Volles Programm, volle Datensouveränität: die log.os-App für Android ist da

logos-app-androidKaum etwas trendet so wie hippe post-textuelle Storytelling-Formate auf dem Smartphone. Da fühlte es sich fast schon ein wenig Old School an, als nun nach viel Vorbereitungszeit pünktlich zur #lbm17 die logos-App an den Start ging: seit letzter Woche ist die Android-Version kostenlos via Google Play zu haben. Das Ausprobieren lohnt sich aber auf jeden Fall. Denn neu und bisher in der Branche unerrreicht ist das zugrundeliegende Konzept, E-Reader, E-Book-Shop und E-Reading-Community konzernunabhängig wie Datenschutz-sensibel in eine App zu packen.

Mobiles Betriebssystem für Literatur

Log.Os ist ja bekanntlich angetreten, so etwas wie ein „Betriebssystem“ für Literatur zu bieten – mit der App für Smartphone und Tablet kommt dies nun auf die mobilen Geräte, mit denen die Mehrheit elektronisch liest. Auch eine iOS-Version soll demnächst an den Start gehen, im Moment werden dafür noch Beta-Tester gesucht.

Große & kleine Verlage an Bord

Inhaltlich bietet log.os inzwischen das volle Programm – gerade wurden noch Holtzbrinck, Bonnier und Lübbe ins Boot geholt. „Damit decken wir nun das gesamte Spektrum angefangen bei der Spiegel-Bestsellerliste bis hin zu den feinen Programmen der Independent-Verlage ab“, so der aktuelle log.os-Newsletter.

Vor allem ist log.os – siehe auch die Web-Version logos.social – aber eben eine fortschrittliche literarische Community, die Leser, Autoren, Verlage und Buchhändler auf Basis einer gemeinnützigen, unabhängigen Plattform miteinander vernetzt.

Daten gehören den Nutzern

Social Reading ist hier zwar letztlich auch Mittel zum Zweck – interessante Bücher entdecken, Bücher kaufen, Bücher weiterempfehlen – doch zu den Grundprinzipien von log.os gehört volle Datensouveränität: „Der Nutzer hat jederzeit die volle Kontrolle und Wahlfreiheit – er allein entscheidet, wie und zu welchem Zweck seine Daten genutzt werden dürfen (oder auch nicht)“.

Eine App für alle: Tolino-Allianz vereinheitlicht iOS & Android-Auftritt

eine-tolino-app-fuer-alleEin Reader, eine App — so sieht der neue Auftritt der Tolino-Allianz aus: statt Thalia-, Weltbild-, Libri- uns sonstigen Apps sollen die Nutzer ab jetzt nur noch die Tolino-App der Telekom nutzen (Version 4.1.0). Bisher gab es unterschiedliche Lösungen, Thalias App zum Beispiel war ursprünglich mal vom Berliner Startup textunes entwickelt worden. Mit dem App-Föderalismus ist nun Schluss: „Mit der leistungsstarken eBook-App wird das tolino Ökosystem zur 360-Grad-Lösung“, so die offizielle PM. Wie schon bisher werden iOS-Nutzer allerdings keine E-Books innerhalb ihrer App shoppen können („In-App-Shopping“), dies bleibt den Nutzern von Android-Smartphones und Tablets vorbehalten.

Gratis-E-Book für den Wechsel

Als Appetizer für Bestandskunden spendiert die Tolino-Allianz beim Wechsel zur Einheits-App der Telekom ein Gratis-E-Book. Wer beim Aktivieren den jeweiligen „Begrüßungscode“ eingibt, erhält per E-Mail einen Gutschein für Catherine Shepherds Thriller „Tiefschwarze Melodie“.

Virtuelles Regal vereint alle E-Books

Nach dem Herunterladen der App aus App- bzw. Google Play Store wählt man zunächst das Land wie auch den persönlichen Tolino-Buchhändler aus. Wo man bisher geshoppt hat, ist aber letztlich egal: Leser können alle bei Tolino-Partnern gekauften E-Bücher und Hörbücher in einem virtuellen Regal zusammenführen und über die App nutzen.

