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Smartphones als E-Reader: Amazon spendiert Kindle-App für BlackBerry

18 Feb 2010

Kindle fuer Blackberry Smartphone Amazon E-Book E-Reader.gifNach dem iPhone folgt das BlackBerry: Amazon macht seine Kindle-App nun auch für das weltweit beliebteste Smartphone verfügbar. Vorerst richtet sich das Angebot allerdings nur an US-Kunden. Eingeschränkt ist auch die Funktionalität: Bestimmte Kindle-Features wie Scrolling, Stichwortsuche und Anmerkungen werden zur Zeit noch nicht unterstützt. Die Kindle-App läuft auf allen neueren BlackBerrys aus der Curve-, Bold- und Storm-Serie.

Mit der BlackBerry-App ist Amazon ist zukünftig auf 20 Prozent aller Smartphones präsent


Die Kindle-App wird immer mobiler: nach PC-Desktops und dem iPhone ist jetzt also das BlackBerry dran. Damit ist Amazon auf einen Schlag auf mehr als 20 Prozent aller Smartphones präsent – so groß ist nämlich mittlerweile der Marktanteil des kanadischen Herstellers RIM (Research in Motion), der 2002 das erste echte BlackBerry auf den Markt brachte. Die Benutzeroberfläche der Smartphones ist ähnlich wie Apples iPhone OS offen für Anwendungen von Drittanbietern – wie etwa Amazon. Besonderen Mehrwert verspricht die neue App für Leser, die bereits einen Kindle besitzen – sie haben über Amazons Server Zugriff auf alle bereits gekauften E-Books. Synchronisieren lassen sich außerdem die auf anderen Geräten gesetzten Lesezeichen. Die Blackberry-App ist jedoch auch als Stand-Alone-Anwendung benutzbar – durch eine integrierte Einkaufs-Funktion („In-App-Store“) kann man Kindle-Books auch direkt vom Smartphone aus shoppen.

Am besten eignet sich Blackberrys „Storm“-Serie – denn das Design ähnelt dem iPhone


Unterstützt werden alle neueren Blackberry-Geräte – doch fragt sich natürlich, ob die Nutzung der App auch auf allen Geräten Sinn macht. Vom Design her sind die meisten BlackBerrys immer noch für das Schreiben von E-Mails optimiert – die untere Hälfte nimmt eine Qwerty-Tastatur ein, die obere Hälfte ein Display im Querformat, zumeist mit einer Auflösung von 480×360 oder 480×320 Pixel. Damit sind die Blackberrys der Bold- und Curve-Serie zwar die einzigen Geräte, die ähnlich wie das Original-Kindle eine vollwertige Tastatur mitbringen – besonders günstig zum Lesen von E-Books ist das Querformat allerdings nicht. Am besten geeignet dürfte die neue BlackBerry „Storm“-Serie sein, mit dem RIM dem iPhone Konkurrenz machen will. Das Display ist im Hochkant-Format angeordnet (360×480 Pixel), und statt Qwerty-Tastatur und Trackball wird es per Touch-Screen bedient.