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“Pay per Rent”: Readfy startet Mietmodell für einzelne E-Book-Titel

21 Mrz 2016 0 Kommentare

readfy-offline-lesen-pay-per-rentBisher hieß das Erfolgsmodell von Readfy: werbefinanzierte Kostenlos-Lektüre, also eine Art gesponserte Flatrate – immerhin auf einer Basis von mehr als 50.000 Titeln. Anlässlich der Leipziger Buchmesse wurde nun aber ein neues Geschäftsmodell vorgestellt: “Pay-per-Rent”, das bezahlte Ausleihen individueller Titel für jeweils 30 Tage. Befristet E-Books lesen kann man – zu anderen Bedingungen – bisher schon über die “Kindle Leihbücherei” oder via öffentlicher Bibliotheks-“Onleihe”.

Bis zu 70 Prozent sparen vs. Buchkauf

Die Preise beim “Pay-per-Rent” à la Readfy variieren: Die in diesem Fall werbefreie Lektüre kostet den Leser zwischen einem und vier Euro, je nach normalem Ladenpreis des gewünschten Schmökers. Auf diese Weise kann man Readfy zufolge gegenüber dem normalen Kauf zwischen 30 und 70 Prozent sparen.

Weiterer Vorteil: wer “Pay-per-Rent” nutzt, kann die E-Books auch offline lesen, bei der werbefinanzierten Gratis-Flatrate muss man dagegen mit Smartphone oder Tablet online bleiben. Und noch einen Vorteil gibt’s natürlich gegenüber kostenpflichtigen Flatrates der Konkurrenz: man muss sich nicht mit einem monatlichen Abo an den Anbieter binden.

In-App-Purchase als Vorbild

“Öffne in deiner readfy App einfach die Buchdetailseite des eBooks, das du offline lesen möchtet”, heißt es zum Ausleihprozess in den Readfy-FAQs. Und weiter: “Tippe dort auf den Button Offline lesen und folge dem Bestellprozess. Und schon kannst du offline lesen.” Die Bezahlung läuft über den jeweiligen App-Store, also Apple oder Google.

Vorbild für den “Pay-per-Rent”-Ansatz sind die positiven Erfahrungen der Games-Branche mit “In-App-Purchases”, also vom Nutzer getätigte Zukäufe innerhalb einer kostenlos nutzbaren App. Eine Befragung von Readfy-Nutzern hatte gezeigt, dass auch die E-Lese-Community durchaus bereit schien, für zusätzliche Leistungen zu zahlen.

Verlage zeigen großes Interesse

Insofern wird Readfy also auch zukünftig zweigleisig fahren — die werbefinanzierte Flatrate soll bestehen bleiben. Die Verlage zeigen am “Pay-per-Rent”-Modell offenbar großes Interesse, die meisten der 50.000 Readfy-Titel können bereits individuell ausgeliehen werden. Was den Publishern beim neuen Readfy-Modell entgeht, sind – siehe Payment via App-Store — allerdings die Kundendaten der neu gewonnenen Leser…

(via buchreport & boersenblatt)

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