Komfortable E-Lese-Features

Mit dem Start der gemeinsamen Tolino-App können nun auch alle Tolino-Kunden dieselben E-Lese-Features nutzen: So lässt sich u.a. die Textdarstellung der Telekom-App im Lesemodus komfortabel anpassen, auch Zeilen- und Randabstand sowie die Textausrichtung sind nach Belieben einstellbar. Optimiert wurde die Zoom-Ansicht bei der Anzeige von PDFs.

Entdecken de Luxe: Google Books spendiert Discover-Feature & eigenes App-Feuilleton

google-discover-feature-neuGoogles digitaler Buchladen hat den Kampf gegen das Kindle-Imperium noch nicht aufgegeben: die US-Version der Google Books App wurde vom Suchmaschinen-Riesen jetzt kräftig aufgemöbelt. Das neue „Discover“-Feature soll nicht nur verbesserte personalisierte Buchempfehlungen bieten, sondern ist auch eine Art literarische Google News-Maschine um die jeweils vom Nutzer gelesenen Bücher herum, so dass man immer auf dem Laufenden bleibt.

Discoverability de Luxe – inklusive originäre Inhalte

Googles Algorithmen machen also mal wieder das, was sie am besten können: Informationen aus dem Web fischen, die zum jeweiligen Nutzer- bzw. Leserprofil am besten passen. So weit, so erwartbar. Wirklich überraschend dagegen ist, dass Google aber auch auf selbst produzierte, web-feuilletonistische Inhalte setzt — und zwar mit dem parallel gestarteten Programm „Google Play Editorial“. Dort findet man etwa Autoren-Interviews, Essays von bekannten Edelfedern oder auch exklusive Buchempfehlungen von angesagten AutorInnen. Auch eigene IllustratorInnen zur Bebilderung der Artikel hat Google offenbar engagiert. Fehlen dürfen aber natürlich auch nicht Coverbild-Kauflinks, die in Richtung des Google Book Stores verweisen.

Discover-Feature bald auch in Deuschland?

Das Discover-Feature gibt’s zum Start nur für Android, eine iOS-Version soll demnächst folgen. Insgesamt ist die Google Books-App nach Angaben des Unternehmens in 75 Ländern erhältlich, einen offiziellen Zeitplan für die Internationalisierung des neuen Features gibt es bisher nicht. Doch über kurz oder lang dürfte es wohl auch in Deutschland verfügbar sein. Ob Google den hiesigen Lesern aber auch ein eigenes App-Feuilleton mit Texten von deutschen Autoren spendiert? Mal abwarten…

(via Google Android-Blog)

Kindle-Fire-Effekt: Zwei Drittel aller Android-Tablets werden in USA betrieben

Der Siegeszug von Android ist durch und durch global: führte 2010 erst jedes vierte Smartphone den kleinen grünen Roboter im Schilde, so war es 2011 bereits jedes zweite – aktuell laufen weltweit sogar fast 70 Prozent aller schlauen Handys mit Googles freiem Betriebssystem. Doch wer meint, bei Tablets würde es mittlerweile einen ähnlichen Trend geben, liegt völlig falsch. Denn den Analysten von Localytics zufolge werden 60 Prozent aller Android-Tablets in den USA betrieben. Großbritannien kommt auf schlappe 5 Prozent, Spanien und Korea auf 2 Prozent, alle anderen Länder liegen jeweils bei einem Marktanteil von unter 1 Prozent.

Fast alle Kindle-Fire-Besitzer leben in den USA

Das sollte eigentlich anders sein – schließlich gehört es ja zum Erfolgsrezept von Android, weltweit auf zahlreichen günstigen mobilen Gadgets präsent zu sein und eine Alternative zur teuren Konkurrenz von Apple & Co. zu bieten. Tatsächlich gibt’s ja auch schon viele Android-Tablets, die preislich deutlich unter 100 Dollar liegen. Doch man darf die Rechnung nicht ohne Amazon machen. Die Kindle-Fire Modelle haben in den USA im Android-Tablet- Sektor einen Marktanteil von 30 Prozent, dreimal mehr als der schärfste Konkurrent Barnes&Noble. Und satte 90 Prozent aller Kindle Fire-Besitzer leben in den Vereinigten Staaten – was die globale Marktstatistik stark verzerrt.

