Auf’s Wort der Kunden hören: Deutsche Sparkassen basteln an Alexa-Skills

sparkasse-goes-alexa„Alexa, frag meine Sparkasse nach meinem Kontostand“: Das eigene Konto managen, ohnen einen Finger zu rühren — das soll für die Alexa-Nutzer unter den rund 50 Millionen deutschen Sparkassen-Kunden künftig zum Alltag gehören. Deutlichstes Zeichen: In diesem Monat jettete Bernd Wittkamp, Chef des „Sparkassen Innovation Hub“ (S-Hub) nach Seattle, um wichtige Details für die Kooperation zu klären, wie finanz-szene.de berichtet.

S-Hub treibt Fintechnisierung der Sparkasse voran

Wenn’s soweit ist, heißt es: Skill aktivieren, Sparkassen-Konto hinzufügen, fertig. Welche sprachgesteuerte „Fähigkeiten“ dann den Kunden konkret angeboten werden, sollen die Kreditinstitute im Sparkassen-Verbund selbst entscheiden — denkbar sind Elemente wie Kontoabfrage, Überweisungen und Daueraufträge aber auch Beratungsdienstleistungen. Die Amazon-Kooperation ist ein erster Meilenstein für den erst kürzlich gegründeten S-Hub, angesiedelt bei der Sparkassen-eigenen Softwareabteilung „Star Finanz“ mit Sitz in Hamburg. Angedacht sind aber bereits weitere Kooperationen, zum Beispiel mit kleineren deutschen Fintech-Startups wie etwa Aboalarm, auch die Knaxx-Club-Taschengeld-App soll Alexa-tauglich gemacht werden.

Sparkasse sucht bereits Beta-Tester

Am schnellsten könnte die Kontoabfrage via Alexa Realität werden, sie soll noch bis Ende dieses Jahres zur Verfügung stehen. Bis dahin antwortet die Beta-Version (ohne Kontoanbindung, siehe sparkasse-voice.de) dagegen noch: „Oh je, ich finde da nichts. Aber keine Angst, es liegt an mir und nicht an Dir. Die bei der Sparkasse feilen da noch dran. Also Entwickler, gebt Gas!“

Willkommen im Club der Dosengeister: Alexa spricht bald mit Cortana, & vice versa

alexa-spricht-bald-mit-cortanaEin Dschinn macht noch keinen Sommer. Jeff Bezos träumt bereits von einer Art Meta-AI, bei der jede Anfrage genau an den digitalen Assistenten weiterleitet, der sie am besten beantworten kann: „Die Welt ist groß und vielfältig. Es wird in Zukunft verschiedene intelligente Agents geben, jeweils mit Zugang zu speziellen Datensätzen und mit speziellen Fähigkeiten. Wenn sie zusammenarbeiten, werden ihre Stärken sich gegenseitig ergänzen, und für den Kunden weitaus hilfreicher sein.“

Alexa checkt Outlook, Cortana shoppt Amazon.com

Mit der gerade verkündeten Kooperation zwischen Amazon und Microsoft rückt diese Vision nun erstmals in greifbare Nähe: „Alexa wird mit Cortana sprechen können, und Cortana mit Alexa“, so die aktuelle Pressemitteilung. „Sie werden zu Alexa sagen können: ‚Alexa, öffne Cortana“, oder zu einem Windows 10-Gerät: ‚Cortana, öffne Alexa“.

Eine volle Integration ist das, was da in wenigen Monaten verfügbar sein soll, natürlich noch nicht. Aber immerhin ein Anfang. Alexa-Nutzer können mit Hilfer von Cortana dann Termine planen, Terminerinnerungen erhalten, oder auf E-Mails zugreifen, alles via Sprachbefehl. Umgekehrt kann man via Cortana von Alexas Smarthome-Kontrollmöglichkeiten profitieren, auf Amazon.com einkaufen oder Alexa-Skills von Drittanbietern einsetzen.

