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„PDF only“ trifft Content Marketing: Sister Mag, das „Journal für die digitale Dame“ schreibt schwarze Zahlen

26 Jun 2018

sistermag-heftcoverSisterMag, Untertitel: „Das Journal für die digitale Dame“ berichtet alle zwei Monate neu über Lifestyle-Themen wie Mode, Essen & Trinken, Reisen, Beauty oder DIY. Am Kiosk wird man das Heft aber nicht finden — das von Antonia Sutter und Theresa Neubauer im Jahr 2012 gegründete Magazin erscheint nämlich „Digital Only“. Letzlich kein Wunder, denn Mitgründerin und Betriebswirtin Theresa Neubauer hat schon in ihrer Diplom-Arbeit über die Zukunft von Zeitschriften im digitalen Zeitalter geforscht.

Schwerpunktthemen als Anknüpfungspunkt

Die Kombination PDF-Format plus cleveres Content-Marketing-Konzept ermöglichte nicht nur den Verzicht auf Anzeigen oder Bezahlschranke, sondern sicherte zugleich die Profitabilität — SisterMag schreibt quasi seit Beginn schwarze Zahlen. Mit Summen ab 30.000 Euro können Unternehmen Medienpartner für eine Ausgabe werden, passenderweise kreist jedes Heft auch um ein Schwerpunktthema. Wohlgemerkt: Die Sponsoren steuern das Thema bei, für die professionelle journalistische und designerische Umsetzung sorgt dann die Redaktion selbst, wie man es auch aus dem Corporate Publishing-Bereich kennt.

Konzept klappt auch ganz ohne Magazin

Die hohe Nachfrage nach solchen Dienstleistungen hat inzwischen zu einer Ausgründung geführt — mit dem SisterMag-Studio gibt es parallel zum Magazin auch eine Agentur für Content-Produktion jenseits des regulären Digi-Magazins. Der Verlag, in dem Sister Mag erscheint, heißt übrigens sinnigerweise „Carry-On Publishing“. Mit anderen Worten: Das Publishing geht weiter, auch ohne Zeitschriften aus Papier. Derzeitige Reichweite von SisterMag: 200.000 Leserinnen.

(via kress.de)