Home » Smartphone&Tablet

Wählen & sparen: Wahl-O-Mat & Steuer-O-Mat helfen bei der Entscheidung am 24. September

12 Sep 2017 0 Kommentare

wahl-o-mat-2017Kaum jemand liest Wahlprogramme, erst recht nicht mehrere zum Vergleich — normalerweise wählen die meisten Bundesbürger nach Gefühl oder Gewohnheit. Bei der Wahl zum Deutschen Bundestag jedoch hat sich dieser Trend in den letzten Jahren geändert: die Leute checken ihre Parteienpräferenz mit dem „Wahl-O-Maten“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ab. Fast schon verwunderlich: denn mit zwei Kreuzen ist es hier nicht getan, man muss 38 Ja-Nein-Weißnicht-Entscheidungen treffen, vom Bundeswehreinsatz im Inneren über das Bedingungslose Grundeinkommen bis hin zur verpflichtenden Fake-News-Löschung. Dann gibt es eine Einschätzung: wie nah liegt man an den Programmen der einzelnen Parteien?

Gamification macht Politik wieder spannend

Das wollen immer mehr Menschen wissen — schon bei der letzten Bundestagswahl 2013 (erstmals gab’s den Wahl-O-Maten 2002) spielten 13,3 Millionen Nutzer vor dem Urnengang die Optionen durch, diesmal dürfte der Wert sogar noch deutlich höher liegen. Tatsächlich hat die Gamification der Politik den Wahl-O-Maten zur Killer-App für Desktop und Smartphone gemacht: „Dem Wahl-O-Mat scheint mit seinem spielerischen Ansatz und der didaktischen Reduktion etwas zu gelingen, was manchen anderen Medien nicht gelingt: er schafft es, dass sich sehr viele Menschen für Politik, hier ganz konkret für die Bundestagswahl, interessieren“, so Daniel Kraft von der Bundeszentrale für politische Bildung gegenüber Meedia.

Wahl-O-Mat-Selfie wird via Facebook gepostet

Social-Media-Effekte kommen noch hinzu: die Leute spielen nicht nur mit den Möglichkeiten herum, sie teilen ihre Überraschung angesichts des Ergebnisses auch via Twitter und Facebook, besonders beliebt dabei: der Screenshot, also eine Art Wahlomat-Selfie. Die große Reichweite hat aber letztlich auch mit der wachsenden Zahl der Medienpartner zu tun, die den Wahlomaten in ihre Portale einbinden — diesmal sind es mehr als 50, von SPOL und überregionalen Blättern bis zu Provinzzeitungen.

steuromat-30000-beispiel

Steuer-O-Mat verrät, wieviel Steuerentlastung winkt

Eins verrät der Wahl-o-mat aber bisher leider nicht: was nützt mir eine Koalition aus Partei A und B konkret — muss ich mehr Steuern zahlen oder weniger? Hier springt der Steuer-o-mat ein, den das Online-Steuererklärungs-Unternehmen smartsteuer eingerichtet hat: nach nur drei Fragen (Bruttojahreseinkommen, Verheiratet/Unverheiratet, Zahl der Kinder) erhält man ein Ergebnis, das die meisten noch viel mehr überraschen dürfte als der Wahl-o-Mat. Bis zu einem Jahresbrutto von weit über 50.000 Euro spart man mit der FDP nälich fast nix, mit CDU und SPD gerade mal 200 Euro, mit der Linkspartei dafür mehr als 2.000 Euro.

Am Gesamtergebnis der Wahl dürften beide Helferlein am Ende vielleicht nur wenig ändern, doch zumindest dürfte die Kombination aus Wahl-O-Mat und Steuer-O-Mat den einen oder anderen zum Nachdenken bringen…

Hier ist Platz für Kommentare!

Wir freuen uns auch über Trackbacks von anderen Seiten. Die Kommentare mitverfolgen kann man übrigens auch via RSS.

Ansonsten gilt: "Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam."

Folgende Meta-Tags sind bei Kommentaren erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Dieser Blog unterstützt Gravatare. Den persönlichen Gravatar für das gesamte Web gibt's auf der Gravatar-Website.

Newsletter abonnieren (1x pro Woche)