Google und Apple halten sich bedeckt

Weitere Mitglieder im Club der digitalen Dosengeister sind bisher nicht in Sicht — dass Amazon und Microsoft es so locker mit der Zusammenarbeit nehmen können, liegt ja auch daran, dass beide Unternehmen auf dem heiß umkämpften Smartphone-Markt wenig bis gar nichts zu melden haben. Anderes gilt vorerst für Steve Jobs Erben und die ABC-Schützen aus Moutain View: „Apple and Google may see competitive advantages in keeping their A.I.s separate from rival assistants, partly as a way to protect a selling point of their mobile software, iOS and Android“, vermutet wohl zu recht die New York Times.

(via NYT & Amazon PM)

Abb.: Barbara Eden & Michael Ansara as The Blue Djinn, 1966 (cc-0)

Rabattschlacht-Echo: Prime Day 2017 spülte 2,2 Mrd. Dollar in Amazons Kassen

alexa30 Stunden statt nur 24, 13 zusätzliche Länder, komfortable Bestellung per Sprachbefehl: schon von der Ausgangslage her war die Rabattschlacht am „Amazon Prime Day“ in diesem Jahr auf viele neue Rekorde ausgelegt. Und wie erwartet war es dann auch so: das Unternehmen meldete ein Wachstum von 60 Prozent gegenüber 2016, und nicht zuletzt den umsatzstärksten Verkaufstag der Firmengeschichte. Was gerade in den USA nicht verwundern kann — dort gibt es mittlerweile geschätzte 85 Millionen Prime-Kunden, etwa doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren.

Echo-Konsolen besonders beliebte Schnäppchen

Besonderer Verkaufsschlager waren bezeichnenderweise Amazons Echo-Konsolen – das Argument „Alexa inside“ und zudem die starke Rabattierung haben insbesondere die Echo Dots in der Verkaufsstatistik nach oben katapultiert. Weltweit sollen Amazon zufolge dreimal soviele Echo-Konsolen am Prime-Day geshoppt worden sein wie im Jahr zuvor.

Doch auch andere Plattformen – allen voran Amazon TV und die Fire Tablets – konnten reichlich unter die Leute gebracht werden. Das wiederum dürfte dem Online-Händler nun auch im restlichen Jahresverlauf weitere Umsätze bescheren, sind Prime-Mitglieder doch ohnehin die kauffreudigsten Kunden, und besitzen nun viele neue Helferlein zum Shoppen per Fingertipp oder auf Zuruf.

2,18 Milliarden Dollar in 30 Stunden verdient

Konkrete Umsatzzahlen nennt Amazon ja nie, doch auch diesmal gibt es wieder recht glaubwürdige Schätzungen, was die Prime-Day-Erlöse betrifft – Internet Retailer zufolge stiegen sie von 1,8 Mrd. Dollar im letzten Jahr auf nun 2,18 Mrd. Dollar (zum Vergleich: Umsatz im 1. Quartal 2017: 35 Mrd. Dollar). Der Löwenanteil – nämlich 1,5 Mrd. Dollar wurde auch diesmal in den USA erzielt, 625 Millionen Dollar kamen in den übrigen Märkten zusammen.

(via TechCrunch)

„Alexa, versichere mich!“: Erster deutscher Anbieter ermöglicht sprachgesteuerten Versicherungsabschluss

alexaDie Digitalisierung nützt ganz allgemein der FinTech-Branche, doch was ist eigentlich speziell mit Versicherungen? Schaut man auf aktuelle Alexa-Skills, ist „InsurTech“ ebenfalls ganz vorne dran. Über Amazons virtuelle Assistentin kann man sich nämlich inzwischen auch schon im Gespräch über einzelne Versicherungstarife informieren und sich per Sprachbefehl am Ende digitale Vertragsunterlagen auf das Smartphone schicken lassen (d.h. der eigentliche Abschluss erfolgt via Alexa-App).

