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Shelfie mit Kobo: Rakuten-Tochter setzt auf Print plus E-Book-Bundling

12 Apr 2017 1 Kommentar

kobo-kauft-ebook-bundling-app-shelfiePrint & E-Books bündeln, das klingt gut. Das Startup Shelfie (anfangs: BitLit) hatte sich seit 2013 genau auf dieses Gebiet spezialisiert, und half experimentierfreudigen Buchhändlern & Verlagen dabei, ihre Printverkäufe kräftig anzukurbeln. Der Shelfie-Sticker auf dem Cover signalisierte dem Kunden: die elektronische Version dieses Titels gibt’s via Shelfie-App kostenlos bzw. stark rabattiert obendrauf. Lektüre mit Mehrwert – das kam gut an.

Kobo übernahm bereits die Shelfie-Nutzer

Aber nicht gut genug. Anfang 2017 ging dem Startup endgültig die Puste aus. Am Totenbett stand Kobo – und bot den verwaisten Nutzern der Shelfie-App virtuellen Regalplatz in der eigenen E-Book-Cloud. Doch das war offenbar nur der erste Schritt: wie jetzt bekannt wurde, hat Kobo kurzerhand Shelfie aufgekauft und sich die gesamte Konkursmasse einverleibt. Auf shelfie.com heißt es dazu: „The deal includes technology assets, IP, and the infrastructure on which the ecosystem runs; it also includes hiring Shelfie’s skilled team, which specializes in the application of big data and machine learning for book discovery“.

Bundling macht Kobo für Buchhandel interessant

Das wiederum passt gut zur Strategie der Kobo-Mutter Rakuten: der japanische Konzern pumpt nicht nur Geld in die Internationalisierung des E-Book-Geschäftes – siehe den jüngsten Einstieg bei Tolino – sondern möchte auch neue Geschäftsfelder rund um den Markenkern erschließen. Die Shelfie-Idee macht Kobo nun erst recht als Kooperationspartner für Buchhändler und Verlage interessant.

Buchmarketing für Generation Smartphone

Das Shelfie-Konzept ist perfekt auf die Generation Smartphone abgestimmt: um das kostenlose bzw. rabattierte E-Book in der App lesen zu können, müssen die Buchkäufer via Smartphone-Kamera ein Foto vom Buchcover-Barcode sowie Impressum machen und hochladen. Dann kann die elektronische Lektüre gleich losgehen. Auf shelfie.com heißt es dazu: „Over the coming months, Kobo will work to integrate the Shelfie platform into its Android and iOS apps, enabling readers to add their print libraries to their reading history to generate ever more tailored eBook recommendations, as well as the option to get digital versions of print titles they already own“.

(via Buchreport & Publishing Perspectives)

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