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Post-Holiday-Studie: E-Books in USA boomen, Print bleibt stabil

17 Jan 2014

Puuh, Weihnachten ist überstanden, und somit kommt die Zeit der „Post-Holiday-Surveys“ – das Pew Research Center etwa hat zum Jahresbeginn die US-Amerikaner nach ihren Lesegewohnheiten befragt. Die große Überraschung: der E-Lese-Boom stabilisiert jenseits des Atlantiks auch den analogen Lesehunger. Während die E-Book-Nutzung von 23 auf 28 Prozent stieg, kletterte die Zahl derjenigen, die mindestens ein Print-Buch gelesen haben, von 65 auf 69 Prozent, und erreicht fast wieder das Niveau von 2011 (71 Prozent). 50 Prozent der US-Amerikaner besitzen mittlerweile entweder einen E-Reader oder ein Tablet, im Jahr zuvor lag diese Rate noch bei 46 Prozent.

Das größte Wachstum gab es nicht zufällig im Bereich der Tablets, die in der Weihnachtssaison wieder zum Kassenschlager wurden. Auf dem Touch-Screen von iPad, Kindle Fire & Co. lesen Anfang 2014 bereits 55 Prozent der US-Amerikaner über 18 Jahre, 2011 waren es gerade mal 23 Prozent. Leichtes Wachstum gab’s auch bei E-Readern (von 51 auf 57 Prozent) und Smartphones. Der PC als Lesegerät gerät dagegen immer stärker ins Hintertreffen – hier fiel die Rate von 42 auf 29 Prozent. Steve Ballmers legendäres Diktum vom PC als wichtigstem E-Reader darf man also zumindest in Nordamerika getrost ad acta legen.

Insgesamt gilt: „post-holiday“ ist für die Gutenberg-Galaxis nicht gleichbedeutend mit „post-apokalyptisch“, was auch ein Blick auf die Rolle der E-Book-Only-Fraktion zeigt: mit nur fünf Prozent sind die radikalen Digitalleser noch eine winzige Minderheit. Die konservative Buchgemeinde liest dagegen noch zu knapp 50 Prozent nur auf Papier, nur ein knappes Drittel wagt sich in digitale Letternwüsten vor. Besonders tolerant sind dagegen die Early Adopter des elektronischen Lesens: 87 Prozent von ihnen nehmen auch Gedrucktes in die Hand. Und dann gibt es noch die radikalen Omnivoren: 9 Prozent der Leser nutzen nämlich parallel Print, E-Books und Audiobooks.