Discoverability heißt Visibility: Berliner Senat & Börsenverein starten Wettbewerb „Digitalen Content sichtbar machen“

ebooks-sichtbar-machen-wettbewerb-berlinHehehe, ja wo sind sie denn, die E-Books? Sie stehen nicht in Regalen, liegen nicht in den Auslagen der Schaufenster, und niemand läuft mit einem E-Book in der Hand durch den Park. Das ist prima, wenn man eh nur gedruckte Bücher vermarkten will. Möchte man aber auch Umsätze mit elektronischen Büchern machen, ist das total doof. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Schrägstrich Landesverband Berlin Bindestrich Brandenburg findet das offenbar total doof. Und hat zusammen mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der „Digitalen Content sichtbar machen“ soll.

Verlagsübergreifend, geräteübergreifend, Volltext

Etwas elaborierter ausgedrückt: Gesucht wird nach einer Möglichkeit, E-Books dem Endkunden „verlagsübergreifend“ wie auch system- und geräteübergreifend „als Volltexte zu präsentieren und zu verkaufen“, egal ob auf Messen oder Konferenzen oder in Buchhandlungen. Erwünscht sind sachdienliche Beiträge von Verlagen und sonstigen KMUs aus der Region sowie von Software-Entwicklern, die einen Businessplan, Marktbeobachtung und Bewertung konkurrierender Ansätze enthalten. Das passt: schließlich gilt Berlin ja auch als ein Startup-Hub in Sachen E-Publishing.

„Vor Ort kuratiertes E-Book-Angebot präsentieren“

Ein paar beispielhafte Anwendungsfelder werden in der Wettbewerbs-Ausschreibung schon mal genannt:
– Auf Buchmessen könnten Verlage ihre gesamten lieferbaren eBook-Titel inkl. (…) Metadaten) auf Touchscreens oder den Devices der Besucher sichtbar machen
– Filterfunktionen könnten helfen, (…) den gesamten Bestand aller lieferbaren eBooks verlagsübergreifend, thematisch eingegrenzt und zielgruppenorientiert sichtbar zu machen, zu sortieren und zu verkaufen.
– Buchhandlungen könnten sich dieser Technologie bedienen, um Kunden ein kuratiertes eBook-Sortiment im Geschäft zu präsentieren

„30.000 Euro für drei gute Ideen“

Dotiert sind Platz 1 bis 3 mit 15.000, 10.000 bzw. 5.000 Euro. Bewerbungen können noch bis zum 30. November 2016 eingereicht werden, die Bekanntgabe der Preisträger findet Anfang 2017 statt. Zur Jury gehören neben Detlef Bluhm (Geschäftsführer des Börsenvereins in Berlin-Brandenburg) auch re:publica-Gründer Andreas Gebhardt, Annika Joscht vom Aufbau-Verlag sowie René Kohl vom Buch- und Medienversand Kohlibri.

(via berlin.de)

Abb.: Thomas Leuthard/Flickr (cc-by-2.0)