Spektral kritzeln, monochrom durchpausen: neue Boogie Board-Modelle speziell für Kids

boogie-board-jot-4-5-clearviewSchon gewusst? Es gibt E-Reader, und es gibt … E-Writer wie das Boogie Board. Wobei ‚Schreiben‘ hier mal nicht ‚Tippen‘ heißt, sondern ganz traditionelles Kritzeln mit dem Griffel, neudeutsch Stylus. Auf der CES in Las Vegas hat der Hersteller Kent Displays jetzt neue, besonders kindgerechte Versionen dieser ausdauernden digitalen Schiefertafeln vorgestellt: das Jot 4.5 Clearview sowie das „Scribble ’n Play Colorburst“.

Transparentes Display ermöglicht durchpausen

Ins Auge fallen nicht nur die quietschbunten Gehäuse, sondern auch die Display-Eigenschaften. Der 4,5 Zoller Jot 4.5 Clearview hat eine transparente Schreibfläche, so dass der Untergrund – z.B. ein Blatt Papier – durchscheint, so dass ABC-Schützen auf diese Weise Buchstaben und Bilder übungs- oder spaßeshalber durchpausen können (ähnlich funktioniert es beim bereits lieferbaren, kreisrunden Play ’n Trace). Für den anvisierten Preis von 20 Dollar (Marktstart: Juli 2016) sicher eine lohnenswerte Anschaffung…

Regenbogenfarben & diverse Schraffuren

scribble-and-play-boogie-board-ces-2016Spielerischen Charakter hat auch das „Scribble’n Play“(siehe das Video unten) – mit seinem schwarzen Hintergrund sieht es zwar auf den ersten Blick aus wie die monochromen Standard-Boogie-Boards. Doch hier variieren die Zeichenfarben von links nach rechts im Regenbogenspektrum, was für schillernde Effekte sorgt. Mitgeliefert werden zudem mehrere Griffel, die jeweils unterschiedliche Schraffuren erzeugen. Mit 20 Dollar ist man dabei – ab Juli 2016 wird geliefert.

Wer speichern will, muss drauflegen…

Wie die anderen Basisgeräte von Kent Displays haben sowohl das Jot 4.5 Clearview wie auch das „Scribble ’n Play“ nur einen einfachen Resetknopf, d.h. die Kritzeleien lassen sich nicht dauerhaft speichern. Wer die elektronische Schrift konservieren und/oder zwecks Weiterverwendung auf iPhone, iPad oder Whiteboard beamen möchte, muss etwas mehr Geld investieren: für 120 Dollar gibt’s den Sync eWriter mit USB- sowie Bluetooth-Schnittstelle.

(via The Digital Reader)

Hier noch ein kurzes Video zum „Scribble ’n Play“:

Vom E-Reader zum E-Writer: Boogie-Board, Eee Note & Note Slate

noteslate-introElektronisches Papier wurde bisher immer mit Lesen in Verbindung gebracht. Doch Papier ist eben auch ein Schreibmedium. Mit Touch-Screens von Tablets und Smartphones kehren nicht nur die Finger als direktes Eingabeinstrument zurück, sondern auch der gute alte Stift. Wirklich komfortabel waren handschriftliche Notizen und Zeichnungen die längste Zeit aber nur auf LCD-Screens. Das ändert sich gerade: Schnellere E-Ink-Displays, aber auch alternative stromsparende Darstellungtechniken lassen das produktive Arbeiten auf elektronischem Papier in greifbare Nähe rücken. E-Book-News hat sich drei Projekte näher angeschaut: das eher spartanische Boogie-Board, den Multifunktions-Reader Eee Note EA-800 von Asus und nicht zuletzt das mysteriöse Note Slate.

Vom PDA zum Tablet – oder zum Notizblock?