Lokalisierung des Kindle Fire als Herausforderung

Rechnet man Amazons Gadgets dagegen mal heraus, sind plötzlich nur 40 Prozent aller Android-Tablets in den Händen amerikanischen Konsumenten. Eine Zahl, die sehr stark an die Smartphone-Statistik erinnert – denn auch 37 Prozent aller Android-Smartphones werden in den USA betrieben. Letzlich weist der Tablet-Überhang auf ein spezielles Amazon-Problem hin – die logistischen Herausforderungen der Kindle-Fire-Internationalisierung (bzw. der Lokalisierung) scheinen das Wachstum deutlich abzubremsen. Ein eigener App-Store scheint also doch seine Nachteile zu haben…

(via Readwriteweb.com & Localytics)

Abb.: Amazon, Localytics

Google Currents ist da: mobile Lese-App für Apple- & Android-Geräte

Google sorgt für mehr Content auf Tablets und Smartphones: Artikel aus dem umfangreichen Arsenal von mehr als 180 Medienpartnern lassen sich mit der Reader-App Currents kostenlos in voller Länge lesen. Dazu gehören Forbes, AllThingsDigital, Fast Company oder die HuffPo. Darüber hinaus kann man aber auch andere RSS- oder Video-Feeds, Google+ streams und via Google Reader abonnierte Web-Inhalte mit Google Currents lesen. Während man die iPad- und iPhone-Version nur über den US-App-Store bekommt, lässt sich die Android-App über einen externen Download-Link auch direkt installieren.

Googles großer Content-Deal

Die Konkurrenz auf dem Markt für Reader-Apps ist groß – wer schafft es am besten, Web-Inhalte für die Touch-Screens von Tablets und Smartphones aufzubereiten? Apps wie FlipBoard oder ZITE gelten als Schrittmacher für iPad-Magazine, die Content über Twitter oder RSS-Feeds zusammenstellen und grafisch aufbereiten. Bei ZITE helfen zudem lernfähige Such-Algorithmen, jeden Tag auf’s neue ein maßgeschneidertes News-Potpourri zu köcheln. Google Currents leistet in technischer Hinsicht somit nicht wirklich viel Neues – vom Inhalt her aber schon. Denn der große Deal mit mächtigen Verlagen und populären Web-Portalen bringt eine bisher nicht gesehene Fülle von Artikeln, Videos und Fotostrecken auf’s Display. Googles offizielle Liste umfasst bereits mehr als 180 illustre Adressen, darunter auch eher alternative Kanäle wie BoingBoing, Feministing.com oder The Consumerist.

Offline-Lektüre als zusätzlicher Vorteil

Gleichzeitig hat Google eine spezielle Self-Service-Plattform gestartet, auf der auch kleinere Publisher ihre Webseiten-Inhalte ohne viel Aufwand für die Lese-App formatieren können. Für die Anbieter hat Google Currents deutliche Vorteile, selbst wenn der Zugang kostenlos ist. Denn der Traffic über die App wird von comScore gezählt, vergrößert die offizielle Reichweite und damit die Werbeeinahmen. Doch auch für den Nutzer bringt Currents Mehrwert mit – so lassen sich im Unterschied zu anderen Apps die Inhalte offline lesen. Alles, was man für den Einstieg braucht, ist ein gültiges Google-Account. Es ist das bekannte Quid-pro-Quo, Google selbst ist schließlich brennend daran interessiert, noch mehr über unsere Lesegewohnheiten zu erfahren. Genau da klaffte aber bisher eine Lücke. Während auf dem Desktop schon fast jeder zweite Internet-Surfer mit Google Chrome unterwegs ist, fand die Lektüre auf dem mobilen Touch-Screen bisher zumeist mit Apples Safari-Browser oder Apps von Drittanbietern statt.

