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See you later, Aggregator: Mozillas Empfehlungsdienst Pocket mausert sich zum konkurrenzfähigen Newsstream

25 Jun 2018

pocket-mozilla-readitlaterSee you later, Aggregator: falls sich jemand Sorgen um Pocket gemacht hat, die 2017 von der Mozilla geschluckte Read-it-Later-App — es geht dem Service und seinen Machern gut. Denn bei den Nutzern des Open-Source-Browsers ist das nun fest integrierte Späterlese- und Empfehlungs-Tool äußerst beliebt, die in einem neuen Reiter angezeigten Lesetipps werden oft angeklickt. Was wohl nicht allein an der bloßen Masse von mehr als 50 Mio. aktiven Firefox-Nutzern liegt, sondern auch daran, dass die Basisdaten sozusagen mehrfach crowdgesourct sind, es geht nicht nur um die Reichweite allein, sondern die (Appnutzer-)Interaktionen mit den Artikeln insgesamt, wozu u.a. auch das Abspeichern und die Lesedauer gehört.

Mit Facebook gefühlt auf Augenhöhe

Firefox hat dabei ein ambitioniertes Ziel: durch verstärkte Zusammenarbeit mit Content-Anbietern soll ein Konkurrenzprodukt zu den Newsfeeds der sozialen Netzwerke aufgebaut werden, vor allem natürlich eine Alternative zu Facebook. Vereinzelt klappt das auch schon, bei SPOL sollen im Mai vermittelt via Mozilla & Pocket App satte drei Millionen Seitenbesuche erzeugt worden sein, und auch andere Publisher erleben vergleichbare Trafffic-Spitzen.

Monetarisierung muss aber auch sein…

Zwecks Monetarisierung — ja, es geht immer noch um Mozilla — werden in den Browser-Nachrichtenstrom zukünftig übrigens auch gesponserte Inhalte eingeblendet, immerhin findet die Auswahl der Themen dabei datenschützerisch vorbildlich lokal im Browser statt. Vorbild ist dabei wohl die Pocket-App: in der gibt’s schon Werbeeinblendungen, wer sie ausblenden möchte, muss einen monatlichen Beitrag von 4,50 Euro zahlen.

Auch ja übrigens: Chrome-Nutzer müssen auf Pocket natürlich nicht verzichten, es wird von Pocket auch ein Plugin für Googles Browser angeboten.

(via Meedia
& heise)