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PwC-Prognose: E-Books überholen Print bis 2018 – in USA & UK, aber nicht in Deutschland

14 Nov 2014

Global gesehen stagniert das E-Book-Wachstum, trotzdem dürfte in der Gutenberg-Galaxis bald ein historischer Wendepunkt erreicht sein: in den USA und Großbritannien wird der Buchmarkt bis 2018 nämlich zu 50 Prozent aus Umsätzen mit digitaler Lektüre bestehen (Publikumsmarkt, E-Books plus Audiobooks kombiniert). Andere Industrieländer dagegen hinken deutlich hinterher, E-Books bleiben dort auf absehbare Zeit nur ein vergleichsweise kleines Segment. Das legt eine neue Studie von PricewaterhouseCoopers nahe, die sechs wichtige Leseländer unter die Lupe genommen hat: neben den USA und Großbritannien auch Japan, China, Deutschland und Italien.

Milliarden-Markt nur in USA, Japan & Großbritannien

Der Economist hat die Zahlen bzw. Prognosewerte von 2009 bis 2018 in eine interaktive Grafik gepackt, die zudem per Mouseover Umsatzzahlen zeigt – der Blick auf das Endergebnis (Screenshot oben) dieses Zahlenrennens zeigt: während in den USA im Jahr 2018 mit E-Books ca. 8.6 Milliarden Dollar umgesetzt werden (Print: 7,9), sind es in Deutschland – in der Reihung von PwC der drittgrößte Buchmarkt – zu diesem Zeitpunkt nur knapp 800 Millionen Dollar (Print: 6 Mrd). In Japan – in der Reihung der zweitgrößte Buchmarkt – könnten es dagegen schon 1,9 Milliarden Dollar sein (Print: 6 Mrd). Auch die Briten hängen Deutschland mit 1,5 Milliarden Dollar E-Book-Umsatz (Print: 1,4 Mrd.) locker ab.

Das deutsche Printbuch steht auch 2018 wie ne Eiche

Sehr aufschlußreich ist auch eine auf den PwC-Zahlen basierende Grafik von Statista – sie stellt die Buchmarktzahlen für 2014 und 2018 in einer Balkengrafik nebeneinander: gedruckte Bücher erleben in den USA und Großbritannien einen ziemlichen Absturz, in Deutschland dagegen verdoppelt sich zwar der winzige E-Book-Balken auf nicht mehr ganz so winzig, dafür bleibt der Printbalken fast unverändert. Interessant übrigens: ganz ähnlich könnte es in China laufen. Ausgerechnet das Land, in dem wohl die meisten E-Reading-fähigen Mobilgeräte für den Rest der Welt produziert werden, klopft in punkto Lektüre immer noch auf Holz.

(via ebookfriendly.com)