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“Pyrus” gibt dem Kindle Zunder: Trekstor erweitert Reader-Palette mit E-Ink-Gerät

16 Mrz 2012 Ansgar Warner 2 Kommentare

Trekstor setzt in Zukunft auch auf E-Ink – mit dem Pyrus präsentiert das deutsche Unternehmen auf der Leipziger Buchmesse ein neues 6-Zoll-Gerät. Nicht nur das schwarze Kunststoff-Design des Readers lehnt sich an Trekstors E-Book-Player-Serie an – ähnlich wie die Low-Cost-LCD-Geräte hat auch der Pyrus lediglich einen USB-Port, drahtloses Shoppen im E-Store fällt also flach. Dank einer internen Speicherkapazität von 4 GB sollen bis zu 4.000 Bücher auf den Reader passen, über den externen SD-Kartenslot kommen nochmal externe 32 Gigabyte hinzu. Die Display-Auflösung von 600×800 Pixeln entspricht den meisten anderen 6-Zoll-Readern auf dem Markt, das Gewicht von knapp über 200 Gramm liegt ebenfalls im Durchschnitt. Bedient wird der Pyrus über Richtungs- und Auswahlbuttons direkt unter dem Display, am linken und rechten Gehäuserand befinden sich zudem Umblätter-Tasten. Lesen lassen sich mit dem Pyrus neben E-Books im epub- und PDF-Format auch HTML, RTF und TXT-Dateien. Die Menüführung ist international, wählbar ist u.a. auch Deutsch.

“Für beste Lesbarkeit & lange Akkulaufzeit”

Mit dem Pyrus erweitert sich Trekstors Palette erstmals um ein Gerät mit reflexivem Display. Bisher hat sich das Unternehmen vor allen mit “Preisbrechern” wie dem Weltbild-Reader einen Namen gemacht – einem Farb-LCD-Gerät, das bereits 59 Euro verkauft wird. Auch das in vielen Buchhandlungen angebotene Low-Cost-Lesetablet Liro Color stammt aus dem Hause Trekstor. Gerade im Weihnachtsgeschäft erwiesen sich die Geräte trotz eher geringer Performance und kurzer Akkulaufzeit als Kassenschlager. In den kommenden Monaten könnte Weltbild nun also – genauso wie so manche Elektronikfachmarkt-Kette – mit dem E-Ink-Reader der Konkurrenz Paroli bieten. Schon der Name weist auf den Hauptgegner hin – Pyrus kommt von griechisch “Feuer” – und ist wohl als Anspielung auf Amazons Kindle gedacht (to kindle=Feuer anfachen). Das Pricing dürfte angesichts der technischen Ausstattung irgendwo zwischen Liro Color (99 Euro) und dem günstigstem E-Book-Player (59 Euro) angesetzt werden – und könnte in der Branche einen neuen Preisrutsch auslösen.

2 Kommentare »

  • Thomas schrieb:

    Hi,

    in einer heutigen englischen Mitteilung wurden £59.99 angesagt, also etwas über 70€. Ist dann wahrscheinlich, dass es wohl 69€ werden wird.

    Wenn man wirklich ein eReader zum Lesen nutzen will und nicht für alles andere… (Surfen, Musik hören, Shoppen…) scheint der Pyrus eine interessante Alternative zu sein, und das mit E Ink…

    Das wird dem Kindle wirklich Feuer machen!

  • Thomas schrieb:

    hier noch der Link zur Mitteilung… http://www.sourcewire.com/releases/rel_display.php?relid=71208