US-Buchmarkt lag 2017 leicht im Plus, E-Book-Verlagsware schwächelt, Self-Publishing boomt

aap-stathot2017Ist die Talsohle auf dem US-Buchmarkt überschritten? Die aktuellen StatShot-Zahlen der Association of American Booksellers (AAP) könnten darauf hindeuten — demnach steigerten die US-Verlage im vergangenen Jahr ihre Unsätze um 1,3 Prozent auf nunmehr 7,6 Mrd. Dollar. Ein Plus im „Erwachsenensegment“ stand dabei allerdings ein Minus bei Kinder- und Jugendbüchern entgegen.

Besonders spannend sind natürlich wie immer die Zahlen zu elektronischen Publikationen, sprich Audio-Books und E-Books. Hier setzt sich ein zweischneidiger Trend fort: Digitale Hörbücher als Verlagsware boomten jenseits des Atlantiks auch im Jahr 2017, mit 29,5 Prozent Plus wurde erstmals die 300 Millonen-Dollar-Marke überschritten.

Bei E-Books wurden die Verlage dagegen erneut von Amazons Self-Publishing und Eigenverlags-Titeln abgehängt: es gab ein Minus von 4,7 Prozent, doch immerhin bleiben die E-Book-Umsätze knapp über der Schwelle von 1 Milliarde Dollar. Zum Vergleich: Mit Print-Büchern erzielten die traditionellen Verlage 5,8 Milliarden Dollar.

Der E-Book-Markt insgesamt hat aber wohl auch 2017 deutlich im Plus gelegen, denn schließlich ist jedes zweite verkaufte E-Book ein Self-Publishing-Titel, und die meisten davon werden im Kindle Store verkauft — ohne dass die offiziellen Erbsenzähler der AAP die genauen Zahlen kennen. Auch daran hat sich 2017 nichts geändert: Amazon genießt den Erfolg, analysiert die Daten, optimiert die Prozesse, und schweigt.

(via boersenblatt.net)

E-Book-Boom in USA geht weiter: Verkaufszahlen verdoppeln sich

ebook-boom-in-usa-geht-weiterElektronische Bücher setzen in den USA ihr rasantes Wachstum fort – das zeigen die neuesten Zahlen der Association of American Publishers (AAP). Im Vergleich zum Januar 2010 wurde im ersten Monat dieses Jahres ein Zuwachs von 115 Prozent verzeichnet, die Umsätze stiegen um mehr als das Doppelte von 32 auf 69 Millionen Dollar. Zuvor waren bereits im Weihnachtsgeschäft die Verkaufszahlen von E-Readern emporgeschnellt, so dass die Gerätebasis für Downloads etwa über das neue Kindle 3 deutlich größer war als im Jahr zuvor. Immerhin 8 Prozent Zuwachs konnten aber auch die Hörbuch-Downloads verzeichnen, der Umsatz lag bei 6,5 Millionen Dollar (Vorjahr: 6,0 Millionen Dollar). Dem E-Book-Boom stehen vor allem im Paperback-Bereich deutliche Verluste gegenüber, hier fielen die Umsätze um bis zu 30 Prozent zurück, im Hardcover-Bereich wurde dagegen nur ein Minus von knapp elf Prozent verzeichnet. Einen leichten Rückgang gab es auch im Bereich der Audiobooks auf CD. Das starke Wachstum im E-Book-Bereich konnte die Umsatzrückgänge insgesamt nicht ausgleichen, der gesamte Umsatz der US-Buchbranche sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Wie Publishers Weekly berichtet, ist Nummer eins der Branche ist auch weiterhin Barnes&Noble mit einem Marktanteil von 23 Prozent (Vorjahr: 22,5 Prozent), während Konkurrent Amazon mittlerweile bei 15 Prozent liegt (Vorjahr: 12,5 Prozent).