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Print lebt noch: Mehrheit der Deutschen glaubt an gedruckte Tageszeitung, Robo-Journalismus stößt auf Skepsis

9 Aug 2018

print-optimismusDer Blick aufs Smartphone ersetzt die Lektüre der Zeitung, ein mobil gestreamtes Web-Video die TV-Nachrichten? Zumindest was die Print-Presse betrifft, möchte eine knappe Mehrheit der Bundesbürger vorläufig nicht an das Ende der traditionellen Medien glauben. Im Rahmen einer repräsentativen Statista-Studie im Auftrag von nextMedia.Hamburg stimmte nur eine Minderheit von 43 Prozent der Aussage zu, „Printmedien sind in zehn Jahren tot“. 57 Prozent dagegen hielten das für unwahrscheinlich.

Generation Smartphone sieht Print kritischer

Schaut man sich den harten Kern der Generation Smartphone an, sieht das allerdings etwa pessimistischer aus: die unter 30jährigen prognostizieren mit knapper Mehrheit die Ablösung von Print-Produkten durch … digitalen Content auf dem mobilen Screen. Was auch sonst. Interessantes Detail: geht es um gedruckte Fachmagazine, glauben auch die Teens und Twens noch mehrheitlich ans mittelfristige Überleben des bunt bedruckten Papiers. Extrem pessimistisch sind sie jedoch bei Nachrichtenmagazinen, Boulevardblättern oder Kundenmagazinen. Und immerhin jeder zehnte aller Befragten gab an, Ende der 2020er Jahre werde überhaupt kein Print-Produkt mehr relevant.

Robo-News: Mehrheit für Kennzeichnungspflicht

Neben neuen Erlebnisformen wie Virtueller oder Erweiterter Realitiät (VR/AR) und neuen Kanälen vom Podcast bis zum Messenger-Dienst werden sich in den nächsten Jahren auch die Produktionsformen verändern — Stichwort: Roboterjournalismus. Noch sind aber beinahe die Hälfte der Deutschen der Meinung, dass sich diese Technologie nicht durchsetzen wird, jeder vierte lehnt automatisch erstellte Nachrichten komplett ab. Das große Problem ist mangelndes Vertrauen in die künstlichen Journalisten: 43 Prozent der Befragten halten Robo-News für unglaubwürdig. Und sogar 91 Prozent fordern die Kennzeichnung solcher durch Algorithmen erstellten Artikel.

Zeitung lesen im Selbstfahr-Auto?

Eine potentiell gute Nachricht gibt es im übrigen aus dem Zukunfts-Sektor des Autonomen Fahrens: immerhin jeder fünfte gibt an, die Zeit im Auto dann mit dem Nachrichtenkonsum verbringen zu wollen, in welcher Form auch immer. Unterhaltung steht allerdings für die meisten im Vordergrund, ein Drittel der Studienteilnehmer würde in der drahtlos vernetzten Fahrgastzelle am liebsten Musik hören, Bewegtinhalte anschauen oder ein Buch lesen. Das dann hoffentlich auch noch von einem Autor aus Fleisch und Blut geschrieben wurde…