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Ultimatives Crossover: Remix OS bringt mobile E-Lese-Apps auf den Desktop

16 Jun 2016

remix-os-fuer-den-desktopRemix OS heißt nicht nur so, es ist tatsächlich ein Remix – denn es verbindet bzw. ergänzt Googles mobile Benutzeroberfläche Android mit einer Arbeitsumgebung für den Desktop, lässt sich also auch mit Maus und Tastatur bedienen. Nicht ganz zufällig wurde das Startup Jide, das Remix OS entwickelt hat, von Ex-Googlern gegründet. Jide verkauft auch gleich die passende Hardware: Neben einem handlichen, sehr günstigen Mini-PC namens Remix Mini wird mittlerweile auch das 11-Zoll-„Ultratablet“ angeboten, das man über ein andockbares Keyboard situationsabhängig zum Laptop erweitern kann.

Bootfähiger USB-Stick für den Desktop

Noch mehr Verbreitung dürfte Remix OS – derzeit basierend auf Android Lollipop — aber wohl in Form der kostenlosen USB-Stick-Variante erhalten: dabei wird ein spezielles Desktop-Android („Remix OS for PC“) als bootfähiges Image auf einen mindestens 8 Gigabyte großen Stick geschrieben und kann dann beim Start des Windows- oder Apple-Rechners alternativ gebootet werden (siehe die Installations-Anleitung von cnet). Im sogenannten „Resident Mode“ werden dabei auf dem Stick auch Settings und bearbeitete Dateien gespeichert.

E-Lese-Apps aus dem Play Store

Da sich mit Remix OS alle im Google Play Store vorhandenen Apps auf den Desktop bringen lassen, ist der „PC in der Hosentasche“ natürlich auch aus E-Lese-Perspektive spannend — denn man kann damit ganz einfach dieselben E-Lese-Apps am großen Bildschirm einsetzen, die man auch auf dem Android-Smartphone oder Tablet verwendet, egal ob Kindle-, Kobo-, Tolino- oder sonstige Dritt-Apps wie Bluefire.

Dabei darf man sich dann auch gleich mal müßige Gedanken darüber machen, ob die Unterscheidung zwischen mobiler und Desktop-Umgebung — das Ultratablet geht ja schon in die Richtung totales Crossover — in Zukunft überhaupt noch Sinn macht. Und ebenso die Frage: „Womit liest du eigentlich, Smartphone, Tablet oder …!?“