Von der Adressänderung bis zur neuen Police

Zu den Pionieren der sprachlich angebahnten Police gehört seit Ende April die Deutsche Familienversicherung: „Als einziges InsurTech Deutschlands und Digitalisierungsantreiber der Branche bieten wir den Kunden eine bequeme, volldigitale Abschlussmöglichkeit“, verkündet DFV-Vorstandsvorsitzender Stefan Knoll. Neben kleineren Services wie etwa der Adressänderung kann man über den Alexa-Skill der DFV nämlich auch nach Tarifen zum Beispiel zu einer Zahnschutz-Versicherung fragen, Preisvorgaben machen und sich digitale Vertragsunterlagen zuschicken lassen. Sagt man zu Alexa am Ende des Informationsgespräches: „Das möchte ich abschließen“, antwortet die künstliche Stimme: Ich habe dir einen Link in der Alexa-App hinterlegt. Damit kannst du ganz einfach den DFV Zahnschutz abschließen.“

„Schriftliche Abschlüsse wird es nicht mehr geben“

Vorgeführt hat Knoll das eindrucksvoll im Rahmen einer Präsentation, die man sich auf Youtube anschauen kann. Für den DFV-Chef war das eine Art Sneak Preview, die für die ganze Branche Gültigkeit besitzt: „Die Zukunft wird so aussehen, dass wir es nicht mehr mit schriftlichen Abschlüssen zu tun haben. Sondern es wird nur noch mündlich erledigt werden, weil es auch gar keine Notwendigkeit gibt, irgendetwas schriftlich zu kommunizieren.“

Frag deinen Kühlschrank: Alexa beseelt jetzt auch Deutschlands vernetzte Heimelektronik

alexa-beseelt-deutsche-heimelektronikAmazons digitaler Dosengeist Alexa wird immer mobiler — wie das Unternehmen bekannt gab, wird die AI-Software „Alexa Voice Service“ nun auch in Deutschland und Großbritannien auf alle smarten Haushaltsgeräte losgelassen, die über Mikrofon und Lautsprecher verfügen. Manche Anwendungen bleiben vorerst jedoch noch den US-Amerikanern vorbehalten, insbesondere Alexa-Skills wie das Vorlesen von Kindle Books und die Bedienung der iHeart Radio-App. Doch der virtuell beseelten Stereoanlage oder dem Kühlschrank zu befehlen: „Spiel ein Hörbuch ab“, „Spiel meine Lieblingsmusik“ oder „Schlag XY nach in der Wikipedia“ — das könnte demnächst schon möglich sein.

Mit AVS jedenfalls steht den Software- und Produkt-Entwicklern die notwendige Alexa-Schnittstelle jetzt zur Verfügung. Und wenn man bedenkt, wie viele Smarthome-Produkte mit Alexa-Integration auf der diejährigen CES in Las Vegas gezeigt wurden, dann dürften entsprechende Produkt-Launches in Deutschland nun auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Für viele Content-Anbieter, darunter natürlich auch Buch-, Zeitschriften- und Zeitungsverlage, dürfte es damit noch interessanter werden, ihre Inhalte für Alexa aufzubereiten bzw. entsprechende Alexa-Skills zur Verfügung zu stellen. Die Echo- und Dot-Konsolen inklusive deutscher Sprachversion sind seit 2016 in Deutschland verfügbar.

Übrigens: mit Hilfe des Echo-Simulators auf Echosim.io kann man die deutschsprachigen Alexa-Skills jetzt auch direkt im Browser ausprobieren.

(via The Digital Reader & TechCrunch)

„Alexa, bestell mir ein Puppenhaus“: TV-Sendung löst Bestellwelle aus

alexa-bestellt-puppenhausDiese Geschichte klingt wie ein Stück aus dem Tollhaus — Zutaten: ein Puppenhaus, vier Pfund Kekse, ein kleines texanisches Mädchen namens Brooke Neitzel, und Amazons Echo-Konsole inklusive Alexa. Erster Akt: Brooke Neitzel war allein zu Haus, die Eltern waren beide aus, und fragt Alexa: „Can you play dollhouse with me and get me a dollhouse?“. Der digitale Dosengeist erfüllt diesen Wunsch sofort, und schickt ein komplettes „KidKraft Sparkle Mansion“-Puppenhaus auf die Reise, Rechnung über 160 Dollar inklusive. Dazu muss man wissen: die Konsolen haben standardmäßig die Bestellfunktion per Sprachbefehl aktiviert. Weitere Hürden — siehe Amazons „One Click“-Bestelloption — gibt es dann nicht mehr.

