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Sag okay zu deinem „QualityLand“: Marc-Uwe Klings Personalisierungs-Dystopie erscheint in zwei Text- und Cover-Versionen

25 Sep 2017 0 Kommentare

qualityland-alles-okayWerden wir selbst zukünftig zu Cyborgs, oder nehmen uns Maschinen ganz einfach die ganze Arbeit ab, inklusive unserer Entscheidungen? Marc-Uwe Kling neigt offenbar bei der Wahl zwischen diesen beiden Übeln zu Nummer Zwei — in seinem neuen „dystopischen“ Satire-Roman „Qualityland“ geht es um die totale Personalisierung. Die Antwort auf alle Fragen, sie lautet in dieser Welt nicht „42“, sondern „Okay“ – doch während die Existenz der Menschen immer maschineller wird, geht es mit der Psyche der Maschinen abwärts: Drohnen leiden an Flugangst, Kampfroboter an postraumatischen Belastungsstörungen. Im Mittelpunkt der Story steht immerhin noch ein Mensch: Maschinenverschrotter Peter, begleitet von einem ausrangierten Tablet mit merkwürdig radikalen Ansichten (siehe die Känguru-Trilogie…).

PK mit Drohnen, Staubsaugern und Robots

Neben einer sehr lustigen Landing-Page mit einer nur von digitalen Assistenten besuchten Autoren-Pressekonferenz (siehe das Video) hat der Ullstein-Verlag sich zur Vermarktung noch etwas ganz besonderes einfallen lassen: das Buch erscheint nicht nur in zwei Cover-Versionen (Weiß für Zukunfts-Optimisten, Schwarz für Zukunfts-Pessimisten), es gibt auch zwischen den Kapiteln Nachrichten-, Werbe- und Empfehlungs-Streams mit unterschiedlichen Inhalten. Man muss aber nicht beide Versionen kaufen, um den ganzen Kling zu goutieren: auf der Website qualityland.de findet man auch die Zwischentexte der jeweils anderen Ausgabe.

Ähnlich wie bei Pattersons neuem Sci-Fi-Thriller „The Store“ gibt’s in Klings Romanwelt natürlich auch eine Art Super-Amazon, das die geheimsten Wünsche der Kunden kennt — längst bevor sie ins Bewusstsein treten, werden die Pakete mit den Waren auf den Weg geschickt, die aktive Einmischung in den Bestellprozess ist unnötig, oder besser gesagt, zwecklos.

(via boersenblatt.net)

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