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Punkt, Punkt, Strich: Kritzelrobot „Axidraw“ malt und schreibt mit Füller, Filzstift & Co.

14 Feb 2017

axidraw-kritzelroboterEr sieht aus wie ein 3D-Drucker, nur fällt hier die dritte Dimension weg: die „Axidraw Drawing Machine“ vom kalifornischen Startup Evil Mad Scientist ist ein universal einsetzbarer Kritzelroboter in der guten, alten, Plotter-Tradition. Der „Druckkopf“ bewegt sich frei auf dem Aluminium-Gestänge in Richtung X- und Y-Achse, so dass mit einem eingelegten Filzstift, Kugelschreiber oder Füller sowohl geschriebene Texte, ausgemalte Flächen oder Punkt-Grafiken auf’s Papier gebracht werden können, und das mit einer Genauigkeit von einem Zehntel Millineter.

Vom Brief bis zur technischen Zeichnung

Auf diese Weise kann man zum Beispiel komplette Briefe schreiben lassen, vorgedruckte Formulare ausfüllen, Urkunden ausstellen, Menükarten malen oder künstlerische Grafiken erstellen. Und natürlich lässt sich mit dem Axidraw V3 auch all das plotten, was im Profi-Bereich ein Plotter so plottet, etwa komplexe Bauzeichnungen oder Design-Entwürfe.

Inkscape als Eingabewerkzeug

Als Software-Schnittstelle dient entweder das Vektorgrafik-Programm Inkscape, für das es eine spezielle Axidraw-Erweiterung gibt, oder RoboPaint. Letztere Software wurde ursprünglich für den auch nicht ganz uninteressanten „WaterColorBot“ von Evil Mad Scientist entwickelt — tatsächlich ein Tuschkasten mit Roboterarm.

Vergleichsweise günstiger Preis

Im Unterschied zu High-End-Plottern ist der AxiDraw vergleichsweise günstig – das 1,75 Kilogramm schwere Gerät kann man für 550 Dollar (inkl. Versand nach Deutschland) direkt bei den Evil Mad Scientists bestellen. Wenn’s nur um Handschrift 2.0 auf Briefpapier oder Postkarte geht, ist ein Online-Anbieter wie Pensaki natürlich deutlich günstiger, und gerade bei größeren Schreibaufträgen auch schneller. Das Zuschauen beim Malen bzw. Schreiben entfällt dann aber leider…