Alexa hört mit, auch wenn der Fernseher läuft

Zweiter Akt: Die Eltern waren nicht erfreut, als sie den Grund für die nicht von ihnen autorisierte Belastung ihrer Kreditkarte erfuhren, die Story landete beim Lokalsender CBSDFW. In der Reportage wird Brooke vom TV-Anchorman mit direkter Rede zitiert: „Alexa ordered me a dollhouse and cookies“. Als dieser Satz rund um San Diego im Sendegebiet von CBSDFW aus den Lautsprechern dröhnte, hörten ihn in vielen Haushalten nicht die menschliche Zuhörer, sondern die empfindlichen Mikrofone zahlreicher Echo-Konsolen. Echo verstand vor allem: „Order me a dollhouse“. Die Folge: noch mehr Puppenhäuser gingen auf die Reise.

Und die Moral von der Geschicht…

Viele Amazon-Kunden werden jetzt wohl ähnlich reagieren wie die Eltern von Brooke Neitzel: die haben dem Lokalsender CBSDFW zufolge nämlich erstmal die optionale Elternkontroll-Funktion aktiviert („Parental Controls“), so dass Bestellungen per Sprachbefehl vor ihrer Ausführung mit einem vierstelligen Zahlencode bestätigt werden müssen. Keine schlechte Idee…

(via Teleread.org)

Alexa zum Anfassen: Amazons nächste Echo-Konsole erhält Touch-Screen

alexaErst erhielt das Fire Tablet via Software-Update das Alexa-Feature, nun geht’s andersherum: Amazon will der smarten Lautsprecher-Konsole Echo offenbar ein 7-Zoll-Touchscreen verpassen. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf zwei Branchen-Insider. Die neue Premium-Variante des digitalen Dosengeistes soll so noch komfortabler zu benutzen sein: „Das macht den Zugang zu bestimmten Inhalten einfacher, etwa Wetterberichte, Terminplaner oder Nachrichten“, argumentieren die anonymen Produkt-Enthüller — obwohl natürlich entsprechende Alexa-Skills für solche Anwendungen bereits existieren. Auch die äußere Form der Konsole werde sich durch das zusätzliche Screen komplett verändern.

Eine Art Fire-Tablet mit riesigen Lautsprechern?

Doch was für ein Gerät hättet man dann eigentlich vor sich? „Abgesehen von den Lautsprechern beschreibt der Bloomberg-Report ziemlich genau die bisherigen Tablets von Amazon“, merkt Nate Hoffelder von The Digital Reader an, und da ist was dran, zumindest solange man nicht von einem E-Ink-Display ausgeht. Die neue Echo-Konsole wäre ja letztlich so eine Art Fire Tablet mit sehr großen externen Lautsprecher, und dazu noch verbesserten Fähigkeiten der persönlichen digitalen Assistentin Alexa.

Neue Strategie im Kampf um das Smart Home

Ursache für den überraschenden Strategiewechsel ist Bloomberg zufolge die wachsende Konkurrenz im Smart-Home-Bereich durch Google und Apple — das neue Hybrid-Konzept soll Amazon wieder eine Nasenlänge Vorsprung verschaffen. Außerdem könnte Amazon die High-End-Variante der Echo-Konsole natürlich zu einem höheren Preis anbieten, solange es kein vergleichbares Produkt auf dem Markt gibt.

(via Fortune & The Digital Reader)

„Alexa, lies mir was vor“: Deutsche Verlage entdecken die Echo-Konsole

amazon-alexa-kommt-nach-deutschland„Alexa, lies mir was vor“, „Alexa, was gibt’s in der Tagesschau?“, „Alexa, was ist das Chefkoch-Rezept des Tages?“: Erstmals wird Amazons digitale Assistentin solche Fragen nun auch auf deutsch beantworten können — gestern hat das Unternehmen nämlich den Europa-Start (Deutschland/Großbritannien) der smarten Lautsprecher-Konsole Echo sowie des Mini-Ablegers Echo Dot bekanntgegeben. Laut Dave Limp, Amazons Hardware-Chef, haben mehr als 1.000 Techniker zwei Jahre lang daran gearbeitet, die künstliche Intelligenz der Software für diesen Launch zu trainieren, und Alexa nicht nur britischen Akzent bzw. Hochdeutsch, sondern auch lokale Umgangssprache und einen Sinn für Humor beigebracht.

