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Premiere für Kindle Paperwhite II: Pre-Order für neue Version startet

4 Sep 2013

Große Bühne für das neue Kindle Paperwhite – für die zweite Generation des Glowlight-Readers hat Amazon die Startseite frei gemacht, wie üblich in Form eines offenen Briefes von Jeff Bezos an seine Kunden. Ab sofort kann man es zum Preis von 129 Euro vorbestellen, offizieller Start ist am 9. Oktober. Revolutionäre Neuerungen sind allerdings nicht zu vermelden: es mag zwar „das beste Kindle, den wir je entwickelt haben“ (O-Ton Bezos) sein. Doch letztlich wurde nur optimiert, was es schon letztes Jahr gab. „It’s an ultra-refined version of what was already the most refined product in its category“, urteilte etwa Time-Techblogger Harry McCracken in einem ersten Hands-On-Bericht.

Mehr Kontrast, mehr Touch, mehr Prozessorpower

Der einzige echte Mangel des Vorgängermodells war eine ungleichmäßige Ausleuchtung durch das Glimmerlicht – dieses Problem wurde nun durch bessere Lichtführung behoben. Auf dem Weg zum perfekten E-Paper ist man zudem wieder einen kleinen Schritt vorangekommen: „Schärfere Kontraste und verbesserte Lichtstreuung lassen Weiß weißer und Schwarz schwärzer erscheinen“, verspricht die Pressemitteilung. Verbessert wurde auch die Touchscreen-Abtastung: „Die neue Touch-Technologie nutzt ein um 19% engmaschigeres Touch-Grid“ – das ermöglicht präzisere Fingergesten. Last not least sorgt ein um 25 Prozent schnellerer Prozessor für mehr Komfort beim Öffnen und Umblättern von E-Books.

Smartlookup schlägt Worte bei Wikipedia nach

Soviel zur Hardware. Die gewohnte Benutzeroberfläche wurde aber ebenfalls verbessert – etwa mit der „Pageflip“-Funktion: durch die Einblendung einer zusätzlichen Seitenansicht kann man im Text vor- oder zurückblättern oder gleich von Kapitel zu Kapitel springen, ohne die aktuell aufgeschlagene Seite zu verlieren. Das neue „Smart-Lookup“ ermöglicht es, Begriffe innerhalb des Wörterbuchs auch in der Wikipedia nachzuschlagen, ohne den Browser bemühen zu müssen (natürlich nur, so lange man online ist). Wer gerne fremdsprachige Texte liest, wird sich wohl über den integrierten Wortschatz-Trainer freuen. Nachgeschlagene Worte werden gesammelt und lassen sich über eine „Karteikarten-Ansicht“ auch abfragen.

„Im Gegensatz zu Tablets angenehm“

Ein paar Sticheleien gegen die Konkurrenz kann sich Amazon auf der offiziellen Produktseite übrigens auch mal wieder nicht verkneifen: es gibt zum Thema Spiegelung bei Sonnenlicht ein schönes Vergleichsfoto von Kindle und iPad. Außerdem findet man dort die Bemerkung, dass neue Kindle Paperwhite sei 30% leichter als das iPad mini. Dazu kommt aber auch unfreiwillige Selbstkritik – sogar farblich hervorgehoben wird der bemerkenswerten Satz: „Im Gegensatz zu Tablets wurde der Kindle Paperwhite dazu entwickelt, das Lesen so angenehm wie möglich zu gestalten“. Das trifft natürlich auch auf Amazons „Lesetablet“ Kindle Fire zu.