Das perfekte E-Book wäre wohl ein Zwitterwesen – einerseits Informationsmedium, andererseits Produktionsmedium. Was ein solches Gerät leisten könnte, zeigte im Jahr 2010 eine Konzeptstudie von Microsoft – das Dual-Screen-Tablet „Courier“, damals allerdings mit LCD-Display. Die intuitive Nutzeroberfläche sollte sich mit Stift oder Finger bedienen lassen und auch komplexe Arbeitsvorgänge erlauben, etwa das Erstellen von Dokumente aus Bildern bzw. Bildausschnitten, Print-Texten und Skizzen/Notizen. Das ursprünglich von Apple erfundene Konzept des „Personal Digital Assistent“ – Stichwort: Newton-Plattform – war hier plötzlich wiederauferstanden, inklusive Handschriftenerkennung. Ironischerweise wurde Microsofts Mashup aus Lese- und Notizbuch dann allerdings im Umfeld der iPad-Premiere auf Eis gelegt.

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Tafelfreuden für 30 Dollar: das Boogie-Board gibt’s schon

Doch die E-Writer sind mitten unter uns. Dem Prinzip „Keep it Simple, Stupid“ ist dabei das Boogie-Board verpflichtet: Ein druckempfindliches LCD-Display macht schnelle Notizen, Kritzeleien oder Skizzen möglich. Die besondere Beschaffenheit des Boogie Boards erlaubt neben Notizen auch Zeichnungen mit Schraffur – die Dicke der Striche hängt davon ab, wie stark man aufdrückt. Der besondere Clou: Strom verbraucht wird dabei überhaupt nicht. Nur zum Löschen des Displays muss eine minimale Spannung anliegen, die von einer kleinen Knopfzelle im Gehäuse geliefert wird (auswechseln lässt sie sich leider nicht). Ähnlich wie bei Wunderblock oder Schiefertafel funktioniert das Boogie Board allerdings nach dem Tabula rasa-Prinzip: die Displayinhalte lassen sich zumindest in der aktuellen Version nicht speichern. Der Preis dagegen ist heiß – für etwa 50 Euro wird das Gerät nach Deutschland geleiefert.

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20.000 Seiten per Hand: Eee Note EA-800

Der neue Acht-Zoller von Asus ist auf den ersten Blick ein ganz normales Lesegerät, wenn auch mit deutlich größerem Display. Doch dank Stylus und druckempfindlichem Bildschirm lassen sich ähnlich wie beim Boogie Board handschriftliche Notizen und Skizzen ähnlich komfortabel festhalten wie auf echtem Papier – das E-Ink-Display reagiert nämlich sehr schnell. Als High-Tech-Notizblock zielt das Gerät vor allem auf den Einsatz in Schule und Hochschule. Bis zu 20.000 handbeschriebene Seiten soll das Gerät fassen können – ausgeliefert wird es mit 4 Gigabyte internem Speicher. Die eingebaute Kamera erweist sich im schulischen Umfeld ebenfalls als besonders hilfreich. Mit ihr kann man nämlich beispielsweise Tafelbilder speichern. Nur eins darf man natürlich auch von diesem Gerät nicht erwarten – ein Kontrastverhältnis wie bei echtem Papier. Der Hintergrund ist immer noch etwas grau, die elektronische Tinte ist nicht so schwarz wie gedruckte Buchstaben. Bei einem Preis von 200 Dollar dürfte der Eee Note EA-800 sich aber durchaus auf dem Markt behaupten können.

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Faktum oder Schwejkiade? Das Note Slate aus Tschechien

Während Boogie Board und Eee Note bereits lieferbar sind, hat das „Note Slate“ den Sprung von der Vapor Ware zur real existierenden Hardware noch nicht ganz geschafft. Vom Äußeren her erinnert das monochrome Gadget an den „Schiefertafel“-Look des Boogie Boards, abgesehen von der Größe: 13 Zoll! Geplant sind unterschiedliche farbliche Varianten – schwarz auf weiß, weiß auf schwarz, aber auch blau, gelb oder rot auf schwarz. Zu den wichtigsten Display-Features gehören hoher Kontrast, hohe Auflösung, druckempfindliches Display, das auch Schraffuren ermöglicht, und natürlich geringer Stromverbrauch. Im Hintergrund soll das Note Slate dann allerdings auch all das bieten, was beim Boogie Board wegfällt, von Handschriftenerkennung bis zur Agenda-Funktion. Interessanterweise scheint die Steuerung ausschließlich via Stylus stattzufinden, die Menüs lassen sich zudem grafisch komplett selbst gestalten. Das klingt nach einem echten Wunderblock für Kreative, zumal viele Funktionen via WLAN-Karte dann auch noch vernetzt stattfinden können. Man darf also gespannt sein, was aus diesem Projekt wird. Im Sommer 2011 soll das in Tschechien produzierte (!) Note Slate lieferbar sein – angeblich bereits ab 100 Dollar. Das Interesse jedenfalls ist groß – fast 50.000 mal wurde der Like-Button auf der Promo-Seite inzwischen angeklickt.

