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„Send to Kindle“-App jetzt auch für Mac-Nutzer: Dokumente direkt auf den Reader schicken

26 Apr 2012

Wer längere Dokumente bequem auf dem Kindle lesen möchte, kann nun auch als Mac-Nutzer auf Amazons Send-to-Kindle-App zurückgreifen. Die App wandelt zahlreiche Dateiformate ganz einfach in ein PDF um und schickt sie vom Rechner aus in die Cloud. Synchronisiert man dann den Kindle-Reader via WiFi, gelangen die Dokumente automatisch auf das Lesegerät. Wahlweise kann man via “Send to Kindle” aber die Daten auch mit einer Kindle App auf zahlreichen Mobilgeräten wie iPhone, iPad oder BlackBerry lesen. Bisher konnten von dieser einfachen Lösung nur Windows-Nutzer (ab Win XP) profitieren, nun ist auch die Apple-Gemeinde mit dabei. Vorausgesetzt, ihr Mac läuft mindestens mit Mac OS X 10.6 (Snow Leopard).

Dateiversand auf’s Kindle via Drag&Drop

Die schlanke App nimmt in der Mac-Versin knapp 7 Megabyte in Anspruch und wirkt eher im Verborgenen: man findet sie nämlich als zusätzliche Option im Kontextmenü, wenn man mit der rechten Maustaste auf eine Datei im Finder klickt. Außerdem erscheint sie im Drucken-Dialog von Word, LibreOffice etc. als zusätzlicher Drucker, vergleichbar mit der Möglichkeit, den Inhalt eines Dokuments in ein PDF-Dokument umzuleiten. Genausogut kann man aber Dateien vom Desktop ganz einfach per Drag-and-Drop auf das Send-to-Kindle-Icon im Dock ziehen. Um die “Send to Kindle”-App zu nutzen, muss man im Installationsprozess Login und Passwort für das Amazon-Kundenaccount eingeben. Statt der “Send to Kindle”-App kann man natürlich auch weiterhin ganz einfach Dokumente per E-Mail auf das Kindle bringen – jedes Gerät hat schließlich eine individuelle Adresse, die man im Einstellungs-Menü finden kann. Aus den meisten Textverarbeitungen lassen sich Dateien ohnehin direkt per Mail verschicken.

Dateien via DropBox auf Smartphone & Tablet schicken

Eine weitere Alternative auf Smartphones und Tablets ist die Nutzung von Dropbox in Kombination mit der Kindle App. Schiebt man auf dem PC eine mobi-Datei in den Dropbox-Ordner, steht sie in wenigen Sekunden über die Cloud auch auf dem Mobilgerät zur Verfügung. Da sich E-Books innerhalb von Dropbox nicht öffnen lassen, erhält man beim Antippen der Datei innerhalb der App zunächst mal eine Fehlermeldung. Tippt man dann jedoch das Transfer-Icon der Dropbox-App auf Smartphone oder Tablet an, bekommt man als Option die Möglichkeit “Öffnen in der Kindle-App” zu Verfügung. Tippt man sie an, öffnet sich das E-Book in der Kindle-App. Ähnlich funktioniert es bei epub-E-Books, wenn man etwa eine E-Reader-App wie iBooks installiert hat.

Send-to-Kindle 2.0: DropBox-Automator nutzen

Noch einfacher geht’s übrigens, wenn man den DropBox-Automator von Wappwolf einsetzt (siehe dazu den E-Book-News-Artikel „Send to Kindle“ für alle). Hat man im Automator-Menü die entsprechenden Regeln definiert, werden Dateien nach dem Verschieben in einen bestimmten DropBox-Ordner automatisch an das Kindle gemailt, und auf Wunsch vorher auch als PDF umformatiert. Die App wurde vom österreichischen Startup WappWolf entwickelt und ist kostenlos erhältlich.

Abb.: Amazon