„Millions of books on the go“: Google präsentiert Android 3.0 („Honeycomb“)

Google hat auf der CES in Las Vegas „Honeycomb“ vorgestellt. Klingt nach Wabenhonig, und bietet tatsächlich auch eine Menge „Eye-Candy“ – denn es handelt sich dabei natürlich um die neue Android-Oberfläche für den mobilen Einsatz auf Tablets & Smartphones. Das Promo-Video zeigt einige der neuen Features, mit denen Honeycomb aufwarten kann, neben GMail, Youtube-App & Google Maps gehört auch explizit die elektronische Lektüre von Büchern dazu: „Millions of books on the go with Google eBooks“ verspricht der Video-Kommentar. In den USA ist Googles cloudbasierter E-Book-Store ja schon im Dezember 2010 gestartet, die ersten Tablets mit Honeycomb sollen noch im ersten Quartal 2011 auf den Markt kommen. Eine Google Ebooks-App für Android 2.1 ist bereits parallel mit der iPad&iPhone-Version gestartet. Nachdem Apple mit iBooks vorgeprescht ist, hat Google also nun gleichgezogen – elektronisches Lesen etabliert sich damit immer stärker als ein unverzichtbares Standbein mobiler Multifunktionsgeräte, und zugleich zum wichtigen Verkaufsargument.

Abo auf einen Klick: Google plant digitalen Zeitungskiosk für Android-Tablets

Was das iPad für Apple ist, sind die kommenden Android-Tablets für Google – fehlt allerdings nur der Content. Natürlich gibt’s schon den Google eBookStore, doch was ist mit Zeitungen & Zeitschriften? Schließlich kann man via iTunes bzw. den App Store E-Magazin- und E-Newspaper-Apps nicht nur herunterladen, sondern teilweise sogar schon elektronisch abonnieren. Doch offenbar plant Google bereits einen „Digital Newsstand“ für Nutzer von Android-Geräten:

The e-newsstand would include apps from media companies offering versions of their publications for smartphones or tablets running Android

berichtet das Wall Street Journal. Das Motto einer solchen Kiosk-Plattform: alles auf einen Blick, und möglichst auch alles auf einen Klick. Mit dem versprengten Angebot einzelner Apps haben viele Zeitungen offenbar keine guten Erfahrungen gemacht, es fehlt eine zentrale Anlaufstelle. Die Verlage sind andererseits aber auch etwas unwillig, neue Kooperationen einzugehen, da die Konditionen zu schlecht sind – zumindest bisher:

In recent weeks (…) Google has told publishers it would take a smaller slice on any sales they make of Android apps than the 30% cut Apple typically takes on iTunes sales.

Konkurrenz belebt mal wieder das Geschäft. Auch Apple geht jetzt erneut auf die Publisher zu – und verspricht verbesserte Abo-Features via iTunes. Besonders attraktiv scheint der Touch-Screen-Kiosk bisher für die Content-Anbieter nämlich nicht zu sein:

While many media companies have rushed to build apps for iPads and Android tablets, they say their current inability to sell standard subscriptions through iTunes, a shortage of data about app buyers and tough business terms are keeping them from investing more in the effort.

„Removed from sale“: taz stoppt Einzelverkauf im iBook-Store

keine taz auf dem ipad.jpgNach nur drei Wochen stellt die taz den Einzelverkauf im iBook-Store wieder ein. Grund sind technische Probleme mit der täglichen Aktualisierung der iPad-Ausgabe – und die Weigerung von Apple, bei der Lösung behilflich zu sein. Um die taz als E-Paper auf Apple-Geräten zu lesen, braucht man nun wieder ein reguläres Digi-Abo, das ab zehn Euro pro Monat zu haben ist. Davon profitieren übrigens auch Kindle- und Blackberry-Nutzer: denn die taz gibt’s jetzt zusätzlich im mobi-Format.

Mit der taz verliert iBooks den Bestseller Nummer eins

„Die taz ist nicht für jeden“, hieß es mal in einem viralen Marketing-Clip – in diesem Fall waren Bildzeitungs-Leser gemeint. Doch nicht nur für Männer in Feinripp scheint das in der Berliner Rudi-Dutschke-Strasse produzierte Blatt ein rotes Tuch zu sein. Auch iPad-Buchhändler Steve Jobs passt die alternative Tageszeitung nicht ins Programm. Das Unternehmen Apple verweigerte der taz von Anfang an die Unterstützung bei der Lösung technischer Probleme. Schließlich zog das Blatt die Notbremse – der Einzelverkauf wurde gestoppt. Mit dem Aus für die epub-Ausgabe im iBook-Store ist der Versuch, das digitale Bücherregal mit journalistischem Content zu bereichern, nach nur drei Wochen gescheitert. Vom 7. Juni an konnten deutsche Leser die Zeitung mit der Tatze auf dem Titelblatt für 99 Cent auf das iPad laden. Die Nachfrage war groß. Innerhalb kürzerster Zeit avancierte die taz zur Nummer Eins in den iBook-Charts. Gerade dort, wo die taz nur schwer am Kiosk zu bekommen ist oder die Postzustellung lange auf sich warten lässt, stieß die epub-Version für das iPad auf großes Interesse. In der letzten Woche wurden mehr als 800 Exemplare verkauft.