Deutsche Verlage & Dienstleister als Partner

Für lokalisierten Content sorgen in Deutschland neben Amazon-Labels wie Audible oder Streaming-Partnern wie Spotify auch zahlreiche Kooperationspartner wie etwa Bild, Tagessschau, Spiegel, n-tv, Chefkoch, Eltern, Gala etc. „Hunderte deutsche Entwickler arbeiten bereits an Skills“, heißt es bei Amazon dazu. Smart Home, Hardware- und Mobilitätsdienstleister von tado°oder innogy über Fitbit und Philips bis zu BMW werden spezielle Alexa-Fähigkeiten zur Verfügung stellen, die dann im Haus bzw. im Auto angewendet werden können.

amazon-echo-und-echo-dot

Alexa in Deutschland vorerst nur als Beta-Test

Anders als bei den Briten kann man die Dosengeister aus dem Internet der Dinge bei uns nicht regulär vorbestellen: Echo & Dot sind vorerst nur im Rahmen einer halböffentlichen Beta-Phase auf Einladung verfügbar. In den Worten des Herstellers: „Amazon sucht Kunden, die bei der Weiterentwicklung von Alexa und Echo in Deutschland mithelfen möchten.“ Ausgeliefert werden die Konsolen ab Oktober.
In Deutschland kostet die Amazon Echo-Konsole 180 Euro, die Echo Dots gibt es für 60 Euro. In den USA werden die Dots bereits mit Mengenrabatt verkauft, nach dem Motto „Buy 5, get 1 free“ bzw. „Buy 10 get 2 free“.

Alexa kommt in Kürze auch auf Fire-Tablets

Amazon verdient nach eigenen Angaben bei diesem Pricing kein Geld mit den Geräten, sondern vertrautt darauf, dass die Kunden mit ihnen — ähnlich wie bei den Fire-Tablets — vermehrt Content und Dienstleistungen von Amazon nutzen. Amazons gerade gelaunchtes neues Fire HD 8 soll in Kürze via Software-Update ebenfalls das Alexa-Feature erhalten – und das wohl in absehbarer Zeit auch in Deutschland.

Amazon verkauft Echo Dots mit Mengenrabatt

Amazon Echo wie auch Echo Dot verfügen über sieben Mikrofone, die mit Richtstrahl-Technologie und Störsignalunterdrückung den Nutzer von überall im Raum klar hören können. Die kleinen Echo Dots können auch in mehreren Räumen aufgestellt werden, in diesem Fall sorgt das ESP (Echo Spatial Perception)-Feature dafür, dass die jeweils dem Nutzer nächste Konsole reagiert. Der Echo Dot verfügt selbst nur einen kleinen eingebauten Lautsprecher, er kann dafür via Bluetooth bzw. Audiokabel direkt an die Stereoanlage angeschlossen werden.

Lexi-App für iOS bringt Alexa auf’s iPhone – bisher aber nur mit limitierten Fähigkeiten

lexi-bringt-alexa-aufs-iphoneVeni, vidi, lexi: Amazons smarter Dosengeist Alexa erobert nach Triby ein neues Dritt-Gerät — via Lexi-App können US-Kunden viele von Echo- und Tap-Konsole bekannte Funktionen nun auch auf dem iPhone nutzen. Siri bekommt also im eigenen Gehäuse mächtige Konkurrenz made in Seattle. Die schlanke App ist (fast) komplett sprachgesteuert, zum Aktivieren tippt man auf das Touchscreen und lässt den Finger dort, so lange man ein Kommando gibt (z.B. eine Produktbestellung bei Amazon) oder eine Frage stellt. Während die Lexi-App online via Amazons Serverpark die Anfrage bearbeitet, zeigt das iPhone-Display eine Animation aus rotierenden farbigen Ringen.