Boogie Board statt Notizblock: neuartiges LCD-Tablet funktioniert (fast) ohne Strom

boogie-board-elektronisches-schreibenDas Boogie Board bringt uns der Utopie vom elektronischen Papier wieder einen Schritt näher – vor allem, was das Schreiben betrifft. Ein druckempfindliches LCD-Display macht schnelle Notizen, Kritzeleien oder Skizzen möglich, Strom wird nur für den Page-Refresh benötigt. Ähnlich wie bei Wunderblock oder Schiefertafel funktioniert das Boogie Board allerdings nach dem Tabula rasa-Prinzip: die Displayinhalte lassen sich nicht speichern. Für 30 Dollar ist das Boogie Board etwa bei Amazon.com erhältlich – inklusive Transporkosten zahlen deutsche Kunden etwas mehr als 50 Euro.

Schreiben per Finger, Stift oder Pinsel

Ursprünglich versteht man unter Boogie Board ja eine Art Miniatur-Surfbrett. Doch mittlerweile gibt es auch ein Boogie Board für Landratten – das 8,9-Zoll-Gerät ist eine interessante Mischung aus den analogen Vorgängern Wunderblock und Schiefertafel. Das druckempfindliche LCD-Display lässt sich per Finger, Stift oder Pinsel beschreiben. Die besondere Beschaffenheit des Boogie Boards macht neben Notizen auch Zeichnungen mit Schraffur möglich – die Dicke der Striche hängt davon ab, wie stark man aufdrückt. Der besondere Clou: Strom verbraucht wird dabei überhaupt nicht. Nur zum Löschen des Displays muss eine minimale Spannung anliegen, die von einer kleinen Knopfzelle im Gehäuse geliefert wird (auswechseln lässt sie sich leider nicht). Gespeichert werden kann der Inhalt des Boogie Boards in der Basisversion allerdings nicht – es ist ähnlich wie seine analogen Vorbilder tatsächlich nur für flüchtige Notizen oder Skizzen gedacht. Geliefert wird das vollfunktionsfähige Gerät mit Teleskop-Stylus, irgendwelche Anschlüsse oder oder einen Einschaltknopf gibt es nicht – das Boogie Board besteht nur aus Display und Lösch-Knopf.

Boogie Board ist besser als E-Ink plus Touch-Screen

„The next time you reach for a piece of paper and a pen – Don’t! Grab a Boogie Board instead, the tree-friendly alternative“, begeistert sich die Website des Herstellers improv Electronics. Mindensten 50.000 Beschreibvorgänge soll das Gerät aushalten, das wäre auf jeden Fall ein ziemlich hoher Stapel Papier. Obwohl ein Notizblock ohne Speicherfunktion doch etwas skuril anmutet, schlagen die Boogie Board-Macher eine ganze Reihe von Anwendungsgebieten vor – etwa für Lehrer, Football-Trainer, Krankenschwestern oder Künstler. Überall dort also, wo man schnell mal etwas aufschreiben oder skizzieren möchte. Auf dem Boogie Board-Blog wird sogar der Einsatz für Hobby-Piloten empfohlen, die sich Flugdaten notieren möchten – sozusagen „on the fly“. Viele E-Reader mit Touch-Screen und Stylus – zuletzt etwa Sonys neue Modelle – bringen eine ganz ähnliche Funktion mit. Im Gegensatz zu solchen E-Ink-Lösungen reagiert das LCD-Display des Boogie Boards allerdings weitaus schneller und exakter. Auf den Hands-on-Videos sieht die Nutzung ähnlich unkompliziert aus wie mit Stift und Papier. Wer professionell zeichnen will, und zudem nicht nur monochrom, ist aber wohl auch weiterhin mit iPad-Ergänzungen wie dem Pogo Sketch Stylus oder einem Wacom-Stifttablett für den Desktop am besten bedient.