iBooks ist kein Online-Kiosk: die tägliche Aktualisierung von epubs macht Probleme

Die technische Anpassung des iBook-Stores an den Verkauf einer täglich erscheinenden Publikation bereitete allerdings von Anfang Probleme. „Es dauerte stets mehrere Tage, bis eine hochgeladene Ausgabe in den virtuellen Bücherregalen gelandet war“, so Matthias Bröckers im taz-Hausblog. „Da wir von Apple keine Hilfesstellung für dieses Problem bekamen griffen wir zur Selbsthilfe: wir aktualisierten einfach den Inhalt der schon im Verkauf befindlichen Ausgabe, denn dieses Update ließ sich ohne Zeitverzögerung durchführen.“ Damit handelte man sich allerdings neues Ungemach ein. Tag für Tag firmierte die jeweils neueste Ausgabe unter dem Datum 7. Juni – was viele potentielle Käufer verwirrte. Dieses Problem konnten die tazzler mit einem Wasserzeichen auf dem Cover umgehen, dass das aktuelle Datum anzeigte. Für ein weiteres Problem gab es leider kein Workaround: „Man konnte die taz fortan nur einmal für 99 Cent kaufen, danach war ein Laden nicht mehr möglich da das System davon ausging, dass man dieses ‚Buch‘ schon hat“, so Matthias Bröckers.“

Das E-Paper im Einzelverkauf kommt wieder – auf der taz-Homepage und anderen Plattformen

Den direktesten Weg auf auf iPhone und iPad ist die taz bisher nicht gegangen, denn es gibt keine taz-App. Andere deutsche Zeitungen, insbesondere die Springer-Blätter wie Welt oder BILD, sind dagegen schon seit letzem Jahr im App Store präsent. Auch Qualitätsblätter wie etwa die Süddeutsche Zeitung haben sich bereits vor einiger Zeit auf die Touch-Screens von Apple-Gadgets vorgewagt. Um den Einzelverkauf geht es dabei jedoch nicht – im „In-App-Shopping“ werden jeweils nur Monatsabos angeboten. Die taz dagegen scheint den virtuellen Sponti-Kiosk auf Tablets und Smartphones noch längst nicht aufgegeben zu haben: „Noch in diesem Sommer wird auch der Kauf digitaler Einzelausgaben wieder möglich werden – auf der Website der taz und auf allen anderen möglichen Plattformen“, verspricht nämlich der taz-Hausblog. Zu diesen möglichen Plattformen könnte das WeTab von Neofonie gehören – dessen Marktstart ist zumindest bis zum kalendarischen Sommerende im September zu erwarten. Nicht umsonst setzen vor allem Zeitungen und Zeitschriften ihre Hoffnungen auf die neue Generation Android-basierter Geräte – denn eine Presse-Zensur durch Gatekeeper wie Steve Jobs findet dort nicht statt.

Wikipedia für’s iPhone: Mobile Site der Online-Enzyklopädie startet Dauerbetrieb

Die Zeiten der Beta-Phase sind endgültig vorbei: die mobile Wikipedia-Site ist auf einen neuen Server umgezogen und nun im Dauerbetrieb. Im Moment unterstützt die Unterwegs-Enzyklopädie neben iPhone und Kindle auch Android und Palm Pre. Bevorzugte Sprachen sind Englisch und Deutsch, an weiteren Sprachen wird gearbeitet. „Unser Ziel ist langsam zu wachsen und die Sache wirklich gut zu machen“, so der Wikimedia Chefentwickler für Mobile Anwendungen, Hampton Catlin. Die Seite hat bereits mehrere Millionen Benutzer pro Tag, darunter viele aus Deutschland. (mehr …)