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Selbst verlegt in die Sachbuch-Bundesliga: “Meconomy” von Markus Albers 3.700 mal verkauft

27 Mai 2013 0 Kommentare

Der Autor als eine Art Ich-AG 2.0: Für Markus Albers nichts Neues. Mit “Meconomy” testete der Journalist & Sachbuchautor schon Anfang 2010 einen neuen Trend, und mutierte vom Verlagsautor zum Self-Publisher. Was auch perfekt zum Thema des Buches passte, denn schließlich geht es in Meconomy darum “wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden” – und dazu gehören nun mal neue Formen der Selbständigkeit. Anfangs gab’s Meconomy sogar ausschließlich als E-Book, erst nach zwei Monaten folgte eine Print-Version via epubli, später kam noch eine Hörbuchversion dazu. Doch das Wagnis hat sich gelohnt: inzwischen hat sich Meconomy mehr als 3.700 mal verkauft, teilte Albers jetzt auf seinem Blog mit: “Das gilt für alle Formate zusammen, also PDF, EPUB, iPhone- und iPad-App, PoD, Kindle, Hörbuch. Als es noch zwischen 1000 und 2000 Exemplaren waren, habe ich in Interviews immer gesagt, das sei doch ‘ganz respektabel’. Jetzt sage ich: ‘Yeah!'”.

Manche werden natürlich eher sagen: “So what!?”. Im Vergleich zu den aktuellen Senkrechtstartern im deutschen Kindle-Shop klingt das nämlich gar nicht nach einem Megaseller: Amazon zufolge haben schließlich schon 15 Self-Publisher mehr als 50.000 Exemplare via KDP verkauft. Jenseits von Herzschmerz, Zombie-Apokalypsen und Serienmörderserien gelten jedoch andere Regeln – Sachbücher haben es deutlich schwerer als Belletristik, erst recht wenn sie etwas anspruchsvoller bepreist werden (im Fall von Meconomy: E-Book 9,99 Euro / Print-Version 16,90 Euro). “Mein Erstling ‘Morgen komm ich später rein’ hat seit Erscheinen Ende 1998 knapp 5000 verkauft. Und das war ein Wirtschaftsbestseller (laut Charts des Manager Magazin). Insofern spielt Meconomy inzwischen durchaus in der Bundesliga mit”, schätzt Markus Albers. Und gibt außerdem zu bedenken, dass er bei den elektronischen Ausgaben auf DRM verzichtet hat – die tatsächliche Leserzahl dürfte also deutlich höher liegen. Ein Faktor, den Albers einkalkuliert hat: “Ich habe das absichtlich so gemacht, weil ich nicht an Kopierschutz glaube, und weil ich möchte, dass die Ideen von Meconomy sich so weit wie möglich verbreiten”.

Die Investitionen vom Lektorat über Layout bis hin zur Distribution habe Meconomy auf jeden Fall eingespielt, bilanziert der Autor. Mal abgesehen von der Arbeitszeit, die für das Schreiben drauf ging. Doch die entlohnt zu bekommen, “klappt in der Regel mit Büchern sowieso nicht”, meint Albers. Übrigens: Als kleines Dankeschön an seine Leser hat Markus Albers ab sofort den Preis der PDF-Version auf 3,99 Euro (statt zuvor 9,99 Euro) gesenkt, die Hörbuch-Version von Meconomy gibt’s jetzt für 3,95 Euro (statt zuvor 12,90 Euro).

Abb.: www.markusalbers.com

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