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Stell‘ deinen PC in den Schatten: High-End-Cloud-PC „Blade Shadow“ kommt bald nach Deutschland

8 Jan 2018

shadow-cloud-pcWenn 5.000 Franzosen ihren (Gaming-)PC gegen eine kleine Box mit USB-, Ethernet- und Kopfhörer-Anschlüssen eintauschen, macht das noch keinen Sommer. Doch auf der CES in Las Vegas sorgt nun das französische Startup Blade mit seinem „Shadow“-PC aus der Rechnerwolke weltweit für Aufsehen: für eine Handvoll Dollars (oder Euros) abonniert man einen High-End-Windows-10-Rechner in der Cloud, auf den dann via Smartphone, Tablet oder (hehehe) PC bzw. Laptop (aber eben einen langsamen, alten) zugegriffen wird. An Ausstattung wurde dabei nicht gespart, der Remote Desktop glänzt mit Nvidia Grafikchip, Vierkern-Intel-Xeon CPU, 12 Gigabyte RAM und 265 Gigabyte SSD-Drive.

Schluss mit Latenzzeit-Problemen

Übliche Probleme solcher „Blade“-PCs wollen die Pariser Cloud-PC-Konstrukteure endgültig ausgemerzt haben, insbesondere die Latenzzeiten bei der Eingabe von Daten auf dem entfernten Rechner wie auch ruckelige Bilder bei HD-Filmen und HD-Games (dem Startup zufolge werden 144fps (HD) or 60fps (4K) erreicht) sollen nun der Vergangenheit angehören. Spätestens ab März 2018 soll der Service von Blade auch für deutsche Kunden zur Verfügung stehen.

Für normale Büroanwendungen klingt die Performance zwar ein bisschen überkandidelt, das Konzept an sich aber verspricht sicherlich auch für Nicht-Gamer diverse Vorteile: da Blade den Rechner auf dem neuesten Stand hält, muss man selbst nie wieder das Betriebssystem updaten. Und Anwendungssoftware muss man nur einmal installieren, und kann sie dann von überall aus nutzen, egal ob dort nun ein Windows-, Mac- oder Linux-Rechner steht.

Shadow-Box verbindet Tastatur, Maus oder HD-Bildschirm

Wer nicht nur via Touchsceen oder Browser auf dem Laptop zugreifen möchte, muss noch etwas mehr Geld auf den Tisch legen, gegen Aufpreis erhält man die Shadow-Box, um Peripherie-Geräte wie Tastatur, Maus, Spiele-Controller, Audio-Zubehör und einen HD-Bildschirm anzuschließen.

Ach ja, übrigens: regelmäßige Gebühren, Netzwerk-Terminal, Frankreich… Da fällt einem ja irgendwie gleich „Minitel“ ein, made by France Télécom. Nicht ganz zufällig kommt wohl nun auch das neueste Konzept eines Schatten-PCs aus Frankreich: schon Anfang der 1980er haben die Eltern und Großeltern der heutigen Gamer dort ihre ersten Erfahrungen mit „Cloud-Computing“ und sogar „Cloud-Gaming“ gemacht, noch bevor ein „richtiger“ PC oder Heimcomputer in ihrer Wohnung stand… Für die Enkel gibt’s jetzt quasi Maxitel.

(via cnet.com & pcgameshardware)