Premiere bei Amazon: Kindle Fire bald in Deutschland, Kindle Paperwhite kommt später


„We love to invent, we love to pioneer“ – so leitete Amazon-Chef Jeff Bezos am 6. September das große Kindle-Event im kalifornischen Santa Monica ein. Die präsentierte Produktpalette vom Kindle Paperwhite bis zum Kindle Fire HD zeigte dann tatsächlich: Amazons Entwicklungsabteilung hat ganze Arbeit geleistet. Die Highlights in Kürze: Das Display des neuen Kindle Paperwhite besitzt XGA-Qualität (1024×768 Pixel) und 25 Prozent mehr Kontrast im Vergleich zu Pearl E-Ink (siehe den ausführlichen E-Book-News-Bericht). Außerdem ermöglichen spezielle LEDs am Displayrand die Lektüre im Dunkeln („Glowlight-Funktion“). In den Handel kommt das Kindle Paperwhite für 119 Dollar, ein Starttermin für Europa steht noch nicht fest. Das bisherige Kindle Basismodell („Tasten-Kindle“) wird dagegen in verschlankter Form in Deutschland ab 12. September für 79 Euro erhältlich sein.

Ein Update wurde zugleich auch dem 7-Zoll-Tablet Kindle Fire verpasst – ein neuer Prozessor sorgt für bis zu 40% mehr Performance. Erstmals wird die Basisversion des Kindle Fire ab 25. Oktober zum Preis von 159 Euro auch in Deutschland verkauft. Gleiches gilt für die 7-Zoll-Version des neuen Amazon Fire HD, das mit höherer Auflösung (1200×800 statt 1024×600 Pixel) und mehr Speicher (16/32 Gigabyte) aufwartet und für 199 bzw. 249 Euro zu haben ist. Noch etwas länger gedulden müssen sich Gadget-Liebhaber, die ein Auge auf die neue 9-Zoll-Version des Kindle-Fire geworfen haben – die High-End Version mit 1920×1200 HD-Display und Hochleistungs-Prozessorgibt’s vorerst nur in den USA (ab 499 Dollar).

Serienreif ist im übrigen auch Amazons neuestes Content-Modell im Bereich E-Books. Nach den erfolgreichen Kindle Singles experimentiert das Unternehmen ab jetzt auch im Bereich der Fortsetzungsromane. Mit „Kindle Serials“ startet nämlich ein Programm, das den Leser regelmäßig mit neuen Folgen versorgt. Acht Autoren konnte Amazon dafür bereits gewinnen, von Dani Amore („The Circuit Rider“) bis Austen Rachlis (“Hacker Mom”). Kostenlos ausprobieren kann man das Serien-Prinzip netterweise mit einer tranchierten Version von Charles Dickens Klassiker “Oliver Twist” sowie den “The Pickwick Papers“ – die beide vor mehr als 100 Jahren ihr Debut ebenfalls als Fortsetzungsroman erlebten.

Abb.: Amazon

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".