainment“, so Image-Verleger Eric Stephenson gegenüber dem WIRED-Magazin. „Da gibt’s eine sehr enge Korrelation – Dinge, die nerven, werden nicht oft gerippt, während bei erfolgreichen Sachen die Piraterie-Rate deutlich höher ist.“ Doch Stephenson ist zugleich kein Anhänger der „Ersatzraten“-Theorie: „Wenn du ein gutes Comicbook herausgibst, und die Leute es illegal herunterladen, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass sie es dann auch kaufen, wenn es ihnen gefällt“.

Ohne Backup sind die Daten schnell Fix&Foxi

Welche Vorteile der Verzicht auf hartes DRM bietet, konnten deutsche Comicleser zuletzt beim gescheiterten Fix-und-Foxi-Relaunch lernen. Die lediglich mit digitalem Wasserzeichen versehenen Hefte ließen sich im PDF-Format herunterladen und problemlos auf dem Tablet oder E-Reader öffnen. Diese PDF-Backups kann man auch heute noch lesen, obwohl der Herausgeber nach einem Jahr Pleite ging – während App wie auch Online-Ressourcen längst im digitalen Nirvana verschwunden sind. Den Zusammenhang von DRM-Verzicht und Datensicherheit betont gegenüber dem WIRED-Magazin auch Ron Richards, bei Image zuständig für Business Development: „Wenn die Leute ein Comicbuch bei ComiXology kaufen, dann mag es sich zwar in ihrer E-Bibliothek befinden. Doch das ist nicht unwiderruflich der Fall. Wenn ComiXology – Gott behüte – eines Tages den Bach herunter geht oder ein Erdbeben den Serverpark zerstört, dann hast du gar nichts mehr.“

Neuer Boom für Direktverkauf durch Verlage

In den comicverrückten USA haben digitale Bildergeschichten für die Comicverlage schon weitaus größere Bedeutung erlangt als in Deutschland: Image etwa macht bereits 11 Prozent der Umsätze mit E-Comics, bis zum Ende des Jahres 2013 sollen es 15 Prozent sein. Beim Bestseller „Walking Dead“ liegt die Digital-Rate schon jetzt bei 22 Prozent. Bisher fand der Vertrieb fast ausschließlich über Apps statt. Die neuen DRM-freien Comics sind jedoch nur über die Image-Website erhältlich. Für den Direktverkauf dürfte das einen neuen Boom bedeuten, und zugleich mehr Geld pro verkauftem Exemplar in die Kassen des Verlags spülen, schließlich fallen auf diesem Wege keine Provisionen für die Gatekeeper des App-Universums an. Eigentlich eine Idee, die auch anderen Verlegern einleuchten müsste…

(via TeleRead & Wired)

Abb.: Screenshot

Amazon startet „Kindle Comic Creator“ – KDP als Königsweg auch für deutsche Indie-Zeichner?

Für Comic-Autoren fand digitales Self-Publishing bisher vor allem in Form von Webcomics statt. Mit Amazons neuem Tool „Kindle Comic Creator“ dürfte sich das ändern: denn mit dem kostenlosen Programm für PC und Mac können Independent-Zeichner aus ihren Bildergeschichten im Handumdrehen ein Kindle Book herstellen, das sich dann perfekt zum Lesen auf dem Kindle Fire und anderen Tablets eignet. Besonderer Clou: Die importierten Bilder werden so formatiert, dass sie sich im Rahmen der „Kindle Panel View“-Technik auch Bild für Bild gezoomt auf dem Display darstellen lassen. Gerade auf 7-Zoll-Tablets und Smartphone-Screens hat sich diese Art, E-Comics zu lesen, längst etabliert.

Amazons Antwort auf „ComiXology Submit“

Der Zeitpunkt von Amazons Initiative im Comic-Bereich kommt nicht ganz überraschend: denn erst im März hatte die in den USA besonders populäre Plattform ComiXology ein eigenes Self-Publishing-Programm gestartet („ComiXology Submit“), und gleich vom Start weg in der eigenen App dutzende Graphic Novels und Mangas angeboten. Im Unterschied zu Amazon wird die Formatierung des Materials allerdings nicht durch die Autoren selbst erledigt, zudem wurde eine Art Qualitätsfilter eingebaut. Auch die Verdienstmöglichkeiten unterscheiden sich: ComiXology bietet 50 Prozent Tantiemen, Amazon dagegen 70 Prozent. Allerdings lässt sich die nordamerikanische Comicszene über die ComiXology-App zur Zeit wohl deutlich besser erreichen.

Comics fit machen für das KF8-Format

Importieren lassen sich mit dem Comic Creator Bild-Dateien im .pdf, .jpg, .tiff und .png-Format. Am Ende wird der fertige Comic dann als Kindle-Book im multimedia-tauglichen KF8-Format exportiert, dessen Features am besten auf dem Farb-Display von Tablets mit Touch-Screen zur Geltung kommen, prinzipiell aber auch von Kindle Paperwhite oder Kindle Touch angezeigt werden können (was etwa bei schwarz-weißen Mangas auch Durchaus Sinn macht…). Ähnlich wie bei der Produktion von herkömmlichen E-Books in einem Editor können Comicautoren bei Comic Creator das Aussehen ihres E-Comics in allen Details beeinflussen. So lässt sich nicht nur die Anzahl der Panels auf einer Seite bestimmen, sondern auch die Anordnung, und damit die Leserichtung. Die einzelne „Panel View“ kann zudem auch deaktiviert werden (siehe auch den User Guide).

Wie wird die deutsche Comic-Szene reagieren?

Bisher wird Comic Creator nur in einer englischen Version über Amazon.com angeboten. Da es sich bei Amazons „Comic Creator“ aber um ein externes Programm handelt, und nicht um ein internes Feature der KDP-Plattform, kann man das Tool natürlich auch von Deutschland aus herunterladen und für die Produktion von Comics nutzen, die dann in den Kindle-Store von Amazon.de hochgeladen werden. Nicht nur für die unabhängige deutsche Comic-Szene, sondern auch für Verlage könnte das „Kindle Direkt Publishing“ somit in Zukunft zur ersten Adresse werden, wenn es um die Vermarktung der bunten Bildergeschichten geht.

Abb.: Screenshot