Lexi = Alexa für untewegs & zu Hause

Hinter Lexi stecken Thaddeus Ternes und Beth Gerstenfeld, manchen vielleicht schon bekannt als Macher der HomeKit-App „Beam“. Genau dort, also im Smarthome-Bereich, dürften auch die besonderen Vorteile von „Lexi“ liegen — es lassen sich anders als mit Siri nämlich auch Geräte steuern, die nicht HomeKit-kompatibel sind. Weiteres Argument pro Lexi-App: man bekommt für schlappe 4,99 Dollar einen guten Einblick in viele Alexa-Funktionen, ohne dass man gleich für 180 Dollar den Dosengeist komplett mit Dose kaufen muss…

Lexi ist (noch) kein Hörbücher & Musik-Jockey

Die komplette Liste der Alexa/Lexi-Skills ist schon jetzt beachtlich, und ständig kommen von Drittanbietern neue hinzu — was auch eine große Chance für Buchverlage bieten dürfte (Discovery!). Einen entscheidenden Unterschied gibt’s allerdings noch zwischen Alexa in Echo und Lexi auf dem iPhone : über die App lassen sich weder Amazon- eigene noch andere Content-Services ansteuern, Lexi kann also bisher weder auf Kommando ein Audible-Hörbuch noch die Spotify-Playlist abspielen.

(via The Verge)

Triby: Smartes Küchenradio mit E-Ink-Display & inklusive Alexa

triby-smartes-kuechenradio-mit-eink-und-alexaKein echtes Smarthome ohne intelligentes WLAN-Küchenradio. Mit dem „Triby“ hat das US-Startup Invoxia ein ganz besonderes Exemplar auf den Markt gebracht – es besitzt nicht nur ein E-Ink-Display zum Anzeigen von aktuellen Infos, es ist zugleich das erste Gerät eines Drittanbieters, das Amazons Dosengeist „Alexa“ an Bord hat. Invoxia promotet Triby als „Family Friendly Portable Speaker, Connected Message Board and Speakerphone“ — via Smartphone-Anbindung lassen sich nämlich nicht nur Nachrichten und Emoticons aufs Display beamen, Triby fungiert via Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone auch als Telefon-Freisprechanlage.

Was Echo kann, kann Triby auch

Die Alexa-Integration ermöglicht grundsätzlich alle Funktionen, die auch Amazons smarte Lautsprechersäule „Echo“ bietet — heftet man das formschön und farbenfroh designte Gadget mittels der Rückseiten-Magneten an die Kühlschranktür, erweitert man die Küche also um einen persönlichen digitalen Assistenten, der weitaus mehr kann, als nur auf Zuruf den Lieblings-Radiosender einzuschalten, die persönliche Playlist oder ein Hörbuch abzuspielen. Und natürlich funktioniert das alles komplett berührungslos, wie bei der Echo-Säule wartet Triby im Stand-By-Betrieb auf das „Wakeword“, standardmäßig „Alexa“.

Triby auch in Deutschland lieferbar

Triby an sich ging schon vor einiger Zeit noch ohne Alexa-Anbindung an den Start, und zwar über Amazons-Startup-Förderschiene „Amazon Launchpad“. Zusammen mit dem „Alexa Voice Service“ (AVS) folgt nun der Roll-Out im großen Stil — anders als Echo wird Triby plus Dosengeist von Amazon.com auch nach Deutschland geliefert, die geistlose Version ist hierzulande schon seit Herbst 2015 lieferbar. Die Kundenbewertungen sind allerdings eher mittelmäßig, und in den USA hat Triby mit Alexa-Erweiterung in ersten Hands-On-Berichten auch nicht ganz so gut abgeschnitten.

Strategie für die Zeit nach „Peak Smartphone“

Das Konzept an sich — sprich die Entkopplung von Echo & Alexa — dürfte aber zukunftsweisend sein: Amazon ist hier der Konkurrenz à la Siri oder Cortana mehr als nur eine Nasenlänge voraus, ironischerweise trotz der Fire-Phone-Bauchlandung. Gerade erst wurde von Branchenbeobachtern der „Peak Smartphone“ ausgerufen, bei iPhone & Co. ist die Grenze des Wachstums erreicht. Höchste Zeit also, sich in Richtung Smart Home und Internet der Dinge zu bewegen. Triby ist insofern nur der Anfang einer neuen Expansions-Strategie: Amazons Technologien dürften uns demnächst in weitaus mehr Gegenständen begegnen als nur smarten Kühlschrankmagneten…